Archive for the ‘Medien’ Category

Das Metaversum kommt – ein bisschen

23. Februar 2022

Als SF-Fan seit früher Jugend beschäftige ich mich gerne mit Zukunftsfantasien. Und ich freue mich, wenn Ideen aus Bücher oder Filmen Realität werden, denn wie sagte schon Isaac Asimov: „Es waren die Utopisten, die die Welt voranbringen.“ Eine dieser Ideen, die mir seit der Lektüre von Neal Stephensons Buch Snow Crash gefallen haben, war das Metaverse.
Nachdem Mark Zuckerberg seinen Konzern in Meta umtaufte, nachdem die großen Player wie Google oder Apple massiv an VR- und AR-Brillen arbeiten, Meta die Oculus und Mircosoft die Hololens hat, scheint das Metaverse Zug um Zug Realität zu werden. Sony-Designer Yujin Morisawa stellte gerade das Design seiner VR-Brille PSVR 2 für die PS5 vor, die ich immer noch nicht erwerben konnte.

VR-Headset PSVR 2 und dessen Designer.

In Seminaren spreche ich über das Phänomen und ich bin einer hervorragenden Facebook-Gruppe Die deutsche Meta / Oculus Quest Familie beigetreten, um Infos aus erster Hand zu bekommen.
Was früher eine Sache von Insider war, die Pionieren wie Jaron Lanier folgten, ist es heute ein klarer Trend, sie jetzt auch der Branchenverband Bitcom feststelle.

Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.
Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Berufliche Meetings in der virtuellen Realität statt klassisch per Videokonferenz planen. Kleidung in digitalen 3D-Ladengeschäften anprobieren, statt im herkömmlichen Online-Shop auf Verdacht zwei Größen bestellen. Virtuelle Zeitreisen 150 Millionen Jahre in die Vergangenheit unternehmen, um zwischen gigantischen Brachiosauriern umher zu spazieren. So könnte die Zukunft des Internets aussehen, das sogenannte Metaversum. Es existiert bereits in ersten Ansätzen und ist ein gemeinsamer virtueller Raum, der das heutige Internet erweitert und durch den sich die Nutzer etwa mit Avataren bewegen können.

Bei den Menschen in Deutschland kommt das Thema mittlerweile an: Bereits jeder und jede Sechste (17 Prozent) hat vom Metaversum gehört oder gelesen. 9 Prozent wissen dabei allerdings nicht genau, was es ist. 5 Prozent wissen in etwa, was es bedeutet. Und 3 Prozent könnten nach eigenen Angaben bereits gut erklären, was man darunter versteht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die im Januar 2022 durchgeführt wurde. Demnach sagen auch 74 Prozent, sie hätten bislang noch nie vom Metaversum bzw. Metaverse gelesen oder gehört. „Das Metaversum ist eine der spannendsten Visionen unserer Zeit“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Schon heute stellen erste Firmen ihre Produkte im Metaversum vor und virtuelle Grundstücke wechseln dort für Millionenbeträge den Eigentümer.“ Beim Metaversum soll die bisherige Trennung zwischen realer Welt und virtueller Welt aufgehoben werden. In einem ersten Schritt geschieht dies bereits in Browser-Anwendungen oder mit Virtual-Reality-Brillen, künftig voraussichtlich auch verstärkt per erweiterter Realität (Augmented Reality) und durch digitale Zwillinge. In meinem wöchentlichen Newsletter berichte ich unter anderem über das Metaverse und die Klickzahlen zeigen, das Thema kommt an.

Ein Drittel der Deutschen ist grundsätzlich neugierig auf das Metaversum. Nach einer kurzen Erläuterung zum Thema im Zuge der Befragung gaben 34 Prozent an, das Konzept grundsätzlich spannend zu finden. 37 Prozent würden eine Virtual-Reality-Brille verwenden, um in das Metaversum einzutauchen, ein Viertel (24 Prozent) denkt, dass sich künftig weite Teile des privaten und beruflichen Lebens dort abspielen werden. Und ein Fünftel (19 Prozent) glaubt auch, dass das Metaversum Menschen näher zusammenbringt. Gleichwohl ist für die breite Mehrheit der Bevölkerung (81 Prozent) das Metaversum noch weit entfernte Zukunftsmusik. 42 Prozent halten es für einen Hype, der bald vorbei sein wird. „Auch, wenn noch viele Fragen offen sind: Das Metaversum hat das Potenzial, das Internet, wie wir es heute kennen, fundamental zu verändern“, betont Bitkom-Präsident Berg. „Und es kann große Chancen für die Gesellschaft und auch für die Wirtschaft mit sich bringen. Auf jeden Fall ist es eine Gestaltungsaufgabe.“

Online-Dating birgt Risiken – Medienkompetenz zum Valentinstag

14. Februar 2022

Am heutigen Valentinstag möchte ich auf ein Problem mit Dating-Plattformen hinweisen. Dazu plane ich im April auch ein Seminar mit der Verbraucherzentrale Bayern, um die Medienkompetenz zu stärken.
Auch Kaspersky weist in einer Mitteilung auf die Datensammelwut der Plattformen hin. Dabei werden viele persönliche Daten in den Dating-Profilen veröffentlicht, die unter anderem für Doxing – das Sammeln und widerrechtliche Offenlegen personenbezogener Daten Dritter im Internet – missbraucht werden können.

Foto: Kaspersky

Kaspersky liefert dazu interessante und erschreckende Zahlen. Laut Analysen waren bereits viele Online-Dating-Nutzer von Cyberbedrohungen betroffen: Jeder sechste Dating-App-Nutzer (16 Prozent) war bereits von Doxing betroffen. 15 Prozent fielen bereits einem Scam zum Opfer und insgesamt 31 Prozent wurden von Scammern über Dating-Apps kontaktiert. Jeder Fünfte (21 Prozent) hat bereits einen schädlichen Link oder Anhang per Dating-App erhalten. Bei acht Prozent der Nutzer wurden intime Fotos online geleakt.

Vor dem heutigen Valentinstag meldet Kaspersky zudem verstärkte Betrugsaktivitäten und empfiehlt Nutzern von Online-Dating-Apps und -Websites, ihre Daten und ihre digitale Privatsphäre zu schützen. Zudem warnt das Unternehmen vor Nachahmungen beliebter Dating-Apps, um die persönlichen Daten der Opfer zu sammeln.

Foto: Kaspersky

E-Mails von Cyberkriminellen, in denen diese vorgeben, Frauen zu sein, die nach einem Partner suchen. Das Schema umfasst E-Mails mit einem Link zu einer Phishing-Seite, die das Profil einer Dating-Website nachahmt und die Person auffordert, ein Formular mit ihren persönlichen Präferenzen für einen zukünftigen Partner auszufüllen. Zuletzt wird der Nutzer aufgefordert, seine Bankdaten hinzuzufügen. Tut dies das Opfer, erleidet es einen Daten- wie auch finanziellen Verlust.

Die Kaspersky-Tipps für sicheres Online-Dating gebe ich gerne weiter und werde sie auch in meinem Seminar mit der Verbraucherzentrale erläutern.
Das Instagram-Konto (oder andere Social-Media-Konten) nicht mit dem Dating-App-Profil verknüpfen, um nicht zu viele potenziell nutzbare Informationen über sich selbst preiszugeben. Selbst wenn auf Instagram bereits Einstellungen für Datenschutz und Sicherheit vorgenommen wurden, besteht ein Risiko in der Verknüpfung.
Niemals Telefonnummern oder andere Messaging-App-Handles weitergeben. Die Kommunikation sollte nur innerhalb der Dating-Apps erfolgen, bis eine Vertrauensbasis mit dem Gegenüber entstanden ist. Beim Wechsel zu einer anderen Messaging-App sollte diese ebenfalls so eingerichtet sein, dass alle privaten Daten geschützt sind.
Aufmerksam sein, wenn der Chatpartner dazu auffordert, eine App auf dem Telefon zu installieren, eine bestimmte Website zu besuchen oder anfängt, verdächtige oder ungewöhnliche Fragen zu stellen, beispielsweise zum Lieblingslehrer oder dem ersten Haustier – das sind häufige Fragen zur Website-Sicherheit. Cyberkriminelle nutzen diese Informationen für Phishing, um Geld oder Identitäten zu stehlen.
Auf Dating-Apps können auch Bots vertreten sein, bei denen es sich nicht um reale Personen handelt. Diese können versuchen, Nutzer dazu zu verleiten, Geld oder Daten preiszugeben. Wenn Nutzer also ein komisches Bauchgefühl bei einem Chat beschleicht und die Antworten des Gegenübers nicht ganz mit den eigentlich gestellten Fragen übereinstimmen, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um einen Bot handelt.
Einstellungen in der App so ändern, dass das eigene Profil nur den Personen angezeigt wird, mit denen man gematcht hat. So erhalten nicht alle Nutzer Zugriff auf die Daten. Wird diese Ansicht auf eine begrenzte Anzahl von Personen eingeschränkt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass Profilinformationen in die falschen Hände geraten.

Falsches Like abgegeben: War doch gar nicht so gemeint

26. Januar 2022

Einfach mal das Hirn einschalten und nicht hinterher jammern. Das wäre die beste Like-Strategie in den Welt der Datensammelnden Sozialen Netzwerken. Dass dem nicht so ist, zeigt eine interessante Untersuchung von Kaspersky. Ergebnis: 82 Prozent der Deutschen würden gerne eine Spur im Internet aus dem Jahr 2021 dauerhaft löschen.

Digitaler Fußabdruck – auch bei Google.

Medienkompetenz bedeutet auch das Wissen um einen digitalen Fußabdruck. Medienkompetenz muss noch gestärkt werden und damit hab ich noch viel Arbeit in meinen Seminaren vor mir. Ob Internetsuche, negativer Post oder ein getaggtes Foto, tatsächlich würden 82 Prozent der in einer Kaspersky-Studie befragten Nutzer in Deutschland die eine oder andere Spur aus ihrer Internetpräsenz im Jahr 2021 dauerhaft löschen wollen.
Generell bringt die Kaspersky-Studie einige Unterschiede zwischen Altersgruppen, Geschlechtern und auch anderen europäischen Ländern ans Licht, wenn es um mögliche Reputationsschäden oder die Kontrolle des eigenen digitalen Fußabdrucks geht. Dies zeigt sich in mehreren Aspekten, die von einfachen Likes über mögliche Folgen am Arbeitsplatz bis hin zum digitalen Nachlass reichen.

Auch Postings, die wir „nur“ liken, haben gravierende Auswirkungen darauf, wie wir von anderen gesehen werden. Dies spiegelt sich auch in der Kaspersky-Studie wider. So sind sich europaweit alle Befragten einig, dass Online-Aktivitäten folgenreich sind und schon die Befürwortung bestimmter Themen kritisch gesehen werden kann.

Q in Neumarkt.

Nach Meinung der in Deutschland befragten Verbraucher sollten bestimmte Themen aufgrund negativer Auswirkungen auf zukünftige Berufsaussichten und Beziehungen eher nicht geliked werden. Achtung: Like heißt aber nicht gleich Zustimmung, sondern Reaktion. Frauen sehen mögliche Konsequenzen von Likes zu den folgenden Themen übrigens besonders kritisch. Die europaweiten Ergebnisse der Kaspersky-Studie sind verfügbar unter https://kas.pr/6zqf

Top-5 der Like-Themen mit dem meisten Konfliktpotential
. Beiträge über Tierquälerei: 56 Prozent (Frauen: 60 Prozent)
. Posts mit rassistischen Untertönen: 52 Prozent (Frauen: 56 Prozent)
. Abfällige Äußerungen über das Aussehen einer anderen Person: 49 Prozent (Frauen: 52 Prozent)
. Sexistische Beiträge: 47 Prozent (Frauen: 52 Prozent)
. Bedrohliche Kommentare einer anderen Person (z. B. gegenüber Politikern oder Prominenten): 46 Prozent (Frauen: 50 Prozent)

Top-5 der Like-Themen mit dem meisten Konfliktpotential
. Beiträge über Tierquälerei: 56 Prozent (Frauen: 60 Prozent)
. Posts mit rassistischen Untertönen: 52 Prozent (Frauen: 56 Prozent)
. Abfällige Äußerungen über das Aussehen einer anderen Person: 49 Prozent (Frauen: 52 Prozent)
. Sexistische Beiträge: 47 Prozent (Frauen: 52 Prozent)
. Bedrohliche Kommentare einer anderen Person (z. B. gegenüber Politikern oder Prominenten): 46 Prozent (Frauen: 50 Prozent)

Und mal ganz ehrlich, wer Tierquälerei, Rassismus, Mobbing, Sexismus oder Bedrohungen gut findet und durch einen positiven Like unterstützt, dem gehört gehörig der Kopf gewachsen und er braucht nicht jammern. Da hab ich nur wenig Verständnis.

Top-5 geteilter Inhalte mit dem meisten Konfliktpotential
Aktuell haben nach Meinung der Befragten in Deutschland das Teilen folgender Aussagen im Internet besonders gravierende Folgen:
. Ablehnung der Covid-Impfkampagne: 35 Prozent (Frauen 39 Prozent)
. Abwertende Aussagen über Menschen mit Behinderung: 35 Prozent (Frauen: 40 Prozent)
. Anti-Trans-Sprache: 30 Prozent (Frauen: 35 Prozent)
. Leugnung des Klimawandels: 28 Prozent (Frauen: 31 Prozent)
. Ablehnung von Vegetarismus und Veganismus: 21 Prozent (Frauen: 22 Prozent)

„Wir können unseren Daten häufig nicht entkommen. Sie sind ein Teil von uns und bleiben es ein Leben lang. Doch oftmals gehören Informationen, die wir heute teilen, nicht mehr zu der Person, die wir morgen sein wollen“, so Christian Milde, General Manager Central Europe bei Kaspersky. „Wir müssen lernen, die Langzeitfolgen geteilter Daten und deren Auswirkungen auf unser Leben besser einzuschätzen. Vor allem sollten wir bedenken, ob und in welchem Maß wir eine veraltete digitale Identität, die nicht mehr unseren heutigen Werten entspricht, dauerhaft wieder löschen können. Also die Wandlung vom Saulus zum Paulus will uns Kaspersky damit sagen. Wie wäre es dagegen mit klaren Werten in Erziehung und Gesellschaft?

Gerne unterstütze ich Kaspersky mit der Aufklärungsarbeit, denn sie ist äußerst notwendig. In meinem wöchentlichen Newsletter ist Medienkompetenz ein großes Thema.
„Jeder Mensch verfügt heute über ein digitales Ich im Internet. Es offenbart meine Interessen und Vorlieben und kann über meine Kreditwürdigkeit und Datensicherheit entscheiden. Hier besteht Nachholbedarf in der Aufklärungsarbeit – nicht einmal jeder zweite befasst sich mit seinem digitalen Ich. Es geht um ein stärkeres Bewusstsein für den Wert persönlicher Daten im Netz bis hin zur sicheren Nutzung und Verwaltung von Onlinekonten. Diese Kenntnisse müssen bereits in der Schule vermittelt, aber auch älteren Menschen zugänglich gemacht werden“, ergänzt Dr. Michael Littger, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN).

Adobe-Studie: Mehr Bedarf an Content-Management

25. Januar 2022

Ob Unternehmen, Parteien, Vereine oder auch Organisationen – alle wissen: Content ist König. Doch wie sieht es in Wahrheit mit dem Content Management aus? Dieser Frage ist Adobe in einer Studie nachgegangen und es zeigt sich: Es ist noch enormer Bedarf.

Wie sieht es mit Ihrer Content Strategie aus?

74 Prozent der Schweizer und deutschen Unternehmen sehen im Content Management inzwischen einen wichtigen Hebel zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit, wenn es um die Steigerung der Kundenbindung und die Neukundengewinnung geht. In der Praxis bleibt das große Potenzial des Content Managements jedoch häufig ungenutzt: Nur 55 Prozent der Unternehmen verfügen über eine definierte Content-Management-Strategie. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Content Management als Enabler der digitalen Transformation“, die das Marktforschungsinstitut techconsult im Auftrag von Adobe durchgeführt hat. Im Rahmen der Studie wurden jeweils 100 Anwenderunternehmen in der Schweiz und in Deutschland zu ihren Digitalisierungsstrategien und den Herausforderungen und Trends im Bereich Content Management befragt. Die komplette Studie gibt es hier. Hand aufs Herz: Wie sieht denn die Conent-Strategie bei Ihnen aus? Haben Sie überhaupt eine Strategie?

Bei der strategischen Ausrichtung ihrer Content-Aktivitäten stehen die befragten Unternehmen demnach vor allem vor einer technologischen Herausforderung: Auf Basis ihrer bisherigen Lösungen sehen sie sich nicht in der Lage, einen komplett kundenorientierten Ansatz zu realisieren. Nahezu jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) ist dabei mit dem konsistenten Einsatz der eigenen Content-Management-Lösung über alle Unternehmensbereiche unzufrieden. 47 Prozent bemängeln die Personalisierungsmöglichkeiten ihrer aktuellen Content-Management-Lösung (CMS). 46 Prozent kritisieren insbesondere die Geschwindigkeit bei der Content-Veröffentlichung.

Moderne Content-Management-Systeme entwickeln sich zum Wettbewerbsvorteil
Insgesamt wird es für Unternehmen immer schwieriger, die relevanten und immer anspruchsvolleren Kund:innensegmente direkt anzusprechen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Content Management, das skalierbare Personalisierungsmöglichkeiten erlaubt, übernimmt an dieser Stelle unterschiedlichste Aufgaben. Für 64 Prozent steht dabei vor allem die Vertrauensbildung über maßgeschneiderte Inhalte im Fokus. Wird der individuelle Informationsbedarf der Konsumenten vollständig abgedeckt, stärkt diese positive Customer Experience auch das Vertrauen ins Unternehmen. Neben der effizienten und zielgerichteten Distribution der digitalen Inhalte spielt nicht zuletzt der Umgang mit direkten Kundeninteraktionen eine große Rolle: 63 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie bereits einen vollständigen Überblick über sämtliche Kundenkontakte haben. Um diese Interaktionen mit den Kundensegmenten zu erfassen und die Reaktionen auf die Inhalte in ein begeisterndes Kundenerlebnis zu übersetzen, setzen 63 Prozent verstärkt auf Cloud-basierte Content-Management-Lösungen, die ihnen ein hohes Maß an Agilität und Flexibilität bieten.

Activision Blizzard-Deal öffnet Microsoft den Zugang zum Metaverse

19. Januar 2022

Für rund 70 Milliarden US-Dollar wird Microsoft den Spiele-Entwickler Activision Blizzard kaufen. Da sieht man, wo der Hammer hängt und die Musik spielt. Von wegen Gaming ist was für Nerds. Schon lange ist der Spielemarkt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen. Aber bei solchen Kaufpreisen lässt sich leicht erkennen, wohin der Hase läuft. Und das ist auch eine millionenschwere Kulturindustrie, die hier entstanden ist.

Wir erinnern uns: Star Wars-Erfinder George Lucas verkaufte sein Filmimperium Lucasfilm an Disney für 4 Milliarden US-Dollar und alle sagten damals „oho ist das viel Kohle“. Bei dem Microsoft/Activision Blizzard-Deal bleibt mir die Spucke weg und ich sagte erst einmal gar nichts bei der Summe: 70 Milliarden US-Dollar.

Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.
Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Damit rückt Microsoft zu einen der ganz großen Entwicklungsstudios in die Liga von Tencent oder Sony auf. Die XBox One lag die meiste Zeit eher achtlos herum, ich wahr bisher ein Sony-Konsolen-Player. Das lag auch daran, dass meine PS4 ein funktionierendes VR-Headset hat. Meine Activision Blizzard-Spiele wie Call of Duty zockte ich auf der Sony-Konsole. Meine Kinder sind PC-Spieler, ich rühre Windows als Mac-User nicht an und spiele eben auf der Konsole.

Ich schau mal in die Glaskugel und sehe den Kauf auch als Positionierung in Richtung Metaverse. Mit der Hololense verfügt MS schon enorm erfolgreiche Grundlagenforschung in AR und VR. Der Kauf von Mindcraft war damals der Anfang in diesem Genre. Wenn nun bestehende oder künftige Generationen der XBox noch in Richtung Metaverse geöffnet werden, wird der Deal ein richtiger Wegweiser in Richtung Zukunft und ein Angriff auf Metaverse/Facebook mit Quest.

Die MS Hololens ist für viele Science Fiction.
Die MS Hololens ist für viele Science Fiction.

Einsatz von 360 Grad Fotos und Videos

17. Januar 2022

Wie oft nutze ich Google Maps oder Apple Karten? Viel, sehr viel. Ich weiß natürlich, dass die Anbieter mit meinen Daten gutes Geld verdienen, aber gerade Maps ist für mich ein wirklich wichtiger Dienst – und ich will etwas zurückgeben.

Falls ich mal wieder auf Reisen gehen sollte, dann schaue ich mir mein Reiseziel in Google Maps und noch besser in Google StreetView vorher an. Ich erkundige virtuell die Gegend, mache mir Gedanken und bereite mich auf mein Ziel vor. Und ich habe mir für das Jahr 2022 vorgenommen, dass ich der Community etwas zurückgeben möchte. Ich beteilige mich stärker mit Fotos und Rezensionen von meinen Reisezielen. Und wenn es sich anbietet, dann will ich auch wieder verstärkt 360 Grad Fotos und Videos produzieren. Gerade in den vergangenen Wochen habe ich schon etwas Material in StreetView, Maps und Youtube eingestellt. Manches habe ich auch über soziale Netzwerke geteilt. Einiges wird fleißig abgerufen.

Den Start machte eine Nachaufnahme in Fürstenfeldbruck als gegen 4 Uhr morgens noch keiner auf den Beinen war. Damit gibt es keine Probleme mit Persönlichkeitsrechten. Ich stellte meine 360 Grad Kamera VIRB 360 von Garmin aufs Autodach und schoss ein 360 Grad Foto von der Hauptstraße in Fürstenfeldbruck vor der Bäckerei Martin Reicherzer. Das Bild gibt es hier anzusehen.

Und so folgten ein paar weitere 360 Grad Foto bei meinen Spaziergängen oder Touren oder beim Golfspielen. In Fürstenfeldbruck schaute ich mir die Leonhardikirche an.
In Augsburg besichtigte ich die eindrucksvolle Kirche St. Ulrich und Afra. In St. Ulrich drehte ich auch ein 360 Grad Video in 4K-Auflösung, ein kleiner Rundgang durch das leere Gotteshaus. Die Sache war schnell gedreht, die gewaltige 4K-Videodatei zu YouTube hochzuladen war eine Geduldsprobe.

Da ich ja von dem Metaverse-Gedanken fasziniert bin, schaue ich mir zu Hause auch die 360 Grad Aufnahmen auf der Sony VR der Playstation 4 an. Für die Playstation 5 hat Sony ja eben erst auf der CES in Las Vegas ein VR-System vorgestellt. Ich werde es mir kaufen, wenn es mir irgendwann gelingt eine PS5 zu einem normalen Preis zu erwerben. Im Moment kotze (Verzeihung) ich über die Lieferpolitik von Sony und hab mich ja schon mal in einem Blogbeitrag darüber aufgeregt.

Zurück zu 360 Grad. Ich finde die Technik faszinierend und werde dieses Jahr damit experimentieren. Mal sehen, was meine Kunden davon halten. Für meine Präsenzseminare habe ich mir für Konferenzen eine 360 Grad Konferenz-Kamera KanDao Meeting Pro 360 gekauft und werde sie in näher Zeit einsetzen. Es sind spannende Zeiten, also nutzen wir sie.

Folgenreiche Social-Media-Posts

13. Januar 2022

Ein Problem in sozialer Kommunikation über das Netz sind die daraus entstehenden möglichen Missverständnisse. Schon oft ist es mir selbst passiert, dass ich auf meinen privaten Accounts die eine oder andere Bemerkung losgelassen habe und damit dem Empfänger auf die Füße getreten bin.

Eine falsche Bemerkung in sozialen Netzwerken und der wilde Affe kommt hervor.

Jüngstes Beispiel: In einer Facebook-Gruppe schrieb jemand zum traurigen Tode des großartiges Schauspielers Sidney Poitier. „Das Jahr fängt aber gut an.“ Es war ein ironisch gemeinter Post, doch bei mir kam diese Ironie nicht gut an und ich polterte zurück, dass man so einen Post auch falsch verstehe könne im Hinblick auf Rassismus. Und schon kamen die Hater aus dem Busch und die Post ging ab.

Bei beruflichen Accounts bin ich vorsichtiger. Aber das sind nicht alle. Allzu flotte und flapsige Bemerkungen in Sozialen Medien können gravierende Folgen haben – auch in der Arbeitswelt. So das Ergebnis einer weltweiten Kaspersky-Studie, die es hier zum kostenlosen Download gibt. Demnach hatten bereits vier Prozent der in Deutschland befragten Nutzer erhebliche Probleme am Arbeitsplatz in Folge eines Posts – bis hin zum Verlust der Stelle. Zehn Prozent haben sich zudem deswegen mit einer nahestehenden Person zerstritten, 14 Prozent ihre emotionalen Statements später bereut; bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 21 Prozent. Acht Prozent hätten die Wortwahl ihrer Posts im Nachhinein geändert. Zudem sagen 11 Prozent, sie hätten lieber auf den Rückgang des eigenen Alkoholpegels warten sollen. Damit Soziale Medien nicht zur sozialen Falle werden, hat Kaspersky in einem #ShareAware Hub praktische Tipps und Hinweise für die Social-Media-Community zusammengestellt.

81 Prozent der in der Bundesrepublik Befragten nutzen aktuell Soziale Medien, 40 Prozent seit mindestens zehn Jahren. Trotz dieser Erfahrung passiert es vielen, dass so manches Foto oder Statement unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht – manchmal erst Jahre später. Vorsicht und Überlegung sind also angebracht, bevor eigene Posts in den Sozialen Medien unwiderruflich für Aufsehen sorgen, zu viele persönliche Daten offenbaren oder die eigene Sicherheit gefährden, bis hin zum Identitätsdiebstahl.

Folgen beim Posten: Verbraucher verkennen Auswirkungen auf ihr berufliches Umfeld
Offenbar sind sich die in Deutschland befragten Umfrageteilnehmer der Folgen ihrer Hinterlassenschaften in Sozialen Medien besonders dann bewusst, wenn es um Freunde (48 Prozent) beziehungsweise Familie (44 Prozent) geht. Weniger im Fokus stehen aktuelle, beziehungsweise zukünftige Arbeitgeber. An sie wird bei Posts stets oder regelmäßig nur von 31 Prozent beziehungsweise 28 Prozent gedacht. Demzufolge hatten bereits vier Prozent der Befragten genau dementsprechende Probleme.

Kompromittierung persönlicher Daten bei jedem Dritten
Fast jeder Dritte (30 Prozent) der Befragten in Deutschland (49 Prozent bei den 18-bis 34-Jährigen) gab innerhalb der Kaspersky-Studie an, dass seine persönlichen Daten in den Sozialen Medien bereits kompromittiert wurden. Weitere 36 Prozent (61 Prozent bei den 18-bis 34-Jährigen) kennen jemanden in ihrem Umfeld, der oder die über Social-Media aufgrund von Datenmissbrauch bloßgestellt wurde.

Retro 2022: Tascam bringt die Audio-Kassette wieder

5. Januar 2022

Obwohl ich ja ein Retro-Mensch bin, werde ich diesen Retro-Trend zur Compact-Cassette nicht mitmachen. Ich sehe in der Audio-Kassette keine Zukunft. Als Kind und Jugendlicher hatte ich Kassettenrekorder – erst Mono für meine Märchenkassetten, dann ein JVC-Tape-Deck (was im Keller liegt) und später sogar ein Doppel-Tape-Deck zum Kopieren von kostenbaren Audiokassetten. Ich hab fast alles rausgeworfen bis auf meine Datasette für den Commodore C64 und mein Reportergerät Recorder Sony TC-D5 M. Meine Kinder sind rein digital, ohne Kassetten aufgewachsen.

Meine Reporterlegende mit verpackten Audio-Kassetten.

Und jetzt kommt Tascam daher und kündigt wieder Audio-Kassetten für seine beliebten Portastudio-Geräte an. Das Teil soll TASCAM 424 Studio Master Cassette heißen und hat verlockend sexy große Spulen.

TASCAM 424 Studio Master Cassette – bisher nur für die USA.

Als Jugendlicher hatte ich ein Vierspur-Mischpult von Tascam das Portastudio 144 und wollte damit ein Hörspiel von Krieg und Frieden aufnehmen und bin dabei gescheitert. Der Roman und die Namen haben mich überfordert, es ging ja nicht eine Nummer kleiner. Die Audioqualität war für die damalige Zeit bemerkenswert. Wir hatten zu Hause noch ein großes Bandgerät von meinem Papa, das durfte ich aber nicht anfassen. Also spielte ich als Jugendlicher mit dem Portastudio herum. Motivation gab mir Bruce Springsteen, der sein Nebraska Album auf einem Portastudio zu Hause aufnahmen. Ich liebe dieses Album.

Vier getrennte Audiospuren auf einer Kassette, aber nur in einer Laufrichtung – das war die Herausforderung. Und die Möglichkeiten der vier Spuren waren der Hammer. Aufgenommen wurde alles auf eine Audio-Kassette. Ich habe noch einen Stapel C60 Kassetten von BASF ungeöffnet im Keller. Ich erinnere mich noch, dass es unter uns Jugendlichen immer einen Streit gab, welche Kassette nun die beste sein: Eisen, Chromdioxid und was es noch gab. Ich verwendete meist die C90, da passte eine LP auf eine Seite. Die C60 waren bei mir nur für Elvis-Platten, denn die waren kürzer. Die C120 konnte ich mir nicht leisten und es gab auch das Gerücht, dass sie beim Umspulen schneller reißen würden.

Nun will Tascam an die alten Zeiten anknüpfen und die zahlreichen Portastudio-Geräte am Markt mit neuen Bändern versorgen. Die Portastudio-Geräte erzielen bei eBay und Co noch immer sehr hohe Preise und scheinen unverwüstlich zu sein. Die MASTER 424 Studio Cassette ist eine C60-Kassette und soll erst mal nur in den USA erhältlich sein.

Für mich steht fest: So sehr ich Retro bin, so sehr bin ich auch Realist. Ich kaufe mir keine Kassettenrekorder und keine Kassetten mehr. Aber vielleicht entstaube ich meinen Recorder Sony TC-D5 M, reinige ihn und bestücke ich ihn mit neuen Batterien. Das Ding ist für mich ein Schlachtross der Audio-Reporter, wobei ich es persönlich mehr für die Vertonung von Super 8-Filmen genutzt habe. Und da sagt man ja auch, Super 8 stehe vor einem Comeback.

Die beste Herr der Ringe Ausgabe

28. Dezember 2021

Vor nunmehr 8 Jahren verfasste ich einen Blogpost, über die beste Herr der Ringe-Übersetzung. Nun sind doch ein paar Tage ins Land gegangen und Hobbit-Presse legte die Tolkien-Bücher in verschiedenen Versionen neu auf. Und daher ist es Zeit für die im Moment beste Herr der Ringe Ausgabe in Deutsch. Der Herr der Ringe: mit Illustrationen des Autors

Sie kam bei Klett Cotta im Oktober 2021 auf den Markt und ist für mich als Tolkien-Fan die mit Abstand beste Ausgabe unseren Lieblingsbuches: Es ist eine luxuriöse Gesamtausgabe in einem Band in der Übersetzung von Margaret Carroux in neuer Rechtschreibung und mit den gesamten Illustrationen von J.R.R. Tolkien. Dabei handelt es sich um: Einbändige Ausgabe im Schuber, vierfarbig gedruckt, mit 32 Illustrationen gebunden mit gestanztem Schutzumschlag und zweifarbiger Prägung, zwei Lesebändchen, Rundumfarbschnitt, Fadenheftung, überzogener Schuber mit Prägung, Karte, Anhänge und Register. Mein Video zeigt die Version. Die Illustrationen waren bisher nur in einem eigenen Band veröffentlicht – jetzt ist alles zusammen.

Als Fan will ich aber natürlich auch einen Wunsch äußern. Diese Ausgabe Der Herr der Ringe: mit Illustrationen des Autors ist nahezu perfekt, aber sie besitzt als einbändige Ausgabe ein hohes Gewicht. Das Lesen im Bett ist mühsam. Mir wäre die bisherige dreibändige Ausgabe, die im August 2019 erschien, lieber mit den Ergänzungen des Jahres 2021. Aber es soll bitte nicht weitere acht Jahre dauern, bis mir dieser Wunsch erfüllt wird.

Retro-Zocken über Weihnachten: Evercade VS Founders Edition

24. Dezember 2021

Funstock hat sein Versprechen gehalten: Im Mai 2021 habe ich bestellt und genau zu Weihnachten wurde sie zugestellt: Die linierte schwarze Evercade VS Founders Edition. Entspannendes Retrogaming über die Weihnachtsfeiertage ist also gerettet.

Ich bin ein bekennender Retrogamer. Aufgewachsen mit dem Atari 2600 und Atari Lynx zockte ich mich durch meine Jugend: Gameboy, N64, Sega Mega Drive, Nintendo SNES – nur das Atari Jaguar habe ich ausgelassen. Vor Jahren entdeckte ich die Evercade Emuationen: Ein mobiler Handheld mit Cartridges mit verschiedenen Retrospielen verschiedener Hersteller. Das macht Spaß, das bringt Freude – Unterhaltung für Zwischendurch.

Dann machte mich ein Leser meines Blogs darauf aufmerksam, dass es eine Evercade VS Founders Edition geben wird. Also kein Handheld, sondern eine richtige Konsole mit Controllern mit einer Sammlung an Spielen sowie Schlüsselanhänger und Poster. Die (Plastik-)Konsole kommt in schwarz daher. Ich bestellte bei Funstock in Großbritannien – hatte zwar Bedenken wegen der sich anbahnenden Chipkrise und wegen des Brexits sowieso. Das Versprechen von Funstock: Genau zu Weihnachten sollte geliefert werden. Was soll ich sagen? Funstock hielt sein Versprechen und die in China produzierte Evercade Founder Edition in Schwarz traf termingenau ein. Die Weihnachtstage sind also gerettet.

Die Evercade VS Founders Edition ist auf 5000 Exemplaren limitiert. Die Evercade VS Founder Edition Konsole ist komplett in schwarz mit zwei zusätzlichen schwarzen Controllern und schwarzen USB-Kabeln sowie einem schwarzen Link-Kabel für den Evercade Handheld zum Anschließen an die Spielkonsole. Es gibt die gleiche Konsole in weiß als Evercade VS Premium White für den Massenmarkt bei den gängigen Händlern. Vielleicht hole ich sie mir ab Januar 2022 auch noch, wobei die schwarze Variante in meinen Augen einfach eleganter ist.

Enthalten sind zudem ein Zertifikat zur Founder Edition, zwei exklusive Karten, ein exklusives Founder Edition Poster, ein Steelbook für sechs Module und ein Founder Edition Schlüsselanhänger. Als Spiele sind dabei: Intellivision Collection 1 (21), Bitmap Brothers Collection 1 (22), Technos Arcade 1 (01), Data East Arcade 1 (02), Gaelco Arcade 1 (03) und Atari Arcade 1 (04). Vor allem auf die Atari-Spiele bin ich neugierig.
An technischen Daten gibt es zu finden: 1,5 Ghz Quad-Core Prozessor, 512 MB RAM, 4 GB Speicherplatz, Grafikprozessor unterstützt 32bit-Spiele, 4 USB-A-Ports für bis zu vier Controller für lokalen Multiplayer, zwei Modulschächte, WiFi, HDMI Ausgang mit 1080p.

Die bisherigen Evercade Module vom Handheld werden bis auf die beiden Nаmco Museum Collections unterstützt. Da hab ich nur die erste Version, die muss ich halt weiterhin auf dem Handheld zocken.