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Musiktipp: Prince from Another Planet von Elvis Presley

19. Dezember 2012

Elvis

Ich hatte nicht geglaubt, dass es noch solche Schätze gibt. Als Fan des King of Rock´n Roll war es ein Erlebnis, das neuveröffentlichte Doppelalbum Prince from Another Planet anzuhören. Es sind die erweiterten Aufnahmen der bekannten Madison Square Garden-Aufnahmen vom Juni 1972, aufgepeppt durch ein schönes Booklet und eine DVD mit interessanten Aufnahmen.

Was Sony aus den alten Aufnahmen klangtechnisch herausgeholt hat, ist wirklich eindrucksvoll. Die beiden einstündigen Konzerte waren ein Medienereignis. Der alte Rocker zeigte noch einmal, was für ein Top Entertainer er ist. Nach all den durchschnittlichen und schlechten Filmen, den Las Vegas-Aufnahmen kam Elvis zurück auf die Bühne und wählte den Garden als Bühne. Es ist das zweite Mal, das Elvis in New York spielte. Presse und Publikum können in dieser Stadt tödlich sein. Aber Elvis versteht sein Geschäft und legte eine hervorragende Performance hin. Superstars des Rock-Zirkus ließen es sich nicht nehmen, seine Shows zu besuchen: Led Zeppelin, David Bowie, George Harrison, Elton John und auch Paul Simon. Die nun veröffentlichten CDs laufen als 40th Anniversary Edition und wurden von Michael Brauer (Coldplay) neu gemixt. Das Mastering besorgte Vic Anesini.

Im Netz kursieren immer wieder Kritiken, dass die beiden Shows nahezu identisch im Ablauf sind. Was soll denn das? Natürlich ist das Showprogramm einer Nachmittags- und einer Abendshow gleich. Und dennoch liegen die Unterschiede in der Performance. Elvis beweist einmal wieder, welch Wahnsinnigssänger er ist. Er trifft jeden Ton und gibt alles. Für mich ist Prince from Another Planet eine der wichtigsten Veröffentlichungen des Jahres

Die beiliegende DVD zeigt eine Pressekonferenz des Kings, der sich weigerte, politische Aussagen zu treffen. Schüchtern und dann doch voller Selbstbewusstsein gibt Elvis ausweichend Antworten. Und stolz präsentiert der King protzig seinen goldenen Gürtel. Schön zu sehen, sind Aufnahmen von Elvis Vater und legendär, der bärbeißige Colonel Tom Parker, der die Presse umher scheucht. Für mich komplett neu war eine verwackelte Konzertaufnahme auf Super 8 der Nachmittagsshow. Hier hatte ein Fan illegal Teile des Konzerts mitgefilmt. Sony veröffentlichte jetzt diese Aufnahmen, teilweise mit viel Schwarzbild. Wahrscheinlich wurde viel restauriert und das optimale aus dem Material herausgeholt. Dennoch bleiben es verwackelte Super 8-Aufnahmen, die zum Teil anstrengend zum Ansehen sind. Dennoch: Der Fan wird das Zeitdokument lieben. Im Netz kursieren auch weitere Fanaufnahmen der Konzerte. Hier hätte Sony in die Tasche greifen können und die Rechte an diesen illegalen Aufnahmen aufkaufen können. Dann wäre ein netter Fan-Konzertfilm herausgekommen. Aber wahrscheinlich war es zu teuer oder Elvis spielt für Sony nicht mehr genug ein, dass sich der Kauf gelohnt hat.

Trauerfeier für Steve Jobs

26. Oktober 2011
Deutsche Zeitungen nach dem Tod von Steve Jobs.

Deutsche Zeitungen nach dem Tod von Steve Jobs.

Am 19. Oktober fand die Trauerfeier für Steve Jobs auf dem Apple Campus statt. Jetzt stellte Apple einen Link zur Gedenkfeier für den verstorbenen Chef auf die Apple Website. Die Apple Familie ist dafür dankbar.

Es war eine amerikanische Feier von 81 Minuten bei dem die Trauernden mit Kaffeebecher und Sonnenbrille, mit T-Shirts und Baseball-Hüte im Campus in Cupertino versammelt sind. Umrahmt von überlebensgroßen Fotografien von Steve Jobs fand die Trauerfeier statt, die irgendwie auch eine Rock´n Roll-Party wurde. Die Feier wurde weltweit in die Apple Retail Stores übertragen, die früher schlossen. In München war nur noch das Post-it-Konterfei von Steve Jobs an der Scheibe zu sehen.

Der Münchner Apple Retail Store.

Der Münchner Apple Retail Store.

CEO Tim Cook sprach die einführenden, bewegenden Worte. „Die letzten Wochen waren die traurigsten meines Lebens.“ Jobs Frau Laurene Powell hatte einen der seltenen öffentlichen Auftritte. Die Kinder von Jobs waren nicht zu sehen. Leider hab ich auch den zweiten Steve nicht erblickt. Wo war Woz bei der Feier seines Kumpels? Am meisten bewegte mich eine Audiozuspielung der Think different-Kampagne. Es ist eine seltene Aufnahme bei der Steve Jobs selbst den Text zu den „Crazy Ones“ sprach. In der Werbung wurde später die Stimme von Richard Dreyfuss verwendet. Das Bekenntnis rührt noch immer zu Tränen und inspiriert.

Viele Weggefährten sprachen, darunter Al Gore, Sir Jon Ive, Apple-Aufsichtsrat Bill Campbell. Norah Jones und ColdPlay sangen verschiedene Songs. Nora Jones begeisterte mit dem Dylan-Klassiker „Forever Young“.  ColdPlay brachten „You’ve Got a Friend in Me“ dar.

Um den Videostream anzusehen, wird Safari 4 oder 5 unter Snow Leopard oder Lion, iOS 3 und neuer oder QuickTime 7 unter Windows benötigt. Oder es gibt den Film auf YouTube.

 

Here’s to the crazy ones.

The misfits.

The rebels.

The troublemakers.

 

The round pegs in the square holes.

The ones who see things differently.

They’re not fond of rules.

And they have no respect for the status quo.

You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.

About the only thing you can’t do is ignore them.

Because they change things.

They push the human race forward.

And while some may see them as the crazy ones,

We see genius.

Because the people who are crazy enough to think

they can change the world,

Are the ones who do.