Archive for September 2024

Leider verzichtbar: Corgi-Kollektion Corgi TY99284 von James Bond Aston Martins

9. September 2024

Diese kleine Corgi-Kollektion Corgi TY99284 von Aston Martins aus James Bond-Filmen ist keine wirkliche Besonderheit, aber für mich eine nostalgische Erinnerungen an 007-Fahrzeugen. Wahrscheinlich geht es darum, den Fans wie mir noch ein paar Euro aus der Tasche zu ziehen.

Die Modelle stammen aus den Filmen Goldfinger, Die Another Day und Casino Royale. Warum man gerade diese Fahrzeuge ausgewählt hat, bleibt das Geheimnis von Corgi. Ich vermute, man wollte den Fans der drei Darsteller Sean Connery, Pierce Brosman und Daniel Craig eine Freude machen. Die drei Fahrzeuge sind der DB5 aus Goldfinger (der ist wohl auch der berühmteste Connery-Wagen), der V12 Vanquish aus Die Another Day und der DBS aus Casino Royale.

Die Fahrzeuge sind nicht mal chronologisch in die Packung verstaut worden. Der DB5 steht in der Mitte, weil er wohl der berühmteste Bond-Wagen ist. Die Autos haben keinerlei Features oder Gimmicks. Es lassen sich weder Türe noch Kofferraum öffnen. Die haben lediglich jeweils vier Räder und das war es auch dann schon. Als Kind hätte ich mit den Fahrzeugen einfach nur gespielt. Als Bond-Fan kommt die Packung nicht in die Vitrine, sondern wandert direkt ins Archiv, damit ich sie alle paar Jahre wieder hervorhole und mich an die tollen James Bond-Filme erinnere.

Diese Woche: KI-Seminare: „KI in der Praxis – Kernkompetzenz richtig prompten

8. September 2024

Zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach gehe ich den nächsten Schritt und wir bieten Online-Seminare zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) an.

Am Samstag, 14. September von 14-16 Uhr und am Dienstag, 17. September von 18-20 Uhr führen wir via Zoom jeweils das Seminar „KI in der Praxis – Kernkompetenz richtig prompten“ durch. Als langjährige Referenten geben wir unser Wissen weiter.

Werkzeuge für die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz gibt viele. In diesem Online-Seminar zeigen wir aktuelle KI-Tools, die Ihnen das Leben und Ihren Alltag erleichtern werden. Wir geben Tipps und Tricks, wie Sie am schnellsten zu Ihrem Ziel kommen werden. Die Tools haben wir selbst im Einsatz und können Ihnen aus erster Hand unsere Erfahrungen mitteilen.

Und wir zeigen Ihnen, wie Sie die richtigen Prompts in ChatGPT erzeugen, um die KI von Open AI zielbringend einzusetzen. Die Seminare sind für Einsteiger gedacht, aber auch Fortgeschrittene bekommen sicher den einen oder anderen Ratschlag.

Wie läuft es ab?
Nach der verbindlichen Anmeldung erhalten Sie von uns eine Teilnahmebestätigung und die PayPal-Adresse. Wenn die Seminargebühr von 11,90 Euro (inkl. MwSt) bei uns eingetroffen ist, erhalten Sie von uns den Zoom-Zugangslink. Eine Weitergabe des Links ist untersagt.

Anmeldung
Anmeldung für den Samstag, 14. September von 14-16 Uhr bitte hier.
Anmeldung für den Dienstag, 17. September von 18-20 Uhr bitte hier.
Bitte geben Sie in der Betr-Zeile an, für welches Seminar Sie sich anmelden wollen – vielen Dank.

Ich würde mich freuen, wenn sich noch weitere Interessierte finden würden.

Der weiße Hai – Jaws (1975) – Rückblick auf meine Matinee

7. September 2024

Ideal zur Urlaubszeit stieß meine Matinee zum Spielberg-Film Der weiße Hai – Jaws (1975) auf große Resonanz. Im Rahmen der phantastischen Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck diskutierte ich diesen Meilenstein des Tierhorrors, der als einer der Begründer des Blockbuster-Kinos in die Geschichte einging. Als nächste phantastische Matinee steht der Klassiker Frankensteins Braut von 1934 am Sonntag, September an. Zusätzlich gibt es ein besonderes Schmankerl, was aber erst im Kino verraten wird. Karten gibt es hier.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Peter Benchley, erzählt der weiße Hai die Geschichte eines gigantischen weißen Hais, der die fiktive Küstenstadt Amity Island terrorisiert. Die schockierenden Angriffe des Hais und die darauf folgende Jagd durch den Polizisten Martin Brody (Roy Scheider), den Meeresbiologen Matt Hooper (Richard Dreyfuss) und den erfahrenen Haijäger Quint (Robert Shaw) bilden das Herzstück dieses nervenaufreibenden Films. Hier mein Vortrag als Video.

Spielbergs Regiearbeit und John Williams‘ Musik ergänzen sich perfekt, um einen Film zu schaffen, der nicht nur spannend und unterhaltsam ist, sondern auch eine tiefere emotionale Wirkung erzielt. Die thematische Auseinandersetzung mit Angst, Überlebensinstinkt und menschlicher Hybris wird subtil, aber wirkungsvoll in die Geschichte integriert. Der weiße Hai ist mehr als nur ein Film über einen tödlichen Raubfisch; er ist eine Allegorie auf die unberechenbare Macht der Natur und die Grenzen menschlicher Kontrolle.

Die nächste phantastische Matinee findet am Sonntag, 15. September um 10:45 Uhr statt. Karten gibt es hier. Wir besprechen und zeigen Frankensteins Braut und eine Überraschung.

Fliegerhorst FFB: Erinnerung an die misslungene Geiselbefreiuung zum Olympia 1972

6. September 2024

Das Münchner Olympia-Attentat 1972 war einer der tragischsten Terrorakte in der Geschichte des internationalen Sports und ein einschneidendes Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte. Am 5. September 1972 stürmte eine palästinensische Terrorgruppe, die sich „Schwarzer September“ nannte, das Olympische Dorf in München und nahm elf israelische Sportler und Betreuer als Geiseln. Die Geiselnahme endete mit einem blutigen Befreiungsversuch der deutschen Sicherheitskräfte auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck, bei dem alle Geiseln, fünf der acht Terroristen und ein Polizist getötet wurden. Ich habe mir vor kurzem den Ort der gescheiterten Geiselbefreiuung auf dem Fliegerhorst angeschaut und dabei die außerordentlich gute App Erinnerungsort72 genutzt. Ich kann die App ausdrücklich empfehlen.

Ich hatte die Möglichkeit den ehemaligen Tower des Fliegerhorstes zu besichtigen. Ich sah auf den Platz vor den Hangars, bei dem die Befreiungsaktion kläglich scheiterte. Da ich bei der örtlichen Tageszeitung gearbeitet hatte, erinnerte ich mich an all die Geschichten, die sich dort angespielt hatten und die mir erzählt wurden. Ich spazierte durch den Tower, sah mit die kleine Mauer an, hinter der sich ein Scharfschütze mühsam versteckte, ich sah die Einschusslöcher und die Gedenktafeln. Ich hoffe, der Ort bleibt als Erinnerungsort bestehen und der Tower bleibt als Museum erhalten.

Gestern wollte ich auf Einladung von Landrat Thomas Karmesin mit meiner Frau zur Gedenkveranstaltung, die aber aufgrund des Attentatversuches in München kurzfristig abgesagt wurde.

Hintergrund des Attentats
Also blieb ich zurück mit meinen Gedanken an das Attentat von 1972. Das Attentat fand während der Olympischen Spiele von 1972 in München statt, die als „Heitere Spiele“ nach dem düsteren Erbe der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin geplant waren, die unter dem Nazi-Regime stattfanden. Die Spiele in München sollten ein modernes, friedliches und weltoffenes Deutschland präsentieren. Die Sicherheitsvorkehrungen waren bewusst entspannt gehalten, um den Besuchern das Gefühl einer freundlichen Atmosphäre zu vermitteln.

Am Morgen des 5. September kletterten acht bewaffnete Terroristen des „Schwarzen September“, einer militanten Palästinenser-Gruppe über den unzureichend gesicherten Zaun des Olympischen Dorfes. Sie drangen in die Unterkünfte des israelischen Teams ein und töteten sofort zwei Teammitglieder, den Gewichtheber Yossef Romano und den Trainer Moshe Weinberg. Neun weitere Sportler und Betreuer wurden als Geiseln genommen.

Die Forderung der Terroristen lautete, dass 232 palästinensische und deutsche Gefangene, die in Israel und der Bundesrepublik inhaftiert waren, freigelassen werden sollten. Andernfalls drohten sie, die Geiseln zu töten.

Verhandlungsversuche und die deutsche Reaktion
Die deutsche Regierung, die keinerlei Erfahrung im Umgang mit terroristischen Geiselnahmen hatte, geriet schnell unter Druck. Israel lehnte die Forderung der Terroristen nach Verhandlungen ab, da es sich einer Politik des Nicht-Verhandelns mit Terroristen verpflichtet sah. Die deutschen Behörden versuchten, eine friedliche Lösung zu finden, und boten den Terroristen an, sie mit den Geiseln in ein arabisches Land zu fliegen. Dieses Angebot wurde von den Terroristen angenommen, allerdings war dies nur ein Vorwand, um Zeit zu gewinnen und einen Befreiungsversuch vorzubereiten.

Die Verhandlungen zogen sich über den ganzen Tag hin, während die ganze Welt gebannt das Drama verfolgte. Die deutsche Polizei bereitete parallel einen Befreiungsversuch vor, doch es wurde schnell deutlich, dass sie weder ausgebildet noch ausgerüstet war, um mit solch einer komplexen Situation umzugehen. Es gab weder spezielle Antiterroreinheiten noch klare Einsatzprotokolle für derartige Krisen.

Der gescheiterte Befreiungsversuch
Am Abend des 5. September einigten sich die Terroristen und die deutschen Behörden darauf, die Geiseln und die Entführer per Hubschrauber vom Olympischen Dorf zum nahegelegenen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck zu bringen. Dort sollten die Terroristen mit den Geiseln in eine bereitgestellte Boeing 727 gebracht und zu einem Ziel ihrer Wahl geflogen werden. Dies war jedoch Teil eines Plans der deutschen Behörden, einen Befreiungsversuch auf dem Militärflughafen durchzuführen.

Der Plan war schlecht durchdacht und unzureichend vorbereitet. Es waren insgesamt nur fünf Scharfschützen auf dem Gelände positioniert – zu wenig, um die acht Terroristen effizient auszuschalten. Zudem hatten die Scharfschützen weder Funkkontakt noch spezielle Nachtsichtgeräte. Sie waren nicht auf Terrorismusbekämpfung spezialisiert und konnten ihre Positionen nicht einmal klar sehen, da es an ausreichender Beleuchtung mangelte. Weitere gravierende Planungsfehler trugen zum Scheitern bei: So war die Anzahl der Terroristen falsch eingeschätzt worden, und es gab keine klare Koordination zwischen den Einsatzkräften.

Als die beiden Hubschrauber auf dem Rollfeld von Fürstenfeldbruck landeten, begannen die Scharfschützen den Angriff. Doch der Einsatz lief sofort aus dem Ruder. Die Scharfschützen konnten nicht alle Terroristen rechtzeitig ausschalten, und ein Feuergefecht entbrannte. Einer der Terroristen warf eine Handgranate in einen der Hubschrauber, der daraufhin explodierte und die darin befindlichen israelischen Geiseln tötete. In dem anderen Hubschrauber wurden die Geiseln von den Terroristen erschossen. Die unzureichend vorbereiteten deutschen Sicherheitskräfte waren nicht in der Lage, die Situation zu kontrollieren, und alle Geiseln wurden getötet.

Am Ende der Operation waren fünf der acht Terroristen tot, während drei überlebten und verhaftet wurden. Auch ein deutscher Polizist, Anton Fliegerbauer, kam bei der Schießerei ums Leben.

Die Konsequenzen des Attentats
Der misslungene Befreiungsversuch und das daraus resultierende Massaker führten zu weltweiter Empörung und Kritik an den deutschen Behörden. Es wurde klar, dass die Sicherheitskräfte völlig unvorbereitet und unzureichend ausgestattet waren, um eine solche Krise zu bewältigen. Die mangelnde Planung und die unprofessionelle Durchführung des Befreiungsversuchs auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck trugen maßgeblich zur Eskalation der Situation bei.

In Israel war die Reaktion besonders heftig. Die israelische Regierung unter Ministerpräsidentin Golda Meir war entsetzt über die Tragödie und beschloss, die für den Angriff verantwortlichen Mitglieder des „Schwarzen September“ weltweit aufzuspüren und zu eliminieren. Dieser Rachefeldzug wurde als „Operation Zorn Gottes“ bekannt und führte zur gezielten Tötung zahlreicher palästinensischer Aktivisten und Führer, die in das Attentat verwickelt waren.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Attentats war die Gründung der deutschen Antiterroreinheit GSG 9, die speziell für derartige Einsätze ausgebildet wurde. Die GSG 9 gilt seitdem als eine der erfolgreichsten Antiterror-Einheiten der Welt und konnte in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Geiselnahmen und Terroranschläge verhindern.

Das Vermächtnis des Münchner Attentats
Das Münchner Olympia-Attentat von 1972 war ein Wendepunkt in der Geschichte der internationalen Terrorismusbekämpfung. Es führte zu einem Umdenken in Bezug auf die Sicherheit bei internationalen Sportveranstaltungen und inspirierte die Schaffung spezialisierter Anti-Terror-Einheiten und Einsatzprotokolle in vielen Ländern.

Die Spiele selbst wurden nach einem Tag des Gedenkens fortgesetzt, was von vielen als kontrovers angesehen wurde. Die Frage, wie man mit solch einer Tragödie bei einem internationalen Sportereignis umgehen sollte, bleibt bis heute eine schwierige Diskussion. Für die Familien der Opfer und die israelische Nation bleibt das Attentat ein tiefes Trauma, das durch den Mangel an öffentlichem Gedenken in den Jahrzehnten nach der Tragödie nur noch verstärkt wurde.

Erst im Jahr 2022, zum 50. Jahrestag des Anschlags, wurde eine Entschädigungsvereinbarung zwischen der deutschen Regierung und den Familien der Opfer getroffen. Die deutsche Bundesregierung entschuldigte sich offiziell für die Fehler, die zu dem tragischen Ausgang geführt hatten, und die Rolle der Sicherheitskräfte wurde kritisch hinterfragt. Dieses späte Gedenken war ein wichtiger Schritt für die Hinterbliebenen, die über Jahrzehnte auf Anerkennung und Entschädigung gedrängt hatten.
Das Münchner Olympia-Attentat bleibt ein erschütterndes Beispiel für die verheerenden Auswirkungen des internationalen Terrorismus und die Notwendigkeit, auf solche Bedrohungen vorbereitet zu sein. Der gescheiterte Befreiungsversuch auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck steht als Mahnmal für die Bedeutung von professioneller Planung und Ausbildung in Krisensituationen, um Menschenleben zu schützen.

Ein Traum wird wahr: Ardbeg 17 Years Old kommt zurück

5. September 2024

Wünsche werden wahr und heute ist so ein Tag. Ardbeg lässt den legendären Ardbeg 17 Years Old in einer limitierten Auflage wieder aufleben, exklusiv für das Ardbeg Committee.

Es ist für Fans der Destellerie ein besonderes Ereignis. Erstmals im Jahr 1997 vorgestellt, war Ardbeg 17 Years Old eine wahre Ikone seiner Zeit. Diese limitierte Neuauflage ist eine Hommage an all jene, die Ardbeg 17 Years Old zu der Legende machten, die er heute ist – von den Schöpfern des Whiskys bis hin zu den Fans, die unermüdlich seine Rückkehr forderten. Verkaufsstart ist der 26. September nur für das Ardbeg Committee. Wir durften ihn vorab schon probieren und hier ist unser Video im SixtyFour Maisach dazu. Ich sag es gleich: Ein Hammer.

Warum ist der Ardbeg 17 Years Old so besonders?
Im Jahr 1997 rettete die Glenmorangie Company die Ardbeg Destillerie vor dem endgültigen Aus. Eine der ersten Abfüllungen nach dem Neustart war Ardbeg 17 Years Old. Der Release war ungewöhnlich elegant, aber unverkennbar Ardbeg, und entwickelte sich schnell zu einem Favoriten unter den leidenschaftlichsten Fans der Brennerei. Im Jahr 2004 eingestellt, trauerten die treuen Mitglieder des Ardbeg Committees um die Abfüllung und forderten seither seine Rückkehr.

Das Whisky Creation Team hörte immer wieder den Ruf laut und deutlich nach Ardbeg 17 Years Old. Auch ich hab dann und wann den Wunsch geäußert. Und während sie normalerweise in die Zukunft und auf ihre nächste bahnbrechende rauchige Kreation blicken, forderten sie sich selbst heraus, alle Schritte zurückzugehen und die Abfüllung wie seinerzeit mit jeder rauchigen Note zurückzuholen. Keine leichte Aufgabe – entgegen den heutigen goldenen Regeln der Destillerie, denn: Ardbeg Whiskys haben in der Regel 46 Volumenprozent oder mehr Alkohol und werden nie kühlfiltriert. Auf ihrer Mission, den klassischen Charakter des Ardbeg 17 Year Old zu reproduzieren, kombinierte das Whisky Creation Team getorfte und ungetorfte Bestände und passte die Herstellung an, um Ardbeg 17 Year Old mit 40 Vol. % Alkohol abzufüllen und zu kühlfiltrieren – genau wie in der Vergangenheit.

Eine delikate Neuauflage
Das Ergebnis ist eine delikate Neuauflage des typischen Raucharomas, mit deutlichen medizinischen Noten, einer verlockenden Mineralität mit süßem Rauch und Malz. Die leichteren, unverkennbaren Torfnoten sind immer noch präsent, mit einem Hauch Teer und Eichenholz. Master Blender Gillian Macdonald sagt: „Wenn wir eingefleischte Ardbeg Committee Mitglieder treffen, dreht sich das Gespräch schnell um Ardbeg 17 Years Old. Als wir darüber nachdachten, wie wir diesen Favoriten wiederbeleben könnten, kamen wir auf ein köstliches Rezept, das den Charakter des originalen 17 Years Old im Aroma, Geschmack und Textur ebenbürtig ist. Ardbeg-Liebhaber können sich auf die klassischen Aromen von Kiefernharz und Meeresgischt sowie eine mineralische Note freuen. Überlagert wird dies von gemälzter Gerste mit feinem Raucharoma. Diese Abfüllung ist eine Hommage an alle, die Ardbeg in der Vergangenheit und Gegenwart zu einer Ikone machten. Wir freuen uns sehr, eine Islay-Legende wieder zum Leben zu erwecken und einer neuen Generation von Whisky-Liebhabern die Möglichkeit zu geben, diesen legendären Ardbeg zu erleben, der so bekannt geblieben ist.“

Verkostungsnotiz.
Farbe: Bronze
An der Nase: Frisch, rein und wohltuend, mit einem Hauch Kiefernharz, Anis, Meeresgischt und Lavendelseife. Ein sanfter Auftakt, recht zurückhaltend und für einen Ardbeg sehr elegant. Mit etwas Wasser entwickelt sich eine feuersteinähnliche Mineralität mit feinen Noten von süßem Torfrauch, Gerstenmalz und etwas Toastbrot.
Am Gaumen: Eine schöne, cremige Textur, gefolgt von einem reizvollen Aromenmix aus Anis-Toffee, Café Latte, Fenchel und milder, antiseptischer Seife. Der Torfrauch ist präsent, aber sehr zurückhaltend.
Nachhall: Ein langer, anhaltender Nachhall mit Noten von kerniger Eiche, Kakaopulver und Teer.

Kellerfund: Meine Dracula-Comics von Marvel: Die Gruft von Dracula

3. September 2024

In einem Karton habe ich einen Teil meiner alten Comic-Liebe wieder entdeckt: Die Gruft von Dracula. Was habe ich diese Marvel-Comics geliebt und wenn ich mir die Bände so durchblättere, dann weiß ich warum. Ich habe mir gleich noch drei dicke Sammelbände Band 1, Band 2 und Band 3 bei Panini geordert. Leider habe ich keine einzelnen Hefte mehr oder ich finde sie im Moment nicht mehr.

Der Panini Verlag brachte im Jahr 2003 unter dem Namen „Marvel Horror“ eine Wiederauflage heraus, die als Softcover und als limitierte Hardcover-Ausgabe erschien. Diese Werke habe ich nun im Keller wiederentdeckt.

Die Comicreihe Die Gruft von Dracula (im Original: The Tomb of Dracula) gilt als eine der bekanntesten Horror-Comicserien von Marvel Comics und wurde in den 1970er Jahren veröffentlicht. Die Serie startete im Jahr 1972 und lief bis 1979 mit insgesamt 70 Ausgaben. Zusätzlich gab es Sonderausgaben wie „Giant-Size“ und Annuals.

Die Serie wurde vor allem von Marv Wolfman geschrieben, der auch als eine der wichtigsten Stimmen der Reihe gilt. Andere Autoren waren Gerry Conway und Archie Goodwin, bevor Wolfman die Zügel übernahm.

Der Hauptzeichner war Gene Colan, dessen düsterer, atmosphärischer Stil entscheidend zum Erfolg der Serie beitrug. Das faszinierte mich damals auch, nachdem ich nur Yps, Mickey Mouse und Asterix gewohnt war. Colans Schattenspiel und detailreiche Illustrationen machten die Comics zu etwas Besonderem. Der berühmte Marvel-Inker Tom Palmer arbeitete ebenfalls oft an der Serie.

Und was geht es?
Die Serie drehte sich um den klassischen Vampir Dracula, basierend auf Bram Stokers literarischer Vorlage. Im Marvel-Universum wurde Dracula jedoch als eine sehr komplexe Figur interpretiert, die in der modernen Zeit überlebt hat und weiterhin Menschen terrorisiert.

Die Comic-Serie vermischt klassischen Horror mit Abenteuergeschichten. Sie folgt Draculas Machenschaften in der modernen Welt, seiner Wiederauferstehung und seinen Konflikten mit verschiedenen Vampirjägern, insbesondere mit der Familie Harker (Nachfahren von Jonathan Harker aus dem ursprünglichen Stoker-Roman). Einer der Hauptgegner Draculas ist Blade, der Vampirjäger, der in dieser Comicreihe seinen ersten Auftritt hat in The Tomb of Dracula #10. Blade wurde ja später auch verfilmt mit mehreren Teilen.

Gothic-Horror-Themen
Die Serie ist stark von den klassischen Gothic-Horror-Themen geprägt, wie der ewigen Schlacht zwischen Gut und Böse, dem Verfall der Menschheit, und der Bedrohung durch das Übernatürliche. Sie reflektiert oft über Macht, Unsterblichkeit und die menschliche Natur.

„Die Gruft von Dracula“ war eine der erfolgreichsten und langlebigsten Horror-Comicserien ihrer Zeit. Sie half, den klassischen Horror in die Comics der 70er Jahre zurückzubringen und prägte das Genre des Vampir-Comics stark.

Neben den Comics hatte Dracula auch Auftritte in anderen Marvel-Medien. Die Figur trat in verschiedenen animierten Serien und Videospielen auf, meistens als Antagonist für Helden wie Blade, Doctor Strange oder die X-Men. Auch wenn die Serie selbst endete, lebt der Einfluss von „The Tomb of Dracula“ in Marvels Geschichten bis heute weiter.

Nachdem ja Marvel alles verfilmt, was nicht bei drei auf dem Baum ist, wie wäre denn eine Realverfilmung von Dracula oder ein klassischer Zeichentrick?

KI: Alexa & Claude – eine Amazon-Partie für die Zukunft?

2. September 2024

KI ist schon lange in meinen Alltag eingezogen, beruflich und privat. Hauptsächlich nutze ich die Vollversion von ChatGPT. Kostenpunkt rund 20 Euro pro Monat. Mal sehen, wie Apple und die EU in Sachen KI in den nächsten Wochen vorankommen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Amazon Echo-System, das bei uns in einigen Räumen im Einsatz ist.

Ich habe mich geirrt, als ich dachte, dass Amazon auf eine eigene KI setzen würde. Stattdessen wird der Konzern Claude von Anthropic als Sprachassistenz Alexa wählen. Claude ist ein hervorragendes System und kann ChatGTP von Open AI klar die Stirn bieten.

Amazon plant die Markteinführung wohl ab Oktober und das zu einem monatlichen Preis von 5 bis 10 US-Dollar. Ich hatte gehofft, dass es in Amazon Prime enthalten sein würde.

Und jetzt ein weiteres zusätzliches Abo? Will ich mir das leisten? Nutze ich Alexa wirklich so intensiv wie ChatGPT mit dem ich im Zweifelsfall auch hervorragend kommunizieren kann? Allerdings kann mein ChatGPT nur Antworten geben und keine Geräte im Smarthome steuern. Meine Alexa-Abläufe sind bisher weniger von Dialog geprägt, sondern vielmehr von Handlungsanweisungen wie Licht an/aus, Kameras an/aus, Kaffeemaschine an/aus. Ich müsste bei Alexa mit Claude neu lernen. Bin ich bereit dafür, dass Alexa ein zentrales Steuerungssystem für Aufgaben im Smart Home einnehmen soll? Will ich wirklich mit meiner Kaffeemaschine ein Gespräch führen? OK, das war jetzt doof.

Was ist auf Seiten von Amazon zu erwarten? Ich habe von Analysten gelesen, dass 10 Prozent der derzeit 100 Millionen aktiven Alexa-Nutzer auf die kostenpflichtige Version umsteigen würden. Das würde 600 Millionen US-Dollar in die Amazon-Kassen spülen.

Ich bin unschlüssig, ob ich dieses Mal mit dabei bin. Durch meine Referententätigkeit in Sachen KI bin ich wohl gezwungen zumindest zeitweise das System zu testen, denn Claude ist wirklich großartig.

75 Jahre Deutsche Presse-Agentur: Am 1. September 1949 veröffentlichte die dpa ihre erste Meldung

1. September 2024

„Es steht ja überall das Gleiche in der Zeitung und im Radio und im Fernsehen!“ Diesen oder ähnlichen Ausruf höre ich in meinen Medienseminaren immer wieder. Seitdem jeder das Internet nutzt und die Seiten der Medienhäuser vergleicht, stellt der User verblüffende Ähnlichkeiten in der deutschen Medienwelt fest. Der Grund dafür ist nicht eine verschwörerische Absprache der Medienunternehmen, nein: Es ist die Deutsche Presseagentur dpa

„Die dpa meldet …“ heißt es immer wieder und die meisten deutschen Medienhäuser haben diesen Dienst für teures Geld abonniert. Als ich noch bei der Tageszeitung beschäftigt war, hatte ich und er Politikredaktion neben der dpa auch noch Reuters, afp und ap. Diese Zeiten sind längst vorbei.
Aber heute vor 75 Jahren am 1. September 1949 veröffentlichte die dpa ihre erste Meldung. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Als international tätige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalisten arbeiten von etwa 140 Standorten im In- und Ausland aus. Gesellschafter der dpa sind rund 170 deutsche Medienunternehmen.

Die dpa-Redaktion arbeitet nach den im dpa-Statut festgelegten Grundsätzen: unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Die Zentralredaktion unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Daniel Schöningh (CEO Ippen-Mediengruppe, München).

Blick in die dpa-Zentralredaktion in der Berliner Rudi-Dutschke-Straße.

Kernsatz der ersten Meldung
„Die Pflege der objektiven Nachricht und die Unabhängigkeit von jeder staatlichen, parteipolitischen und wirtschaftlichen Interessengruppe werden das Merkmal der neuen Agentur sein.“ So lautete der Kernsatz der ersten Meldung, die die dpa am 1. September 1949 an ihre Kunden geschickt hat. In diesem Jahr feiert die Deutsche Presse-Agentur mit zahlreichen Aktionen und Initiativen ihren 75. Geburtstag. „Das Kennzeichen dpa muss vom ersten Tage an das Vertrauen der deutschen Zeitungen, der deutschen Öffentlichkeit und der Welt haben“, hieß es in der Premieren-Meldung weiter.

Atlantiküberquerung
Mit diesen richtungweisenden Sätzen, basierend auf den Grundwerten Unabhängigkeit und Überparteilichkeit, nahm Deutschlands größte Nachrichtenagentur ihren Dienst auf. Während die Meldungen des ersten Tages als verschollen gelten, so zeigt das Archiv der Agentur, dass am 2. September 1949 unter anderem über den Versuch berichtet wurde, den Atlantik mit einem Amphibien-Jeep zu überqueren, sowie über die Anwendung der Sitzungsordnung des Reichstags für die ersten Bundestagssitzungen. Auch über drei Todesopfer bei der Explosion einer Kornbrennerei in Lippstadt wurde per Fernschreiner informiert. Außerdem wurden neben vielen weiteren Meldungen aus dem In- und Ausland auch französische Pressestimmen zum zehnten Jahrestag des Kriegsausbruchs dokumentiert.

Zusammenschluss
Das Unternehmen dpa war bereits am 18. August durch den Zusammenschluss des Deutschen Pressedienstes (dpd) und der Deutschen Nachrichtenagentur (DENA) in Goslar gegründet worden. Heute ist die dpa eine erfolgreiche Unternehmensgruppe mit gut 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von etwa 165 Millionen Euro. Die dpa berichtet in sieben Sprachen und betreibt weltweit rund 140 Büros.

Am 3. September 1949 hielt in Frankfurt am Main der Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur seine erste Sitzung ab: (l-r) Dr. Reinhold Heinen, Verleger der „Kölnischen Rundschau“, Dr. Anton Betz, Verleger der „Rhein-Post“ in Düsseldorf, Edmund Goldschagg, Chefredakteur und Herausgeber der „Süddeutschen Zeitung“ in München, Hans Heinrich, Herausgeber des „Münchner Merkur“, Walter Karsch, Chefredakteur und Herausgeber des „Tagesspiegel“ in Berlin, Dr. Karl Ackermann, Verleger des „Mannheimer Morgen“, Dr. Kurt Neuss, Geschäftsführer der dpa in Frankfurt am Main, Arno Rudert, Herausgeber der „Frankfurter Rundschau“, Wilhelm Grabbert, Verleger des „Hamburger Echo“ und Fritz Sänger, Chefredakteur der dpa.

Die dpa-Gruppe mit ihren mehr als zehn Tochtergesellschaften und Beteiligungen bietet heute Inhalte und Lösungen an für Medien, Institutionen und Unternehmen. Kernprodukte sind Basis- und Landesdienste sowie Bildfunk und die ready-to-publish Weblines, die direkt auf den Portalen der Kunden ausgespielt werden. Dazu kommen Infografik-Angebote, Radionachrichten, Faktencheck-Services und zunehmend Video-Inhalte. Die größten dpa-Töchter sind news aktuell mit den erfolgreichen PR-Services ots und zimpel, dpa-infocom, die unter anderem Live-Ticker und Datenpakete produziert, sowie der Foto-Marktplatz picture alliance. Die jüngste Tochter UseTheNews ist gemeinnützig und engagiert sich für Nachrichtenkompetenz und neue journalistische Angebote für junge Menschen.

Technischen Wandel offensiv anzunehmen
„Die dpa-Redaktion arbeitet seit 75 Jahren nach etablierten und bewährten Grundsätzen: unabhängig, überparteilich und verlässlich. Heute berichten wir selbstverständlich komplett multimedial und sind für die digitalen Märkte bestens aufgestellt“, sagt dpa-Chefredakteur Sven Gösmann. „Es war immer die Stärke der dpa, den technischen Wandel offensiv anzunehmen und das Nutzungsverhalten der Menschen zu verstehen.“

Im Dienst der Nachricht
Darüber hinaus ist im Frankfurter Societäts-Verlag das Buch „Im Dienst der Nachricht. Die Geschichte der dpa“ erschienen. Historiker Hans-Ulrich Wagner zeichnet darin den Weg der dpa von ihrer Gründung im Nachkriegsdeutschland bis hin zum modernen, breit aufgestellten Medienkonzern nach. Zudem startet am 10. Oktober im Berliner Museum für Kommunikation die Ausstellung „NACHRICHTEN – NEWS“, die zahlreiche Aspekte der Arbeit von Deutschlands größter Nachrichtenagentur aufzeigt.

Ich habe zur Feier des Tages noch die Jubiläumsschrift zum 50. Bestehen aus dem Archiv geholt. Es war ein langweiliges Sammelwerk von Fakten ohne großes Storytelling. Mal sehen, ob ich mir das neue Werk anschaffe. Die Ausstellung im Berlin werde ich mir auf jeden Fall ansehen.