Archive for the ‘Medien’ Category

Lebendige Straßenschilder in Hannover

28. April 2024

Ich setzte QR-Code sehr gerne ein und bin immer auf der Suche nach neuen Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie. Jetzt kam mir ein interessantes Beispiel in Hannover unter. 14 neue Augmented Reality Arbeiten lassen Straßenschilder in der Innenstadt lebendig werden und begeben sich auf Spurensuche in der Geschichte: Was hat es mit der Skulptur „Mann mit Pferd“ am Hohen Ufer auf sich? Warum gab es fast 30 Jahre lang das „große Loch“ in Hannover? Und welche Verbindung hatte die Große Packhofstraße früher zu Wölfen?

Augmented Straßenschilder startete 2023 als weltweit Pilotprojekt und wurde nun in enger Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Hannover um weitere Arbeiten ergänzt. Studierende des Studiengangs Visuelle Kommunikation der Hochschule Hannover haben unter der Leitung von Prof. Maiken Laackmann Augmented-Reality-Arbeiten entwickelt, die die Geschichten und Ereignisse aufgreifen, die sich hinter den Straßennamen und Ortsbezeichnungen in Hannovers historischem Zentrum verbergen. Im Rahmen des Programms „Geschichte unterwegs“ stellte das Museum den Studierenden dafür historische Informationen zu diesen Orten zur Verfügung.

Die 14 Augmented Straßenschilder sind ab sofort in Hannovers Innenstadt zu finden und können über einen QR-Code mit dem eigenen Smartphone vom virtuellen Raum in die Realität „implantiert“ werden. Die Bewegungen des Handys werden in Echtzeit auf die Darstellung der virtuellen Inhalte übertragen, sodass die hinzugefügte digitale Ebene mit dem Kamerabild verschmilzt. Dafür ist keine App notwendig, da die „erweiterten“ Straßenschilder wie eine Website im Browser genutzt werden können.

Lebendige Straßenschilder
Von einer Reise durch die Geschichte des Ballhofs bis hin zum Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Schuhstraße: Die Augmented Reality Arbeiten lassen die Straßenschilder lebendig werden. Die Nutzer können dem Markttreiben von 1900 lauschen, die Partnerstädte Hannovers erkunden oder die Atmosphäre des alten Marstalls erleben. Eine virtuelle Ausstellung thematisiert die Kolonialgeschichte Hannovers, eine andere beschäftigt sich mit der Person Gottfried Wilhelm Leibniz. Über das Smartphone kann man das älteste Gebäude Hannovers als digitale Rekonstruktion besuchen und sich sogar selbst am Opernplatz als Komponistin ausprobieren.

Mit der sich rasant entwickelnden Leistungsverbesserung technischer Geräte arbeitet sich Augmented Reality immer weiter in den Alltag vor. Das Projekt „Augmented Straßenschilder“ fordert die Gesellschaft dazu auf, digitale Räume der Stadt zu erforschen und zu besetzen und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wem der digitale öffentliche Raum gehört. Damit schließt das Projekt an das städtische Smart-City-Konzept #HANnovativ an, in dessen Fokus die digitale Stadtentwicklung steht.

„Die Gesellschaft der Zukunft sollte ein Recht darauf haben, den künftig so wichtigen digitalen öffentlichen Raum mitzugestalten und in Teilen auch zu sichern. Mit Projekten wie Augmented Straßenschilder befähigen wir nicht nur die Studierenden, sich mit dieser so wichtigen Entwicklung zu beschäftigen – es geht gleichzeitig auch um Teilhabe der Stadtbevölkerung an nichtkommerziellen digitalen Projekten“, so Prof. Maiken Laackmann. Das finde ich eine gute Idee und unterstütze das Projekt gerne mit diesem Post.

Vier Arbeiten wurden vom Historischen Museum Hannover ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 150 Euro. Die Gewinnerprojekte sind „Das große Loch“ von Maraia Jakimov am Kröpcke, „Landesmuseum“ von Paul Rothe am Landesmuseum, „Packhof Galerie“ von Tuan Nguyen in der Großen Packhofstraße und „Wer war Leibniz“ von Victoria Niemann am Leibnizufer.
Detaillierte Beschreibungen der einzelnen Projekte sowie eine Übersichtkarte mit den Standorten sind unter www.arstrassenschilder.de zu finden.

Jeder Zweite kauft wegen Apps öfter und mehr

25. April 2024

Website oder App? Gute Frage – beim mobilen Einkaufen am Smartphone nutze ich meist die Apps der verschiedenen Firmen zum Shoppen, allen voran Amazon, aber auch andere. Und das scheint auch bei anderen Käufern der Fall zu sein. Was und wie viel im Einkaufswagen landet? Das hängt laut der Simon-Kucher Händler-App-Studie stark davon ab, ob Kunden die Apps der Einzelhändler nutzen. So gibt rund jeder zweite Nutzer an, wegen Händler-Apps nicht nur häufiger, sondern auch mehr einzukaufen. Rund die Hälfte der Konsumenten wählt beim Einkauf ihrer Produkte sogar nach Vorschlägen der App aus. Inzwischen setzen ganze neun von zehn Verbrauchern für Infos über Angebote/Rabatte auf mobile Software. Im Ranking belegt Amazon dabei den ersten Platz vor Lidl, Rewe und dm.
Hier die Zusammenfassung einiger Ergebnisse zum persönlichen Vergleich.

50 % kaufen wegen Apps mehr, 49 % kaufen häufiger; trotzdem sagen 73 % Einkäufe seien günstiger

Fast jeder Zweite (47 %) wählt Produkte nach Produktvorschlägen der App aus, 69 % nach den Rabatten

Bei Produktvorschlägen testen 56 % der Kunden mehr neue Produkte, bei Rabatten sogar 65 %

9 von 10 Konsumenten setzen für Infos über Angebote/Rabatte auf Händler-Apps, 44 % sogar regelmäßig

Amazon (65 %) ist die meistgenutzte Händler-App vor Lidl (62 %), Rewe (53 %) und dm (44%)

Ob Supermarkt, Drogeriekette, Baumarkt oder Onlineversandhändler – der Einzelhandel wird immer mehr von Apps bestimmt. Wie sehr? Das verrät die aktuelle Händler-App Studie der Strategieberatung Simon-Kucher. Demnach kaufen 49 Prozent der Kunden, die eine Händler-App nutzen, häufiger ein. Bei 50 Prozent der Nutzer landen dabei sogar mehr Produkte im Einkaufswagen.

9 von 10 Kunden setzen für Infos über Angebote auf Händler-Apps
„Neun von zehn Konsumenten setzen auf Händler-Apps, wenn es um Infos über Angebote und Rabatte geht“, betont Dr. Tobias Maria Günter, Partner und Head of Retail bei Simon-Kucher. Fast die Hälfte der Konsumenten nutzt die Apps dafür sogar regelmäßig. „Apps sind eins der wertvollsten Werkzeuge des Einzelhandels. Sie sind der wichtigste Kanal, um Infos an Kunden zu kommunizieren. Schon jetzt steht fest: Die Qualität der Apps wird in Zukunft maßgebend für den Erfolg eines Händlers sein.“

Fast jeder Zweite wählt Artikel nach Produktvorschlägen der Apps aus
So haben die Apps einen extrem starken Einfluss darauf, was im Einkaufswagen landet. Fast jeder Zweite wählt Produkte danach aus, welche Artikel in der App vorgeschlagen werden. Kommen Rabatte hinzu, lassen sich sogar 69 Prozent bei der Produktauswahl beeinflussen. „Händler-Apps sind vor allem effektiv, wenn es um neue Produkte geht. Es ist extrem schwierig, Kunden zu motivieren, Unbekanntes zu testen. Produktvorschläge in der App führen aber dazu, dass über die Hälfte eine höhere Anzahl an neuen Artikel kauft. Kombiniert mit Rabatten probieren dann 65 Prozent mehr unbekannte Produkte aus“, so Günter.

Effekt im Einzelhandel enorm
Der Effekt der Händler-Apps ist laut der Simon-Kucher Händler-App-Studie dabei sowohl im Lebensmittel-Einzelhandel, als auch bei Bäumärkten, Drogerien und Online-Händlern zu beobachten. Lidl (62 Prozent), Rewe (53 Prozent) und dm (47 Prozent) sind hier die meistgenutzten Apps der stationären Händler. „Die Nutzungsrate von Lidl reicht fast an die Nutzung der App des eCommerce-Riesen Amazon heran“, betont Günter. Nur noch drei Prozentpunkte Vorsprung hat der Online-Händler. „Die Lidl-App ist eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. In Sachen App-Strategie ist der Discounter absoluter Vorreiter.“

Kunden-Klau dank App?
Warum das für die Konkurrenz gefährlich werden kann? Bei mehr Gratis-Produkten ist die Hälfte der Kunden bereit zum Wettbewerber zu wechseln. Bei höheren Rabatten ziehen ganze 60 Prozent in Betracht, zukünftig bei der Konkurrenz einzukaufen. Unter den Schnäppchenjägern sind es sogar 79 Prozent. Die Folge? „Mit der richtigen App-Strategie können Händler gezielt Kunden abwerben“, so Günter.

Kunden offen für individuelle Rabatte
Ein Trend, der im Kampf der Händler entscheidend werden könnte: Individuelle Rabatte. Der Großteil der Verbraucher (68 Prozent) findet es fair, dass Kunden unterschiedliche Vergünstigungen erhalten. Das gibt dem Handel ganz neue Optionen, das Einkaufserlebnis weiter zu personalisieren. Schon jetzt empfindet ein Großteil das Einkaufserlebnis durch die Apps als besser (67 Prozent) und effizienter (65 Prozent). „Bei der Rabatthöhe ist aber Vorsicht geboten“, so Markus Goller, Senior Director bei Simon-Kucher. Denn: Rund die Hälfte (43 Prozent) der Kunden betont, dass die Rabatthöhe unterm Schnitt für alle gleich sein sollte.
Ich kannte übrigens Simon-Kucher zuvor auch nicht. Simon-Kucher ist eine globale Unternehmensberatung mit über 2.000 Mitarbeitenden in 30 Ländern. Unser Fokus: „Unlocking Better Growth“. Wir helfen unseren Kunden, „besser“ zu wachsen, indem wir jeden Aspekt ihrer Unternehmensstrategie optimieren, von Produkten und Preisen bis hin zu Innovation, Digitalisierung, Marketing und Vertrieb. Mit rund 40 Jahren Erfahrung in Monetarisierung und Pricing gelten wir als weltweit führend in den Bereichen Preisberatung und Unternehmenswachstum

Übernahme von Affinity durch Canva – ein paar Gedanken eines Fans

27. März 2024

Als Tech-Journalist werde ich immer stutzig, wenn ich Meldungen von Übernahmen höre. Zuletzt bei der Übernahme von Serif (Affinity) durch Canva – beides Software-Anbieter im Kreativbereich.

Ich mag Serif und ihre Affinity-Produkte, die für meine Bedürfnisse fast ideal sind: Designer, Photo und Publisher für Mac und PC sowie Teile davon auch fürs iPad. Der Vorteil für mich war: Ich kaufe eine Version und kann sie dauerhaft nutzen. Es ist kein Abo-Modell dahinter, bei dem ich die Übersicht verliere und der Steuerberater in den Wahnsinn getrieben wird. Die Produkte haben eine breite Fanbase und sind eine klare Alternative zu den von mir verschmähten Abo-Modellen von Adobe für InDesign oder Photoshop. Dabei will ich ausdrücklich betonen, dass die Adobe-Software in der Regel hervorragende Software ist, aber als Suite mir einfach zu teuer sind. Ich kann die monatlichen Abogebühren nicht auf meine Mittelstandskunden umlegen.

Nun also der Knaller. Serif/Affinity wird von Canva übernommen. Der Anbieter ist vor allem durch mobile Freemium-Modelle bekannt. Es gibt Canva in der eingeschränkten kostenlosen Version und in der Leistungsstärken Vollversion als Abo. Canva wird von mir vor allem für Beiträge in Instagram und anderen Social Media-Schnickschnack genutzt und leistet dort gute Arbeit. Canva bietet bislang neben einem Gratistarif eine Pro-Version für 110 Euro pro Person sowie eine Team-Option an für 240 Euro für maximal fünf Nutzer an. Canva war in der Vergangenheit fleißig beim Einkaufen. Die Firma hatte schon 2019 Pixabay und Pexels, 2021 Smartmockups, 2021 Kaleido und 2022 Flourish übernommen.

Mit der Akquise wird Canva stärker und kann sich gegen den Software-Giganten Adobe besser positionieren, um gegen das Fast-Momopol auf diesem Markt anzustinken. Bisher fehlte Affinity eine Cloud-Lösung, die Canva bietet. Und persönlich hätte ich gerne mehr KI-Fähigkeiten wie der Photoshop. Und Canva arbeitet bereits mit KI.

Auf der anderen Seite ist Canva ein Fan von Abo-Modellen und genau das will ich nicht und das war der entscheidende Vorteil der Affinity-Produkten. Es wird zwar in den ersten Statement betont, dass alles beim Alten bleiben und es auch keine Entlassungen geben wird. Das wird extra in einer Pressemitteilung betont. Soll ich ehrlich sein? Glaub ich nicht, sagt meine Erfahrung. Ähnliche Beteuerungen gab es immer wieder auch bei Autodesk, einen anderen Software-Konzern im Kreativbereich. Da erinnerte man sich an Adenauer und seinem Ausspruch: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“

Für mich heißt es erst mal abwarten und klare Aussage: Wenn ein Abo kommt, dann beiße ich in den sauren Apfel und schließe ein Adobe-Abo ab, weil ich keine Alternativen für meine Zwecke am Markt sehe.

Im Moment wirbt Affinity mit einer sehr interessanten Osteraktion, um die Verbreitung seiner Suite zu forcieren. Ich kann nur raten, diese Software jetzt zu kaufen, bevor womöglich doch ein Abo durch den neuen Besitzer Canva kommt. Leider kann ich nicht in die Glaskugel blicken, aber ich will mal Han Solo zitieren: „Ich hab ein ganz schlechtes Gefühl.“

Asterix – Geld stinkt nicht

20. März 2024

Ich mache im Moment immer wieder Seminare zum Thema digitale Währungen, Kryptowährungen, digitalen Zahlungsverkehr ohne Zentralinstanzen und dem kommenden digitalen Euro. Dabei stelle ich fest, dass die breite Masse der Bevölkerung sich schwer tut mit den digitalen Entwicklungen auf diesem Feld. In der Regel steige ich mit der Einführung des Euros als Buchgeld ein. Das geschah im Jahre 1999, erst später kamen Euro-Münzen und -Banknoten. Und immer wieder bin ich damit bei der Geschichte des Geldes bei einem historischen Rückblick.

Und hier leistet mir Asterix der Gallier gute Dienste. Dabei meine ich nicht die klassischen Comics, sondern ein gelungenes Sachbuch mit dem wunderbaren Titel „Asterix: Pecunia non olet – Wirtschaft im Wandel der Zeit“ – für die Nichtlateiner wie mich: Geld stinkt nicht. Es ist der fünfte Band aus der der Asterix-Sachbücher von Bernard-Pierre Molin. Er erklärt ebenso fundiert wie humorvoll, wie die Geldgeschäfte in der Antike, der Handel im Wandel der Zeit und die Ökonomie der Gegenwart funktionieren – natürlich anhand zahlreicher Bildbeispiele aus der Welt der Gallier.

Auch wenn Asterix mit Begriffen wie Mehrwertsteuer oder Bruttoinlandsprodukt noch nichts am Helm hatte, ist doch das Thema Wirtschaft in seinen mittlerweile 40 Abenteuern durch Darstellungen wie des Hinkelsteinhandels, des prall mit Münzen gefüllten Kupferkessels, Schweizer Banken und römischer Dekadenz stets präsent.

Das Asterix-Sachbuch ist für mich der ideale Türöffner in diesen Seminaren zur digitalen Währung, denn der kleine Gallier ist jung und alt vertraut. Währungsskeptiker lassen sich nicht immer von Asterix überzeugen, aber die Figur ist ein feiner Türöffner und bei den Seminarteilnehmern beginnt das Nachdenken. Und das ist in unserer heutigen Zeit zumindest ein Anfang.

Digital Cleanup: Wie oft räumst du Daten auf?

19. März 2024

Mal ehrlich: Wie oft machen Sie ein Backup? Und wie machen Sie ein Backup? Festplatte, Stick, Cloud? Ich will Sie nicht langweilen mit Backup-Stratgien, denn eigentlich wissen wir alle, wie wichtig Datensicherung ist. Aber wie sieht es aus mit dem Digital Cleanup von Rechner, Tablet und Smartphone? Also Ordnung schaffen auf den Geräten.

Die Bitkom hat hier ein paar interessante Daten. Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer räumt auf: 92 Prozent von ihnen räumen generell Inhalte auf ihrem Smartphone auf. 70 Prozent tun dies sogar mindestens einmal im Jahr. Der Computer oder Laptop hingegen wird nur von zwei Dritteln (64 Prozent) von Inhalten wie zum Beispiel alten Fotos, E-Mails, Dokumenten oder Programmen befreit. Dies macht ungefähr die Hälfte (48 Prozent) mindestens einmal im Jahr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.006 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Ich bin wohl ein Pedant, denn ich räume einmal die Woche meine Geräte auf und es ist wieder mal Zeit für den digitalen Frühjahrsputz. Allerdings muss ich zugeben: Ich hab auf einen Rechner einen ganz unangenehmen Ordner, den ich Gorleben getauft habe. Da kommen Dokumente rein, mit denen ich im Moment nichts anfangen kann und ich kein System habe, nach welchen System ich sie ablegen soll. Also kommen sie ins Endlager Gorleben und werden vielleicht irgendwann wiederaufgearbeitet. Dann kommt die WAA ins Spiel, irgendwann.

„Wer überflüssige Daten und Programme löscht, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, indem er oder sie den Stromverbrauch von Geräten und Infrastrukturen senkt“, sagt Niklas Meyer-Breitkreutz, Bereichsleiter Nachhaltigkeit und Umwelt beim Bitkom. Mindestens einmal pro Woche räumen nur 2 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer auf dem eigenen Smartphone auf. Weitere 15 Prozent machen dies zwar nicht wöchentlich aber mindestens einmal pro Monat, 53 Prozent nicht monatlich, aber mindestens einmal im Jahr, 23 Prozent immerhin alle paar Jahre. Nur 3 Prozent verzichten komplett auf das Aufräumen des Smartphones.

An den Klima-Aspekt habe ich bisher nicht gedacht, sondern ich räume auf, damit ich einen besseren Überblick habe und mein Zeug wiederfinde.

Inhalte auf Laptops oder Computern bleiben bei den Deutschen hingegen eher unangetastet: Auf dem Laptop oder Computer räumen 5 Prozent der Nutzer dieser Geräte mindestens einmal pro Woche auf. Ein Fünftel (21 Prozent) löscht Inhalte zwar nicht wöchentlich aber mindestens einmal im Monat, weitere 22 Prozent nicht monatlich, aber mindestens einmal im Jahr. Nur alle paar Jahre räumen 17 Prozent auf ihrem Laptop oder Computer auf, ein Drittel (32 Prozent) tut dies hingegen nie.
Und damit wären wir wieder bei dem leidigen Thema Backup. Denn was nützt mir das konsequente Aufräumen, wenn die Daten bei einem Störfall dann verloren sind. Und wer schon mal einen Festplatten-Crash erlebt hat, weiß, wovon ich rede.

Wieder eine neue Sofortbildkamera: Fujifilm Instax Mini 99

18. März 2024

Ich hab ja ein Fable für Sofortbildkameras und arbeite in der Regel mit meiner Polaroid SX70 aus der guten alten Zeit und verschiedenen Modellen von Fujifilm aus der Instax-Reihe. Für April ist die Fujifilm Instax Mini 99 angekündigt. Die Instax Mini 99 löst die Instax Mini 90 Neo Classic ab.

Ich glaube nicht, dass sich die Optik deutlich verbessert hat, aber es sind bei dem rund 200 Euro teuren Spielzeug ein paar Features hinzugekommen, die ich mir nach Erscheinen einmal näher anschauen will. Neu sind verschiedene Farbeffekte, die innerhalb der Kamera eingebaut sind und beim Schießen des Sofortbildes angewendet werden.

Beim Alten geblieben ist die Ausstattung mit dem kleinen LCD zur Übersicht über Modi und Bildanzahl, manuelle Belichtungseinstellungen, Aufnahmemodi, Doppel- und Langzeitbelichtung sowie Blitz.
Neu sind die sechs verschiedenen Farbeffekte, die über ein Einstellrädchen vorgenommen werden. Zur Auswahl stehen Warm Tone, Faded Green, Sepia, Light Leak, Soft Magenta und Light Blue. Wählt der Fotograf einen Farbeffekt wird dieser über integrierte integrierte LED-Beleuchtungssystem direkt analog auf den Film belichtet. Brauch ich dieses Features wirklich? Die Idee ist ganz nett, doch rechtfertig dieser Spaß wirklich die Neuanschaffung einer Kamera. Ich hätte so gerne eine Verbesserung der Optik, aber auf diesem Ohr scheint Fujifilm taub zu sein.

Ein weiteres Feature ist ein neuer Instax Film, Photo Slide genannt. Er soll an Dias erinnern.

Ich bin stolz auf meinen Club: Der PresseClub München wendet sich gegen AfD-Methoden

6. März 2024

Ich bin stolz, dass ich als Journalist und Blogger dem PresseClub München angehöre, der sich klar positioniert hat zum den AfD-Angriff auf kritische Berichterstattung. Als Demokrat trete ich für Meinungsfreiheit und für die unabhängige Arbeit des vierten Standes ein. Was die AfD mit ihrer zum Teil rechtsextremen Mitgliedern treibt, geht über mein demokratisches Verständnis hinaus.

In einer Erklärung kritisiert PresseClub München scharf die Maßnahme der AfD in Bayern, in ihren Augen missliebige Journalisten des Bayerischen Rundfunks von der Berichterstattung auszuschließen. Es ist mit der Pressefreiheit nicht vereinbar, dass sich politische Parteien quasi aussuchen können, wer über sie berichtet und wer nicht. Das ist ausschließlich Sache der Medien, die ihre Reporter beauftragen.

Ich gehöre dem erweiterten Vorstand des PresseClubs an, kann aber seit einem halben Jahr aus familiären Gründen nicht an den Vorstandssitzungen teilnehmen. Ich habe die Pressemitteilung meines Vorsitzenden Dr. Uwe Brückner und des Vorstands aber mit Freunde gelesen und unterstütze ihn in allen Punkten.
„Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.“ So lautet die Ziffer 1, Pressekodex des Presserats, zu dem sich alle verantwortungsvollen Journalisten verpflichtet haben. Die Betonung liegt aber auch auf verantwortungsvollen Journalisten, nicht auf Gesinnungsjournalisten, die es zweifellos auch gibt.
Meinungs- und Informationsfreiheit sind die Pfeiler einer unabhängigen Pressearbeit: Unverzichtbar für einen demokratischen Staat und im Grundgesetz verankert. Attacken gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und gegen eine freie, kritische Presse sind zu verurteilen! Ich habe selbst auf Veranstaltungen erlebt, wie misstrauisch einige der Presse gegenüberstehen und sich auch vor den Karren der AfD spannen lassen.

In der Erklärung meines Clubs heißt es: „Der Münchner Presseclub steht fest an der Seite der weit über 100.000 Demonstranten, die sich in München und anderswo gegen rechtsradikale Umtriebe, Ausländerfeindlichkeit und Remigrationsphantasien wenden.“ Ich war auf einigen Demos gegen Rechtsextremismus, weil mir diese Demokratie zu wertvoll, um sie braunen Spinnern zu überlassen. Sonst vermeide ich meinem Blog politische Äußerungen, aber dies musste heute einfach sein.

Ich bin gespannt auf die Fujifilm X100VI

20. Februar 2024

Vier Jahre haben wir auf das Update gewartet und heute Nacht wurde die Fujifilm X100VI vorgestellt. Ich habe einige aus der X100-Reihe als klassische Reportage-Kamera und bin neugierig, wohin sich dieser Fotoapparat entwickelt. Bisher gibt es fünf Vorgängermodelle – und nun kommt der sechste Streich, daher der Name VI.

Nun, die Japaner haben den Preis gleich mal auf 1800 Euro angehoben, das ist ein Plus von 300 Euro im Gegensatz zur X100V, die aber nur noch sehr schwer erhältlich ist. Wichtig für mich ist, dass das Design und die Bedienweise gleich geblieben sind – verändert haben sich die inneren Werte. Es heißt, dass das bisherige Zubehör wie Taschen und Linsen weiter verwendet werden können – danke. Allerdings: Ich habe die Kamera noch nicht in der Hand gehabt und kenne sie nur von Bildern und Videos aus dem Netz. Der Verkaufsstart ist der 28. Februar.

Für mich ist es sehr wichtig, dass die Bedienweise sich nicht ändert. Ich habe mich in den vergangenen vier Jahren und darüber hinaus daran gewöhnt und die Bedienung ist mir in Fleisch und Blut übergegangen, so dass ich mich beim Fotografieren voll auf das Motiv konzentrieren kann. Wenn die Knöpfe und die Belegung sich geändert hätte, müsste ich neu lernen und das will ich nicht. Ich denke, dass geht jeden Fotografen ähnlich, der wirklich fotografieren will.

Die inneren Werte sind eine konsequente Weiterentwicklung. Im der Kamera steckt ein X-Trans CMOS 5 HR-Sensor, der 40,2 Megapixel bietet und nun einen Bildstabilisator besitzt. Hier hat die Kamera den Sensor der von den bewährten Systemkameras X-T5 und X-H2 geerbt. Das bedeutet, dass nun elf Bilder pro Sekunde und 33 Raw-Bilder in Folge möglich sind.

Einen Schritt nach Vorne hat Fujifilm in Sachen Video gemacht, obwohl die X100VI weiterhin als klassischer Fotoapparat positioniert ist. Ich will sie aber auch als Videokamera einsetzen und das ist nun besser möglich durch 4K/60p (4096 × 2169) oder auch mit 6.2K/30P (6240 × 3150) bei gleichzeitiger Motiverkennung und -verfolgung. Mikroanschluss ist über Klinke weiter möglich.

Für mich ist die Fujifilm die klassische Reportagekamera mit ihrem 23mm Festbrennweiten-Objektiv, eine klassische Nahkampfkamera. Ran ans Objekt. Ich hab noch alte Weitwinkel- und Telekonverter, die ich weiterhin verwenden kann. So werde ich wohl die bisherige X100V mit einem Weitwinkel ausstatten und die X100VI als Hauptkamera einsetzen und somit künftig zwei Kameras im Gepäck haben.

Natürlich stellt sich die Frage: Braucht man heute eigentlich im Zeitalter des Smartphones noch klassische Fotoapparate? Eine schwierige Frage für mich, die ich für mich noch nicht endgültig geantwortet habe. Die klassischen Hersteller wie Canon und Nikon, ich war immer Nikon-Fotograf, hatten eine Zeitlang das Nachsehen gegenüber Sony. Nikon hat sicherlich im Profi-Bereich massiv aufgeholt, aber meine Auftrtags- und Einsatzlage sind nicht mehr so wie früher. Das Smartphone ist immer dabei und immer einsatzbereit. Den Fotoapparat muss ich immer extra mitnehmen und oft scheitert es an meiner Faulheit und Bequemlichkeit.

Sora – Text-to-Video Modell von OpenAI- ich werde (wieder) Filmemacher

17. Februar 2024

Als ich Sora zum ersten Mal gesehen habe, begann ich zu träumen. Wie toll ist Sora? Was wäre mit Sora alles möglich? Nein, nicht dass Sie mich missverstehen. Ich bin glücklich verheiratet und Sora ist kein weibliches Wesen. Sora ist das neue Text-to-Video Modell von OpenAI, also eine KI-Anwendung mit der per Eingabe/Promt bewegte Bilder entstehen.

Als ich die ersten Videos von OpenAI gesehen hatte, setzte bei mir eine Zeitreise in das Jahr 1982/83 ein. Damals sah ich als Jugendlicher im Kino den Disney-Spielfilm Tron. Hier werden Menschen in den Speicher eines Computers versetzt und kämpfen als Bits und Bytes als Videospiele gegeneinander. Die visuelle Darstellung von Tron haute mich aus den Socken. Ich ging aus dem Kino und wollte so etwa mit meinem Heimcomputer machen, mit dem VC20 und dann dem Commodore C64. Also einen Film auf VHS drehen und vom C64 kommen die Effekte. Das Ganze ist krachend gescheitert, aber die Idee war gut.

Vielleicht greife ich ein neues Projekt des Filmemachens mit Sora neu an. Sora erstellt realistische Videosequenzen aus einfachen Texteingaben. Es sollen 60 Sekunden Clips möglich sein. Noch steht Sora nicht zur allgemeinen Nutzung bereit, aber ich stehe bereit und warte auf die Freischaltung for the rest of us. Ich kann ja inzwischen an einem Drehbuch-Script arbeiten und auf das Go durch OpenAI warten.

Allgemein kann ich mir vorstellen, dass Sora und Co wie Googles Gemini die Welt es Filmemachens verändern werden. Die Stock-Agenturen, die jetzt Filmclips verkaufen, werden ins Straucheln geraten.

Natürlich sind wir erst in der Frühphase von Sora. Das aktuelle Modell hat Schwächen. Es kann Schwierigkeiten haben, die Physik einer komplexen Szene genau zu simulieren, und kann bestimmte Fälle von Ursache und Wirkung nicht verstehen. Zum Beispiel könnte eine Person einen Bissen aus einem Keks nehmen, aber danach hat das Cookie möglicherweise keine Bissmarkierung. Ich bin gespannt auf die nähere KI-Zukunft und freu mich darauf.

Blaze Taito Super Pocket angespielt

16. Februar 2024

Als mobiler Retrogamer freue ich mich immer, wenn ich meine Sammlung um sinnvolle Konsolen erweitern kann. Natürlich spielt der Purist auf klassischen Retrokonsolen wie den GBA, Lynx oder die PSP. Aber dann und wann erfreue ich mich auch an modernen Gerätschaften, die mir das Feeling meiner Jugend zurückbringen. So eine Konsole ist der Blaze Taito Super Pocket.

Gut, Über die Farbe lässt sich trefflich streiten. Das ganze Ding erinnert mich an mein erstes Mobiltelefon von E-Plus, das PT11 in Giftgrün. Ich hätte mir gerne eine etwas dezentere Farbe gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Dieses Gerät hat 18 Videospiel-Klassiker Onboard installiert, darunter mein geliebtes Space Invaders oder auch Bubble Bobble, Elevator Action, Bust A Move, The New Zealand Story, Rastan und weitere. Das war aber nicht der Grund für meine Kaufentscheidung. Viel wichtiger war, dass ich meine Evercade Cartridges einstecken und unterwegs spielen kann. Von Evercade habe ich zahlreiche Retro Games und jeden Monat werden es mehr. Allerdings. Bei meinem ersten Test wurden nicht alle Cartridges erkannt. Woran es auch immer liegen mag.

Das Taito Super Pocket kommt kompakt daher und verfügt über eine Bildschirmgröße von 2,8 Zoll mit eingebauten IPS-Display von 320 x 240. Geladen wird der ganze Spaß über USB C. Ein Ladekabel liegt dabei, ein Netzteil nicht. Die Akkulaufzeit wird mit über 4 Stunden angegeben, was ich allerdings nicht überprüft habe. Es dürfte aber für eine ausgiebige Bahnreise reichen. Der Kopfhörer würde über Klinke angeschlossen.
Das mobile Spielgerät reagiert schnell, die Spiele sind flüssig und der Retro Spaß ist für mich somit garantiert. Also wieder eine neue Form des Zockens.