Archive for the ‘Familie’ Category

So fühle ich mich im Alter – Alterssimulation

3. Februar 2013

Jeden Tag werde ich älter – klar, das ist eine Binsenweisheit. Aber wie fühle ich mich, wenn ich alt bin? Diese Frage stelle ich mir oft. Ich meine dabei nicht die Altersvorsorge oder Rente, sondern meine Mobilität. Auf der Messe Berufsbildung in Nürnberg entdeckte ich eine interessante Simulation. Dort gab es bei einem Pflegedienst Alterssimulationsanzüge zum Ausprobieren. Die Anzüge simulieren den Alltag im Alter. Das interessierte mich.
Die Alterssimulationsanzüge, AgeSuits oder Altersanzüge dienen dazu, jüngeren Personen die Erlebniswelt älterer Personen nahe zu bringen. Wer einen Anzug anzieht, taucht in die Welt des Alters ein und merkt die Auswirkungen auf Sehen, Hören, Tastsinn, Beweglichkeit und Kraft. Ich beobachtete Jugendliche, die völlig überrascht waren und ihre Oma auf einmal besser verstehen. Das wollte ich auch einmal probieren.
Ein gedämpfter Kopfhörer sorgte dafür, dass meine Hörleistung deutlich reduziert wurde. Ich nahm Geräusche deutlich schwächer war. So muss sich mein Vater fühlen, wenn er das Hörgerät nicht einschaltet. Ebenso schränkt eine Brille, ähnlich wie eine Skibrille, mein Sehvermögen ein. Jetzt bin ich sowieso mit starken Brillengläsern gestraft, aber die Simulationsbrille schränkte mein Blickfeld noch stärker ein. Kein Problem, dachte ich mir, dann bewege ich den Kopf eben schneller und erfasse so die Situation. Aber denkste: Der Anzug simulierte eine verminderte Bewegung im Hals-/Kopf-Bereich und im Schulterbereich. Als ich den Anzug ausprobierte, war ich geschockt. Ich lief gebückt, noch mehr als jetzt. Meine Bewegungsfreiheit war völlig eingeschränkt. An meinen Beinen hingen Gewichte, die einen schnellen Schritt unmöglich machten. In meiner Mobilität und meinem Wahrnehmungsvermögen war ich damit komplett eingeschränkt. Ich probiere einen Rollator aus und schob meinen Gehwagen langsam und schwerfällig vor mich hin. Ich weiß nicht, ob es wirklich der Simulation des Alters entspricht, aber das Erlebnis war eindrucksvoll.
Ich empfehle diese Simulation allen, die sich mit der Pflege von älteren Leuten befassen, sei es Altenpflege oder einfach Menschen, die ihre Eltern zu hause pflegen. Diese Alterssimulationsanzüge schaffen Verständnis für die Situation im Alter, die ich zwar theoretisch weiß. Die praktische Erfahrung übertrifft dieses theoretische Wissen um einiges. Unsere Gesellschaft wird immer älter und wir müssen uns darauf einstellen.

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Wandern mit Schneeschuhen

23. Januar 2013

Nach über 20 Jahren habe ich wieder Schneeschuhe unter meinen Füßen und es macht mir genauso Spaß wie früher. Musste ich mir früher die Schneeschuhe aufgrund meiner Studienexkursionen unter die Füße schnallen, mache ich es heute wegen Spaß und wegen des erhöhten Blutdrucks. Daher habe ich der Ehefrau und mir neue Schneeschuhe zu Weihnachten gekauft.

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Das Problem ist allerdings der Schnee. Aber nachdem es bei uns in den vergangenen Tagen geschneit hat, wollte ich mein persönliches Weihnachtsgeschenk ausprobieren. Natürlich sind Schneeschuhe erst bei Tiefschnee richtig angesagt, aber zum Ausprobieren reichte die weiße Pracht vor der Haustüre. Wer Schneeschuhe aus Metall kauft, sollte unbedingt auf sein Gewicht achten. Ist die Auflagefläche zu klein, bringt der ganz Schneeschuh nichts und man sinkt einfach ein. In der Regel gibt es drei Gewichts- und damit drei Größenklassen für Schneeschuhe. Zur groben Orientierung: Länge 1 = 58 Zentimeter für ein Körpergewicht bis ca. 68 Kg, Länge 2 = 68 Zentimeter für ein Körpergewicht bis ca. 80 Kg und Länge 3 = 78 Zentimeter für ein Körpergewicht bis ca. 114 Kg Ich hatte früher Schneeschuhe aus Holz und geflochteten Netz, so gehe ich heute mit High Tech-Schuhen in den Tiefschnee. Das Material des Rahmens ist  Aluminium, die Bespannung ist aus Hypalon und die Krallen sind aus Stainless Steel. Das Ganze macht irrsinnig Spaß, belastet die Natur nicht wie Skifahren oder Boarden und kurbelt den Kreislauf an.

Unbedingt darauf achten, dass die Krallen aus beweglichen Metall sind und sie nicht zu eng nebeneinander sitzen. Metall gibt es entsprechenden Halt im Schnee. Wenn die Krallen zu eng sind, dann sammelt sich schnell Dreck oder Eis darunter bei den Schneeschuhwanderungen. Wer es professionell haben will und im Gebirge unterwegs ist, der kann beim Kauf auf Varianten mit zusätzliche Krallen achten. Bei Abstiegen im Gebirge sorgen zusätzliche Krallen hinten sowie Snowbrakes für sicheren Halt. Das brauche ich aber nicht, ich will einfache Wanderungen machen und keine Extremtouren.

Wichtig: Damit die Hose beim Einsinken in den Tiefschnee nicht nass wird, empfehle ich Outdoorgamschen. Diese wasserdichten Gamaschen kommen über die Hosenbeine (auf die Größe achten) und die Riemen werden unter dem Schuh befestigt. Zum Ausgleich nehme ich einfach meine Trekkingstöcke. Es gibt professionellere Lösungen, aber fürs Wandern reicht es.

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Mein bestes Weihnachtsgeschenk: Meine Augen werden wieder

24. Dezember 2012

Für mich ist dieses Weihnachten 2012 sicherlich eines der besten Weihnachten seit der Erfindung von Weihnachten: Nach nunmehr einem halben Jahr Schmerzen steht seit rund eineinhalb Wochen fest: Meine Augen werden wieder. Das ist für mich persönlich die beste Nachricht des Jahres und ich bin dafür sehr, sehr dankbar.

Aber schön der Reihe nach: Im Juli 2012 hatte ich das Gefühl, als ob bei meinem linken Auge eine Bindehautentzündung auftritt. Nachdem ich Zeit meines Lebens mit den Augen Probleme habe, ist der Gang zum Augenarzt für mich selbstverständlich. Dort erhielt ich die Diagnose: Grüner Star. Der Schlag hatte gesessen und traf mich völlig unvorbereitet. Der Augendruck sei zu hoch und was ich für eine Bindehautentzündung hielt, war der Vorbote zu Schlimmeren: Schwindelgefühlte, Übelkeit, Druck auf den Augen und damit aufs Gehirn, schließlich sind die Augen eine Verlängerung des Hirns. Und der Grüne Star ist hundsgefährlich. Der kleine Bruder, der Graue Star, lässt sich schnell behandeln, aber der Grüne Star ist richtig Rock´n Roll.

Die Münchner Augenklinik in der Mathildenstraße.

Die Münchner Augenklinik in der Mathildenstraße.

Zur Überprüfung und zur Klärung der Heilmethode hieß das am nächsten Tag Besuch der Uniaugenklinik in der Münchner Mathildenstraße. Und das heißt erst einmal warten, warten und nochmals warten. Ich denke, die Klinik ist medizinisch up to date. Ich unterhielt mich mit einem Russen, dessen Kind Augenprobleme hatte. Zusammen mit Leibwächter und Dolmetscherin lobte er die Augenklinik über den grünen Klee. Und auch ein Araber der Marke Scheich mit Entourage saß mit mir im Warteraum und wusste nur Gutes über die Klinik zu berichten. Nur Zeit mussten wir alle mitbringen.

Die Weißkittel bestätigten die Diagnose meines Augenarztes und empfahlen eine sofortige Operation. Innerhalb weniger Tage bekam ich einen OP-Termin und zog mit allerhand Hörbüchern und Musik in mein Bett in die Augenklinik. Medizinisch kann ich als Laie nichts aussetzen, aber die Betreuung kam zu kurz. Die Schwestern und Pfleger haben keine Zeit. Sie sprechen zum Teil unsere Sprache nicht richtig, aber vor allem sind sie nur im Stress. Auch wenn sie sich mit einem Patienten unterhalten wollten, läuft ihnen die Zeit davon. Freunde, das darf nicht sein. So ein reiches Land und wir haben nicht genügend Personal, das sich auch psychologisch um die Patienten kümmern kann. Vielleicht können sich Schwestern und Pfleger auch die Mieten im teuren München nicht leisten. Ich weiß es nicht. Mir persönlich war die mangelnde Zuwendung egal, denn ich nutze die Zeit in der Klinik zum Schlafen und Musikhören. Aber in den anderen Zimmern waren viele ältere Herrschaften, die andere auf den Gängen an ihren Sorgen und Gedanken teilhaben lassen wollten. Aber es war keiner da zum Zuhören. Meine Frau besuchte mich sehr oft und gab mir die notwendige moralische Stütze, wenn ich mal wieder Panik hatte. Aber nicht jeder hat den Vorteil einer liebenden Familie.

Vier Spritzen ins Auge - nicht meine Welt.

Vier Spritzen ins Auge – nicht meine Welt.

Die OP verlief zufriedenstellend. Allerdings bekam ich vier (!) Spritzen ins Auge. Normal sei eine oder zwei. Bei mir Weichei mussten es vier sein und es tat weh. Es tat höllisch weh. Auch das Lasern war trotz Betäubung kein Vergnügen. Kurzum: ich war restlos fertig. Nachdem die Ärzte sich überzeugten, dass die OP gut verlaufen sei, konnte ich tags darauf nach Hause gehen. In meiner Naivität glaubte ich, dass das Leben einfach weitergeht. Aber ich musste mich täuschen. Ich hatte Schmerzen. Ich sagte die meisten Termine ab, als Freiberufler immer ein Risiko. Konzentration auf den Heilungsprozess stand im Vordergrund.

Alle paar Tage besuchte ich meinen Augenarzt. Der Augendruck sank ganz langsam, aber die Entzündung hinter dem Auge war noch da. Tabletten, Tropfen, Drogen – das ganze Programm setzte ein. Und es wurde schlimmer. Es kam eine extreme Lichtempfindlichkeit dazu. Mitten im Hochsommer schmerzte mich das Licht. Ich wechselte auf eine dunklere Sonnenbrille, hatte immer einen Hut dicht ins Gesicht gezogen. Es wurde noch schlimmer. Ich schlief oft tagsüber und war nachtaktiv. Das Display des MacBooks, vom iPad, vom iPhone blendete. Jedes Licht schmerzte. Autofahren war längst nicht mehr möglich und auch Arbeiten ging nur noch zum Teil. Ich lernte Siri schätzen und auch die Diktat-Funktion unter Mountain Lion. Ich konnte viele Texte und Mails diktieren. Die Schmerzen bekam ich durch Schmerztabletten in den Griff, aber die Entzündung hinter dem operiertem Auge heilte nicht aus.

Irgendwann kam dann der Vorschlag vom Augenarzt, das schmerzende Auge durch eine Prothese zu ersetzen. Bedeutet: Auge herausschneiden. Ich bin Borg oder schlimmer noch Peter Falk mit Glasauge. Ich las viel darüber, aber konnte mich mit dem Gedanken nicht anfreunden.

Einen Verband aufs Auge macht den Kerl nicht unbedingt schöner.

Einen Verband aufs Auge macht den Kerl nicht unbedingt schöner.

Um das Auge zu schonen, verwandelte ich mich in Kapitän Ahab. Ich trug Augenpflaster und eine schwarze Augenklappe. Das sah vielleicht cool aus, hatte aber keine modischen Gründe. Hauptsache, das schmerzende Licht blieb weg. So wagte ich mich unter die Leute. Kunden und Seminarteilnehmer reagierten etwas verstört auf mein Aussehen, aber im großen und ganzen bekam ich aufmunternde Worte. Vielen Dank dafür. Und dennoch wollte die Entzündung nicht ausheilen. Ich verschob die Entscheidung über die Augen-OP immer wieder. Solange das andere Auge nicht von der Entzündung angesteckt wird, ging es ja. Sollte die Entzündung übergreifen, dann war eine sofortige Notoperation angesagte. Nicht gerade verlockende Aussichten.

Unter die Piraten oder auf der Jagd nach dem weißen Wal - ein halbes Jahr Augenklappe.

Unter die Piraten oder auf der Jagd nach dem weißen Wal – ein halbes Jahr Augenklappe.

Sehr dankbar bin ich meinen Kollegen und Freund Thomas Gerlach. Von ihm kam die Empfehlung einer effektiven Heilmethode: Hochdosiertes Vitamin C, hochdosiertes Zink, Omega 3 Fettsäuren und Enzyme. Das Vitamin C und Zink wirken heilend auf die Entzündung und Fettsäure und Enzyme bauen das Auge wieder auf. Mehrere Monate nahm ich neben den Tropfen und Schmerzmitteln auch meinen Tablettencocktail von Vitaminen, Fettsäuren, Zink und Enzymen. Zudem aß ich viel Obst und viel Fisch. Und die Empfehlung von Thomas Gerlach zeigte ihre Wirkung.

Knapp eineinhalb Wochen vor Weihnachten 2012 konnte ich auf die Augenklappe verzichten. Die Lichtempfindlichkeit war deutlich zurückgegangen. Auch die Schmerzen waren weniger geworden, so dass ich meine Schmerztabletten absetzen konnte. Ich kann wieder bei Tag leben. Mein Vampirdasein hatte ein Ende. Das Sonnenlicht des Winters tat dem Auge nicht mehr weh. Es war möglich einen Spaziergang am helllichten Tage zu machen, ohne sich vor Schmerzen zu krümmen. Auch der Augenarzt bestätigte diese Besserung. Der Termin für die Herausschneiden des Auges wurde ersatzlos gestrichen. Die Intervalle beim Augenarzt sind jetzt deutlich erweitert. Zwar ist die Entzündung am Auge noch vorhanden, aber alle Zeichen deuten auf Besserung hin. Ich konnte sogar wieder ins Kino gehen und schaute mir den Hobbit an. Das Auge wird wieder. Wow, wenn das kein Weihnachtsgeschenk ist?

Danke für die Unterstützung, die ich von meiner Familie, vor allem meiner Frau und K1/2, erfahren habe. Auch vielen Freunden und Kunden bin ich sehr dankbar. Vor allem Thomas Gerlach. Ihr alle hattet Verständnis und zeigtet euch als mitfühlende Menschen. Dieses Mitgefühl kam live oder sehr oft über soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook. Ich konnte nicht alle Aufträge erledigen, ein paar Bücher blieben ungeschrieben, ein paar Videos ungeschnitten, ein paar Veranstaltungen nicht organisiert – dafür meine aufrichtige Entschuldigung. Aber ich sag es euch ganz ehrlich: Das Auge war es mir wert. Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. 2013 starte ich durch.

 

Üben mit der E-Geige Silent Violin SV130 von Yamaha

18. Dezember 2012

Wir sind eine musikalische Familie. Die Kinder spielen Instrumente: K1 übt am Schlagzeug, dass die Wände wackeln. K2 erfreut sich am Klavier. Die Ehefrau ist für mich ein Multitalent: Gesang, Klavier, Gitarre und Geige. Seit Jahren spielt sie Geige und nach einer Pause hat sie wieder angefangen. Sie nimmt Stunden bei einem strengen Profi. Ein weiblicher Pagagnini wird sie wohl nicht mehr, aber für mich als Laie ist es faszinierend, welche Töne und Melodien sie aus dem Instrument entlockt. Bis es aber soweit ist, heißt es üben, üben, üben. Und das kann in den Ohren weh tun. Jetzt bin geübt im Weghören, ich schalte meine Ohren auf Durchzug und kann Zen mäßig in mir selbst ruhen. Aber nicht alle können das und so nimmt die Nachbarschaft auch Anteil am Üben.

Damit auch spät am Abend mit dem Instrument geübt werden kann, wurde jetzt die Anschaffung einer E-Geige getätigt. Sie hat zwar nicht den Klang und die Spielbarkeit einer Holzgeige, aber zum nächtlichen Üben reicht sie. Trotz eines Preises von rund 750 Euro liegt der Klang von Holzinstrumenten bei weitem darüber (allerdings ist der Preis auch bei weitem höher). So kann die Gattin stundenlang einen Lagenwechsel und Bogenhaltung üben, ohne die Nachbarschaft zu terrorisieren. Wir entschieden uns für eine Silent Violin SV130 von Yamaha in Cardinal Red, gekauft bei Thomann. Die Geige dient ausschließlich zum Üben, ist mit aktiver Elektronik und eingebautem Hall-System ausgestattet. Das rauscharme piezokeramische Tonabnehmersystem funktioniert sehr gut, wir nehmen den Sound über die in den Korpus eingebaute 6,3 mm Klinkenbuchse ab. Leider kann man keine andere handelsübliche Schulterstütze verwenden, so war etwas Umgewöhnen angesagt. Auch der beigelegte Kopfhörer ist eher Müll. Wir verwenden weiterhin die klanglich besseren Beyerdynamic T-70. Übrigens, seitdem wir die E-Geige haben, sind die Nachbarn ausgezogen. Ich versteh es nicht.

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Meine Adventskalender für die Familie

1. Dezember 2012

Ein Adventskalender erhöht für mich die Vorfreude aufs Weihnachtsfest. Jedes Jahr schenke ich jedem Familienmitglied einen Adventskalender. Was verbirgt sich hinter den 24 Türchen. Klare Vorgabe für dieses Jahr: Keine Schokolade, obwohl die Familie den Lindt-Virus erlegen ist.

Früher habe ich die Sache selbst gemacht und 24 Säckchen in der Hütte aufgehängt und mit allerlei Geschenken befüllt. Dazu hatte ich dieses Jahr keinen Nerv. Durch gesundheitliche Probleme konnte ich im November nicht richtig shoppen, also griff ich auf Standard-Kalender zurück. Nachdem bei K1 im vergangenen Jahr der Lego Star Wars-Adventskalender sehr gut ankam, versuche ich dieses Mal den KOSMOS – Magic Adventskalender. Das Teil verspricht: Jeden Tag einen neuer Trick und ein spannendes Zauberutensil. So kann K1 bis zum Weihnachtsfest eine kleine Zaubershow zusammenstellen, so dass die ganze Familie etwas davon hat. Die Großeltern freuen sich schon auf die Zaubershow. Die Tricks sind einfach, verblüffend und können sofort umgesetzt werden. Toll ist, dass einige Zauberkunststücke mit anderen kombiniert werden kann. Das Ganze schult zudem die Geschicklichkeit und die Konzentration bei dem kleinen Zauberkünstler.

Bei K2 wird die Sache schon schwieriger. Als Bastelkind wäre es am sinnvollsten, ich schenke jeden Tag einen Tube Kleber. Aber ich entschied mich mehr für die rosa Variante und bin gut damit gefahren. Sie bekam einen KOSMOS Sternenschweif Adventskalender 2012 mit viel Bastel- und Klebezeug. Dazu gibt es 24 Kurzgeschichten, ideal für einen Leseanfänger.

Für die beste Ehefrau von allen soll es dieses Jahr etwas besonderes sein, nachdem 2012 viel passiert ist. Im vergangenen Jahr schenkte ich ihr einen nützlichen Wera Werkzeug-Adventskalender. Nicht lachen – die Frau ist bei uns für Bau- und Reparaturarbeiten zuständig. Das Werkzeug von Wera ist hochwertig, kam hervorragend an und ist immer wieder im Einsatz. Also klare Empfehlung. Aber nachdem Kalender für Erwachsene (Sie wissen schon) für dieses Jahr auch ausfiel, war die Auswahl schwer. Ein Wellness-Kalender ist eine nette Idee, aber bei Seifen, Badezusätzen usw. kann jeder unterschiedlich reagieren. Und da die Frau in der Beauty-Branche arbeitet, brauche ich erst gar nicht mit Billigkram ankommen.

Da aber ein gemeinsames Hobby von uns Kochen ist, bekam die Frau einen Gewürzkalender – einen Adventskalender mit erlesenen Gewürzen. 24 edle und hochwertige Gewürze und Gewürzmischungen für die Kochkönigin und Feinschmeckerin, die Freude an kulinarischen Genüssen hegt. Stilvoll in kleinen verschraubbaren nachfüllbaren Glasfläschen mit jeweils einem informativen Begleitblatt zu jedem Gewürz mit einem passendem Rezeptvorschlag, das ist meine Idee für 2012. Die Gewürz-Genussreise geht von Mittelamerika bis Südostasien, bis hin zu urtypischen europäischen Gewürzen und eignet sich besonders gut auch für das alltägliche Kochen und verfeinern. Und das Beste: Die ganze Familie hat etwas von diesem Adventskalender.

So bastelt man einen Halloween-Kürbis

31. Oktober 2012

Obwohl es kein heimischer Brauch ist, schwappt die Halloween-Welle auch zu uns herüber. K1 und K2 sind begeistert und ich schließe mich den Streifzügen „Süßes oder Saures“ an, damit dem Nachwuchs nichts passiert.

Neben Kostüm gehört natürlich ein Kürbis stilecht dazu. Die ganze Familie beteiligte sich an der Produktion von zwei Halloween-Kürbissen. Disney hat dazu auch eine nette Vorgehensweise ins Netz gestellt. Hier also das ultimative Rezept für einen Halloween-Kürbis:

1) Zuerst einen Kürbis in passender Größe besorgen, dann den Kürbis waschen. Der Kürbis darf nicht zu klein sein, denn das brennende Teelicht verbrennt sonst den Deckel.

2) Es geht los: Mit einem scharfen Küchenmesser den Deckel rausschneiden. Achtung: Die Schnittfläche muss dabei schräg sein, damit der Deckel nicht reinrutscht.

3) Das ganze Fruchtfleisch muss jetzt raus: Den Deckel abnehmen und mit einem großen Esslöffel das Fruchtfleisch und die Kerne entfernen, wie mit einer Schaufel. Seien Sie dabei so gründlich wie möglich, dann hält sich der Kürbis länger.

4) Jetzt ist das Gesicht dran: Zeichnen Sie dafür ein Halloween-Gesicht auf ein passend großes Blatt Papier und heften es mit Nadeln an den Kürbis, wie an eine Pinnwand.

5) Vorsichtig mit dem Küchenmesser die Linien des Gesichtes nachziehen, sodass sie später gut auf dem Kürbis zu erkennen sind.

6) Jetzt ist es ganz einfach – das Papier abnehmen und mit dem Messer das Gesicht an den Linien rausschneiden.

7) Nur noch ein Teelicht in den ausgehöhlten Kürbis einstellen und das Licht ausmachen… Fertig ist der selbstgeschnitzte-leuchtende-gruselige-Halloween-Kürbis!

Halloween ist ein keltischer Brauch, der nach Überlieferung schon seit dem 5. Jh. v. Chr. am Abend vor Allerheiligen praktiziert wird und aus „All Hallows Evening“ abgeleitet wird. Die Kelten glaubten, dass an diesem Tag die Lebenden und Toten aufeinander treffen. Aus Furcht, dass die Toten von ihren Seelen Besitz ergreifen könnten, trugen die Lebenden furchterregende Masken zur Abschreckung, so Disney. Wie die Kelten, die 500 Jahre vor Christus lebten, allerdings Allerheiligen kannten, das weiß ich auch nicht.

Der Tipp stammt von Disney/Pixar, die auf den bevorstehenden Start von Merida – Legende der Highlands aufmerksam machen wollen. Ich widme diesen großartigen Film aber einen eigenen Beitrag in naher Zukunft.

Weltspartag – Banken binden Nachwuchs

30. Oktober 2012

Als ich noch ein Kind war, hatte es die Sparkasse und andere Geldinstitute einfacher. Der Weltspartag wurde einfach in der Schule durchgeführt. Wir Kinder konnten jeder unsere Sparbüchse mitbringen, die von einem Bankmenschen geleert wurden. Mir hat es als Kind gefallen, die Nähe zur Wirtschaft war natürlich vorprogrammiert. Wer einmal wie Papa oder Mama bei einer Bank war, der blieb in der Regel sein Leben lang. Hinter dem Weltspartag steckt ein perfektes System der Kundenbindung, unterstützt durch Clubs und kleine Geschenke.

Heute findet der Weltspartag in der örtlichen Filiale des Geldinstituts statt. Das Ziel ist nach wie vor die Kundenbindung,  vor allem der jüngsten Kunden an das Geldinstitut. Wir müssen uns in eine lange Schlange anstellen, die maskierten Bankmenschen zählen die Münzen, tragen die Summe ins Sparbuch ein (1,6 Prozent lachhafte Zinsen) und die Kinder bekommen ein Kuscheltier. Den Kindern hat es gefallen, ob sie Kunde der Sparkasse bleiben, weiß ich nicht. Auf dem Heimweg fragte K1, ob den 1,6 Prozent Zinsen viel seien und wir rechneten es durch. K1 kam zur Entscheidung, doch besser ein Nintendo-Spiel zu kaufen. „Papa, da hab ich mehr davon.“ Also, liebe Sparkasse: Bei 1,6 Prozent Zinsen habt ihr gerade einen Nachwuchsparer verloren.

Social Media: Sinnvolle QR-Codes im Spielzeugkatalog

29. Oktober 2012

Langsam sollte ich mir Gedanken um Weihnachten machen. Ich will nicht wieder auf dem letzten Drücker Weihnachtsgeschenke für die Familie besorgen. Beim Sondieren der Geschenkideen fiel mir ein Katalog von Dickie Toys in die Hände. Dieser Hersteller vertreibt ferngesteuerte Autos für Jungs. Eigentlich hat K1 kein größeres Interesse daran, aber ich blätterte den Katalog trotzdem durch. Ich erblickte allerlei Renner, kraftstrotzende Maschinen, Racer und Off Road-Fahrzeuge. Die Autos werden über Ghz-Frequenzbereich gesteuert. Und ich entdeckte QR-Codes auf jeder Seite des Katalogs.

Und da erwachte das Interesse von K1 und mir. Mit dem QR-Code-Reader des iPhones probierte K1 die Codes aus und war grundsätzlich begeistert. Dickie Toys hatte für die unterschiedlichen Codes der verschiedenen Modelle verschiedene Landingpages angefertigt. Leider waren sie nicht unbedingt für den kleinen Bildschirm eines Smartphones optimiert, was K1 sofort als massiven Fehler einstufte. Seine Aussage „Papa, mit was als dem iPhone soll man denn den QR-Code denn noch ansehen und warum sind die Seiten dann so klein“, fragte K1 in kindlicher Naivität. Recht hat K1.

Zu klein als Landingpage für das iPhone

Zu klein als Landingpage für das iPhone

Aber zumindest hat Dickie Toys nicht den Fehler eines Möbelhauses begangen, dessen Projekt den Weg in den unseren (Post-)Briefkasten fand. Hier interessierte ich mich für eine Küche, nahm den daneben abgebildeten QR-Code zur Hilfe, um mehr zu erfahren. Und ich wurde auf die Startseite des Möbelhauses geleitet und sollte mich selbst zurecht finden. Hier kaufe ich meine Küche nicht, bei solchen Marketinganfängern.

Cool, der QR-Code führt direkt zu Produktvideos.

Cool, der QR-Code führt direkt zu Produktvideos.

Aber zurück zu Dickie Toys. K1 interessierte sich am meisten für den Audi R8 (genau wie seine Mutter). Hervorragend gefiel K1 das Einbinden eines YouTube-Videos auf der Seite. Hier zeigte ein Altersgenosse den sachgerechten Umgang mit der Spielzeugrennmaschine. Hier sind QR-Codes optimal eingesetzt. Im Papierprospekt stehen die technischen Angaben, hinter den QR-Code verbergen sich die Emotionen, die für den Kauf eines Spielzeugs genauso wichtig sind. Das machte K1 und mir höllisch Spaß, so dass wir die Videos von Dickie Toys durch klickten und eines halben Tag Rennwagen schauten. Gekauft haben wir zwar keines, aber die Begeisterung war da: Bei K1 über Rennwägen, bei mir über den richtigen Einsatz von QR-Codes.

BH im Star Trek-Uniform-Look

15. Oktober 2012

Ja, ich bin etwas seltsam, denn mir gefällt Star Wars und Star Trek. Normalerweise ist man Fan einer Serie, ich bin aber Fan von beiden. Und als Trekkie habe ich etwas entdeckt, was ich gerne meiner Frau schenken würde. Aber ich trau mich nicht.

Es handelt sich um einen Star Trek-Unterwäsche, speziell einen Star Trek-BH. Das Teil ist im Uniform-Stil gehalten, mit Acrylfarbe handbemalt, waschbar und hat auch – ganz wichtig – einen Communicator auf der Brust. Die wichtigsten Standardgrößen sind vorrätig, darunter 32A, 32B, 32C, 32D, 34A, 34B, 34C, 34D, 36A, 36B, 36C, 36D, 38B, 38C, 38D, 38DD und mehr. Das Teil kostet 35 US-Dollar plus 9 US-Dollar Versand. Gesehen hab ich es bei etsy.

Ich bin mir nicht sicher, ob es der Gattin gefällt. Ich finds witzig, aber ich weiß nicht, ob die Ehefrau auf die Sternenflottenuniform steht. Was denkt ihr?

Monopoly Star Wars Edition

7. Oktober 2012

Das erste Weihnachtsgeschenk hab ich soeben eingekauft. Ich weiß, ich bin dieses Jahr etwas früh dran. Aber ich konnte nicht widerstehen. Es handelt sich um die aktuelle Monopoly Star Wars Edition. Die Star Wars-Ausgaben der vergangenen Jahre sind beträchtlich im Wert gestiegen, vielleicht passiert es auch hier. Aber der Wertzuwachs ist nicht das Wichtigste, sondern der Spaß für die ganze Familie.

Monopoly hab ich als Jugendlicher gerne gespielt. Allerdings hatten wir damals unsere eigenen Regeln. Das ewige Häuserbauen um erst dann ein Hotel zu bekommen, war uns zu langweilig. Man konnte gleich Hotels bauen und zockte die anderen Mitspieler ab. Kapitalismus im Kinderzimmer, was kann eine bessere Schule fürs Leben sein.

Auf der Grundlage des Kinofilms und der TV Serie „The Clone Wars“ kaufe ich eben in der vorliegenden Edition ganze Planeten auf. Zum Spielen gibt es sechs schön gestaltete Clone Wars Sammelfiguren. Die 60 Aktionskarten sorgen für Aufgaben, bezahlt wird mit Republikanischen Geld. Statt Häuser und Hotels gibt es dieses Mal Siedlungen und Städte. In den Weihnachtsferien werde ich also Kolonien gründen und es möge die Macht mit mir sein.

Bisher gab es bereits verschiedene Star Wars-Editionen von Monopoly. Episode I Monopoly Sammler-Ausgabe, Episode II Monopoly Sammler-Ausgabe, Star Wars Monopoly Saga Edition, Monopoly Star Wars Videospiel und eben jetzt die zu Clone Wars. Also zugreifen und spielen.