Schunkeln im Schaukelstuhl: Neues Eric Clapton Album

13. September 2011

Das neue Clapton-Album liegt vor und ist eine Wohltat. Der Stargitarrist ist wie ein Pendel, das zwischen seichten Popp und ehrlichen Blues hin und her schwingt. Mit dem neuen Album Play the Blues Live from Jazz at Lincoln Center sind wir wieder auf der Blues-Seite und das ist gut so.

Und damit gleich die Warnung: Wer den Pop-Clapton mag, muss vor so viel Old Fashion den Kopf schütteln. Der alte Erich hat mit Startrompter Wynton Marsalis eine schöne Live-Scheibe eingespielt: Jazz- und Blues-Standards sowie ein sehr eindringliches Layla, abseits der alten Opel-Werbung. Zwar ist Erich Clapton stimmlich nicht auf der Höhe, aber das hervorragende Zusammenspiel der Musikanten entschädigt dafür. Und der Brite Clapton steht zu seinen nicht vorhandenen amerikanischen Wurzeln. Daher steht dieses Album in der Tradition meiner Lieblings-Clapton-Alben Me and Mr.Johnson sowie From the Cradle. Vorbei scheinen auch die Zeiten von Clapton is God. Yardbirds und Cream waren einmal und auch Derek and the Dominos kommen nicht mehr. Der Blues hat Clapton derweil voll im Griff. Bei seiner Biografie aber nicht zu verdenken.

Das neue Album macht hörbar Spaß. Es beginnt mit der alten Jazz-Schnulze Ice Cream und endet mit dem Corrine, Corrina. Beim Hören wippt man unweigerlich mit, denkt an seine Zeit in New Orleans (ohne Kathrina). Schon für dieses Feeling muss man den Herren Clapton und Marsalis danken.

Besuch bei manomama – Interview mit Sina Trinkwalder

12. September 2011

Hier ein kleines Interview, dass ich mit Twitter-Star Sina Trinkwalder alias @manomama geführt habe. Ich fragte sie nach Pläne, den bevorstehenden Umzug, die Nutzung von Facebook und Google + und dem Ausscheiden von Steve Jobs als Apple-CEO. Viel Spaß beim Schauen.

Aus gegebenen Anlass

11. September 2011

10 Jahre 11. September

3D-Drucker for the rest of us

10. September 2011

Vor 8 Jahren habe ich zum ersten Mal 3D-Drucker auf einer Messe live gesehen. Ich war und bin fasziniert, wie man aus nichts einen dreidimensionalen Körper schaffen kann. Schicht um Schicht werden aufgetragen und am Ende hat man seinen gewünschten Körper, sei es ein Ball (simpel), sei es Turnschuh (schon schwieriger) oder eine verwinkelte Röhrenkonstruktion (richtig schwer). Solche 3D-Drucker werden vor allem bei Ingenieuren in der Konstruktion eingesetzt. Die Geräte sind teuer und damit nicht für zu Hause geeignet.

Ich hatte einmal eine Geschäftsidee. Auf Wochenmärkten wollte ich 3D-Scans von Leuten machen und ihnen dann eine Büste verkaufen. Vor allem Omas hätten zugeschlagen, wenn sie eine Büste vom Enkel bekommen hätten. Gute Idee, aber ich verbummelte die Umsetzung.

Bis jetzt: Mein Twitter-Kollege @julianreischl hat mich auf einen youTube-Film aufmerksam gemacht, der mich doppelt berührt: Zum einen geht es um einen 3D-Drucker, zum anderen um Lego.

Ein findiger Mensch hat einen 3D-Drucker aus Lego Technik und Mindstorms gebaut. Großartig und aus meiner Sicht eine tolle Leistung.

Frage an alle: Bringt Facebook unseren Theatern etwas?

8. September 2011

Aufgrund eines Interviews mit mir, das in der Wirtschaftszeitung aktiv erschienen ist, erreichte mich eine interessante Anfrage. Diese Anfrage von einer Studentin für Kultur- und Medienmanagement will ich gerne weitergeben und diskutieren. Sie lautet schlicht und einfach: Sollen deutsche Theater auf Facebook setzen und was bringt es ihnen eigentlich? Und: Hätte Shakespeare als Theater-Teilhaber heute eine Facebook-Präsenz?

Eine kurze Recherche zeigt: Zahlreiche Theater sind bereits in Facebook aktiv. Für sie kann Facebook ein tolles Marketingtool sein. Interessierte werden auf den aktuellen Spielplan aufmerksam gemacht. Es wird gemeldet, wenn Restkarten erhältlich sind oder Aufführungen ausverkauft sind. Es ist möglich, Facebook mit dem Ticketsystem zu koppeln und Karten direkt zu bestellen. Und natürlich sind Verlosungen u.a. möglich.

Im Vorfeld einer Aufführung kann über den Stand der Proben berichtet werden. Vernetzungen mit YouTube zeigen Videos von den Proben, Gespräche mit Schauspielern, Regisseuren, Kreativen allgemein und natürlich der Theaterführung. Was im Vorfeld funktioniert, klappt natürlich auch im Nachgang. Die veröffentlichte Meinung wird präsentiert und vor allem wird durch Social Media die Meinung des Publikums dargestellt. Es gilt nicht mehr der alte Zeitungsspruch: Wie es Ihnen gefallen hat, lesen Sie morgen im Tageblatt. Der Theaterfan kommt zu Wort und das ist gut so, denn er zahlt für seine Karten und sein Theater. Wenn die Theaterbetreiber fit sind, gehen Sie nach der Premiere mit der Videokamera herum und sammeln Statements. Das ist aktive Bindung des Publikums.

Aufkleber mit Aussagen in der Stadt verbreitet, mit QR-Code versehen oder anderen viralen Marketingmitteln sorgen für Aufmerksamkeit in neuen Zielgruppen.

Sehr schön fand ich beispielsweise den Auftritt des Thalia-Theaters, bei dem Annika Stadler (Dramaturgie), Jochen Strauch (Marketing/Kommunikation), Luk Perceval (Leitender Regisseur), Heinz-Werner Köster (Verwaltungsdirektor) posten. Stark, was die Kreativen auf die Beine stellen und über 6500 Fans sind der Dank.

Und ob Shakespeare in Facebook wäre? Na klar, der Mann wollte Geld verdienen und er ist dorthin gegangen, wo sein Publikum ist. Heute wäre das auch im Internet und bei Facebook. Was meint ihr denn dazu?

Zur Inspiration gibt es noch eine der besten Szenen aus dem Monaco: „A rechter Sch..dreck wars!“

Star Wars Bademantel

4. September 2011
Bademantel für uns Jedis.

Bademantel für uns Jedis.

Wenn mein Astralkörper aus der hauseigenen Sauna kommt, hülle ich mich derzeit in einen Boss-Bademantel. Noch – das soll sich ändern. Mein Twitter-Kollege Heiko Kunkel @olschok hat mich auf einen tollen Fund im Internet aufmerksam gemacht: Den Jedi Badelmantel.

Zwar ist das Teil im Moment ausverkauft, aber vielleicht bekomm ich bis zum Start der Star Wars: The Complete Saga I-VI auf Blu ray ein Exemplar zu ergattern. Ich weiß nicht, ob ich mich damit an den Strand traue, aber zu Hause bin ich auf jeden Fall der Jedi-Meister. Ich erinnere mich, dass bei der Neil Young Tour Rust Never SleepsRoadies als Jawas ihren Dienst taten. Das fand ich schon beeindruckend. Doch ein Jawa im Sandkriecher wollte ich nie sein, da ist ein Jedi oder ein Sith-Lord allemal besser.

Der Jedi-Bademantel hat ist ein offizielles Star Wars-Produkt und besteht aus 100 % Baumwollvelours. Er ist Maschinenwaschbar und ist One Size, allerdings fällt er ziemlich groß aus und passt am besten, wenn man Größe M-XL hat.

Die Maße sind: Länge 144 cm, Breite auf Brusthöhe 68 cm (gemessen von Achsel zu Achsel) und Armlänge 62 cm (gemessen zwischen Schulter und Ärmelende). Es gibt das Teil auch als Lord Vader-Variante in Schwarz (aber ohne Helm).

update (10.9.11): Bei Amazon hab ich die Mäntel gesehen und gleich bestellt: Hier der Jedi Morgenmantel und hier der Vader Bademantel.

Darth Vaders Executor als Legobausatz

3. September 2011
Die Exekutor aus Lego -  Weihnachten kann kommen.

Die Exekutor aus Lego - Weihnachten kann kommen.

Für mich ist Weihnachten gerettet. Lego hat soeben mein persönliches Weihnachtsgeschenk für 2011/2012 in den Lego-Store eingestellt. Es handelt sich um den langerwarteten Sternenzerstörer von Darth Vader, die Executor. Da unsere Familie sich im Star Wars Fieber wegen der Blu ray-Veröffentlichung der Filme Star Wars: The Complete Saga I-VI befindet, kommt dieses Sammelerteil gerade recht. Im Moment bauen wir noch den Rasenden Falken, aber die Executor ist schon eine Augenweide.

Im Lego Programm trägt er die Nummer 10221 und nennt sich auf Deutsch Super-Sternenzerstörer. Mit 3152 Teilen ist das Schmuckstück wieder ein schönes großes Modell mit einer Gesamtlänge von 124,5 Zentimetern. Das rechtfertigt den Kauf einer weiteren Sammlervitrine, die das Gewicht von 3,5 Kilogramm aushält und die Executor vor Angriffen schützt. Das Set enthält 5 Minifuguren von Darth Vader, Admiral Piett, Dengar, Bossk und dem Robo IG-88. Um das lange Schiff zu halten, sind gleich zwei Ausstellungsständer nötig. Zudem gibt das übliche Schild mit den technischen Daten.

Für mich unnötig, aber dennoch Bestandteil: Das zentrale Schiffsteil lässt sich abnehmen und gibt den Blick in eine Kommandozentrale frei. Hier können die Figuren dann eingesetzt werden. In der Praxis sieht es bei mir aber so aus, dass die Executor nicht bespielt wird, sondern als Sammlerstück in der Vitrine steht. Finger weg nach dem Aufbau.  Der Aufbau soll für geübte Lego-Bastler rund 8 Stunden dauern. Da bei uns die ganze Familie mithilft und immer wieder im Bau gespielt werden muss, dauert es sicher länger – aber das ist kein Problem.

Das Schiff ist schön detailreich. Dem Familiennachwuchs gefiel vor allem der kleine Sternenzerstörer an der Backbord-Seite des Schiffes. Das soll die enorme Größe des Schiffes zeigen, das zwölfmal größer ist, als der klassische Sternenzerstörer.

Die Executor war im Kampf um dem Mond Endor beteiligt. Wir Star Wars-Geeks wissen, dass es sich um das Flaggschiff von Lord Vader handelt, dass eigentlich viel zu groß war. Aber nach der Zerstörung des ersten Todessterns wollte das Imperium zeigen, wie mächtig das Böse in der Galaxis ist. Es war 19.000 Meter lang und hatte eine Besatzung von 279.144 Mann. An Bord waren unter anderem 144 TIE-Jäger und 30 AT-ATs sowie 40 AT-STs. Admiral Piett war der dritte und letzte Kommandant, der auf der Brücke starb, als ein Rebellenjäger einen Kamikazeangriff startete. Die Executor kollidierte schließich mit dem zweiten Todesstern und damit war es mit dem Imperium vorbei.

Inkling – digitale Skizzen unterwegs

2. September 2011
Arbeiten auf Papier und doch digital mit Inkling.

Arbeiten auf Papier und doch digital mit Inkling.

Die Idee von Stifttabletts gefällt mir. Ich habe mich für den Hersteller Wacom entschieden, weil mich Qualität und Leistung überzeugt haben. Im Moment arbeitet ich viel mit meinem 12 Zoll Cintiq, weil ich mit dem Stift direkt auf den Bildschirm malen, zeichnen, skizzieren kann. Für Video- und Fotoarbeiten ist das Tablett für mich unentbehrlich. Die anderen Tabletts der Intuos-Serie nutzte ich früher, habe aber immer mehr das Auge-Hand-Koordinationsproblem.

Im Bett, im Garten, auf Modenschauen oder im Zug nutze ich allerdings das herkömmliche Papier. Und das werde ich weiterhin tun – mit einer Ausnahme. Ich probiere die neue Wacom-Erfindung Inkling ab Oktober für 170 Euro aus.

So sieht Inkling aus.

So sieht Inkling aus.

Der neue digitale Stift erfasst während des Freihand-Skizzierens auf Papier gleichzeitig die Skizze als digitale Datei. Mit Inkling skizziere ich mit einer traditionellen Kugelschreiberspitze in ein beliebiges Notizbuch oder auf ein gewöhnliches Blatt Papier, während der Stift gleichzeitig die digitale Entsprechung dieser Skizze erfasst und festhält. Inkling soll die Lücke zwischen dem Skizzieren auf Papier und dem digitalen Zeichnen schließen, denn er ermöglicht es, die mit Tinte auf Papier festgehaltenen und zugleich digital erfassten Skizzen später am Computer weiterzuentwickeln. Inkling erlaubt es, bereits während des Skizzierens unterschiedliche Ebenen in die digitalen Dateien folgender kreativer Softwareprogramme einzufügen: Adobe Photoshop, Adobe Illustrator und Autodesk Sketchbook Pro, ab der Version 2011.

Die Idee ist gut - mal sehen, wie die Ausführung ist.

Die Idee ist gut - mal sehen, wie die Ausführung ist.

Die Idee überzeugt mich, obwohl ich noch Bedenken habe. In der Regel zeichne ich nicht mit einem Kugelschreiber. Aber ich will Inkling eine Chance geben. Ein Bleiftift wäre sinnvoller, hat aber wohl massive technische Probleme. Der digitale Inkling Stift besteht aus Hardware- und Software-Komponenten. Die Hardware umfasst den Stift und einen kabellosen Empfänger. Der Stift enthält eine Standdardkugelschreibermine und arbeitet mit der drucksensitiven Stifttechnologie von Wacom, die misst, wie stark der Nutzer den Stift beim Skizzieren auf das Papier drückt. Inkling erkennt 1.024 unterschiedliche Druckstufen. Das ist nicht der Hammer, aber für Skizzen reicht es

Der Empfänger lässt sich am Rand meines Blocks klemmen. Solange die Sichtlinie zwischen Stiftspitze und Empfänger frei bleibt, kann der Nutzer die Position des Empfängers frei wählen. Um Skizzen auf den Computer zu übertragen, verbindet der Nutzer den Empfänger per USB-Anschluss mit seinem Computer. Mit der mitgelieferten Software Inkling Sketch Manager lassen sich die Dateien öffnen und einzelne Ebenen bearbeiten. Die Dateien lassen in den Formaten JPG, BMP, TIFF, PNG, SVG und PDF speichern, um sie in anderen Applikationen weiterzuverarbeiten.

Ich bin gespannt auf das Teil und hoffe, dass Wacom dazu noch eine App herausbringt, dass ich Inkling auch an mein iPad via USB-Connector anschließen kann. Ich möchte dann mit Sketchbook meine Daten weiter bearbeiten und Farbe hinzu geben.

IT-Oldie: Amstrad Pen Pad PDA 600 im täglichen Einsatz

1. September 2011

Vielleicht bin ich ein Geek. Ich erinnere mich noch an die Zeit als ich mir meinen ersten Newton kaufte. Wochenlang musste ich ihn vorbestellen und hatte dann meinen PDA in den Händen. Mir gefiel der Newton und es tat mir schon leid, als Steve Jobs beschloss, die Newton-Reihe aufzukündigen. Im Laufe der Zeit sind fünf Newtons mein Eigentum, die heute in einer Vitrine stehen. Das eindrucksvollste Gerät war übrigens der eMate 300 – ein Edu-Gerät auf Newton-Basis aus dem Jahr 1998. Der eMate beeinflusste in seiner Form dann sicher das erste iBook, die Miss Marple Handtasche.

Amstrad Pen Pad PDA 600 im Einsatz bei einem Lehrer.

Amstrad Pen Pad PDA 600 im Einsatz bei einem Lehrer.

Heute bin ich auf das iPad umgestiegen, machte zuvor eine Runde mit den Palm PDAs  und die Newton-Familie ist nur noch Museumsgeschichte. Aber ich bin nichts gegen einen Lehrer, den ich neulich traf. Er hatte den Newton-Konkurrenten Amstrad Pen Pad PDA 600 dabei. Er hat das Gerät aus dem Jahr 1993 noch voll im Einsatz. Da war ich baff. Seine Termine, Adressen und auch sein Notensystem hat er im Amstrad Pen Pad PDA 600 abgelegt. Ich hab die Handschriftenerkennung ausprobiert und sie war gar nicht schlecht für seine Zeit. Ob die newtonsche Schriftenerkennung nun besser war, weiß ich nicht mehr – ich sage als Apple-Fan einfach mal ja. Dennoch machte es einen riesigen Spaß, ein Stück IT-Geschichte wieder in den Händen zu halten und sie im täglichen Gebrauch zu sehen. Ich würde heute mit der 14.3 MHz-CPU verrückt werden und auch 128 KB RAM ist auch eher übersichtlich. Aber für den Herrn Lehrer reichte es aus, was mich eigentlich stutzig machen sollte.

Amstrad Pen Pad PDA 600 zusammengeklappt.

Amstrad Pen Pad PDA 600 zusammengeklappt.

 

Meine Reise ins Legoland Günzburg: Flughafen München Teil 13

31. August 2011

Im Münchner Norden kommt es zum Streit um eine mögliche dritte Startbahn für den Flughafen München 2. Im Günzburger Legoland ist noch alles friedlich und wir können die startenden Flieger ansehen. Zu finden ist der Flughafen im Miniland. Höhepunkte sind ein Airbus A380 und das LH-Terminal 2. Den Kindern gefällt allerdings mehr das Drücken der Knöpfe und starten Hubschrauber. Interaktiv können die Kinder eingreifen und die kleinen Modelle steuern.

Das relativ große Areal sollte man mehrmals umrunden, denn überall sind kleine, liebenswerte Details versteckt. Schön fand ich den Funkverkehr und das hektisch drehende Radar am Tower. Ich erinnere mich daran, dass der Transrapid auch einmal den Legoland Flughafen ansteuerte. Beim letzten Besuch hab ich ihn aber nicht gesehen oder übersehen. Vielleicht hat die Realität auch den Flughafen im Legoland eingeholt. Fehlt nur noch, dass eine Demo zur dritten Startbahn im Legoland stattfindet.