Syd Barrett – heute vor zehn Jahren starb ein kreativer Geist

Syd Barrett erstes Solo-Album: The Madcap Laughs

Syd Barrett erstes Solo-Album: The Madcap Laughs

Heute vor zehn Jahren verstarb ein kreatives Phänomen der Musikwelt im Alter von 60 Jahren: Syd Barrett. Interessant für mich ist, dass heutige Musiker sich auf diesen kreativen Geist von damals berufen und ihn neu interpretieren.
Syd Barrett war einstmals der Kopf von Pink Floyd bis er schlichtweg verrückt wurde. Die ersten Pink Floyd-Alben lebten von der Kreativität Syd Barretts. Wer einmal The Piper At The Gates Of Dawn aus dem Jahr 1967 gehört hat, weiß was ich meine. Meditativer, assoziativer Gesang, Effekte und mystische Texte – die Stimme von Syd Barrett zog mich beim ersten Mal anhören der Schallplatte in ihren Bann. Im Folgejahr 1968 folgte mit seinen Pink Floyd-Kollegen noch A Saucerful of Secrets. Am heutigen Todestag von Syd Barrett geht es mir so wie beim ersten Hören.

Syd Barrett wird irre
1968 ging es mit Syd Barrett bergab. Drogen sorgten für Aussetzer, Drogen sorgten dafür, dass sich Syd Barrett veränderte. Syd Barrett wurde seltsam, verpasste Gigs, schmiss Aufnahmen, stand neben sich. Die Bandkollegen von Pink Floyd ersetzten Syd Barrett durch seinen Freund David Gilmour und Pink Floyd wurden anschließend Millionäre. Die Erfolgsgeschichte der Band ist weithin bekannt. Den Verlust von Syd Barrett überwanden sie allerdings nie.
Syd Barrett wandelte noch ein bisschen auf Solopfaden. Zwei interessante Alben von ihm folgten noch: The Madcap Laughs und Barrett. Die Produktionen wiesen zwar technische Mängel auf, doch zeigten sie dem Musikfreund das kreative Universum von Syd Barrett. Dieses Universum versiegte anschließend. Syd Barrett bleibt stumm, zog sich zurück, hatte mit sich und seinen Problemen zu kämpfen.

Syd Barrett – der ungeschliffene Diamant
Zwei meiner Lieblingslieder von Pink Floyd sind die Songs Wish You Were Here und Shine On You Crazy Diamond. Interessant ist, dass es sich dabei nicht um Liebeslieder handelt, sondern um Erinnerungen an ihren alten Kumpel Syd Barrett. Syd Barrett besuchte im Studio die Aufnahme des Albums Wish You Were Here und hatte sich optisch so verändert, dass ihn seine früheren Freunde zunächst nicht erkannten.
Wie es heißt, verstarb Syd Barrett infolge seiner Diabetes-Erkrankung, andere Quellen nennen Krebs als Todesursache. Ab und zu tauchten Bilder im Netz auf, die Syd Barrett noch zu Lebzeiten zeigten. Der schöne Musiker der sechziger Jahre war ein alter, fetter und vor allem trauriger Mann in den achtziger Jahren. Ich sah diese Bilder im Netz und war entsetzt. Lasst diesen Mann doch in Ruhe.

Syd Barrett heute
Was bedeutet Syd Barrett heute für mich? Ich höre ihn gerne, ich versinke in seiner Welt, einer psychedelischen Verbindung zwischen Rock, Blues und Jazz. Syd Barrett stieß neue Türen des Bewusstseins und der Kreativität auf, trat durch diese Türe und verlor sich. Auch heute noch finde ich seine Stimme eindrucksvoll phänomenal. Mein Rat an junge Leute: lasst euch auf die Musik ein, auch wenn sie sich zu Beginn in euren Ohren seltsam anhört und gebt Syd Barrett die Chance, die er verdient.

 

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