Das Omen (1976) – Matinee am Sonntag, 19. Mai im Scala

18. Mai 2024

Für mich ist Das Omen“ von 1976 ist ein Klassiker des Horrorfilms, der sich fest in der Popkultur verankert hat. Regisseur Richard Donner schuf mit diesem düsteren Werk eine faszinierende Geschichte über das Böse, das in uns allen lauern könnte. Der Film, der auf einem Drehbuch von David Seltzer basiert, fesselt die Zuschauer mit einer beunruhigenden Atmosphäre, einem packenden Plot und einer herausragenden Darstellerbesetzung. Ich bespreche und zeige den Film bei meiner phantastischen Matinee im Scala Fürstenfeldbruck am Pfingstsonntag um 10:45 Uhr. Karten gibt es online.

Der Sohn des Teufels
Die Handlung dreht sich um den jungen Damien Thorn, der auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Junge wirkt, aber in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist. Nachdem der US-Diplomat Robert Thorn und seine Frau Katherine bei der Geburt ihres eigenen Kindes verloren haben, beschließen sie, ein neugeborenes Waisenkind als ihr eigenes anzunehmen, ohne zu wissen, dass es sich um den Antichristen handelt. Als mysteriöse und unheimliche Ereignisse die Familie heimsuchen, beginnt Robert zu erkennen, dass sein Sohn etwas weit Übernatürliches ist und dass dunkle Mächte am Werk sind.

Atmosphäre der Bedrohung
Ein zentraler Aspekt, der „Das Omen“ so effektiv macht, ist seine intensive Atmosphäre der Bedrohung und des Unbehagens. Die düstere, bedrohliche Stimmung wird durch geschicktes Set-Design, beeindruckende Kameraarbeit und einen eindringlichen Soundtrack verstärkt. Komponiert von Jerry Goldsmith, der für seine Arbeit in der Filmbranche bekannt ist, ist der Soundtrack von „Das Omen“ eine meisterhafte Komposition, die den Zuschauer in eine Welt der Dunkelheit und des Bösen entführt.
Eine der markantesten Eigenschaften des Soundtracks ist sein Einsatz von Chorstimmen, insbesondere lateinische Gesänge, die dem Film eine zusätzliche religiöse und mystische Dimension verleihen. Ave Satani bleibt im Gedächtnis.

Diese gespenstischen Choräle, die oft von dröhnenden Orgelklängen begleitet werden, verstärken das Gefühl von Bedrohung und Unheil, das den gesamten Film durchzieht. Sie erzeugen eine unheimliche Atmosphäre, die die Spannung steigert und die Zuschauer in ihren Bann zieht. Natürlich orientiert sich Goldsmith hier an Carl Orffs Carmina Burana O Fortuna.

Ein Merkmal des Soundtracks ist sein Einsatz von ungewöhnlichen Instrumenten und Klängen, die eine unheimliche und verstörende Wirkung haben. Jerry Goldsmith experimentiert mit verschiedenen Klangeffekten, darunter schrille Streicher, tiefes Grollen und unheimliche Percussion, um eine Klanglandschaft zu schaffen, die die düstere Stimmung des Films perfekt einfängt. Diese ungewöhnlichen Klänge tragen dazu bei, eine Atmosphäre der Angst und Beklemmung zu erzeugen und verstärken die Wirkung der visuellen Elemente des Films.

Ein Höhepunkt des Films ist die herausragende Leistung der Darsteller. Gregory Peck liefert eine starke Performance als besorgter Vater, der nach und nach die schreckliche Wahrheit über seinen Sohn erkennen muss. Seine emotionale Reise von Ungläubigkeit zu Angst und Entschlossenheit ist mitreißend und überzeugend. Auch Lee Remick als seine Ehefrau Katherine und Harvey Stephens als der junge Damien tragen maßgeblich zur Intensität des Films bei.

Film über die Macht des Glaubens
Darüber hinaus ist „Das Omen“ auch inhaltlich anspruchsvoll und regt zum Nachdenken über Themen wie das Böse, das Gute und die Macht des Glaubens an. Durch die Verwendung christlicher Symbole und Motive wird eine düstere und beklemmende Atmosphäre geschaffen, die den Zuschauer zum Grübeln über die Natur des Übersinnlichen und der menschlichen Existenz anregt.

Lesung der örtlichen Hobbygeschichtler Meisaha

17. Mai 2024

Ehrenamtlich engagierte ich mich zusammen mit anderen in einem Zusammenschluss von Geschichtsinteressierten zu unserer Wohnortgemeinde Maisach. Einmal im Jahr bringen wir im Advent die Publikation Meisaha heraus mit Artikeln zu historischen Themen über den Ort, ich darf dabei das Layout machen und auch Artikel beisteuern.

Und wir wollen als Hobbygeschichtler unsere Ergebnisse unters Volk bringen. Unsere Chefredakteurin Conny handelte mit der Gemeindebücherei eine Lesung aus, zu der 40 Interessierte erschienen. Ein großer Erfolg für eine kleine Gemeinde in Oberbayern.

Sieben Autoren, darunter auch ich, trugen ihre gekürzten Meisaha-Artikel vor und ernteten großen Applaus. Das Spektrum war enorm und bunt: Von der Frühgeschichte bis hin zur Geschichte mittelständischer Betriebe der Gegenwart.

Der eine oder andere Vortragende hatte geübt, um eine gute Show hinzubekommen. Vorgabe war, nicht länger als rund 10 Minuten. Eine Lesung war schon etwas ungewohnt für mich, einen bestehenden Text vorzutragen. Normalerweise spreche ich sehr viel freier bei meinen Vorträgen und Seminaren. Da war eine klassische Lesung schon eine andere Herausforderung. Einerseits den Text zu lesen, andererseits den Kontakt zu den Zuhörern aufrecht zu erhalten und nicht aus dem Fluss zu kommen. Obwohl wir alles Amateure sind, hat die Lesung sehr gut zu geklappt.

Einige lasen von ausgedruckten Texten vom Blatt, andere lasen direkt aus dem Meisaha-Heft vor und ich verwendete das iPad, um aufgrund meiner schlechten Augen die Schrift zu vergrößern. Meinen Artikel hatte ich vorher massiv gekürzt, damit ich die Zeitvorgaben in etwa einhalten kann. Zwei Vorträge habe ich mitgefilmt, um auch ein wenig Material für soziale Netzwerke zu haben. Es gibt eine Facebook-Seite von Meisaha. Die veraltete Website soll als nächstes Projekt angegangen werden.

Die Lesung
Unsere Chefredakteurin Conny Schader machte den Anfang und las die Historie der Firma Feicht in Maisach. Es ist eine traditionsreiche Schreinerei, die sich heute auf u.a. Küchen aus eigener Werkstatt spezialisiert hat.

Sehr viel persönlicher ging es bei Annemarie Karg zu. Sie berichtete von ihrer eigenen interessanten Familiengeschichte in Gernlinden, einem Ortsteil von Maisach. Ihr Artikel zeigte, wie schwer das damalige Leben war und welche Herausforderungen es zu bewältigen galt.

Einem Dauerthema im Ort widmete sich Helga Rueskäfer. Sie führte die Highlights der 80jährigen Geschichte des Maisacher Freibades aus, eines der schönsten Freibäder im Landkreis. Eine unendliche Geschichte war der Untertitel.

Über die Zeit der Befreiung von den Nationalsozialisten im Dorf berichtete Charly Muth. Anhand von zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen war sein Thema 1945: Der Einmarsch der amerikanischen Truppen und die ersten Wochen nach der Besetzung. Die Lesung zeigte, welcher Schrecken der Zweite Weltkrieg war, wie verblendet einige ihrem Führer nachhingen und wie sehr die Zivilbevölkerung litt.

Auf die Suche nach Erdöl in der Gemeinde machte sich Stefan Schader. Seine Lesung hieß Texas in Maisach oder die Suche nach Erdöl und Erdgasvorkommen auf dem Gebiet der Gemeinde Maisach in den 1950er bis 1970er Jahren. Interessant, was es so alles in einer so kleinen Gemeinde gab. Aus Maisach ist nie Dallas geworden.

Ich widmete mich einem emotionalen Thema Alberto – ein italienisches Herz in Maisach. Alberto war der Besitzer der örtlichen Eisdiele, der an Krebs verstarb. Seine Frau und Kinder führen die Eisdiele weiter. Das Schicksal von Alberto zeigte, wie sehr ein ganzer Ort an seiner Eisdiele und seinen Betreibern hin.

In die Vorzeit versetzte uns Fritz Aneder mit seinem Artikel über spektakuläre Gräberfunde in Gernlinden. Unter einer Küche wurden Gräber entdeckt, ein guter Stoff für einen Horrorfilm.
Smalltalk und Netzwerken war anschließend angesagt. Wir konnten noch ein paar Meisaha-Hefte unters Volk bringen.

Exemplare gibt es weiterhin in der Gemeinde zu erwerben. Und weil das Ganze so gut gelaufen ist, haben wir für 2025 auch gleich einen Termin zu einer Lesung in der Gemeindebücherei festgelegt. Jetzt geht es aber an das Schreiben der Artikel für das Meisaha-Heft 2024.

Open AI mit GTP 4o – der nächste Schritt

14. Mai 2024

Gebannt verfolgte ich die Neuerungen, die Open AI-Technikchefin, Mira Murati gestern Nacht vorstellte. Open Ai ist der Hersteller von ChatGTP und DALLE, ein Software-Hersteller, der mein Leben auf den Kopf stellt. Vorgestellt wurde GT4o für Jedermann. Bisher mussten die kostenlosen Nutzer der Software mit der Version 3.5 Vorlieb nehmen, jetzt bekommen sie das Update auf 4o für umsonst. Und es gab Verbesserungen im Bereich Sprache, Text und Bild. Gestestet habe ich sie bisher noch nicht, die Software wird in den nächsten Tagen ausgerollt.

Die 26minütige Präsentation war nicht ohne Fehler, aber die Vision dahinter ist enorm. Die kostenlose Version soll nun auch sprechen können. Die Kommunikation mit dem Chatbot läuft also jetzt auch über Sprache. Meine Amazon Echo-Geräte mit Alexa werden beleidigt sein. Hier die komplette Vorstellung:

Die KI soll nicht nur mathematische Aufgaben lösen können (das konnte sie bisher auch schon), sie soll jetzt Hilfestellung beim Lösungsweg geben und eine Art Nachhilfecoach darstellen. Auch Live-Übersetzungen von Sprache mit Sprachausgabe ist nun möglich – der Universalübersetzer der Enterprise ist damit Realität. Murati sprach auf Italienisch, die KI übersetzte auf Englisch. Das Team sprach auf Englisch und die KI übersetzte auf Italienisch. Adieu Langenscheidts Wörterbuch für den Urlaub.

ChatGPT am Mac
ChatGPT 4o von Open AI wird nun als Desktop-Anwendung auf dem Mac laufen zugänglich. Die soll es einfacher machen, auf das System zuzugreifen. Ich habe bisher die Anwendung MacGTP laufen. Von Windows wurde bei der Keynote nicht gesprochen. Wahrscheinlich werden Neuerungen auf der Apple Keynote WWDC am 10. Juni von Tim Cook verraten, wenn ChatGTP in das iOS18 von Apple integriert wird. Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtete unlängst, dass die Kooperation zwischen Open AI und Apple in trockenen Tüchern sei. Was wohl Microsoft dazu sagt?

Das Zauberwrt ChatGTP 5 wurde in der Übertragung nicht gewöhnt. Die Version 4 kam vor 14 Monaten auf den Markt. So wird 4o wohl nur ein Zwischenschritt sein. Die Erwartungen auf den nächsten Schritt sind bei mir groß.

Skulptur der Nachhaltigkeit im Deutschen Museum München

13. Mai 2024

Unsere Familie trennt die Wertstoffe, versucht wenn möglich mit dem Rad, der Bahn oder öffentliche Verkehrsmittel zu fahren, wir setzen auf Solar und bemühen uns einen Teil zur Energiewende zu leisten. Natürlich könnte es noch immer mehr sein. Nachhaltigkeit ist wichtig und wie eindrucksvoll dieses Thema dargestellt werden kann, habe ich unlängst im Deutschen Museum gesehen. Es ist ein Nachhaltigkeitsbaum aus Elektronikschrott. Es geht um das Thema Recycling von Elektronik-Werkstoffen, das eindrucksvoll dargestellt wird.

Diese Skulptur mahnt eindrucksvoll zur Reduzierung von Plastikmüll und Elektroschrott. Alte Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher, Handys oder Computer: In den 27 EU-Staaten wanderten 2020 rund 4,7 Millionen Tonnen ausgedienter Elektro- und Elektronikgeräte in den Müll. Das war ein neuer Höchststand.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Abfallmenge um 4 %. In Deutschland landeten im Jahr 2020 etwas mehr als eine Million Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte in den Abfallsammelstellen (+9 % gegenüber dem Vorjahr).

Der Nachhaltigkeitsbaum ist auch irgendwie ein Kunstobjelt und ich entdeckte Elektronik, die sich selbst einmal im Einsatz hatte, aber schon lange vergessen habe. Es zeigt, wie kurzlebig unsere Zeit ist.

Persönlicher Nachruf auf Roger Corman

12. Mai 2024

Jeder, der sich ein wenig mehr für Kino und Film interessiert, wird den Namen Roger Corman kennen. Der Regisseur und Produzent ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Ein stolzes Alter und ein stolzes Werk, das er hinterlassen hat.

Corman war zum einen ein Meister der B-Movies und zum anderen ein Förderer von Regisseuren, die größer werden sollten als er: Francis Ford Coppola, Martin Scorsese und James Cameron. Eine Würdigung von Corman gibt es auf den einschlägigen Seiten. Ich möchte mich mit einer anderen Geschichte an ihn erinnern: Roger Corman brachte mich zur Literatur.

Das mag seltsam erscheinen, aber es stimmt. Als Kind und Jugendlicher schaute ich seine preiswerten Edgar Allan Poe Verfilmungen und verschlag sie. Ich mochte das theatralische Spiel der Akteure (danke Vincent Price) ich liebte das Dekors, das in den Filmen immer wieder auftauchte – und ich mochte vor allem die Story der Filme.

Ich sah die Poe-Verfilmungen im Fernsehen, wie Die Verfluchten (1960) nach der Geschichte Der Untergang des Hauses Usher, dann Das Pendel des Todes. 1962 kam mein Lieblingsfilm Lebendig begraben mit Ray Milland. Es gab noch Schwarze Geschichten – Der grauenvolle Mr. X, aber vor allem Der Rabe mit Boris Karloff, Peter Lorre und Jack Nicholson. Es kam noch zu Die Folterkammer des Hexenjägers (eigentlich nach Lovecraft) und die beiden Klassiker Satanas – Das Schloss der blutigen Bestie und Das Grab der Lygeia.

Die Geschichten waren unheimlich und ich mochte sie. Und so wagte ich mich als Jugendlicher an die Geschichten von Edgar Allan Poe. So entschloss ich mich, einen Sammelband von Poe-Geschichten zu kaufen und verfiel diesem Meister der amerikanischen Kurzgeschichte. Das wäre ohne Roger Corman nie passiert. Und dafür bin ich ihm dankbar.

Espresso für unterwegs: Espressomaschine Outin nano

11. Mai 2024

Ich geb es zu, ich mag Espresso. Ich bin jetzt nicht der Typ, der überall mit seinem Kaffeebecher herumläuft und den Extrakt der braunen Bohne schlürft, aber für einen guten Espresso bin ich jederzeit zu haben.

So ist es kein Wunder, dass ich nach dem Aufwachen sofort die Siebträger anwerfe und mir einen guten Espresso gönne. Das ist für mich Luxus und Leben. Jetzt bin ich aber oft auf Reisen zu mehrtägigen Seminaren und Vorträgen. Dort gibt es keinen Kaffee gleich nach dem Aufstehen oder Kaffee ist Plörre. Ich will ja in meinem Zimmer sitzen, mich vorberieten und eben einen Espresso trinken. Ich will nicht mit dem Pyjama in die Rezeption oder Küche der Unterkunft schleichen und einen Espresso erbetteln, der übrigens in der Regel überteuert ist. Scheinbar ist Espresso eines der teueres Getränke der Welt in deutschen Hotelbetrieben.

Also war guter Rat teuer. Meinem Kollegen Thomas, ein erfolgreicher Foodblogger, ergeht es ebenso. Wir diskutierten den Kauf einer mobilen Espresso-Maschine und kamen beide nach unserer Recherche auf die Modelle von Outin. Er kaufte die Outin nano im langweiligen Grün, ich wagte Farbe und nahm Fuchsia. Freilich ersetzt das Ding keine Siebträger, aber es verrichtet unterwegs seine Arbeit. Die Kaffeemaschine mit Selbstaufheizend in 3-4 Minuten und bringt einen Druck von 20 Bar. Ich kann den Akku per USB-C Aufladen, was kein Problem ist, denn Technik hab ich bei meinen Reisen immer dabei. Ein Aufladen im Auto geht auch, nutze ich aber eher selten, weil ich kaum Auto fahre. Ich bevorzuge die Bahn. Wasser habe ich durch eine Trinkflasche immer dabei.

Ich kann Kaffee aus Kapseln und auch Kaffeepulver verwenden. Ich bin absolut kein Freund dieser Alu-Kapseln, aber meine Experimente mit eigenen Kaffeepulver waren eine Sauerei. So biss ich in den sauren Apfel und kaufte mir bei Amazon die spezielle Amazon-Variante von Espresso. Es gehen auch die Kapseln von Illy, Lavazza, Kimbo, Cafe Royal, L’OR, Jacobs und Nespresso, aber da bin ich von der Auswahl überfordert und habe mir erst einen Probepack der Amazon-Eigenmarke gekauft, um herauszufinden, was mir eigentlich schmeckt.

Also wenn Wasser (ich nehme 50 ml) und Kapsel in der Maschine sind, drücke ich ein Knöpfchen und los gehts. Die Maschine erhitzt das Wasser und extrahiert den Espresso automatisch mit nur einem Tastendruck. Der Hersteller hat unten eine vergrößerte Kaffeetasse aus Plastik angebracht. So könnte die Maschine beim Zubereiten des Espressos einfach auf dem Tisch stehen und ich hätte meine Hände frei. Aber die Plastiktasse finde ich einfach stillos. Ich verwende statt der sinnvollen Kaffeetasse aus Plastik lieber eine meine Espressotasse. Hie muss ich die Maschine im entscheidenden Augenblick über die Tasse halten. Das bekomme ich hin. Also einen, zwei oder drei Tassen Espresso am Morgen und der Tag ist mein Freund.

Bis das Blut gefriert – Rückblick auf meine Matinee

10. Mai 2024

Ein Film, der mir bis heute Unbehagen verbreitet, ist der klassische Horrorfilm „Bis das Blut gefriert – The Haunting“ von Robert Wise aus dem Jahr 1963. Das war auch der Grund, weshalb ich ihn für meine phantastische Matinee im Scala Fürstenfeldbruck ausgewählt haben. Hier ist mein Vortrag als Video.

Der Film basiert auf den Roman „The Haunting of Hill House“ von Shirley Jackson. Der Schwarzweißfilm erzählt die Geschichte von vier Personen, die in ein altes Herrenhaus einziehen, um paranormale Phänomene zu untersuchen. Doch schon bald beginnen unerklärliche und beängstigende Ereignisse, die psychische Gesundheit der Bewohner zu beeinträchtigen.

Es ist einer der wenigen Spukfilme, bei denen das Spukhaus wirklich den Anschein hat, zu leben und auf die Personen einzuwirken. Regisseur Robert Wise schafft es wirklich Atmosphäre und Angst zu gestalten. Dazu nutzt er besondere Kameraeffekte und einen effektiven Einsatz von Soundeffekten und Musik des britischen Komponisten Humphrey Searle.

Insgesamt ist „The Haunting“ ein Klassiker des Horrorfilms, der auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Faszination verloren hat. Robert Wise schuf mit diesem Film ein Meisterwerk des subtilen Horrors, das seine Zuschauer mit einer meisterhaften Inszenierung, starken Darstellerleistungen und einer fesselnden Geschichte in den Bann zieht.

Die nächste phantastische Matinee widmet sich dem Film Das Omen von 1976. Satan schickt seinen Sohn zur Erde mit schockierenden Auswirkungen. Die Matinee ist am Sonntag, 19. Mai um 10:45 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier.

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

9. Mai 2024

In Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland findet in Russland die traditionelle Militärparade statt. Zu diesem Anlass marschieren jedes Jahr tausende Soldaten über den Roten Platz, begleitet von Panzern und Kampfjets. Wie schon in den Vorjahren steht die Parade im Zeichen des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Der Kriegsverbrecher Putin vermischt hier zwei komplett unterschiedliche Ereignisse. Einmal den Sieg über den Faschismus 1945 und den verbrecherischen Überfall Russlands auf die Ukraine. Das gilt es strikt zu trennen.

Vor kurzem besuchte ich sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park. Es ist eine Gedenkstätte und zugleich Soldatenfriedhof im Treptower Park in Berlin. Für mich ist es ein beeindruckendes Denkmal, das an die gefallenen Soldaten der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Es wurde am 8. Mai 1949, dem vierten Jahrestag des Endes des Krieges, eingeweiht und ist eines der größten Kriegsdenkmäler in Deutschland.

Das Ehrenmal befindet sich auf einem ausgedehnten Gelände im Treptower Park, einem der größten Parks Berlins. Es erstreckt sich über eine Fläche von 100.000 Quadratmetern und bildet eine eindrucksvolle Kulisse für das zentrale Monument. Ich habe zwei VR 360 Videos aufgenommen, um die Dimension des Ortes einzufangen.

Das Zentrum des Ehrenmals ist eine imposante Statue eines sowjetischen Soldaten, der ein kleines deutsches Mädchen vor den Fängen des Faschismus befreit und dabei ein Hakenkreuz zertritt. Die Statue ist 12 Meter hoch und aus rotem Granit gefertigt. Sie steht auf einem massiven Podest, das mit Reliefs geschmückt ist, die Szenen aus dem Krieg und dem Sieg über den Nationalsozialismus darstellen.

Umgeben ist die Hauptstatue von weiteren Skulpturen, die verschiedene Aspekte des Krieges und des Sieges symbolisieren. Ein breiter Weg führt die Besucher durch das Gelände, vorbei an einer Reihe von Steinblöcken, die die Namen von über 7.000 sowjetischen Soldaten tragen, die hier begraben sind. Diese Soldaten starben während der Schlacht um Berlin im Frühjahr 1945. Über den Tod deutscher Soldaten und der deutschen Zivilbevölkerung, die durch Hitlers Verbrechen gestorben sind, ist an diesem Ort nichts zu finden. Hier ein klassisches Video vom Ehrenmal.

Das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein Ort der Reflexion und des Respekts. Und als ich mir diese monumentale Gelände ansah dachte ich über die aktuelle russische Invasion in der Ukraine nach. Putin bezeichnete die ukrainische Führung als Faschisten und rechtfertigt so den Einmarsch seiner Truppen als Befreiung vom Faschismus. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist ein Verbrechen.

Die Fußball EM mit Playmobil

7. Mai 2024

Die Fußball EM steht vor der Tür und die Sache interessiert mich nicht. Dagegen interessiert mich die Entwicklungen bei einer Spielzeugfirma meiner Jugend: Playmobil. Ich lese, dass es dem Unternehmen schlecht geht und das tut mir leid, denn ich arbeite viel mit Playmobil-Figuren und mache beispielsweise Stop-Motion-Filme für Kunden. Jetzt lese ich, dass der Lebensmittelhändler Edeka eine Kooperation mit Playmobil zur EM eingegangen ist. Auch mein örtlicher Edeka Leich in Maisach ist mit von der Partie und das freut mich dann irgendwie doch.

Einmal Fußball-Bundestrainer sein – die große DFB-Sammelaktion von Playmo und Edeka macht es möglich! Dreier- oder Viererkette? Ein Stürmer plus Flügelzange oder Kopfballwunder und „falsche Neun“? Während der Europameisterschaft können alle Fans ihre persönliche Nationalmannschaft in ihrer bevorzugten taktischen Formation aufs Spielfeld führen. Ich finde die Idee sehr nett, obwohl ich nur bedingt Zielgruppe der Aktion bin. Fußball ist mir komplett egal.

Aber wie ich sehe, ist mein örtlicher Edeka gut aufgestellt. Familie Leich, die unseren Edeka betreiben, hat einen Aufsteller mit Fußballern aus Plastik im Geschäft aufgebaut und ich werde beim Einkauf dieses Mal nicht schwach werden, weil ich in erster Linie die Fußballer gar nicht kenne.
Zu Auswahl stehen DFB-Stars wie Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Niclas Füllkrug, Kai Havertz oder Ilkay Gündogan. Möglich macht die Loyaltyaktion im Edeka-Verbund rund um die 7,5 Zentimeter großen Kultfiguren Blue Ocean Entertainment, der Kundentreue- und Kindermedienspezialist der Burda-Gruppe und Lizenznehmer von DFB und Playmobil. Der Zirndorfer Spielwarenhersteller präsentiert damit zu seinem 50. Geburtstag seiner legendären Figuren das wahrscheinlich größte Aufgebot einer deutschen Fußballnationalmannschaft aller Zeiten.

Einmal Fußball-Bundestrainer sein… Die große DFB-Sammelaktion von PLAYMOBIL und EDEKA macht es möglich! Ab dem 13. Mai sind 16 PLAYMOBIL DFB-Stars exklusiv bei EDEKA erhältlich. Entwickelt und realisiert hat die Loyaltyaktion im EDEKA-Verbund Blue Ocean Entertainment, der Stuttgarter Kundentreue- und Kindermedienspezialist der Burda-Gruppe und Lizenznehmer von DFB und PLAYMOBIL. / Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.de/nr/67839 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Und wie funktioniert das Ganze?
Für je 5 Euro Einkaufswert erhalten Kunden während des Aktionszeitraums vom 13. Mai bis zum 22. Juni in den teilnehmenden Märkten einen Treuepunkt gratis – solange der Vorrat reicht. Diese werden auf Sammelkarten geklebt, die dort kostenlos ausliegen. Wer fünf Treuepunkte gesammelt hat, kann bei Abgabe der Sammelkarte in den teilnehmenden Märkten einen Playmobil-DFB-Star aussuchen und für 2,99 Euro erwerben. Wer einzelne Figuren ohne den Einsatz von Treuepunkten kaufen möchte, zahlt 5,99 Euro.

Mein Problem: Ich kenne keinen Spieler. Als Playmobil-Charakter erhältlich sind innerhalb der Aktion die Nationalspieler Marc-André ter Stegen, Antonio Rüdiger, Robin Gosens, Matthias Ginter, Mats Hummels, Niklas Süle, Ilkay Gündogan, Joshua Kimmich, Jonas Hofmann, Julian Brandt, Jamal Musiala, Florian Wirtz, Kai Havertz, Niclas Füllkrug, Leroy Sané und Thomas Müller. Von Thomas Müller hab ich allerdings schon mal gehört, muss ich zugeben.

Abgerundet wird die Kampagne durch zwei Zusatzprodukte: Für 4,99 Euro ist ein schwarzer Sammelkoffer erhältlich, in dem bis zu 16 Figuren aufbewahrt werden können. Dem Koffer bei liegen ein Diorama, um di -Stars ansprechend zu präsentieren, und ein Brettspiel. Zudem wird die Kollektion der Einzelfiguren durch ein Torschuss-Set mit zwei weiteren DFB-Stars aus dem Hause Playmobil ergänzt: Mit Timo Werner kann hier jeder Fan versuchen, ein Tor gegen Manuel Neuer zu erzielen: Für spannende Duelle ist Werners rechtes Bein mit einer speziellen Ballschussmechanik ausgestattet. Das Torschuss-Set kostet 12,99 Euro.

So sehr ich Playmo mag, ich werde dieses Mal nicht schwach. Vielleicht aber doch Thomas Müller, mal sehen.

Wie lange soll ein Kinofilm dauern?

6. Mai 2024

Früher dauerte ein durchschnittlicher Film rund 90 Minuten. Wenn bis dahin keine Geschichte erzählt wurde, hatte es ein Filmemacher schwer. Natürlich gab es Ausnahmen, wie die sogenannten Monumentalfilme. Dann wurden in den sechziger und siebziger Jahren die Filme länger, die Geschichten komplexer.

Wir gewöhnten uns an längere Filme im Kino wie Krieg und Frieden, Spiel mir das Lied vom Tod, 2001 Odyssee im Weltraum oder Apokalypse Now. Und heute haben wir richtig lange Filme im Kino: Napoleon, Dune, Avengers Endgame oder Oppenheimer oder der für mich langweilige Killers of the Flower Moon.
Solche langen Filme machen es den Kinobetreibern schwer, die Filme mehrfach am Tag zu spielen, damit sie Gewinn für das Kino abwerfen. Und nein, eine Pinkelpause gibt es heute auch nicht, wie einstmals, um die Filmrollen zu wechseln.

Einige Genres wie Dramen oder epische Filme haben oft längere Laufzeiten, um komplexe Handlungsstränge und Charakterentwicklungen zu entfalten. Auf der anderen Seite bevorzugen viele Zuschauer bei Komödien, Actionfilmen oder Animationsfilmen kürzere Laufzeiten, die den Unterhaltungswert erhöhen und das Tempo hochhalten.

Jede Länge hat für mich als Filmfreund seine Berechtigung. Ein Kurzfilm ebenso wie ein Vierstunden-Film. Hauptsache die Geschichte berührt mich und ich kann den Film genießen. Solange ein Film mich als Zuschauer emotional anspricht, fesselt und unterhält, kann er erfolgreich sein, unabhängig von seiner Länge.

Und dennoch, was will eigentlich das Publikum für eine Länge. Hier kommt mir eine Umfrage des US-Instituts Talker Research in die Finger. Das klassische US-Publikum spricht sich hier für eine Kinofilmlänge von 92 Minuten aus. 15 % der Befragten empfinden eine Dauer von mehr als zwei Stunden als gute Film­länge, nur 2 % bevorzugen zwei­einhalb Stunden oder länger.
In sozialen Medien heißt es, in der Kürze liegt die Würze. TikTok, Instagram – alles muss kurz sein und die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer ist kurz. Man stelle sich Killers of the Flower Moon (206 Minuten) in TikTok vor.