Marketing: QR-Code im Weihnachtsgewinnspiel

20. Dezember 2012

Vor dem Spielwaren Reindl in Fürstenfeldbruck bildete sich vor kurzem eine Traube von Kindern, die aufgeregt auf ihren Handys herumtippten. Beim näheren Hinschauen standen sie alle am Schaufenster und diskutierten über einen ausgehängten QR-Code. Von 6. bis 24. Dezember hatte sich der Fürstenfeldbrucker Einzelhandel entschlossen, auf mobile Kommunikation zu setzen und das örtliche Spielwarengeschäft machte mit. Wer einen QR-Reader besitzt (und das hatten die meisten Kinder vor dem Schaufenster) konnte den Code einscannen. Programmiert wurde es von einer flotten IT-Bude QR–Promotions in Fürstenfeldbruck, die sich u.a. auf QR-Codes spezialisiert haben.

QR-Code scannen und gewinnen - nette Idee des Fürstenfeldbrucker Einzelhandels.

QR-Code scannen und gewinnen – nette Idee des Fürstenfeldbrucker Einzelhandels.

Wer Glück hatte, bekam einen Einkaufsgutschein, den er im Laden einlösen konnte. Leider hatten die Kinder und auch ich kein Glück. Der Zufallsgenerator wählte uns nicht aus und so bekamen wir keinen Gutschein.

Leider Pech gehabt.

Leider Pech gehabt.

Schlitzohren wie es Kinder nun mal sind, wollten es gleich noch einmal probieren, doch Fehlanzeige. Erst nach 1,5 Stunden ist es wieder möglich, an diesem Weihnachtsgewinnspiel teilzunehmen. Über einen zeitlichen Cokie wurde es wohl gelöst. Wer es dennoch probiere, bekam einen entsprechenden Hinweis. Nun gut, bin ich also zum Einkaufen gegangen und meine 1,5 Stunden herumgebracht, Leider war die Glücksfee mir dann immer noch nicht hold und ich scannte wieder eine Niete. Enttäuscht zog ich ab, dennoch war die Aktion ein schönes Beispiel für den sinnvollen Einsatz von QR-Codes im Marketing. Übrigens, das Löschen der Cokies hatte auch nichts gebracht, ich hatte wohl einfach kein Glück.

Erst nach 1,5 Stunden kann ich wieder mitspielen.

Erst nach 1,5 Stunden kann ich wieder mitspielen.

Musiktipp: Prince from Another Planet von Elvis Presley

19. Dezember 2012

Elvis

Ich hatte nicht geglaubt, dass es noch solche Schätze gibt. Als Fan des King of Rock´n Roll war es ein Erlebnis, das neuveröffentlichte Doppelalbum Prince from Another Planet anzuhören. Es sind die erweiterten Aufnahmen der bekannten Madison Square Garden-Aufnahmen vom Juni 1972, aufgepeppt durch ein schönes Booklet und eine DVD mit interessanten Aufnahmen.

Was Sony aus den alten Aufnahmen klangtechnisch herausgeholt hat, ist wirklich eindrucksvoll. Die beiden einstündigen Konzerte waren ein Medienereignis. Der alte Rocker zeigte noch einmal, was für ein Top Entertainer er ist. Nach all den durchschnittlichen und schlechten Filmen, den Las Vegas-Aufnahmen kam Elvis zurück auf die Bühne und wählte den Garden als Bühne. Es ist das zweite Mal, das Elvis in New York spielte. Presse und Publikum können in dieser Stadt tödlich sein. Aber Elvis versteht sein Geschäft und legte eine hervorragende Performance hin. Superstars des Rock-Zirkus ließen es sich nicht nehmen, seine Shows zu besuchen: Led Zeppelin, David Bowie, George Harrison, Elton John und auch Paul Simon. Die nun veröffentlichten CDs laufen als 40th Anniversary Edition und wurden von Michael Brauer (Coldplay) neu gemixt. Das Mastering besorgte Vic Anesini.

Im Netz kursieren immer wieder Kritiken, dass die beiden Shows nahezu identisch im Ablauf sind. Was soll denn das? Natürlich ist das Showprogramm einer Nachmittags- und einer Abendshow gleich. Und dennoch liegen die Unterschiede in der Performance. Elvis beweist einmal wieder, welch Wahnsinnigssänger er ist. Er trifft jeden Ton und gibt alles. Für mich ist Prince from Another Planet eine der wichtigsten Veröffentlichungen des Jahres

Die beiliegende DVD zeigt eine Pressekonferenz des Kings, der sich weigerte, politische Aussagen zu treffen. Schüchtern und dann doch voller Selbstbewusstsein gibt Elvis ausweichend Antworten. Und stolz präsentiert der King protzig seinen goldenen Gürtel. Schön zu sehen, sind Aufnahmen von Elvis Vater und legendär, der bärbeißige Colonel Tom Parker, der die Presse umher scheucht. Für mich komplett neu war eine verwackelte Konzertaufnahme auf Super 8 der Nachmittagsshow. Hier hatte ein Fan illegal Teile des Konzerts mitgefilmt. Sony veröffentlichte jetzt diese Aufnahmen, teilweise mit viel Schwarzbild. Wahrscheinlich wurde viel restauriert und das optimale aus dem Material herausgeholt. Dennoch bleiben es verwackelte Super 8-Aufnahmen, die zum Teil anstrengend zum Ansehen sind. Dennoch: Der Fan wird das Zeitdokument lieben. Im Netz kursieren auch weitere Fanaufnahmen der Konzerte. Hier hätte Sony in die Tasche greifen können und die Rechte an diesen illegalen Aufnahmen aufkaufen können. Dann wäre ein netter Fan-Konzertfilm herausgekommen. Aber wahrscheinlich war es zu teuer oder Elvis spielt für Sony nicht mehr genug ein, dass sich der Kauf gelohnt hat.

Üben mit der E-Geige Silent Violin SV130 von Yamaha

18. Dezember 2012

Wir sind eine musikalische Familie. Die Kinder spielen Instrumente: K1 übt am Schlagzeug, dass die Wände wackeln. K2 erfreut sich am Klavier. Die Ehefrau ist für mich ein Multitalent: Gesang, Klavier, Gitarre und Geige. Seit Jahren spielt sie Geige und nach einer Pause hat sie wieder angefangen. Sie nimmt Stunden bei einem strengen Profi. Ein weiblicher Pagagnini wird sie wohl nicht mehr, aber für mich als Laie ist es faszinierend, welche Töne und Melodien sie aus dem Instrument entlockt. Bis es aber soweit ist, heißt es üben, üben, üben. Und das kann in den Ohren weh tun. Jetzt bin geübt im Weghören, ich schalte meine Ohren auf Durchzug und kann Zen mäßig in mir selbst ruhen. Aber nicht alle können das und so nimmt die Nachbarschaft auch Anteil am Üben.

Damit auch spät am Abend mit dem Instrument geübt werden kann, wurde jetzt die Anschaffung einer E-Geige getätigt. Sie hat zwar nicht den Klang und die Spielbarkeit einer Holzgeige, aber zum nächtlichen Üben reicht sie. Trotz eines Preises von rund 750 Euro liegt der Klang von Holzinstrumenten bei weitem darüber (allerdings ist der Preis auch bei weitem höher). So kann die Gattin stundenlang einen Lagenwechsel und Bogenhaltung üben, ohne die Nachbarschaft zu terrorisieren. Wir entschieden uns für eine Silent Violin SV130 von Yamaha in Cardinal Red, gekauft bei Thomann. Die Geige dient ausschließlich zum Üben, ist mit aktiver Elektronik und eingebautem Hall-System ausgestattet. Das rauscharme piezokeramische Tonabnehmersystem funktioniert sehr gut, wir nehmen den Sound über die in den Korpus eingebaute 6,3 mm Klinkenbuchse ab. Leider kann man keine andere handelsübliche Schulterstütze verwenden, so war etwas Umgewöhnen angesagt. Auch der beigelegte Kopfhörer ist eher Müll. Wir verwenden weiterhin die klanglich besseren Beyerdynamic T-70. Übrigens, seitdem wir die E-Geige haben, sind die Nachbarn ausgezogen. Ich versteh es nicht.

geige

Buchtipp: Der Herr der Ringe – die zwei Türme von Gary Russell – die Erschaffung eines Filmkunstwerks

17. Dezember 2012

kunstwerk

Der Hobbit muss sich noch setzen, zu stark sind die Eindrücke, die der neue Peter Jackson zurücklässt. Daher widme ich mich der Erschaffung eines anderen Filmkunstwerkes: Ich schaue mal auf das Artwork des zweiten Herr der Ringe-Teils: Die zwei Türme. Der mittlere Teil einer Trilogie hat es immer schwer. Die Faszination des ersten Teils besteht darin, die Figuren einzuführen und die Charaktere zu entwickeln. Der letzte Teil der Trilogie ist immer die große Schlacht, die große Auflösung, das Ramba Zamda. Teil 2 tut sich immer schwer, denn eigentlich werden die Figuren des ersten Teils aufgenommen und sie steuern auf den Höhepunkt von Teil 3 entgegen. So ist der zweite Teil einer Trilogie nur eine Art Durchlauferhitzer.

Tolkien schafft es in seinen Büchern eine neue Welt vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Diese Aufgabe widmete sich auch Peter Jackson in seiner Version der zwei Türme. Gary Russell lässt uns in seinem Buch Der Herr der Ringe. Die zwei Türme. Die Erschaffung eines Filmkunstwerks einen Blick hinter die Kulissen werden. Rund 500 Entwurfsskizzen und Bilder aus dem Film zeigen, mit welcher Akribie Weta vorgegangen ist, um die Welt von Tolkien auf die Leinwand zu bannen. 2002 ist das Buch erschienen und hat bis heute nichts von der Faszination verloren. Vielleicht wurden die CGI-Tricks in Hobbit besser, aber die Vorbereitung für die Erschaffung der Tolkienschen Welt war damals wie heute wunderbar detailreich. Um vieles haben sich die Kreativen in Neuseeland Gedanken gemacht: Sets, Kostüme, Bewaffnung, Monster. Sehr interessant die künstlerische Auseinandersetzung am Beispiel des Balrog. Von der ersten Bleistiftzeichnung bis hin zu Farbskizzen zeigt das Buch wunderbar das Ringen um die Figur.

Die zwei Türme lebt vor allem von den Sets. Und diese beherrschen das Buch auch. Aber es sind zumeist dunkle Orte. Spielte Teil 1 noch im grünen Auenland, wechselt im zweiten Teil die Beleuchtung. Erinnert sei an Emyn Mull, die Totensümpfe, das schwarze Tor, Ithilien oder Fangorn mit den Ents als seinen Bewohnern. Gerade bei den Ents habe ich Angst gehabt, dass die erhabenen Baumwesen nicht irgendwie lächerlich erscheinen. Sie sind in meiner Fantasie mächtig, weise und auch ein bisschen schrullig. Die Peter Jackson-Version ist überzeugend geworden – Gottlob. Erhaben auch die Festung Helms Klamm mit ihren mutigen Verteidigern.

Mir hat es Spaß gemacht hinter die Kulissen der zwei Türme zu schauen. Gary Russell hat in seinem Buch Der Herr der Ringe. Die zwei Türme. Die Erschaffung eines Filmkunstwerks ganze Arbeit geleistet.

Hohner Electra E-Piano zu verschenken

16. Dezember 2012

Vintage-Musiker aufgepasst. Wir vergeben unser Hohner Electra E-Piano aus dem Jahr 1970 in treue Hände. Es ist ein Klassiker aus dem Hause Hohner, das ähnlich klingt wie eine Wurlitzer 200A oder Wurlitzer 207. Es ist ein reinstes E-Piano im typisch biederen Design von Hohner. Leider funktionieren einige Tasten nicht, aber wer sich mit der Elektronik der damaligen Zeit auskennt, der kann das Instrument wieder herrichten und voll einsetzen. Wir liebten das Hohner Electra wegen seines Klangs. Das Instrument – nicht dieses – wurde unter anderem von Led Zeppelin eingesetzt. Viel Technik gibt es nicht: Den An-/Ausschalter auf der rechten Seite und den Lautstärkeregler auf der linken Seite.

Die Tonerzeugung der Hohner Electra basiert auf einer gelungen Mixtur aus Wulitzer (Reeds) und Rhodes (elektromagnetische Abnahme). Das Signal wird dann einem eingebauten Verstärker mit vier im Gehäuseunterteil integrierten Lautsprechern ausgegeben. Der Klang ist sehr warm Die Tastatur arbeitet wie beim Rhodes. Das Spiel ähnelt aufgrund des hohen Gewichts der Hämmer dem eines Klaviers.

Wir verschenken unser Hohner Electra. Voraussetzung: Kein Weiterverkauf, sondern Einsatz als Musiker. Wer es haben möchte, setze sich mit mir in Verbindung, um einen Termin auszumachen. Bitte nur Selbstabholer. Das Klavier steht im Raum München.

Update 17.12.: so wie es aussieht, hat ein Musiker Interesse. Er will sich zwischen den Feiertagen das Instrument ansehen.

Update 09.02.: das Klavier ist wieder zu haben. Ein Interessent hat uns lange hingehalten und wollte es dann doch nicht – also neue Chance.

Update 04.09.: das Klavier ist vergeben

Geschäftsidee: Regalmeter zu vermieten

16. Dezember 2012
Floh am Markt in Fürstenfeldbruck.

Floh am Markt in Fürstenfeldbruck.

Eine interessante Geschäftsidee begegnete mir neulich in Fürstenfeldbruck. Mitten in der Kreisstadt eröffnete ein Laden mit Namen „Floh am Markt“. Eigentlich dachte ich, es ist nur ein weiterer Ramschladen mit Second-Hand-Produkten. Im Grunde war es das auch, aber die Geschäftsidee dahinter gefällt mir. Der Ladeninhaber vermietet Regalfläche. Die Regalmeter werden pro Woche an Verkäufer vermietet. Es beginnt bei 8 Euro pro Meter und geht hoch bis 11 Euro pro Meter. Der Kunde, der das Regal mietet, kann wie auf einem Flohmarkt sein Zeug verkaufen. Gehandelt wird nicht. Der Ladenbesitzer muss nur dafür sorgen, dass der Laden offen ist und abkassiert wird. Durch die gute Innenstadtlage kommen immer wieder neue interessierte Kunden.

Kunden können die Regale mieten und ihre Waren verkaufen.

Kunden können die Regale mieten und ihre Waren verkaufen.

In dem Laden waren alle Regale vermietet, also der Ladenbesitzer wird auf seinen Schnitt kommen. Die Kalkulation scheint für ihn zu stimmen. Für die Ware sind die Kunden selbst zuständig. Leider war die Masse der Waren wertloses Zeug: Mit Büchern ist kein Geld zu machen und auch DVDs und Videocassetten (!) ist nicht viel Kaufkraft zu binden. Ich habe in dem Laden nichts interessantes gefunden, werde aber immer wieder kommen, denn die Regalmieter wechseln ja ständig. Ob der Floh am Markt eine dauerhafte Verkaufsidee ist, das weiß ich nicht. Aber ich werde die Geschäftsidee weiter beobachten.

Der Ladenbesitzer hat auf jeden Fall seinen Schnitt gemacht.

Der Ladenbesitzer hat auf jeden Fall seinen Schnitt gemacht.

Musiktipp: Complete Songs & Poems of the Lord of the Rings von Tolkien Ensemble

15. Dezember 2012

Weil wir uns alle am Hobbit-Fieber angesteckt haben, will ich mal Musik aus der Welt von Mittelerde vorstellen, die vielleicht nicht jedermann kennt. Ich meine jetzt nicht die Soundtracks von Howard Shore und Leonard Roseman, sondern die Musik des Tolkien Ensembles.

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Ich hab diese Musik aus Dänemark Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf einem Schallplattenflohmarkt entdeckt. Über die Jahre sind einige Aufnahmen hinzugekommen. Im Jahre 2006 erschien die 4-CD-Sammlung Complete Songs & Poems of The Lord of the Rings, die ich Fans von Mittelerde ausdrücklich empfehlen möchte. Bei der Band Tolkien Ensemble handelt es sich um dänische Musiker, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Gedichte und Gesänge vom Herr der Ringe zu vertonen und zu veröffentlichen. Unterstützung haben sie von Christopher Lee bekommen, der zahlreiche Tolkien Gedichte vortrug. Schön, dass Lee auch eine Rolle als böser Zauberer Saruman in Jacksons Herr der Ringe-Verfilmung bekommen hat.

Allerdings ist die CD-Sammlung keine leichte Kost. Die komplexen Aufnahmen gehen nicht sofort ins Ohr. Wunderbar finde ich die Choräle, aber auch die leisen Lieder aus dem Auenland. Insgesamt waren über 150 Musiker an den Aufnahmen beteiligt, darunter 14 Solisten. Die Sammlung enthält alle Veröffentlichungen des Tolkien Ensembles. Zehn Jahre hatten Casper Reifff und Peter Hall geraucht, um das Werk zu vollenden. Einige Songs wurden für die CD-Box nochmals neu aufgenommen und die Sammlung wurde neu editiert und nun in die korrekte Reihenfolge gebracht. Cool ist auch, dass ein königlicher Tolkien-Fan mit von der Partie ist. Königin Margarethe II. von Dänemark steuerte zahlreiche Zeichnungen und Illustrationen bei. Das Booklet wurde so wunderbar aufgewertet, es enthält neben den Texten der Gedichte und Gesänge auch eine Biografie der Künstler und die eindrucksvollen königlichen Illustrationen. Es lohnt sich also, die Aufnahmen als CD-Set Complete Songs & Poems of The Lord of the Rings zu erwerben und nicht als mp3-Download.

Für mich gehören diese Aufnahmen zu den Schätzen aus der Welt von Mittelerde. Wer sich ernsthafter mit der Welt von Tolkien beschäftigen will, kommt um diese Aufnahmen nicht herum.

Gametipp: Lego Herr der Ringe

13. Dezember 2012

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Gleich vorweg: Dieses Spiel ist für mich das Weihnachtsgeschenk 2012 schlechthin. Ich war von der Umsetzung der Star Wars Saga in die Lego-Welt schon begeistert, aber bei der Lego-Version von Lego Der Herr der Ringe blieb mir die Spucke weg. Wie stark ist das denn? Basierend auf der „Herr der Ringe“-Filmtrilogie erzählt Lego Der Herr der Ringe die Originalgeschichten aus Tolkiens Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Der Herr der Ringe: Die zwei Türme und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs und entführt die Spieler auf eine epische Abenteuerreise mit drolligem Lego-Humor und typischer Lego-Kreativität. Gestellte Aufgaben sind durchaus lösbar nach ein wenig Nachdenken und so macht das Spiel Spaß für die ganze Familie. Bei uns gaben sich die Generationen den PS3-Controller in die Hand. Im Game werden die wichtigsten Stationen von Mittelerde besucht: Schicksalsberg, Wetterspitze, Helms Klamm, die Minen von Moria, Fangor, Isengart und die Totensümpfe und einige mehr. Die Szenen sind sehr humorvoll gezeichnet und auch wenn die Geschichte mal etwas blutig wird, sind wir doch schließlich in der Welt der dänischen bunten Klötzchen. Ein Lacher zu Hause war beispielsweise die Darstellung der Reiter von Rohan, deren Pferde sich wie Zirkuspferde gebahren und sich zur Pyramide aufstellen. Der Lego-Humor ist liegt oft im Detail: Frodo wird mit einer Lego-Bauanleitung geheilt.

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Während die Spielzentrale bei Lego Batman die Bat-Höhle und bei Lego Star Wars die Schlachtkreuzer sind, so ist die Zentrale bei Herr der Ringe eine Karte von Mittelerde. Hier kann der Spieler seine Missionen wählen. Betraut mit der Aufgabe, den Meisterring zu zerstören, der das Gute bedroht, muss Frodo sein friedliches Zuhause im Auenland verlassen. Doch der böse Ring will erst einmal gefunden werden, und der Weg zum Schicksalsberg – der einzige Ort, wo der Ring bekanntlich zerstört werden kann – ist gefährlich und mit Orks und noch übleren Bestien gespickt. Um Frodo zu helfen, wird das bekannte Bündnis geschmiedet – Aragorn der Waldläufer, Gandalf der Magier, Legolas der Elb, Gimli der Zwerg, Boromir der Kämpfer aus Gondor und Frodos Hobbit-Freunde Merry und Pippin. Die Spieler erleben die Herr-der-Ringe-Saga im Lego-Stil, erforschen Wunder, lösen zeitlose Rätsel und machen auf ihrer Jagd nach dem Ring schier endlosen Feindesscharen den Garaus. Hat der Spieler das Game zum ersten Mal komplett gelöst, kann er neu beginnen und die hohe Anzahl von Minikits/Schätzen sammeln. So macht das Spiel immer wieder Spaß und schafft neuen Anreiz.

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Manches Mal ist wie bei all den Lego-Spielen auch die Kameraführung in Lego Der Herr der Ringe etwas strange. Bei einem gesplitteten Bildschirm im Zweispieler-Modus empfiehlt sich der Einsatz eines großen Displays, sonst wird es ganz zu klein. Spielt man über Beamer und der Sound kommt von der Anlage, dann taucht der Spieler in die Welt von Mittelerde ein. Dazu kommt die Originalmusik von Howard Shore.

Positiv für mich: Obwohl die Kinder bis dato nichts von Herr der Ringe gehört hatten, wurden sie durch das Spiel an die Welt von Tolkien herangeführt. Sie bekamen Lust auf die Bücher und wenn sie im entsprechenden Alter sind, können sie die Klassiker der Fantasyliteratur in der richtigen Übersetzung lesen. Und da sage noch einer: Spielen bildet nicht.

Musiktipp: The Hobbit: An Unexpected Journey von Howard Shore

12. Dezember 2012
Die Special Ecition lohnt mehr.

Die Special Ecition lohnt mehr.

Dass Howard Shore ein Wagnerfan ist, weiß man nicht erst seit seinem Soundtrack-Trio zu Herr der Ringe. Für Fans von Mittelerde ist schön, dass er auch beim Hobbit mit von der Partie ist und soeben seinen ersten Soundtrack der Hobbit-Trilogie ablieferte. Und auch hier wandte der Komponist die Wagnerischen Leitmotive an. Da kann man einfach nichts falsch machen. Im Herr der Ringe waren es über 80 Motive. Nachdem fast 90 Prozent der Filme mit Musik unterlegt waren, hatte Howard Shore richtig etwas zum Komponieren.
War der erste Eindruck beim Anhörem des Herr der Ringe-Werkes klar: Hier wird Soundtrackgeschichte geschrieben. Beim Anhören von The Hobbit: An Unexpected Journey fällt mein erstes Urteil gespaltener aus. Ja, der Score steht in der Tradaition von Herr der Ringe, ja er hat Atmosphäre, aber meine Erwartungshaltung war wohl einfach zu groß. So wie das Buch der kleine Hobbit eben nicht die Komplexität vom Romanzyklus Herr der Ringe erreicht, so erreichen die Kompositionen beim ersten Hören nicht die Durchschlagkraft. Soll aber bitte nicht heißen, dass es ein schlechter Soundtrack ist. Jeder andere, der ein solches Werk abgeliefert hätte, der wäre mit Ruhm und Ehre überschüttet worden. Aber Howard Shore ist eben nicht jeder andere. Hier gelten andere Maßstäbe.
Der Soundtrack ist ruhiger, nicht so gewaltigtätig – Ausnahmen An Ancient Enemy und Radagst the Brown – wirklich wunderbar und ganz großes Kino. Die Aufnahmen fanden mit dem London Philharmonic Orchestr fanden in den Abbey Road Studios statt. Die Themen von Gandalf und Gollum waren ja schon aus Herr der Ringe bekannt und auch die positive Auenlandmusik tut ihr übriges. Ich höre mich in den nächsten Wochen in den Soundtrack richtig rein und bin auf das Feedback der Community gespannt.
Im Moment gibt es zwei Versionen des Soundtracks auf dem Markt. Standard und eine Extened  The Hobbit: An Unexpected Journey. Die Special-Edition entält für Sammler ein 26-seitiges Booklet mit ein paar Abbey Road Recording Session Fotos, sechs Bonus Tracks und sieben erweiterte Tracks des Scores. Meine Kaufentscheidung lag bei der Special-Edition.

Mobiles Shopping zu Weihnachten auf dem Vormarsch

7. Dezember 2012

shopping

Haben wir denn schon unsere Weihnachtsgeschenke? Ich bin dieses Jahr rechtzeitig fertig geworden und ich habe die meisten Sachen online eingekauft. Interessant ist, dass ich dabei vor allem das iPad oder das iPhone genutzt habe, weniger den stationären Rechner. Und scheinbar bin ich nicht der Einzige. Adobe prognostiziert Verdopplung der Online-Weihnachtseinkäufe über mobile Geräte

Für die Vorweihnachtszeit erwartet Adobe einen erheblichen Anstieg der Online-Käufe. Das ergab eine von Adobe durchgeführte Analyse, die das Kaufverhalten in Europa und den USA in den vergangenen Jahren untersucht und aus den gewonnenen Daten eine Prognose für das Weihnachtsgeschäft 2012 abgeleitet hat. Die Europäer beginnen früher mit ihren Weihnachtseinkäufen als die Amerikaner und beenden ihre Shopping-Touren oftmals auch später. Während in den USA an speziellen Tagen besonders viel gekauft wird, bleiben die Umsatzraten in Europa über eine längere Zeit konstant.

Der Einzelhandel diesseits des Atlantiks registrierte bereits seit Anfang November einen Anstieg der Online-Einkäufe um insgesamt 150 Prozent. Ab der letzten Novemberwoche wird ein weiterer Anstieg des täglichen Umsatzes um 25 Prozent erwartet. Die Umsatzraten bleiben dann für etwa drei Wochen stabil, bevor sie in den 10 Tagen vor Heiligabend wieder zurückgehen.

Und ich muss zugeben, dieses Verhalten passt eindeutig auf mich. Die Daten stammen aus der Studie „Adobe Digital Index 2012 Online Shopping Forecast“. Darin wurden mehr als 150 Milliarden Besuche auf den Webseiten von 500 amerikanischen (60 Prozent) und europäischen (40 Prozent) Einzelhandelsunternehmen der vergangenen sechs Jahre ausgewertet. Mit der Adobe Marketing Cloud gelang es, die Vielzahl von Daten führender Einzelhändler auszuwerten, Muster herauszufiltern und mit Hilfe von Algorithmen die zukünftig zu erwartenden Ergebnisse zu berechnen.

Die Studie verdeutlicht auch den anhaltenden Trend zur Nutzung mobiler Geräte. Einkäufe über Smartphones, Tablets oder E-Reader werden demnach in Europa im Vergleich zum Vorjahr von 6 auf 12 Prozent steigen. Das stärkste Wachstum im mobilen Bereich verzeichnet Großbritannien mit prognostizierten 13 Prozent. Besonders stark werden die Einkäufe via Tablet steigen. In Deutschland werden sie in diesem Jahr voraussichtlich 5 Prozent der Online-Käufe ausmachen – eine Steigerung um 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Tablets liegen die Briten mit erwarteten 8 Prozent an den in Großbritannien online getätigten Einkäufen europaweit vorne.

Adobes Prognosen zum Online-Shopping sowie die realisierten Ergebnisse können in Echtzeit auf einer neuen interaktiv gestalteten Webseite verfolgt werden, die kontinuierliche Beobachtungen und Updates des Kaufverhaltens während der Vorweihnachtszeit liefert. Die „Adobe Digital Index 2012 Online Shopping Forecast“ und die interaktive Webseite sind hier abrufbar.