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Buchtipp: Her Majesty zum 60jähriges Thronjubiläum der Queen

16. Juli 2013

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Alle Welt wartet auf das royale Baby, aber ich beschäftige mich lieber mal mit der Großmutter: Der Queen. Vor kurzem feierte die englische Königin Elisabeth II. ihr 60jähriges Thronjubiläum. Sie wurde am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey gekrönt und die BBC war mit ihren Kameras live dabei. Zum Thronjubiläum erschienen in Taschen Verlag das Buch Her Majesty und jetzt kommen Special Editions des Buches auf den Markt.

Ich habe gewaltigen Respekt vor den Leistungen dieser Frau. Sie scheint extrem diszipliniert zu sein und legt strenge Maßstäbe an sich an. Und da tut sie mir auch gleichzeitig leid, denn sie kann sich nicht ihrer Rolle heraus und sich dem Protokoll entziehen. Sie stammt für mich aus einer anderen Welt. Einer Welt als das Empire noch groß war und Einfluss hatte. Als junges Ding in eine Rolle gedrängt, füllt Elisabeth diese Rolle bis heute aus.

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Als Bürgerlicher habe ich den vorliegenden XXL-Fotoband Her Majesty gerne durchgesehen. Es ist ein opulenter Streifzug durch das Leben der Queen, begonnen als junge Prinzessin über ihre Krönung bis hin zur modernen Queen. Die Fotos sind ein Spiegel ihrer Zeit und stammen zum einen aus der Königlichen Sammlung, zum anderen von weniger berühmten und berühmten Fotografen wie Patrick Lichfield, Annie Leibovitz oder Bryan Adams.

Und die Fotos zeigen eine Frau voller Kraft, Disziplin, aber auch Humor. Ich persönlich bin ja auch ein Fan von Prinz Philipp, der immer wieder durch seine Art aneckt. Gerade die Queen und ihr Gemahl sind ein gutes Gespann, das gemeinsam die Geschichte des Hauses Windsor prägt, wobei die Queen die Hosen anhat. Dabei zeigt das wunderbar verlegte Buch von Reuel Gordon aber nicht nur die Sonnenseiten der Königin. Auch dunkle Seiten wie der Brand in ihrem Schloss oder der Auswirkungen von Diana sind fotografisch abgebildet.

Eine umfangreiche Chronologie mit den wichtigsten Ereignissen und eine Dokumentation ihrer Auslandsreisen sowie ein schön gemachter Stammbaum runden das kiloschwere Buch ab. Besonders für mich als Medienmensch interessant war ein Pressespiegel – wie wird die Queen von der internationalen Presse gesehen – von seriös bis boulevard. Her Majesty erschien in einer bürgerlichen Edition für rund 100 Euro und in zwei Royalen Editionen für 600 Euro, gestaltet von Vivienne Westwood und mit signierten Print von Harry Benson.

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Es ist nicht nur für Fans der britischen Königin, sondern für alle, die sich von einer starken Frau inspirieren lassen wollen. Daher ist es ein sehr modernes Buch. Beim Durchblättern des schweren Buches sah ich neben steifen Hofzeremoniell aber auch viel Mode wie Hüte und Handtaschen und modische Reflexionen aus verschiedenen Zeitepochen. Immer wieder bricht gewollt oder ungewollt der Humor durch. Klar, die Queen ist auch Mensch und das kommt bei all der Herrschaft und Ernsthaftigkeit auch immer wieder durch. Auch die Familie kommt nicht zu kurz. Nun, es ist nicht meine Art Familienbild, aber dennoch gibt das Buch faszinierende Einblicke in das royale Familienleben. In meinem Video mache ich einen kleinen Streifzug durch das Buch.

Buchtipp: Game of Thrones von Bryan Cogman und George R.R. Martin

31. Dezember 2012

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Über die Romane von George R.R. Martin braucht man nicht mehr viel verlieren. Richtig populär wurden sie aber erst durch die HBO-Verfilmung. Fans wollen mehr wissen, über die Charaktere, die Produktion und das ganze Drumherum. Das ist dann die Chance für Fan-Bücher. Ein schönes Produkt aus der Hinter den Kulissen-Bücher ist das Buch Inside HBO’s Game of Thrones von Bryan Cogman. Es beinhaltet Informationen zur ersten Staffel.

Als erstes beeindruckt die schöne Aufmachung. Durch den Volumeneinband wirkt es wie ein Buch aus alten Zeiten. Auch das Layout des Buches kann sich sehen lassen: Schöne Szenenbilder, ein paar Produktionsfotos, leider keinerlei CGI-Aufnahmen schön layoutet mit Texten. Die Typografie macht Spaß. Obwohl in der Verfilmung der Serie viel nackte Haut zu sehen ist, gibt es davon nichts zu sehen im Buch. Das war HBO als prüder US-Herausgeber wohl dann doch zu heiß. Die Serie wird perfekt kommerziell ausgeschlachtet: Tassen, Kalender, Spiele, Bücher und Fan-Artikel. Viel neues Material ist in dem Buch allerdings für den wahren Fan nicht zu finden. Wer die YouTube-Vidoes über die Produktion verfolgt hat, bekommt kaum etwas neues, aber kann sich die Informationen zumindest ins Regal stellen.

Mir persönlich kamen zu wenig die Techniker der Produktion zu Wort. Ab und zu darf der Produktionsdesigner was erzählen oder ein Locationscout, ich hätte gerne mehr von den CGI-Artists gehabt. Aber ob eine Szene mit Maya oder Max gemacht wurde, ist sicherlich nicht massentauglich, da ist leichte Kost für das Massenpublikum angesagt. Und das obwohl es für Gemma Jackson den Art Direction Emmy für Game of Thrones gab. Ein paar Ausführungen über Kostüme sind enthalten, aber für meinen Geschmack zu wenig.

Aber das Buch unterhält: Der Leser erfährt über die Stammbäume, wie sich der eine oder andere Schauspieler die Rolle vorgestellt hat. Interessant ist auch, wie die Schauspieler untereinander agieren oder ihre Rollen bis ins reale Leben hineinwirken.

Mir persönlich gefällt die englische Version besser als die deutsche. Layout und Produktion sind gleich, aber ich finde die deutsche Übersetzung Game of Thrones: Hinter den Kulissen im Panini-Verlag etwas hölzern. Daher fiel meine Wahl auf die UK-Ausgabe Inside HBO’s Game of Thrones. Sie ist auch billiger.