Posts Tagged ‘CSU’

Kein iPad im Deutschen Bundestag

22. Juni 2010
Andreas Scheuer mit seinen Mitarbeiterinnen Doris und Teresa in Berlin - noch ohne iPad.

Andreas Scheuer mit seinen Mitarbeiterinnen Doris und Teresa in Berlin - noch ohne iPad.

Ihr solltet mit der Zeit gehen oder eben mit der Zeit gehen. So mein Kommentar zum jüngsten Streit im Bundestag. Da hat es doch ein Jungspund von der FDP (41 Jahre), der Herr Volksvertreter Jimmy Schulz, gewagt, eine Rede vor dem hohen Haus zu halten. Sein Redemanuskript hatte er auf dem iPad. Aber nix da. Das Bundespräsidium wies den Apple-Jünger an, auf das iPad zu verzichten. So was gibt es hier nicht. Entweder Papier oder nix. Jetzt wird der Vorfall im Geschäftsordnungsausschuss des Deutschen Bundestags behandelt.

Euch geht es noch ganz gut in Berlin? Jimmy Schulz meinte zumindest: „Die Zeiten von Telefax und Telex sind vorbei: Auch der Bundestag sollte sich für neue Medien öffnen.“ Recht hat er. Ich weiß zwar nicht, was Schulz im Bundestag sagen wollte, aber er sollte es mithilfe seines iPads sagen dürfen. Zudem habe ich gerade einen unserer bayerischen Volksvertreter kennengelernt, den Volksvertreter Andreas Scheuer von der CSU. Der aufrechte Niederbayer ist scharf auf das iPad und möchte es gerne haben. Doch lieber Herr Staatssekretär, seien Sie gewarnt: Ob dem sympathischen Abgeordneten dann das gleiche Schicksal wie sein Koaltionskollege von der FDP blüht, gilt als sicher. So modernes Zeug wie das iPad wollen wir nicht im Bundestag.

CSU setzt auf eigenen iPod Shuffle

21. März 2010

Die CSU hat ihren iPod shuffle herausgebracht.

Die bayerische CSU hat den iPod als Werbeträger für sich entdeckt und einen eigenen CSU iPod shuffle herausgebracht. Auf der Facebook-Seite der Generalsekretärin Dorothee Bär wurde am Samstag ein Foto von einem CSU-gebrandeten iPod Shuffle verbreitet. Natürlich kam nur das blaue Modell in Frage.
Scheinbar ist es eine Mitgliederwerbekampagne aus dem vergangenen Jahr. Auf der Website der Partei heißt es: „Gib mir fünf! lautet das Motto unserer Mitgliederwerbekampagne. Gib mir fünf! ist das, was jetzt zählt. Unsere Idee: Jeder Ortsverband wirbt fünf Mitglieder. Jedes neue Mitglied zählt.“ Als Belohnung gibt es dann den speziellen CSU-Shuffle. Die Aktion findet ihre Befürworter. Zumindest die Antworten auf der Facebook-Seite waren positiv. Die SPD oder Linke können ja die SE von iPod in Rot nehmen.
Mich erinnert das Motto mehr an die Deutsche Post bei der Umstellung der Postleitzahlen am 01.07.1993 mit Rolf: Fünf ist Trümpf.

Verbot von Killerspielen

13. März 2009

fahne

Ich kann es bald nicht mehr hören, wenn nach dem Attentat in Winnenden die üblichen Erklärungsversuche aus der politischen Schublade gezogen werden. Da sind sie wieder, die bösen Killerspiele, die aus unseren Jugendlichen hirnlose mordende Monster machen. Ja, ja der Täter hat Killerspiele gespielt und saß stundenlang vor dem Computer. Es ist so schön einfach, alles zu vereinfachen und schnell einen Grund für die Untat zu finden. Ich habe regelrecht darauf gewartet, wann endlich der Begriff „Counter Strike“ fällt, das der Täter natürlich gespielt hat. Und wie der Pawlowsche Hund kommt sofort der Ruf nach dem Verbot von Killerspielen.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rief nach einem Verbot von besonders brutaler Computerspiele mit der Begründung, bei jungen Menschen setzten solche Spiele Hemmschwellen herunter und beinhalteten die Gefahr, „dass jemand meint, so etwas selbst nachspielen zu müssen“. Der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, fordert ein „totales Verbot von Computer-Gewaltspielen.“

Diese Spiele sind ab 18 Jahren und das ist gut so. Die sollen und dürfen nicht an Jugendliche verkauft werden. Was passiert wenn sie verboten werden? Schon mal was von FTP-Server und Download gehört? Ein Verbot kann nicht die Lösung sein, sondern eine Auseinandersetzung mit den Ursachen. Warum nehmen Eltern die Erziehung nicht ernst? Warum braucht man als Sportschütze 16 Schusswaffen zu Hause? Warum muss über Tausende Schuss Munition zu Hause gelagert werden? Warum diskutiert man nicht Erziehungs- und Schulsysteme? Warum wird nicht über den Druck reflektiert der in Schule und Gesellschaft herrscht? 

CSU in Bayern

2. Oktober 2008

Ohne Worte