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Trauma 11. September in New York – Meine Reiseimpressionen Teil 8

12. Januar 2017
Die Skyline von Manhattan hat sich durch den 11. September verändert.

Die Skyline von Manhattan hat sich durch den 11. September verändert.

Das Trauma vom 11. September ist in New York noch immer allgegenwärtig. Ich habe in diesem Blog immer wieder mal über den Terrorangriff geschrieben und auch bei meiner jüngsten New York-Reise mit meiner Familie sind wir immer wieder auf den 11. September gestoßen.

Hoch hinaus – One World Trade Center
Die Skyline von Manhattan hat sich freilich durch den 11. September verändert. Die Zwillingstürme sind verschwunden und es erhebt sich ein neuer Turm in den Himmel. Man kann New York-Filme immer an den Zwillingstürmen einordnen, wann sie gedreht wurden.

Das One World Trade Center ist das höchste Gebäude der Stadt.

Das One World Trade Center ist das höchste Gebäude der Stadt.

Auffällig ist natürlich an der neuen Skyline allen voran das One World Trade Center, den ich noch als Freedom Tower während er Baumaßnahmen kannte. Die Abkürzung ist 1 WTC. Das Gebäude wurde im Mai 2015 komplett eröffnet und steht auf den Trümmern der Zwillingstürme – ein schicksalbehafteter Ort. Das One World Trade Center ist heute das sechsthöchste Gebäude der Welt und das höchste Gebäude in New York. Wir haben das Gebäude nicht besichtigt, sondern während meine Frau und K2 beim Shoppen im Century21 waren, saßen K1 und ich auf einer Bank und schauten das hohe Gebäude an.

Ich erzählte K1 von den Anschlägen und was sich damals 2001 ereignete. K1 lauschte gebannt. Auf dem Gelände vor dem dem One World Trade Center gab es viele Touristenführer, die den Passanten ihre Geschichte der Anschläge für Geld erzählen wollten. Das brauchten wir nicht. Wir saßen da und schauten das Gebäude an, während die Sonne versank und die Lichter im One World Trade Center angingen. Es war eine friedliche Stimmung.

Bahnhof als Kathedrale – Oculus


Diese friedliche Stimmung setze sich fort, als wir den Bahnhof Station World Trade Center betraten. Er befindet sich im Oculus, in der Haupthalle des Bahnhofs. Oculus heißt Auge auf Lateinisch. Dieser eindrucksvolle, fast schon sakrale Bau wurde im Mai 2016 eröffnet und beherbergt zahlreiche hochpreisige Geschäfte. Ich schaute bei Montblanc für die rote Tinte für den Alfred Hitchcock-Füller herein, die man aber nicht hatte. Innerhalb des Baus wechseln die Farben und die hohe Architektur verleiht dem Oculus etwas großartiges.

Ein Bahnhof wie eine Kathedrale.

Ein Bahnhof wie eine Kathedrale.

K1 meinte, der Bahnhof sieht aus, wie eine Kathedrale und das ist richtig. Die spektakuläre Architektur stammt von Santiago Calatrava. Fast vier Milliarden Dollar hat Oculus gekostet und ist damit die teuerste Bahnstation der Welt. Das Gebäude erinnerte an die Schwingen einer Taube, eine Friedenstaube – passend zum Trauma des 11. Septembers. Es ist 49 Meter hoch und 111 Meter lang, Der Marmor der Böden von Oculus stammt aus Carrara, die Stahlstreben kommen aus Deutschland und Spanien. Für mich war der Bahnhof eine besonderer Ort der Ruhe, trotz der Hektik des Geschäftslebens.

Union Square – der Platz des Gedenkens
Nach dem 11. September war der Union Square der offizielle Gedenkplatz für die Opfer des Anschlags. Hier kamen die New Yorker zusammen, um Zusammenhalt die zu demonstrieren und sich gegenseitig zu trösten. Bei der Fahrt mit der U-Bahn traf ich auf ein Denkmal zum 11. September der besonderen Art. In einem Gang der U-Bahn Union Square hängen die Namen der Verstorbenen auf Papier an der Wand.

Am Bahnhof Union Square erinnert eine Installation an den 11. September.

Am Bahnhof Union Square erinnert eine Installation an den 11. September.

Die Aktionsgruppe ArtAid hat dieses Mahnmal errichtet und pflegte es eine Zeitlang. Ich war sehr berührt, als ich die Namen der Verstorbenen las: Kein Pomp, keine Statuen, kein großer Zirkus, sondern schlichtweg Namen. Auf einen Schildern haben Freunde Erinnerungen niedergeschrieben. Das hat mich sehr berührt. Heute fallen die Schilder Stück für Stück ab. Eine gegenüberliegende Polizeistation des New York Police Department achtet aber darauf, dass hier kein Vandalismus passiert. Die Polizeistation selbst auch eine Denkstätte für den 11. September.

Erinnerungen an den 11. September: Hilfszentrale in der St. Paul’s Chapel

11. September 2015

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Heute jährt sich der Jahrestag der Anschläge zum 11. September. Und wieder denke ich an die Opfer des Anschlags. Während meine Eltern wissen, was sich am Tage von Kennedys Ermordung gemacht haben, weiß meine Generation, was wir am 11. September gemacht haben, als die Türme fielen. Ich habe darüber mehrmals gebloggt.
Heute will ich mich an die Hilfszentrale erinnern, die am 11. September eine symbolische Rolle gespielt hat. Und damit will ich mich an die St. Paul’s Chapel in Manhattan erinnern. In deutschen Reiseführern wird sich auch als Paulus-Kapelle bezeichnet. Trotz ihrer direkten Nähe zu den Zwillingstürmen wurde sie beim Einsturz nicht beschädigt. Alle Scheiben blieben ganz. Die Kirche ist das älteste in Manhattan bestehende und genutzte Kirchengebäude und wurde 1764 errichtet. Die St. Paul’s Chapel hat ein lange Geschichte, die es auf der Website nachzulesen gilt.


Mich interessierte aber die neuere Geschichte der Kirche: Während des 11. September diente das Gotteshaus als Hilfszentrale für die Rettungskräfte. Es gab für die Feuerwehrleute ein warmes Essen und einen Platz zum Ausruhen. Das komplette Gebäude war mit Staub eingedeckt, blieb aber unbeschädigt. Die Rettungskräfte hatten einen Ort der Geborgenheit im Chaos. Das haben die New Yorker nicht vergessen.
Bis heute wird in der Kirche mit zahlreichen Tafeln und Fahnen an die Attentate zum 11. September erinnert. Feuerwehren aus der ganzen Welt besuchen diesen Ort und lassen Hoheitszeichen als Respekt für die enormen Leistungen da. Auch Wehren aus Deutschland habe ich dort gesehen. Ich habe mit meiner Frau einen ganzen Nachmittag in der Kirche und auf dem Friedhof verbracht, um der Toten zu gedenken und die Leistungen der Rettungskräfte zu würden. Ich kann jedem New York-Besucher den Kirchenbesuch ans Herz legen. Es wird eine intime Erinnerung an den 11. September werden.


Neben an das das großzügige Mahnmal und nationale Gedenkort am neuen World Trade Center. Dort ist mir zu viel Trubel. Die Erinnerung wurde würdevoll gestaltet, aber mich einfach zu voll. Für meinen europäischen Geschmack ist es manches Mal zu viel mit dem Pomp. So ist eben die amerikanische Art und es steht mir nicht an, darüber zu urteilen.

New York: Mein Empire State Building

18. März 2013

Natürlich gibt es höhere Gebäude, natürlich gibt es schönere Gebäude, aber für mich gehört das Empire State Building einfach zu New York dazu. Bei meinen Besuchen in Big Apple ließ ich immer wieder von der Magie des Gebäudes begeistern.

Der Zauber beginnt bereits in der Lobby. Sie gilt als Meisterwerk des Art Deco. Sobald ich die Türen des Empire State Buildings durch den Eingang an der Fifth Avenue betrete, wirkt der Zauber. Der Raum protzt mit 23 Karat Gold, Aluminium und viel, viel Marmor aus Belgien, Frankreich, Deutschland und klar Italien.

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Überall wird natürlich auf King Kong verwiesen. Der Affe ist überall anzutreffen. Das macht den Charme der USA aus. Sie verbinden klassische Architektur mit schriller Unterhaltung. Sicherlich war das Empire State Building schon vor King Kong berühmt. Aber sicher wurde es durch den Film aus dem Jahre 1933 weltbekannt. Der Riesenaffe hatte dort seinen letzten Auftritt. Nach seinem Engagement am Broadway zog es den Affen zu dem damals größten Gebäude New Yorks, schnappte sich seine weiße Frau und bestieg das Gebäude.  Doppeldecker schossen es von der Spitze des Empire State Buildings, doch wir Filmfreunde wissen es besser: Die Schöne hat die Bestie getötet.

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King Kong begegnet uns hinter Glas im Eingangsbereich und zum Zugang zum 86th Floor, wo die erste Besichtigungsplattform liegt. Wer Glück hat, trifft auf einen Schauspieler im Affenkostüm. Ein Typ mit Tropenhelm macht Fotos für uns Touris. Die Besichtigungsplattform in einer Höhe von 320 Metern (1050 ft). Hier hat man einen wunderbaren 360 Grad Blick über ganz New York- alle Stadtteile liegen im Blick. Bei guten Wetter können die Touristenmassen über 80 Miles weit blicken. Leider sind bei guten Wetter auch ein paar Touristen mehr anzutreffen. Bei schlechten Wetter bleibt der Außenbereich der Plattform geschlossen und es bleibt nur der Blick durch die Fenster.

Wer höher hinaus will und tiefer in die Tasche greift, der fährt zum 120. Stock zur nächsten  Besichtigungsplattform hoch. Mit 381 Meter ist es der höchste Punkt des Empire State Buildings für uns Touristen. Natürlich King Kong stieg höher hinaus, als er mit den Doppeldeckern kämpfte.

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Unbedingt sollte man das Gebäude auch in den Abendstunden besuchen. Die Spitze ist in verschiedenen Farben erleuchtet. Das kennen wir aus romantischen Hollywood-Filmen, wie beispielsweise Schlaflos in Seattle. Allerdings stellt man fest, der Film aus dem Jahre 1993 mit Tom Hanks und Meg Ryan ist nicht authentisch. Die beiden finden ihre große Liebe auf der Aussichtsplattform des Empire State Buildings. Allerdings müssen Tom Hanks und Meg Ryan nicht so viele Fahrstühle und Rolltreppen über sich ergehen lassen, um ihre Liebe zu finden. Die Filmemacher haben einfach ein paar Treppen weggelassen – Hollywood macht es möglich. Wer ein wenig Romantik trotzdem haben will: Für uns Touris spielt Donnerstag, Freitags und Samstags ein Saxophonspieler live oder im Zweifelsfall aus der Konserve.

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Abwärts lohnt sich natürlich der Besuch des Andenkenshops. Wer Kitsch in seiner reinsten Form mag, der findet hier sein Paradis. Allerhand Nippes gibt es in Regalen, Ständern und Magazinen. Das Modell des Empire State Buildings in verschiedenen Größen, aus verschiedenen Materialien, als Glaskugel oder Spieluhr. Mal mit Affe, mal ohne Affe, in Kristall mit Uhr, auf Tassen, Teller, Poster, DVDs und Bücher. Wenn King Kong das gesehen hätte, dann wäre er wohl gleich gesprungen. Filmfreunde finden neben der Verfilmung von 1933 auch zahlreiche Kong-Varianten sowie die Verfilmung von Peter Jackson. Natürlich fehlt die Verfilmung aus dem Jahr 1976 von John Guillermin mit einer schrecklichen Jessica Lange als weiße Frau. Warum? Ganz einfach – King Kong besteigt in dieser Verfilmung nicht das Empire State Building, sondern das World Trade Center und stürzt dort herunter. Beides, Film und World Trade Center, sind inzwischen Geschichte.

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9. Jahrestag von 9/11

11. September 2010
Sehenswerter Fotoband zum 11. September.

Sehenswerter Fotoband zum 11. September.

Heute jährt sich der neunte Jahrestag der Attentate zum 11. September 2001. Nine Eleven, wie die Amerikaner sagen, trifft mich noch immer. Ich habe mir gestern viele Videos des brennenden World Trade Centers angeschaut und es hat mich gepackt, wie am ersten Tag. Ich selbst war einige Male auf den Gebäuden und es hätte mich auch erwischen können. Schrecklich und mein Mitgefühl gilt den Opfern der Anschläge. Wie ich von den Anschlägen erfuhr, habe ich hier bereits geschrieben.

Heute will ich von meinen aktuellen Gefühlen berichten. Ich habe mir gestern auch wieder Bücher zu dem Thema 9/11 angeschaut und bin wie immer bei dem Bildband New York September 11 hängen geblieben. Ein Team der legendären Magnum-Fotografen hatte zu dem Datum ein Monatstreffen in NY. Als die Flugzeuge einschlugen machten sie das, was sie am besten können: Sie fotografierten und dokumentierten. Hergekommen ist ein beeindruckender Bildband, eine Momentaufnahme des Schreckens – aber von Profis komponiert und nicht einfach geknipst. Hier waren Meisters ihres Fachs am Werk, die eines der schlimmsten Attentate als Berichterstatter dokumentiert haben. Diese Bilder haben mir Emotionen des Entsetzens und der Angst ausgelöst.

Meine Erinnerungen an den 11. September

11. September 2008

Voller Wut und Trauer denke ich an den 11. September 2001 zurück, als damals die USA von feigen Terroristen angegriffen wurden. Ich will jetzt keine Diskussion führen, welche Gründe dieser Irrsinn hatte und was sich seitdem verändert hat. Bei meinen Eltern hieß es immer nur: Sie erinnern sich ihr ganzes Leben an den Moment, was sie getan hatten, als sie erfuhren, dass Kennedy erschossen wurde. Das war ein einschneidendes Ereignis für ihre Generation. Für meine Generation war es sicher der 11. September 2001. Ich saß an diesem Tag in einer Titelkonferenz der Zeitschrift PC Professionell, die inzwischen von den Heuschrecken kaputt gemacht wurde. Wir diskutierten gerade über Brennen und Kopieren von DVDs als die Chefin vom Dienst hereinkam und sagte, ein Flugzeug sei in das World Trade Center geflogen. Wir unterbrachen unsere Sitzung und schauten im Internet nach. Das Netz wurde immer langsamer bis es zusammenbrach. Da wir zu diesem Zeitpunkt TV-Geräte in der Redaktion hatte, brauten unsere Labortechniker eine TV-Wand auf und wir verfolgten den Schrecken live. Den zweiten Einschlag, den Einsturz, die Verzweiflung, die Folgen. An Arbeit war an diesem Tag nicht mehr zu denken. Der Titel wurde schnell fertiggemacht. Der Schock hielt an. Ein Kollege war verzweifelt. Er war über den Tot vieler Menschen besorgt, noch mehr betroffen war er, als er sein Aktiendepot ansah, das er sich zur Alterversorgung zusammengekauft hatte. Die Aktien befanden sich im freien Fall. Seine Altersversorgung brach zusammen, die weltweite Rezession hatte begonnen.