Posts Tagged ‘Maya’

„They Will Come to Town” siegt bei Visual Effects Society

9. April 2010
Es ist schön zu sehen, dass man nicht falsch liegt. Nachdem der Kurzfilm „They Will Come to Town” von Thilo Ewers beim animago AWARD super abgeschnitten hat, erhielt der Streifen jetzt einen begehrten VES Award der renommierten Visual Effects Society in LA. Damit ist Ewers in prominenter Runde: Zu den weiteren Preisträgern zählten Oscar-Gewinner James Cameron , der den VES Lifetime Achievement Award erhielt, und   Ed Catmull, Präsident der Walt Disney und Pixar Animation Studios, der den George Méliès Award für Pionierarbeit erhielt.
Ewers begann sein preisgekröntes Projekt, bei dem er sich von einem Foto der Brooklyn Bridge inspirieren ließ, indem er der Aufnahme mithilfe einiger Schattierungen eine größere Tiefenwirkung verlieh. Dabei wollte er es aber nicht belassen, da er die Absicht verfolgte, eine tiefgründigere Botschaft zu verbreiten. Mithilfe der Software Autodesk Maya für 3D-Modellierung, Animation, visuelle Effekte und Compositing machte sich Ewers an die Arbeit und gestaltete ein Projekt mit größerem Tiefgang rund um die Themen Umwelt und globale Erwärmung. Ewers lernte von einem Kommilitonen, wie Maya in der Praxis eingesetzt wird, während er an seinem Projekt weiterarbeitete. Ewers absolvierte ein Studium an der Filmakademie im baden-württembergischen Ludwigsburg (Deutschland) und arbeitet mittlerweile bei Pixomondo in Santa Monica iin Kalifornien.
Die Visual Effects Society ist eine professionelle Gruppierung, die aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht und sich dem Ziel verschrieben hat, die Künste, die Wissenschaften und die praktische Anwendung visueller Effekte zu fördern und dabei die höchsten Standards und Verfahrensweisen der Visual-Effects-Branche aufrecht zu erhalten. Die VES ist die einzige offizielle Organisation der Unterhaltungsbranche, die Fachleute aus dem erweiterten Kreis des Visual-Effects-Bereichs, darunter künstlerische Leiter, Künstler, Produzenten, Entwickler von Technologien, Ausbilder sowie Führungskräfte aus Produktionsstudios, als Berufsgruppe vertritt.
„Diese Auszeichnung ist eine riesige Ehre“, sagte Ewers. „Die Umsetzung dieses Projekts bot mir die Möglichkeit, meine Fähigkeiten zu verbessern und dabei zu lernen, wertvolle technologische Neuerungen zielgerichtet einzusetzen. Gleichzeitig konnte ich die Filmproduktion aus nächster Nähe erleben. Bei meinem weiteren beruflichen Werdegang werde ich mich dem Ziel verschreiben, Filme zu produzieren, die nicht nur technologische Grenzen überschreiten, sondern auch eine tiefere Bedeutung haben. Ich wünsche mir, dass die Filme, an denen ich arbeite, eine besondere Wirkung auf den Zuschauer haben, um sie auf diese Weise inspirieren zu können.”
Stolz ist aber auch Autodesk, mit deren zugekaufter Software Maya das Projekt gestaltet wurde. Im Rahmen seiner Bemühungen, Studenten zu inspirieren und mit den nötigen Hilfsmitteln auszustatten, um bei der Realisierung von Filmprojekten ihre selbst gesteckten Ziele sogar übertreffen zu können, trat Autodesk als Sponsor in der Kategorie „Hervorragende visuelle Effekte in einem Studentenprojekt“ der zweiten jährlichen Preisverleihung der Visual Effects Society auf. Autodesk agierte als Sponsor dieses jährlichen Wettbewerbs, um Studenten mit der passenden Software auszustatten und ihnen die nötige praktische Erfahrung zu bieten, damit ihre weitere Laufbahn auch tatsächlich von Erfolg gekrönt ist.
Mal sehen, ob Autodesk beim diesjährigen animago AWARD als Sponsor wieder mit dabei ist. Im vergangenen Jahr war unter anderem Maxon mit Cinema 4D einer der Sponsoren des wichtigsten europäischen Animationspreises.
Autodesk bietet Studenten und Bildungseinrichtungen die nötigen Hilfsmittel und Ressourcen für eine fachliche Ausbildung und eine umfassende Vorbereitung auf ihre weitere berufliche Laufbahn. Autodesks Online Education Community, die aus mehr als einer Million Mitgliedern besteht, bietet Studenten und Professoren Zugang zu kostenloser Software, Autodesk MasterClasses und Ressourcen. Darüber hinaus existiert ein Lizenzprogramm für Studenten, an dem auch Ewers teilnahm und so seine eigene Version von Maya erhielt.

Meine Tierklink: Derzeitiges Lieblingsspiel vom Nachwuchs

7. April 2010
Meine Tierklinik ist derzeit das Liebingsspiel des Sohns.

Meine Tierklinik ist derzeit das Liebingsspiel des Sohns.

Mein Sohn fährt voll auf Nintendo ab. Während sein alter Herr eher bei der Playstation 3 zu finden ist, liebt mein kleiner Mann seine Nintendo DS und neuerdings die Wii. Bei einem Besuch in Wiesbaden habe ich von meinem Kollegen Robert Mayer von der 3D-Schmiede weltenbauer das Spiel „Meine Tierklink“ geschenkt bekommen. Nochmals auf diesem Wege dafür vielen Dank. Robert Mayer und sein Team waren für die Portierung des PC-Spiels auf die Wii zuständig. Die Produktionszeit dauerte acht Monate und ich muss sagen: Robert, der Zielgruppe gefällt es super. Ihr habt ganze Arbeit geleistet. Eingesetzt wurden von den vier 3D-Grafikern und sechs Programmierern Unity 3D, Maya und Photoshop.  Meine Tierklinik ist heute das absolute Lieblingsspiel meines Sohns und läuft über Ostern die ganze Zeit.
Als „Meine Tierklinik“ 2006 als PC-Game in die Regale gestapelt wurde, konnte noch niemand den Erfolg der Tiersimulation und ihrer exotischen Nachfolger erahnen. Mit dem Kindersoftwarepreis TOMMI und dem Comenius Award begann noch im Erscheinungsjahr eine Serie von Erfolgen. Schon 2007 wurde Teil 2  ausgezeichnet: „Meine Tierklinik in Afrika“ erhielt die GIGA-Maus für das beste Konsolenspiel sowie den 2. Platz des Kindersoftwarepreises TOMMI.
„Meine Tierklinik“ überzeugt nicht nur durch ein nettes Look & Feel und immer neue kuschelige Vierbeiner, sondern vor allem durch ein echtes Plus an Wissen & Seriosität. Top-Tiere vom Sohn sind Hasen und Hunde und ab und zu ein Pferd.
Auch in der Neuauflage für die Wii und DS besticht das Original durch eine detailreiche 3D-Grafik, zahlreiche Handlungsmöglichkeiten und nette Vierbeiner. Wie gewohnt müssen putzige Patienten von der einfühlsamen Tierärztin untersucht und nach sorgfältiger Diagnose behandelt, gepflegt und versorgt werden. Selbstverständlich tragen auch regelmäßige Streicheleinheiten und Spiele zur Genesung der kranken Hunde, Katzen, Hasen, Minischweine und Pferde bei.
Aber zum ‚Traumberuf Tierärztin‘ gehört auch eine wirtschaftliche Seite: Wie unterhält man eine eigene Klinik? Wie legt man verdientes Geld am Besten an? Da hat der Sohnemann noch Nachholbedaf: Er kauft in erster Linie Windräder und weniger Praxisinventar. Er entscheidet sich nicht für die wissenschaftliche Fachliteratur und auch nicht für neue medizinische Geräte. Unter realistischen wirtschaftlichen Bedingungen übt die angehende Tierärztin verantwortungsbewusstes Haushalten und den überlegten Umgang mit Geld.
Also dem Nachwuchs gefällt das Spiel und ich kann es Eltern auf jeden Fall zum Kauf empfehlen. Jetzt muss ich mal schauen, wo ich die DS-Version von Meine Tierklinik herbekomme.

Locomotion-Kinospot für den Südkurier

12. März 2010
Zeitungen befinden sich  unbestreitbar in einer Krise. Da ich ein gelernter Zeitungsmann bin, freue ich mich über Initiativen zum Wege aus dieser Krise. Einen sehr schönen Spot für das Kino das der Südkurier produzieren lassen. Die Animationen besorgte der 3D-Spezialist Locomotion, über den ich schon öfters geschrieben habe und zu meiner Zeit als DP-Chefredakteur viel gemacht habe.
Die Tageszeitung Südkurier präsentiert sich mit neuem Layout. Dazu startet ab sofort im süddeutschen Raum eine Kinokampagne, die mit dem Slogan „Der neue Südkurier. Weil Zukunft Tradition hat“ auf die beständige, aber zugleich innovative Haltung des Blattes hinweist. In dem 35sekündigen Spot, dessen Konzept von Director Can Yoldas entwickelt wurde, sind die Animationen, die im Düsseldorfer Produktionshaus Locomotion entstanden, der Höhepunkt: Die „Welt der Wörter“ der renommierten Tageszeitung wird im Film erst in die Bestandteile, bestehend aus einzelnen Buchstabenketten, zersplittert, um sich in einer zukunftsweisenden Umgebung neu zu sortieren. Symbolhaft werden im Film Buchstaben in Quadraten wie durch einen Windstoß weggefegt und „schwirren“ als Partikelwolke im Bild.
Die Herausforderung bestand für die Kreativen in der Entwicklung einer beweglichen Geometrie. Um die gewünschten Animationen zu erzeugen, erweiterte das Locomotion-Team die ihre Maya Software durch eine eigens entwickelte Software-Lösung. „Selten haben wir soviel hausinterne Software eingesetzt“, beschreibt der zuständige Producer René Blumberg. Die  Entwicklung eines „Image-Desolve“-Tools hat letztlich die gezielte Steuerung der verschiedenen Quadrate ermöglicht.
Die Projektverantwortlichen bei Locomotion waren folgende hervorragende Artists. Super gemacht Jungs:
René Blumberg, inhouse Producer
Lee Miller, inhouse Art Director
Timo Wilke, inhouse Motion Graphics Artist
Dirk Bialluch, Programmierer für maßgeschneiderte Software-Lösungen
Kai Poprawe, Render Artist
Marco Windrich, Modelling Artist
Thomas Ziegler 3d-Freelancer
Thorsten Ulbrich, Freelance Creative

Virtuelle Streifenhörnchen fahren voll auf NVIDIA ab

4. Februar 2010

Alvin and the Chipmunks Teil 2

Ok, ich mag Alvin and the Chipmunks nicht. Mich nerven die quietschenden Hörnchen, aber ich bin wohl auch nicht Zielgruppe für die seichte US-Unterhaltung. Aber als ich mich den Film für meinen Nachwuchs ansah, entdeckte ich bei Teil 2 – The Squeakquel interessante Effekte. Tricktechnisch setzt auch dieser Film Maßstäbe. Wie beim ersten Teil „Alvin and the Chipmunks“ hat das mehrfach preisgekrönte Studio Rhythm & Hues (R&H) die Gestaltung der visuellen Effekte übernommen. Und wie schon in der Vergangenheit hat R&H auch bei diesem Projekt auf NVIDIAs Quadro-Lösungen bei der Realisierung gesetzt.
Aufgabe von R&H war die Entwicklung Hunderter von Einstellungen für „The Squeakquel“ und von sechs Film-Trailern – es war damit das größte Projekt der Unternehmensgeschichte. Die Komplexität der Aufgabe wurde noch erhöht durch die Kombination der computeranimierten Chipmunks und ihrer realen Ebenbilder in amerikanischem Spielen wie Dodgeball und Football oder in täglichen Lebenssituationen. Und weil es noch komplizierte sein musste: Das Projekt sollte innerhalb von nur 28 Wochen abgeschlossen werden musste.
Um die Anforderungen in „The Squeakquel“ erfüllen zu können, musste R&H seine Produktions-Pipeline umbauen und phasenweise annähernd 1.000 Workstations mit Quadro-GPUs von NVIDIA in seinen Standorten Los Angeles, Mumbai, Hyderabad und Kuala Lumpur nutzen.
„NVIDIAs Lösungen decken das gesamte Spektrum der digitalen Filmproduktion ab und werden vom Texturen- und 3D-Designer ebenso verwendet wie im Screening Room“, betont David Perkins, Technical Support Supervisor bei R&H. Nathan Cournia, Software Engineer bei R&H, ergänzt: „Wir verwenden NVIDIA Quadro für das 2K-Playback in Echtzeit mit voller Farbkorrektur. Durch die Echtzeit-Farbansichten können Designer bereits im Studio sehen, wie ihre Einstellungen später im Kino dargestellt werden.“
Es kam der ganze Zirkus an klassischer 3D-Software zum Einsatz: Zusätzlich zur Verwendung der Quadro-Lösungen für 2K-Projektionen nutzt R&H Quadro-basierte Linux-Workstations für die proprietären Studio-Software-Lösungen Icy für das Compositing, Voodoo für die Animation, Wren für das Rendern und Eve für das Playback. Die Quadro-Lösungen von NVIDIA beschleunigen darüber hinaus die Software-Applikationen Autodesk Maya und Houdini von Side Effects Software.
Aber das ist nicht das Ende. 3D-Stereo ist der neue Trend in Hollywood. Und dieser Trend wird von den Studiodienstleistern verlangt. Hinsichtlich der zunehmenden Nutzung von 3D-Effekten in der Filmproduktion prüft R&H gegenwärtig den Einsatz der Stereoscopic-3D-Treiber von NVIDIA im nächsten Filmprojekt, einem 3D-Kinofilm. Warten wirs ab. Avatar hat hohe Maßstäbe gesetzt und das 3D-Stereo-System von Disney/Pixar ist nicht von schlechten Eltern.

Software bringt mehr Austausch von Kreativen

9. Januar 2010

Spiel und Film von Planet 51 basiert auf gleicher Software

Bisher war es in der Regel so, dass ein Spielfilm und das dazugehörige Spiel unabhängig voneinander entwickelt wurden. Die Kreativen des Kinos nahmen kaum Einfluss auf die Kreativen des Spiels und anders herum. Am Ende standen in der Regel zwei unabhängige Produkte, ggf von unterschiedlicher Qualität.
Doch langsam lernen die Kreativen voneinander.
Ein aktuelles Beispiel macht Mut: Ilion Animation Studios und Pyro Studios verwendeten für die Entwicklung des Films und Spiels „Planet 51“ 3D-Modellierungs-, Animations- und Rendering-Software von Autodesk. Die Lösungen wurden für die gesamte Pipeline sowohl des Spiels als auch des Films eingesetzt, um eine visuell ansprechende und glaubwürdige außerirdische Welt im Look der 50er Jahre in Amerika zu produzieren, vermeldet Autodesk stolz.
Das Filmteam von Animation Studios setzte die Software 3ds Max und Maya ein, um den Film zum Leben zu erwecken. Die Software wurde zu Beginn der Produktion für die Vorabvisualisierung und später noch einmal für das endgültige Layout verwendet. Die Software halfen außerdem dabei, mehr als 500 Einzelcharaktere und über 100 unterschiedliche Orte auf dem Planeten zu modellieren und die Umsetzung visueller Effekte für den Film zu unterstützen.
Die Produktion des Spiels „Planet 51“ begann vier Jahre nachdem die Arbeiten am Film aufgenommen wurden. Zwischen dem Film- und dem Spielestudio herrschte eine einzigartige Offenheit und beide Studios setzten bestimmte Autodesk-Lösungen im Kern ihrer jeweiligen Pipelines ein, vermeldet Autodesk stolz. Pyro Studios hatte von Beginn der Spieleproduktion an Zugriff auf das gesamte Filmdrehbuch und alle Unterlagen des Films.
„Wir haben alle Elemente der Welt von Planet 51 untersucht, und was uns vor allem ins Auge fiel, waren die besonderen Eigenschaften der Fahrzeuge. Wir dachten, dass die einzigartigen Autos, die schweben, springen und sich mit enormer Geschwindigkeit fortbewegen können, einen perfekten Fokus für den Spielverlauf darstellen würden und haben auf dieser Basis ein Open-World-Fahrspiel entwickelt“, erklärte Luis Fernando Fernandez, Entwicklungsleiter bei Pyro Studios.
Ein Großteil der von Ilion Animation Studios entwickelten Film-Modelle wurde zur Wiederverwendung im Videospiel digital an das Team bei Pyro Studios übermittelt. Die Tatsache, dass beide Studios mit Autodesk-Lösungen arbeiteten, vereinfachte die Übermittlung der Materialien erheblich, – darauf legt Autodesk natürlich wert. Die Modelle wurden zunächst in ihrer Größe angepasst und dann in 3ds Max für das Spiel neu animiert.
„Wir wollten etwas wirklich Großes erschaffen, mit einer offenen Umgebung und einer außerordentlichen Vielfalt hinsichtlich des Spielverlaufs“, so Fernandez. „Der Zugang zum Filmmanuskript und zu 85 Prozent der digitalen Materialien war einfach fantastisch. So konnten wir ein umfassendes Spiel entwickeln, das den Film ergänzt und das Planet 51-Erlebnis verstärkt. Spieler können die wichtigsten Orte des Films frei erforschen, sind jedoch nicht an die Handlung des Films gebunden.“

Die Sieger des 13. animago AWARD stehen fest

30. Oktober 2009

Am Donnerstag, dem 29.10.2009, wurden auf der animago CONFERENCE die Gewinner des wichtigsten Wettbewerbs für Digital Content Creation (DCC) mit dem animago AWARD ausgezeichnet.

Der animago AWARD wurde in diesem Jahr zum 13. Mal vom Fachmagazin DIGITAL PRODUCTION – mit freundlicher Unterstützung des Medienboards Berlin Brandenburg und den Sponsoren AVID, Chaos Group, eyeon, Maxon, Mackevision, PNY, 3Dconnexion – veranstaltet. Unter den Einsendungen für den animago AWARD 2009 befanden sich sowohl nationale als auch internationale Beiträge. Insgesamt sind über 1000 Beiträge aus mehr als Ländern eingegangen. Aus allen Beiträgen wurden von einer Jury aus Spezialisten der DCC-Branche die Gewinnerbeiträge ausgewählt. Zudem wurde der Leserpreis der DIGITAL PRODUCTION an die beste internationale Kinoproduktion, den Pixar-Film „Oben“, vergeben.

Die diesjährige Preisverleihung fand im Rahmen der animago AWARD & CONFERENCE statt. Die animago CONFERENCE wurde in Zusammenarbeit mit Lichtblick 4D ausgerichtet. Die Neukonzeption des animago AWARD hat voll überzeugt. Die Veranstaltung hat gezeigt, welchen Stellenwert die 3D-Branche in der Gesellschaft hat. Alles ist digital. Die Artists der animago-Beiträge sind Kreative auf höchstem technischen und künstlerischem Niveau, die eine Anerkennung verdienen.

 

Die Preisträger sind:

 

animago AWARD – Beste Film- und TV-Produktion

Produktion „Die Chroniken von Narnia, Prinz Kaspian“ (Wassereffekte)

Artists: Scanline

Primäre 3D-Software: 3ds Max, solidThinking

Ein komplett aus Wasser bestehender „Rivergod“ erhebt sich aus einem Fluss und zerstört eine Holzbrücke, die gerade von einer Armee überquert wird. Der Rivergod sowie die Wassersimulation des Flusses wurden mit dem Scanline-eigenen Fluidsystem „Flowline“ realisiert. CG-Comparsen auf der Brücke incl. Reiter, die Brücke nebst Distruction-Set wurden mit 3ds Max und VRay sowie diversen externen und hauseigenen Rigid Body Simulationssystemen realisiert.

animago AWARD – Bester Kurzfilm

Produktion „The Kinematographer“

Artist: Tomek Baginski, Platige Image

Primäre 3D-Software: 3ds Max, VIZ, Lightwave, Maya, solidThinking

Inhalt: Der Kurzfilm spielt in einem kleinen englischen Dorf in der viktorianischen Zeit. Erfinder Francis bastelt erfolglos an seinem Kinematographen herum. Sein großes Ziel ist es dabei, die Welt durch die Erfindung des Films zu reformieren. Unglücklicherweise fokussiert er sich viel zu sehr auf sein Projekt, dass er darüber sein ganzes Umfeld, vor allem seine Beziehung, vergisst. Als schließlich sein Kinematograph tadellos funktioniert, verstirbt seine geliebte Ehefrau an Tuberkulose. Gebrochen erstarrt Francis in Trauer und veröffentlicht seine Erfindung nicht – bis die Bruder Lumiere im Jahr 1895 ihm zuvorkommen.

animago AWARD – Bestes Game-Design

Produktion „ Mirror’s Edge“

Artist: Electronic Arts GmbH, Dice

Inhalt: In einer Stadt, in der sämtliche Kommunikation strengstens überwacht wird, transportieren flinke Kuriere, die „Runner“, sensible Daten an neugierigen Blicken vorbei. In diesem scheinbar utopischen Paradies wurde ein Verbrechen begangen, deine Schwester wurde hintergangen und jetzt wirst du gejagt. Du bist die Runnerin Faith und dieses innovative Action-Adventure in der Ego-Perspektive erzählt deine Geschichte. In Mirror’s Edge schlüpfst du in die Haut dieser einzigartigen Heldin, während sie die Stadt in schwindelerregenden Höhen durchquert, atemberaubende Kämpfe führt und sich rasante Verfolgungsjagden mit ihren Gegnern liefert. Durch das unvergleichliche Bewegungsgefühl und die einzigartig intensive Perspektive wirst du mitten in Faiths Welt hineingezogen – eine Welt, die intuitiv, unmittelbar und extrem gefährlich ist.

animago AWARD – Beste Werbeproduktion

Produktion: AUDI TDI „Filter“

Artist: Henrik von Müller, INFECTED Postproduction GmbH

Primäre 3D-Software: Softimage

Inhalt: Mit dem „TDI Clean Diesel-System“ hat Audi den saubersten Dieselmotor der Welt entwickelt. Die Aufgabe bestand darin, diesen technisch komplizierten Prozess im Katalysator einfach und dramatisch zu erzählen und dafür eine völlig neue visuelle Sprache zu finden. Die Grundidee für den Spot war einfach: Aus einem Alphabet werden 97 % aller Buchstaben gefiltert, 3 % kommen am Ende durch und zwar T, D und I. Wichtig war es den Filter an sich – nicht als ein technisch, abstraktes Gerät darzustellen, sondern viel mehr seine Funktion mit Hilfe einer außergewöhnlich Bildsprache sichtbar zu machen.

animago AWARD – Beste Mobil-Produktion

Produktion „iKitty“

Artist: Thorsten Rauser, the binary family

Inhalt: Sie schnurrt, sie faucht, sie frisst – iKitty erinnert ein wenig an Garfield, der vierpfotige Schnurrbartträger lebt aber auf dem iPhone. Der virtuelle Katzenhalter hat verschiedene Möglichkeiten, das Kätzchen bei Laune zu halten. Tut man das nicht und setzt iKitty zum Beispiel einem Schleudertrauma aus, beendet das derart malträtierte Kätzchen einfach das Programm – eine halbe Stunde muss man warten, bis sich iKitty wieder streicheln und füttern lässt.

animago AWARD – Beste Nachwuchsproduktion

Produktion „Trickster“

Artists: Alexander Pohl

Primäre 3D-Software: VIZ, Maya

Der Zirkusclown, als digitaler Charakter zu einer Kunstfigur stilisiert, die bereits Fellini in seinem Film „The Clowns“ begraben hat, ist Ausgangspunkt dieses Animationsfilmes. Das Duo Dummer August und Weißer Clown tritt getrennt auf, repräsentativ für eine zunehmend polarisierte Welt, die durchsetzt ist von Normen und Regeln. Als unfreiwilliger Clown auf die Leinwand eines Kinos projiziert und von einem ahnungslosen Publikum auf voyeuristische Art und Weise beobachtet und gedemütigt, findet er schließlich zu sich selbst und seinem Archetyp, dem sogenannten Trickster.

animago AWARD – Beste Interaktive Produktion

Produktion: MINI Cabrio: Weltpremiere in Ihren Händen!

Artists: BUZZIN MONKEY: Stefan Becker

die agentour GmbH: Peter Linke

AR-Umsetzung: metaio GmbH

Primäre 3D-Software: metaio Unifeye Viewer

Inhalt: Noch weit vor offiziellem Handelsstart des neuen MINI Cabrio, zum offiziellen Kommunikationsstart, feiert das Fahrzeug seine Weltpremiere – dieses Mal an einem ganz besonderen Ort: Direkt in den Händen der Menschen! Mithilfe der Technik Augmented Reality wurde die Verbindung zwischen Print und 3D-Content geschaffen. Als Träger diente eine spezielle Anzeige. Hält der User diese Anzeige unter mini.de/webcam in die Webcam, erscheint das MINI Cabrio als virtuelles Modell. Der Clou: Die 3D-Daten sind mit dem Live-Bild verknüpft. Der User kann das Fahrzeug also selbst drehen, Details ansehen, wie er es möchte. Live und in Echtzeit!

animago AWARD – Beste Postproduktion

Produktion „ Assassin’s Creed 2 Game Cinematic“

Artists: Digic Pictures

Primäre 3D-Software: VIZ, Maya

Assassin’s Creed II ist der Nachfolger des Titels, der als schnellst verkaufte neue Marke in die Videospiel-Geschichte einging. Der mit Spannung erwartete Nachfolger präsentiert einen neuen Helden namens Ezio Auditore da Firenze, einen jungen italienischen Adligen, und eine neue Ära – die italienische Renaissance, mit all ihren kulturellen Errungenschaften und dunklen Seiten. Assassin’s Creed II erzählt eine epische Geschichte über Familie, Rache und Verschwörung. Schauplatz ist das Italien der Renaissance, eine Epoche, die Meilensteine der Kunst hervorbrachte, aber auch Schattenseiten voller Korruption und Habgier beinhaltete. Ezio freundet sich mit Leonardo da Vinci an, bekommt es mit den mächtigsten Familien in Florenz zu tun und wandelt durch die Kanäle Venedigs, wo er alles lernt, um ein Meister-Assassine zu werden.

animago AWARD – Beste Visualisierung

Produktion „Porsche Museum »Porsche 917«“

Artists: Ingo Zirngibl, Jörg Stierle, Marcos Zervallos, Olivier Passemard, jangled nerves gmbh

Primäre 3D-Software: Maya, solidThinking

Der Höhepunkt in der Porsche Rennsportgeschichte stellt die 917-Ära dar. Innerhalb eines kurzen Zeitraums Anfang der siebziger Jahre wurde unter höchster Geheimhaltung eine Rennsportlegende kreiert, die die Marke binnen kurzer Zeit vom David zum unbesiegbaren Goliath der 24-Stunden-Rennen von Le Mans wie auch der amerikanischen Canam-Rennserie machte.

animago AWARD – Sonderpreis der Jury

Produktion „Engel zu Fuß“

Artists: Jakob Schuh, Saschka Unseld, Studio Soi GmbH & Co.KG

Primäre 3D-Software: Maya

„Engel zu Fuß“ beschreibt die Geschichte des Engels Waltraud, der vom Himmel gefallen ist, weil ihre Flügel zu klein geraten sind.

animago AWARD – Bestes virtuelles Foto/Still

Produktion: Hausnummer 42

Artist: Verdi Voß

Primäre 3D-Software: Cinema 4D

Inhalt: „42“ ist laut Autor Douglas Adams die Antwort auf die Frage nach dem Universum, dem Leben und allem. Ob wir über das 3D-Still von Verdi Voß mehr Auskunft zu diesem philosophischen Ansatz finden, ist fraglich. Klar ist jedoch: „Hausnummer 42“ ist ein perfekter Spiegel der Wirklichkeit, der allerdings nicht affektiert aufpoliert wurde, sondern seine natürlichen und alltäglichen Schlieren des urbanen Lebens trägt. Damit reflektiert das digitale Werk dem Auge des Betrachtes eine herausragende Authentizität.