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60. Geburtstag von Perry Rhodan – ich gratuliere

7. September 2021

Sein Universum wurde mir bald zu groß und ich hab es nicht mehr überblickt. Also stieg ich nach einigen silbernen Sammelbänden wieder aus. Die Zyklen habe ich einfach nicht auf die Reihe bekommen. Gemeint ist Perry Rhodan, der heute seinen 60. Geburtstag feiert.
Als Fan japanischer Monster interessierte mich Perry Rhodan, dessen Name eine Verknüpfung des Godzilla-Ablegers Rhodan und der US-Anwaltsserie Perry Mason war.

Am 7. September 1961 wurde der Grundstein für die erfolgreichste Science Fiction-Serie der Welt gelegt, die bis heute mit über 3130 Heften besteht. Die Autoren waren 1961 Karl-Herbert Scheer und Clark Darlton (mit bürgerlichem Namen Walter Ernsting). Auflagenhöhepunkt war in den 80er Jahren – da hab ich mit Perry Rhodan auch begonnen. Die Gesamtauflage beträgt über 1,5 Milliarden Hefte im Januar 2009. Inzwischen sank die Auflage auf heute 60000 Hefte. Ich kaufe mir damals allerdings nicht die Romanheftchen, sondern die silbernen Sammelbände mit 3D-Wackelcover.

Zur Feier des Tages schaue ich mir die Perry Rhodan Verfilmung aus dem Jahre 1967 an: Perry Rhodan SOS aus dem Weltall auf Laserdisc an. Als Kind faszinierte mich das Raumschiff in Quallenform. Der Film umfasst die drei ersten Romane plus Agentenstory – leider ist die deutsche Fassung gegenüber der angloamerikanischen (Mission Stardust) um 15 Minuten gekürzt. Grund unbekannt. Ich kenne auch die US-Fassung nicht.
Der Film flippte, was kein Wunder ist. Es ist Trash-Kino: Schlechte Darsteller, schlechte VFX und schlechte Geschichte. Am 13. September 2013 wurde der Film Perry Rhodan – SOS aus dem Weltall im Rahmen der Tele-5-Reihe Die schlechtesten Filme aller Zeiten gezeigt. Und ich gestehe: Der Film ist wirklich schlecht, egal ob man Perry Rhodan Fan ist oder nicht.

Stoff für Star Wars Süchtige

21. Februar 2020

Ja, ich häng noch am Star Wars Tropf. Nachdem die Skywalker-Saga abgeschlossen ist und wir jetzt auf die Veröffentlichung der Saga auf 4K-Box warten, muss ich mich ein wenig ablenken. Die Skywalker Saga 4K wird am 30. April 2020 erscheinen und 27 Datenträger enthalten – und natürlich gehöre ich zu den Erstbestellern.

Ich hab wieder gemerkt, dass ich ein absoluter Fan der mittleren Trilogie bin. Krieg der Sterne, das Imperium schlägt zurück und die Rückkehr der Jedi-Ritter sind einfach meine Filme, weil es die Filme meiner Generation sind. Mit Luke, Leia, Vader, Han und Co wurde ich sozialisiert. Ich habe noch im Kino gesehen, dass Han zuerst geschossen hat. Und wenn die Filme, egal in welcher Version, laufen, spreche ich die Dialoge mit. Wahrscheinlich hat die jungen Generation andere Vorlieben, ich weiß es nicht.
Meine Kinder habe ich mit meiner Star Wars-Sucht angesteckt. K2 überlegt sogar, einen Podcast zum Thema zu machen – meine väterliche Unterstützung hat das Kind auf jeden Fall.


Immer wieder tauchen Erinnerungen meiner Jugend auf. Beim Aufräumen habe ich sogar ein Heft aus meiner Jugend gefunden. Was sage ich Heft! Ich habe einen Schatz gehoben. Der Schatz war in einem Ordner in meinem Archiv abgelegt und wurde vergessen. Es handelt sich um ein Perry Rhodan Sonderheft aus dem Jahr 1977 mit Krieg der Sterne als Thema. Ich habe es mir damals nach dem Kinobesuch mit meinem Papa gekauft und verschlungen. Jetzt ist es wieder aus der Vergessenheit aufgetaucht. Mit viel Liebe habe ich das Heft in seinem siebziger Jahre Layout durchgeblättert und ein Video dazu gedreht. Ich hänge am Star Wars Tropf.

Und ich habe mir einen aktuellen Schatz besorgt. Es gibt ein relativ neues Bilderbuch zur mittleren Trilogie. Mein Lieblingsverlag, der Taschen Verlag, hat das sieben Kilogramm schwere Werk Das Star Wars Archiv. 1977–1983 im vergangenen Jahr veröffentlicht.

Autor ist Paul Duncan, Autor von verschiedenen Filmbücher über James Bond, Hitchcock oder Ingmar Bergman. Dieser Star Wars-Band, entstanden in enger Kooperation mit George Lucas und Lucasfilm, deckt die Entstehungsgeschichte der Originaltrilogie ab – Krieg der Sterne (= Episode IV: A New Hope), Das Imperium schlägt zurück (= Episode V: The Empire Strikes Back) und Die Rückkehr der Jedi-Ritter (= Episode VI: Return of the Jedi). Er enthält ein Exklusivinterview mit Lucas und ist vollgepackt mit selten gezeigten Dokumenten, mit Drehbuchseiten, Produktionsunterlagen, Konzeptentwürfen, Storyboards und natürlich einer Fülle an Fotos aus den Filmen und von den Dreharbeiten. Ja, natürlich habe ich viele dieser Dokumente als Fan schon gesehen, aber das Bilderbuch hat noch ein paar seltene Bilder. Und der Druck des Buches ist sagenhaft. Hier hat sich der Taschen-Verlag nicht lumpen lassen.

Leider sind bei der Übersetzung ein paar Fehler. Die Lektoren sind wohl keine Star Wars-Fans und haben sich nicht an den Originaldialogen der Filme orientiert. Das sollte bei einem Buch von 150 Euro nicht sein. Ein Beispiel: „eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen.“ – heißt es im Film. Daraus wurde im Buch: „eine elegante Waffe aus einem zivilisierteren Zeitalter.“ – das ist sicherlich kein Problem, aber bei einem Buch für Fans ein gewaltiger Fehler. Da bietet es sich an, das Buch The Star Wars Archives: 1977–1983 auf Englisch zu erwerben. Dennoch ist das Werk eine Empfehlung und überbrückt die Wartezeit bis zur 4K-Box.