Posts Tagged ‘QR-Code’

Perfekter Messeauftritt bei Ausbildungsmesse Landsberg: Was bleibt in Erinnerung?

30. September 2012

Was bleibt Jugendlichen eigentlich von einem Messebesuch in Erinnerung? Dies fragte ich mich, als ich die Ausbildungsmesse Landsberg von Tausenden von Jugendlichen verschiedener Schulen besuchte. Die Sparkasse Landsberg-Diessen hatte mich für mehrere Vorträge zum Thema „Recruting über Facebook und soziale Netzwerke“ gebucht. Fast alle Jugendlichen sind in sozialen Netzwerken aktiv, doch nur ein geringer Teil ist sich bewusst, dass künftige Arbeitgeber die Stellenbewerber googlen und die digitalen Spuren recherchieren. Aber dazu ein anderes Mal.

Das Vortragszelt füllt sich.

Das Vortragszelt füllt sich.

In den Pausen zwischen den Vorträgen unterhielt ich mich mit den Jugendlichen, um herauszubekommen, was die Jugendlichen eigentlich von der Messe hielten. Die Kinder mussten sich Messepässe abstempeln lassen: Sie mussten eine gewisse Anzahl von Ständen und Vorträgen besuchen und ein Referat über eine Firma später in der Schule halten.

Weil es so nahe lag, fragte ich nach dem Beruf des Bankers. Banker im allgemeinen haben nach der Finanzkrise nicht gerade den besten Ruf, auf lokaler Ebene sieht das anders aus. Neben meinem Auftraggeber, die Sparkasse, war auch die VR-Bank Landsberg-Ammersee auf der Ausbildungsmesse Landsberg vertreten. Die VR-Bank war einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung, die sich mit einem großen Stand präsentierten.

Doch was blieb den Jugendlichen bei den Besuch der Ständen in Erinnerung? Die Karriere bei einem der örtlichen Geldinstitute? Die Möglichkeiten seine Kohle anzulegen? Oder gar Wege aus der Schuldenkrise? Nein, es blieben nur Emotionen zurück, keine harten Fakten. Sowohl Sparkasse Landsberg-Diessen als auch VR-Bank Landsberg-Ammersee konnten bei den Jugendlichen nicht mit Fakten über Finanzen oder Karrieren punkten, sondern mit viel wichtigerem: Mit Emotionen. Die Messekonzepte beider Geldinstitute gingen voll auf.

Im roten Zelt ist die Sparkasse untergebracht.

Im roten Zelt ist die Sparkasse untergebracht.

Bleiben wir bei meinem Auftraggeber für den Tag, die Sparkasse. Die Jugendlichen erinnerten sich an mich, meinen Vortrag und an meine Show. Ich habe meine Informationen über „Recruiting über Facebook und soziale Netzwerke“ zielgruppengerecht präsentiert, keinen „Tod durch PowerPoint“, sondern durch visuelle Präsentation. Zudem gab es in einer Ausstellungshalle einen Messestand der Sparkasse, von weitem im dem bekannten Rot erkennbar. Hier standen vor allem Azubis in Anzug und Krawatte, die mit den jugendlichen Besuchern sprachen. Das war dann schon mal ein Kulturbruch, wenn der adrette Banker mit einem etwas jüngeren Besucher in Jeans, Sneakers und Bob Marley-Shirt und Dreadlocks sprach. Aber klarer Publikumsmagnet war am Sparkassenstand eine PlayStation 3 mit FIFA 13 . Hier konnten die Messebesucher zocken. FIFA 13 war erst wenige Tage auf dem Markt und die Sparkasse hatte die neueste Version. Das kam bei den Jugendlichen an. Mehrmals hörte ich auf dem Messegelände: „Hast du schon die 13-Version gesehen? Musst du dir bei der Sparkasse anschauen.“ Der neueste Teil der Fußballsimulationsreihe war erst seit einem Tag im Handel und als digitaler Download erhältlich. Bereits im Vorfeld wurden über 1 Million Spiele weltweit vorbestellt und die Demo von mehr als 4,6 Millionen Fans aus 123 Ländern auf PlayStation 3, Xbox 360 und PC gespielt – die größte Zahl in der Geschichte der EA Sports-Spiele. Da hatte die Sparkasse den absolut richtigen Riecher. Das kam bei den Besucher an. Emotionen pur beim Spiel – wobei mehrheitlich Jungs spielten. Nicht die sachliche Information darf bei einem Messestand im Vordergrund sehen, sondern Emotionen. Wenn der Besucher am Stand ist, können die Infos folgen. Aber er muss erst einmal an den Stand kommen.

FIFA 13 bei der Sparkasse.

FIFA 13 bei der Sparkasse.

Mehr Platz als einer der Hauptsponsoren, und damit mehr Platz für Show hatte die VR-Bank Landsberg-Ammersee. Es gab zahlreiche Ausstellungsstücke, wie einen mobilen Geldautomaten (wie funktioniert eigentlich so ein Ding?), allerlei Fahnen, Smart Autos und ein Glücksrad. Auch die VR-Mitarbeiter waren in Anzug und Kostüm erschienen. Aber zwei Aktionen kamen besonders gut an: Ein mobiles Messeteam und ein Parcurs zum Segway-Fahren.

Die Damen mit QR-Code verteilen Gewinnspiele.

Die Damen mit QR-Code verteilen Gewinnspiele.

Bei dem Messeteam handelte es sich um zwei junge Damen im orangen T-Shirt gekleidet, die Gewinnspiel an die Schüler verteilten. Besonders cool. Am Rücken der Damen war ein großer QR-Code aufgedruckt. Ein Teil der Schüler verfügt über ein Smartphone und musste gleich den QR-Code ausprobieren. Ich erinnere mich, als ich einmal einen Vortrag bei den Volks- und Raiffeisenbanken gehalten und genau das empfohlen hatte.

Messehighlight: Die Fahrt am Segway.

Messehighlight: Die Fahrt am Segway.

Auf dem Freigelände konnten die Messebesucher eine Runde mit dem Segway drehen. Der Segway ist ein saucooles elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel. Es sieht komplizierter aus, als es dann ist. Nach kurzer Einweisung kann es auf den beiden Rädern losgehen. In der Regel blieben die Kinder auf dem Fahrzeug, nur einen Crash konnte ich beobachten. Wer haftet eigentlich hier für Schäden, fragen da wohl nur Spielverderber. Zwei Segways standen für die große Traube an Schülerinnen und Schülern bereit, die unbedingt eine Runde drehen wollten. So kam die VR-Bank Landsberg-Ammersee ins Herz der Besucher. Wirklich gut gemacht.

Kritiken zu meinen Buch „Social Media für Friseure“

23. April 2012
Mein neues Buch: Social Media für Friseure

Mein neues Buch: Social Media für Friseure

Vielen Dank für die Blumen – so sang einstmals der große Barde Udo Jürgens und ich schließe mich an. Vielen Dank für die hervorragenden Bewertungen meines Buches „Social Media für Friseure“. Das vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Auftrag gegebene Buch kommt in der Fachpresse der Friseurbranche hervorragend an. Es ist das erste Buch dieser Art und trifft genau den Puls der Zeit. Die Friseure fahren voll auf Social Media ab und mein Buch hat sicherlich dazu beigetragen, Berührungsängste zu verlieren.

Die Reaktionen waren so gut, so dass der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und die Redaktion der Fachzeitschrift Top Hair das Buch in ihre on- und offline Buchshops aufgenommen haben. Und ich habe eine Einladung nach Frankfurt zur Hair & Beauty bekommen, um über das Thema zu referieren.

Ich habe einen kleinen Pressespiegel angelegt und freu mich wirklich über die Resonanz. So schreibt die Top Hair „Das Buch Social Media für Friseure führt all jene, die bislang noch abstinent waren, an soziale Netzwerke heran.“ Und weiter heißt es: „Außerdem verrät Lange, was Sie tun müssen, damit Ihre Homepage von Suchmaschinen wie Google besser gefunden wird – und somit mehr Kunden den Weg zu Ihnen finden.“

Das Fachmagazin Friseurwelt urteilt: „Auf 164 farbigen Seiten mit anschaulichen Fotos werden dem Leser Chancen und Risiken der sozialen Netzwerke im Friseurhandwerk verständlich erklärt.“ Der Newsdienst Friseur News schreibt: „Das Buch … hat scheinbar den Nerv der Beauty-Branche getroffen. Das Thema Facebook, Twitter & Co ist ein wichtiger Wegweiser in Richtung Zukunft.“

Die Clips Chef-Info meint: „Er (Lange) erklärt dem Leser geduldig und verständlich nachvollziehbar, was sich hinter einem QR-Code oder einen Flashmob verbirgt. Und ganz wichtig: Er hat eine prototypische Fassung für Social Media Guidelines entworfen, die für alle Mitarbeiter eines Salons gelten soll.“ Und sehr schön: „Wer eine profunde handwerkliche Anleitung braucht, um in die Online-Welt einzutauchen, hat hier für 24,80 Euro definitiv alles, was er braucht.“

Lust bekommen? Hier gibt es das Inhaltsverzeichnis und eine kostenlose Leseprobe und natürlich kann man das Buch auch bestellen. Der Preis ist 24,80 (zzgl. Porto und Verpackung).

Matthias fragt nach bei … Jürgen Pieperhoff, Stadtmarketing Traunstein

29. Februar 2012

Was macht man eigentlich bei einem Stadtmarketing in einer kleinen Stadt wie Traunstein? Diese und andere Fragen stellte ich in meiner Reihe „Matthias fragt nach …“ an den Leiter des Stadtmarketings Traunstein, Jürgen Pieperhoff. Der Mann aus Duisburg mischt in Altbayern die Szene auf, bringt neue Ideen ins Spiel und setzt voll auf Social Media. Und er beantwortet auch, was ein QR-Code mit Papst Benedikt XVI zu tun hat.

Social Media: QR-Codes im Einsatz für Bücher

8. Dezember 2011

QR-Codes sind ja schon ein paar Tage alt, aber mir machen sie immer noch Spaß. Gerne bin ich bereit, dieses Marketingtool auszuprobieren und setze es auch gelegentlich ein. Es funktioniert. Auf einer meiner zahlreichen Reisen zu Social Media-Vorträgen stieß ich auf zwei interessante Versionen des QR-Codes.

Hugendubel-Werbung mit QR-Code.

Hugendubel-Werbung mit QR-Code.

Zum einen war es der Buchhändler Hugendubel, auf dessen Anzeige ich beim Warten auf die S-Bahn aufmerksam wurde. Unter dem Brand „Hugenbubel to go“ warb der Buchhändler mit QR-Codes. Scannen und gewinnen lautete die Devise. Da ich sowieso auf die Bahn warten musste, probierte ich die Einladung gleich aus. iPhone gezückt und QR-Code gescannt. Ich wurde auf eine Website geleitet „Zu gewinnen: Bücher so viele Sie tragen können.“ Es wurde gefragt, wie viele Bücher die Dame auf dem Plakat gestapelt hat. Gute Idee, denn so muss das Plakat mit den neuen Büchern nochmals angeschaut und die Bücher gezählt werden. Der Werbeeffekt wäre noch größer gewesen, wenn es echte Bücher gewesen wären. Denn sobald ein Buchfreund Buchrücken sieht, fängt er auch an zu lesen. In unserem Fall bekam ich nur Dummys zu sehen. Das wäre noch verbesserungswürdig. Gewonnen hab ich übrigens nichts.

QR-Code am Boden des Münchner Hauptbahnhofs.

QR-Code am Boden des Münchner Hauptbahnhofs.

Zum anderem weckte ein riesiges Plakat am Boden des Hauptbahnhofs München mein Interesse. Wieder ging es um Bücher und wieder ging es um Marketing durch einen QR-Code. Sobald ich den Code fotografierte, bekam ich eine kostenlose Leseprobe aufs Handy geschickt. Genial, denn auf Zugfahrten freue ich mich über Lesestoff, den ich nicht extra tragen muss. Jetzt müsste mich nur noch das Thema des Buches interessieren, dann wäre alles in Ordnung. Das Buch „Kapital“ machte reißerisch mit dem Slogan auf: „Sex ist nicht wichtig. Sex ist entscheidend.“

Ich finde: QR-Codes im Alltag setzen sich durch. Diese beiden Beispiele zeigen es wieder.

Socia Media: QR-Codes im Haar und auf der Haut

16. Juli 2011

Im Moment bin ich ein absoluter Fan von QR-Codes, seitdem ich merke, dass QR-Codes funktionieren. Über die Möglichkeiten von QR-Codes bei Ausstellungen hab ich mich ja bereits hier ausgelassen. Aber jetzt kommt es noch cooler. Ich bin auf zwei Videos gestoßen, die den QR-Gedanken noch weiter spinnen. Zum einen wurde ein QR-Code als Hair-Tattoo von einem Friseur geschnitten, zum anderem – ganz krass – gibt es einen QR-Code als wirkliches Tattoo auf der Haut.

Beim ersten Beispiel geht es um die Werbung eines Retailproduktes Clear im Friseurbereich. Friseure schnitten mit der Maschine in die Frisuren der Modellen einen QR-Code. Anschließend gingen die Modelle in Einkaufszentren und forderten die Besucher auf, den QR-Code mit ihrem Handy aufzunehmen. Ein viraler Effekt entstand. Er nahm sogar noch zu, als ein Promi sich diesen QR-Code ins Haar schneiden ließ. Ganze Trauben von Menschen riefen freiwillig den Code auf und kamen zur Website des Herstellers. Zudem wurde über das Projekt in Zeitschriften und im Fernsehen berichtet. Das Resultat: Die Zugriffe auf die Clear-Website stiegen dramatisch an – und das ganz ohne Werbeetat.

Beim zweiten Beispiel wird es noch krasser. In Paris hat sich ein Mann namens Marco einen QR-Code tätowieren lassen. Die ganze Sache wurde live gefilmt und via Facebook übertragen. Der Quick-Response-Code verlinkt auf ein YouTube-Video und das Ganze ist eine virale Werbeaktion des Whiskey-Herstellers Ballantine’s. Über vier Stunden wurde das Tattoo auf der Haut tätowiert. Dabei war es nicht klar, dass der Code auf der Haut genauso funktionieren würde, wie auf Papier.

Social Media: Erfolg für mittelständischen Friseur

25. Mai 2011

Wie Social Media bei einem mittelständischen Friseur erfolgreich sein kann, zeigt mein Beispiel des Haarstudios Wieser in Mammendorf. Ich unterstütze den Friseurmeister Josef Wieser mit seinen vier Salons in Mammendorf, Fürstenfeldbruck, Eichenau (Mittelpreissalons – alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie München (Hochpreissalon). Nach Aufsetzen einer Facebook-Seite und eines YouTube-Kanals baten wir die Mitarbeiter der Friseursalons ihren Freunden die Facebook-Seite zu empfehlen. Damit hatten wir ein gewisses Grundrauschen an Usern. Nach einer Schulung der Mitarbeiter hatte Friseurmeister Josef Wieser die Idee eines Wettbewerbs, der über Facebook beworben wurde. Gesucht wurde das Wieser-Gesicht des Jahres 2011. Die Wettbewerbsbedingungen wurden auf der WordPress-Seite und in einem Videointerview bei YouTube erklärt.

Die Idee des Wettbewerbs: Die Kundinnen des Haarstudios konnten sich in einem der vier Salons fotografieren lassen. Anschließend konnten die Kunden des Haarstudios über einen Monat abstimmen. Zu gewinnen gab es für die ersten drei Siegerinnen ein professionelles Fotoshooting mit Modefotograf Andreas Ortner sowie ein Jahr kostenloses Hairstyling und ein Wochenende mit einem Volvo-Cabrio.

Wir setzen eine kostenlose WordPress-Seite auf und stellten die geschossenen Fotos ein. Anschließend begann das Voting. Beworben wurde es über die Facebook-Seite des Salons. Insgesamt nahmen 32 Amateurmodelle am Voting teil und wir bekamen über 24.000 Klicks. Es konnte alle sechs Stunden neu abgestimmt werden. Der Erfolg haute uns von den Socken. Natürlich versuchten die Freunde von dem einen oder anderen Modell mit einem IP-Wechsler zu schummeln, wurden aber entlarvt, noch dazu weil sich so mancher in Facebook damit brüstete. Das Netz vergisst nichts.

Das Konzept von Josef Wieser voll ging auf. Nicht nur die Votingklicks gingen in die Höhe, sondern auch die Freunde der Facebook-Seite explodierten. Freude luden andere Freunde ein. Damit veränderte sich auch die Kundschaft der vier Friseursalons. Viele junge Kundinnen interessierten sich für die Friseurleistungen und buchten einen Friseurtermin. Also auch der wirtschaftliche Erfolg setzte ein.

Nur eine Voting-Aktion isoliert zu machen, darf nicht sein. Das Voting sorgte dafür, dass wir die Klickzahlen einen Monat drastisch steigern konnten. Doch wichtig war es, dauerhaft zielgruppenrelevanten Content zu produzieren. Um zu vermeiden, dass nach Abschluss des Votings die Klickzahlen einbrachen, setzte die nächste Stufe unseres Marketingplans ein. Das Haarstudio Wieser veranstaltete eine große Modenschau in Fürstenfeldbruck. Dort wurden die Gewinnerinnen des Votings verkündet und eine richtig fette, innovative Friseurenshow gezeigt. Die Modenschau wurde über klassische Werbung und über Website und sozialen Netzen beworben. Der Erfolg: Über 600 Gäste genossen die großartige Show. Die hier geschossenen Fotos wurden natürlich wieder in die Sozialen Netzen eingestellt und sorgten wieder für Klicks. An jeden Besucher der Modenschau wurde eine Postkarte verteilt, auf denen die Adresse der Facebook-Seite und des Salons abgedruckt wurde. Zusätzlich gab es einen QR-Code, um noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Und es funktionierte: Die Facebook-Freunde stiegen wiederum und es wurde diskutiert und kommentiert.

Postkarte mit Facebook und Webadresse und QR-Code.

Postkarte mit Facebook und Webadresse und QR-Code.

In der nächsten Stufe werden nun die Mitarbeiter der vier Salons geschult und berichten über Aktionen, Frisuren und Mode aus der lokalen Ebene. Ich bin davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg weiterhin erfolgreich ist.