Posts Tagged ‘Wish you were here’

Syd Barrett – heute vor zehn Jahren starb ein kreativer Geist

7. Juli 2016
Syd Barrett erstes Solo-Album: The Madcap Laughs

Syd Barrett erstes Solo-Album: The Madcap Laughs

Heute vor zehn Jahren verstarb ein kreatives Phänomen der Musikwelt im Alter von 60 Jahren: Syd Barrett. Interessant für mich ist, dass heutige Musiker sich auf diesen kreativen Geist von damals berufen und ihn neu interpretieren.
Syd Barrett war einstmals der Kopf von Pink Floyd bis er schlichtweg verrückt wurde. Die ersten Pink Floyd-Alben lebten von der Kreativität Syd Barretts. Wer einmal The Piper At The Gates Of Dawn aus dem Jahr 1967 gehört hat, weiß was ich meine. Meditativer, assoziativer Gesang, Effekte und mystische Texte – die Stimme von Syd Barrett zog mich beim ersten Mal anhören der Schallplatte in ihren Bann. Im Folgejahr 1968 folgte mit seinen Pink Floyd-Kollegen noch A Saucerful of Secrets. Am heutigen Todestag von Syd Barrett geht es mir so wie beim ersten Hören.

Syd Barrett wird irre
1968 ging es mit Syd Barrett bergab. Drogen sorgten für Aussetzer, Drogen sorgten dafür, dass sich Syd Barrett veränderte. Syd Barrett wurde seltsam, verpasste Gigs, schmiss Aufnahmen, stand neben sich. Die Bandkollegen von Pink Floyd ersetzten Syd Barrett durch seinen Freund David Gilmour und Pink Floyd wurden anschließend Millionäre. Die Erfolgsgeschichte der Band ist weithin bekannt. Den Verlust von Syd Barrett überwanden sie allerdings nie.
Syd Barrett wandelte noch ein bisschen auf Solopfaden. Zwei interessante Alben von ihm folgten noch: The Madcap Laughs und Barrett. Die Produktionen wiesen zwar technische Mängel auf, doch zeigten sie dem Musikfreund das kreative Universum von Syd Barrett. Dieses Universum versiegte anschließend. Syd Barrett bleibt stumm, zog sich zurück, hatte mit sich und seinen Problemen zu kämpfen.

Syd Barrett – der ungeschliffene Diamant
Zwei meiner Lieblingslieder von Pink Floyd sind die Songs Wish You Were Here und Shine On You Crazy Diamond. Interessant ist, dass es sich dabei nicht um Liebeslieder handelt, sondern um Erinnerungen an ihren alten Kumpel Syd Barrett. Syd Barrett besuchte im Studio die Aufnahme des Albums Wish You Were Here und hatte sich optisch so verändert, dass ihn seine früheren Freunde zunächst nicht erkannten.
Wie es heißt, verstarb Syd Barrett infolge seiner Diabetes-Erkrankung, andere Quellen nennen Krebs als Todesursache. Ab und zu tauchten Bilder im Netz auf, die Syd Barrett noch zu Lebzeiten zeigten. Der schöne Musiker der sechziger Jahre war ein alter, fetter und vor allem trauriger Mann in den achtziger Jahren. Ich sah diese Bilder im Netz und war entsetzt. Lasst diesen Mann doch in Ruhe.

Syd Barrett heute
Was bedeutet Syd Barrett heute für mich? Ich höre ihn gerne, ich versinke in seiner Welt, einer psychedelischen Verbindung zwischen Rock, Blues und Jazz. Syd Barrett stieß neue Türen des Bewusstseins und der Kreativität auf, trat durch diese Türe und verlor sich. Auch heute noch finde ich seine Stimme eindrucksvoll phänomenal. Mein Rat an junge Leute: lasst euch auf die Musik ein, auch wenn sie sich zu Beginn in euren Ohren seltsam anhört und gebt Syd Barrett die Chance, die er verdient.

 

Pink Floyd – nach 20 Jahren endlich gut

6. Oktober 2014

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Die Fans wissen es schon längst, dass Pink Floyd am 7. November ein neues Album mit dem Namen The Endless River auf den Markt bringen werden. Interessant ist, wie die alten Herren die Meldung verbreitet haben. Statt auf klassische Massenmedien zu setzen, gab es einen Twitter-Post von Polly Samsons – der Ehefrau von Floyd-Gittarist David Gilmour. Ich glaube nicht, dass es ein Leak war, sondern wunderbar inszeniert, um den britischen Murdock-Medien eines auszuwischen. Übrigens, Polly Samson wird den letzten Sound des Albums Louder Than Words mit neuem Text singen.

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Das Material von The Endless River stammt aus Restbeständen der Division Bell-Sessions aus dem Jahre 1993. Eine musikalische Resterampe – bitte nicht, aber ich denke es auch nicht. Wir erinnern uns, im Jahr 2008 verstarb das Bandmitglied Rick Wright und so widmen die Restmusiker ihrem Keyboarder das neue Doppelalbum. Wie man so hört, soll es vor allem Instrumentalstücke enthalten und natürlich hab ich das Album bereits vorbestellt.
The Endless River ist für mich Grund genug, die bisher letzte Scheibe Division Bell näher anzuhören. Im Jahr 2014 erschien ja zum 20. Geburtstag des Albums eine umfangreiche Sammler-Box.

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Gleich vorwerg: Ich geb es zu, eigentlich bin ich ja Roger Waters-Fan und mag diesen leidenden Selbstmitleid-Ton seiner Aufnahmen. Ich hab mir auch the Wall in Frankfurt angeschaut und war begeistert. Mit The Division Bell  tat ich mich anfangs schwer. Ich mochte die Aufnahmen nicht besonders. Sie lief einige Male, aber setzte sich nichts in meinem Kopf fest. Aber je mehr ich mich in das Material in jüngster Zeit hineinhöre, desto besser gefällt mir es. Und ich muss zugeben, es hat wirklich 20 Jahre gedauert. Wenn ich Pink Floyd hören wollte, griff ich zu den Klassikern, wie Dark side, Wish you were here, Wall oder Animal. Gerne auch zu den alten Heuler von Syd Barrett von Piper. Division Bell war nie meine erste Wahl.
Das hat sich nach 20 Jahren geändert. Und ich habe inzwischen das Werk schätzen gelernt. Es ist perfekter Mainstream, aber keine Revolution mehr. Und sicher wird The Endless River keine Revoultion werden. Und dennoch gelobe ich: Ich werde keine 20 Jahre brauchen, um dieses Album schätzen zu lernen. Und eines noch: Es wäre schön, wenn die Streithälse Waters und Gilmour über ihre Schatten springen würden. Aber Herr Waters hat ja verkündet, er sei kein Bestandteil von Pink Floyd mehr und habe nichts mit den Aufnahmen zu tun.


Hier das Unboxing von der The Division Bell Box und klare Empfehlung übrigens für die Box von Division Bell. Sie enthält einige Sammlerschätze:
Disc 1 – Doppel-LP Originalalbum, 2014 für die Vinyl-Edition auf Grundlage der Original-Analogbänder remastert. Zum ersten Mal mit allen Tracks in voller Länge.
Disc 2 – Blu-Ray (bisher komplett unveröffentlicht) – Video von 2014 zu Marooned – gedreht von Aubrey Powell mit Stereo- und 5.1 Audio Soundtracks – 5.1 Audio-Mix von The Division Bell von Andy Jackson in 96khz/ 24-bit-Auflösung – HD Audio-Stereomix von The Division Bell’ von James Guthrie in 96khz/ 24-bit Auflösung
Disc 3 – Single Take It Back (edit) / Astronomy Domine (live) in rotem Vinyl 7” Replikat in rotem Vinyl in Bildhülle
Disc 4 – Single High Hopes (edit) / Keep Talking (edit) in transparentem Vinyl 7” Replikat in transparentem Vinyl in Bildhülle und Postertasche
Disc 5 – Single High Hopes / Keep Talking / One Of These Days (live) in blauem Vinyl 12“ Replikat in blauem Vinyl, Laser-geätztem Design auf der Rückseite und Bildhülle. Enthält sieben Sammler-Karten im Umschlag.
Disc 6 – CD Album Discovery Version 2011 von The Division Bell in neu gestalteter Tasche
sowie 5 x 26cm x 26cm Kunstdrucke aus den Hipgnosis/Storm-Studios