Posts Tagged ‘Kino’

Disney Planes – das ist Cars für Arme

20. September 2013

planes

Nein, liebe Freunde von Disney. Planes war einfach nichts, der Film hat mir nicht gefallen. Ich hab ihn zusammen mit meinen Kindern angesehen und K1 brachte es nach dem Film auf den Punkt: „Papa, warum haben die Cars jetzt mit Flugzeugen nochmals gedreht.“ Und recht hat das kluge Kind. Der Film ist eine Mischung der beiden Cars-Filme, ohne jedoch die Klasse der Pixar-Produktionen zu haben. K2 ergänzte am Ende dann noch: „Schau mal, der Flugzeugträger hat Augen, jetzt kommt bestimmt bald ein Film über Schiffe.“ Nein bitte nicht.

Klar, die Animationen waren okay, die Figuren waren okay, die Story war okay, aber alles schon mal gesehen und vor allem alles schon mal besser gesehen. Vereinzelt gab es ein paar gute Witze wie beispielsweise die Szene mit dem zerstörten Tablet. „Macht nichts, in wenigen Wochen kommt das neue.“ War das eine Andeutung für die neuen iPads? Quatsch, aber gut war es schon.

Nee, Nee - das war nix.

Nee, Nee – das war nix.

Vielleicht muss man Amerikaner sein, um diesen Film genießen zu können. Militärjets und Flugzeugträger spielen als tolle Gemeinschaft mit und der Kriegsheld Skipper ist ein weiser Mann. In den Staaten spielt das Militär eine andere Rolle, aber Leute, wir sind hier bei Disney. Lieber John Lasseter, als ausführender Produzent und Kreativchef von Disney habe ich mir mehr bei diesem Film erwartet. Bitte macht nicht mehr solche lieblosen Massenproduktionen. Ihr habt einen Namen zu verlieren. Ich will die Spritzigkeit, die ich von Lasseter gewohnt bin, die Dialoge, die Feinzeichnung der Personen.

Aber ich geb es zu: Ich wurde schon stutzig, als ich damals den ersten Trailer zu Planes im Netz sah. Die Musik stammte von Rob Zombie. Ja, der von mir verehrte Irre macht die Musik zu einem Disney-Film? Was läuft da falsch? Geht gar nicht.

Aber vielleicht hätte Rob Zombie doch die komplette Musik machen sollen. Stattdessen ließ Disney Mark Mancina ran, der einen belanglosen, lahmen Soundtrack Planes schuf. Wo ist Randy Newman? Er arbeitet wohl nur für Pixar und er weiß wohl auch warum.

Ok, an dem Kinotag hat es sowieso geregnet, da war es im Kino wenigstens trocken und das Popcorn bei Planes war auch nicht schlecht.

Soundtrack

Cooler Sound von DOSCH Audio

31. Juli 2010
Die CD "Music for Architecture" von Dosch nutze ich sehr oft und hat sich bezahlt gemacht.

Die CD „Music for Architecture“ von Dosch nutze ich sehr oft und hat sich bezahlt gemacht.

Ein Clip oder Intro wirkt nur, wenn der Sound dazu passt. Wer nicht mit musikalischen Fähigkeiten gesegnet ist oder schichtweg keine Zeit hat, der greift auf Soundlcips aus dem Web zurück. Hier haben sich zahlreiche Anbieter einen Namen gemacht. Ich nutze sehr viel Sounds von DOSCH audio. Zahlreiche Videoclips für Kunden und auch private habe ich mit diesen Sounds vertont und bin immer gut gefahren
DOSCH Audio bietet eine fette Sammlung an Musik und Sounds zur Vertonung von Visualisierungen. Seit kurzem sind die Audio Produkte von DOSCH DESIGN auf einer eigenen Website – zu finden, die regelmäßig mit neuen Stücken aus unterschiedlichsten Stilrichtungen erweitert wird und mit einer Neuheit an den Start geht: Ab sofort ist es möglich, alle Tracks einzeln zu erwerben ohne die gesamte Sammlung kaufen zu müssen – diese Neuerung ist wirkliche eine Verbesserung, denn oftmals brauche ich nicht die gesamte CD für eine Produktion, sondern nur einen Track.
„Wir möchten Kunden, die Sounds für Einzelmaßnahmen benötigen oder Einsteiger sind, die Möglichkeit geben, für kleines Geld ihre Projekte zu vertonen oder eine individuelle Sammlung zusammen zu stellen“, so Sebastian Dosch, Geschäftsführer von DOSCH DESIGN. „ Wir merken, dass es eine viel größere Akzeptanz der Präsentation mit Soundunterstützung gibt. Was bisher Kino, Film oder Werbung vorbehalten war, nutzen nun auch viele Unternehmen: Musik schafft Emotionen und verleiht einem nüchternen Vortrag das gewisse Etwas. Diesen Wettbewerbsvorteil haben viele unserer Kunden erkannt und setzen auf den Einsatz von Sounds.“ Genau und das trifft es auf den Punkt.
Viele übersehen dabei aber, dass auf herkömmliche Musik, die aus dem Netz erhältlich ist, Urheberrechte liegen und ein Verstoß recht teuer werden kann. Alle Produkte von DOSCH Audio dagegen sind lizenzfrei einsetzbar. Dies erspart lästige Rechte-Klärungen und teure Gema-Gebühren.
Die Sounds eignen sich perfekt für Fernsehdokumentationen und Trailer, Geschäftspräsentationen oder Videoclips. Ebenso sind sie ideal als Hintergrund- oder Begleitmusik bei Präsentationen und Veranstaltungen. Neben allgemeinen Titeln stehen spezielle Audio-Tracks für Fahrzeugvisualisierung, Sport, Architektur, Produkt- oder Unternehmenspräsentationen zur Verfügung. Hier wird mit Spezialisten aus den jeweiligen Bereichen gemeinsam analysiert, welche Stilrichtungen, Tempi und Charakteristika die Musik haben muss, um bestimmte Effekte zu erzielen. Zu jedem Stück gibt es auf der Homepage eine Hörprobe, so dass man sich vorab von der Qualität der Stücke überzeugen kann.

Ippen weckt Ängste

17. März 2009

Der Münchner Merkur ist eine konservative Heimatzeitung in Oberbayern, die ihre Auflage vor allem in den Landkreisen um München macht. Verleger dieser Zeitung ist Dirk Ippen, ein Verleger aus Westfalen, der den Merkur von einem verschlafenen Blatt nach vorne gebracht hat. „Tippen für Ippen“ hieß es immer wieder unter Journalistenkreisen. Der Herr Verleger hat auch eine Kolumne in der Zeitung, die er früher auch im Web publizierte. In seiner jüngsten Samstagskolumne setzt sich Ippen mit einer schönen, neuen Welt ohne Bücher auseinander. Er betrauert eine Welt ohne Papierbücher, die durch Amazons Kindle und Sony E-Book-Reader entstehen wird. Man könne künftig keine Fragen beantworten in der Art: Welche drei Bücher nehme ich auf eine einsame Insel mit.

Ippen ist geschickt und appelliert an die Ängste seines älteren Zielpublikums, das eine Welt ohne Bücher auf sich zukommen sieht, nach dem Motto: Früher war alles besser. Sicherlich, der Zeitungsmann Ippen muss so argumentieren, denn auch eine Zeitung ist im modernen Zeitalter in Gefahr. Die Kosten laufen davon, denn Werbeeinnahmen gehen zurück: Der Ippen-Konzern hat den Weg Richtung neuer Medien besser in Angriff genommen als so mancher andere verschlafene Zeitungsverlag. Trauer.de und andere Plattformen sind dazu Beispiele. Daher muss Ippen in seiner Kolumne kein falsches Spiel führen und Ängste wecken. Das hat er eigentlich nicht nötig.

Er weiß, dann kein Medium ein anderes komplett ersetzt hat: Theater gibt es trotz Kino weiterhin, Kino weiterhin trotz DVD. Das Trägermedium wechselt, heiß es Schellack, Schallplatte, CD oder mp3 – die Musik bleibt die gleiche. Genauso ist es mit der Information. Nachrichten will der Leser, sei es in dem Flugblatt des Mittelalters, der Zeitung oder der Website. Das gilt für Bücher ebenso. eBooks werden das gedruckte Buch nicht ersetzen, aber der Vertrieb von Büchern wird sich ändern.

Auch Ippen muss den Klassiker (als Buch) kennen von Nikolas Negroponte: Total digital. Darin beschreibt der ehemalige Leiter des MIT, dass alles was digital vertrieben wird, auch künftig so vertrieben wird. Ich habe dazu bereits gebloggt. Und Ippen wäre kein guter Geschäftsmann (was er zweifelsohne ist), wenn er nicht nach neuen preiswerteren Distributionswegen sucht. Also lieber Dr. Ippen, vielleicht weniger zurückschauen, also vielmehr nach vorne und nehmen Sie hier Ihre älteren Leser auf die spannende Reise mit. 

Keinen Bock mehr aufs Lesen

17. Februar 2009

Die Stiftung Lesen jammert: Die Deutschen haben keinen Bock mehr auf Lesen so wie früher einmal. Gemeint sind in erster Linie Bücher. Damit legt die Stiftung zum dritten Mal seit 1992 eine Studie vor. Dieses Mal wurden mehr als 2500 Deutsche ab 14 Jahren nach ihren Lesegewohnten befragt. Das Ergebnis ist für Bücherwürmer und Bildungsbürger erschreckend. Während vor acht Jahren jeder Dritte noch zwischen elf und 50 Bücher im Jahr verschlang, schafft dieses Buchpensum jetzt nur noch jeder Vierte. Das Geheule bei den Bildungsbürgern war groß. Der Verfall des Abendlandes und des Bildungsbürgertums stand auf der Tagesordnung. Jammer, jammer, heul, heul.

Bedenklich: Es zeigt sich, dass Kinder von lesefaulen Eltern nicht mehr zum Buch greifen und damit für den Lesemarkt verloren sind. Wenn zu Hause gelesen wird, dann besteht auch die Chance, dass der Nachwuchs zum Buch greift. Zumindest bei uns zu Hause wird derzeit kräftig gelesen. Der kleine Mann in der ersten Klasse versucht sich an Literatur in Form der Flohkiste und seine Schwester kann zwar nicht lesen, tut aber zumindest so.

So schlimm die Ergebnisse für den Büchermarkt sind, so darf man sie aber nicht überbewerten. Ähnliches Problem hatte das Theater als das Kino aufkam und das Kino als TV aufkam. Die Menschen wechseln eben das Medium und verbringen mit den klassischen Medien eben weniger Zeit. Die Zeit meines Medienkonsums hat sich nicht verändert über die Jahre, aber die Art auf jeden Fall. Wenn ich früher öfters zum Buch oder zur Zeitung gegriffen habe, so schaue ich heute eben mehr ins Web, schaue Blu ray oder spiele etwas.

Ach ja: Gleiches Klagelied könnten die klassischen Brettspielhersteller anstimmen. Es wird weniger gespielt: Klar, Mensch-ärgere-dich-nicht und Co gehen sicher zurück, dafür steigt die Zahl der Wii- oder PS3-Spieler. So ist der Zeit der Lauf, aber noch lange kein Untergang des Abendlandes.