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Buchtipp: Star Wars Storyboards von J. W. Rinzler

7. Oktober 2015

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Langsam kommt das Star Wars-Fieber und ich habe mir in den Schulferien mit meinen Kindern die Original Trilogie Krieg der Sterne, Das Imperium schlägt zurück und die Rückkehr der Jedi-Ritter wieder angesehen. Weil meine Kinder vieles visuell verarbeiten, zeichneten sie nach den Filmen ihre Eindrücke auf. Sie malten Bilder von Luke, Vader, R2D2 und dem Todesstern. Gut kam auch die ATAT und die Tie-Fighter an.


Ich ergriff die Chance und zeigte meinen Kindern, wie so ein Film überhaupt gemacht wurde. Da kam mir das Buch die Star Wars Storyboard von J. W. Rinzler gerade recht. Noch mit frischer Erinnerung an die Filme schauten wir die Storyboards der klassischen Trilogie durch. Es war schön zu sehen, was sich die Artists ausgedacht hatten und wie es die Regisseure George Lucas, Irvin Kershner und Richard Marquand dann in Szene gesetzt hatten. Für uns war das Durchblättern des Bilderbuches eine visuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Star Wars, eine Art Comicbook ohne Sprechblasen.


Storyboards sind Teil der Preproduction, also der Vorproduktion eines Films. Die Zeichnungen sollen auf Basis des Drehbuchs die Szenen erklären, den Bildaufbau festlegen und anhand der Zeichnungen stellt sich heraus, ob ein Film funktionieren wird. Ich habe mal gehört, die ersten Storyboards wurden bei Walt Disney eingeführt.

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Das Besondere an dem Buch waren die nicht erzählten Geschichten. In den Storyboards gibt es Handlungsstränge, die in den späteren Filmen nicht mehr vorkommen. So hätte die Star Wars Trilogie auch aussehen können. Diese möglichen Wendungen in der Geschichte zu entdecken und darüber fachsimpeln, das macht doch den Fanboy aus. Also ist dieses Buch nicht nur Literatur für Filminteressierte, sondern es ist eine visuelle Bibel für Star Wars Fanboys.

Muss das sein? Trekkie J.J. Abrams verfilmt Star Wars VII

25. Januar 2013

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Gestern nacht ging es wie ein Lauffeuer durch die Foren: J.J. Abrams soll Star Wars VII verfilmen. Mehrere US-Quellen haben diese Meldung ins Spiel gebracht, darunter Hollywood Reporter, Deadline Hollywood und Variety. Der erste Eindruck aus dem Netz: J.J. Abrams kann das.

Meine Meinung: Ob J.J. Abrams das kann, steht außer Frage, aber soll er das? Noch besser darf er das? Mit seinem Star Trek-Film hat J.J. Abrams (Star Trek – die Zukunft hat begonnen)  frisches Blut in die etwas angestaubte Star Trek-Serie gebracht. Und was wir von dem nächsten Star Trek Film Into Darkness gesehen haben, wird dieser neue Schwung fortgesetzt. Aber damit steht fest: J.J. Abrams ist ein Trekkie und ein verdammt guter Trekkie.

Darf nun ein Trekkie das Sakrileg begehen und sich an eine Star Wars-Fortsetzung wagen? George Lucas hat sein Star Wars-Imperium im Oktober 2012 an Disney verkloppt und die wollen natürlich jetzt den fetten Dollar machen. Beim Kauf hatten sie bereits angekündigt, dass Star Wars fortgesetzt werden soll. Die Fans zeigten im Netz bereits Darth Vader mit Maus-Ohren als eindeutige Kommentare.

Die Wahl von Disney fiel wohl jetzt auf J.J. Abrams. Und der kann es sicherlich: Er weiß, wie man mit Schauspieler umgeht, kann starke Stoffe entwickeln und er kennt sich mit modernen VFX und CGI aus. Die Voraussetzungen stimmen also, bis auf: Er ist halt ein Trekkie.

Die Gräben zwischen Star Wars-Fans und Star Trek-Fans waren immer tief. Star Wars bedeutet eben Krieg der Sterne, während Trekkies im Grunde auf einer Friedensmission unterwegs sind. Die beiden Ansichten sind eigentlich unüberbrückbar. Ich will aus Star Wars keine Filme über Verständigung und Menschlichkeit in bester Roddenberry-Tradition und aus Star Trek kein Geballer. Aber vielleicht gehöre ich zum alten Eisen?

Die Wahl der Regie ist echt schwer: Die Star Wars-Regisseure wie Irvin Kershner und Richard Marquand sind beide verstorben, gehörten aber zur alten Hollywood-Garde, George Lucas scheitet nach vier Filmen als Regisseur sowieso aus. Größen wie James Cameron sind derzeit mehr dem Meer als dem Weltraum verbunden und Ridley Scott versucht mit Prometeus neuen Schwung in die Alien-Saga zu bringen. Immer wieder waren Namen im Gespräch: Jon Favreau, Guillermo del Toro, Joe Johnston, David Fincher und auch Ben Affleck. Fincher wäre interessant gewesen, aber ihm fehlt wohl die CGI-Erfahrung, die man für ein Werk wie Star Wars braucht. Das Drehbuch soll wohl Michael Arndt schreiben, der spätestens mit Toy Story III gezeigt hat, dass er sich auf Fortsetzungen versteht. 2015 soll Star Wars VII in die Kinos kommen.