Die Psychologen sagen, man soll sich seinen Ängsten stellen. Ja, sie sagen es so einfach. Ich zum Beispiel habe richtig Muffensausen, wenn ich eine Achterbahn besteigen soll. Da kneife ich. Der Grund liegt nicht daran, dass ich Angst vor einem Unfall habe. Ich setze darauf, dass der deutsche TÜV die Sache im Griff hat und Materialermüdung rechtzeitig erkennt. Ich habe auch keine Angst vor irgendwelchen Unfällen, obwohl ich immer wieder lese, dass sich ein Sicherheitsbügel löst und ein Fahrgeschäftkunde aus dem Wagen fällt. War nicht gerade so ein Unfall in Texas?
Blick auf den Start der Drachenachterbahn und der Drachenjagd.
Ich habe Angst vor der Geschwindigkeit und den auftretenden Kräften. Mein Kopf will diese Kräfte beherrschen, mein Körper kann es nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach nur Respekt habe vor hohen Geschwindigkeiten.
So auch vor kurzem im Legoland. Mutter und K2 sind verrückte Achterbahnfahrer, während Vater und K1 lieber den Spaß von außen betrachten. Dieses Mal wollte aber K2, dass die ganze Familie die Achterbahn besteigt. “Es ist gar nicht schlimm”, höre ich K2 sagen. Ja, ja. Und als noch meine Frau meinte, es sei wirklich total easy, packte ich mir ein Herz. Ich nahm allen Mut zusammen und bestieg die Drachenjagd im Legoland. Die Drachenjagd ist eine ganz einfache Achterbahn – keine Loopings oder Schnicknack. Von wegen ganz einfach. Der Schrecken kommt am Anfang. Es geht zu Beginn gleich hoch und dann mit Karacho in eine Steilkurve. Und da rutschte mein Herz schon in meine Hose. Es war weniger mein Herz als vielmehr der ganze Kerl. Die Fliehkräfte drückten mich in die Ecke des Wagens und ich verkrampfte. Keine Angst, übergeben und solche Sauereien passieren nicht. Ich stemmte mich unwillkürlich gegen die auftretenden Kräfte und verlor natürlich.
Die restliche Fahrt ist selbst für so ein Weichei wie mich auszuhalten. Es geht noch in ein paar langgezogene Runden, aber machbar. Was ich aber nicht wusste: Die Fahrt hat zwei Durchgänge und so musste ich meine Furcht nochmal in den Griff bekommen. Das erste Mal war schon schlimm, aber beim zweiten Mal wusste ich ja, welche Kräfte auf mich wirken. Ich musste meine Pein nocheinmal durchleiden.
Nach dem Aussteigen war mir doch etwas schwindelig. Um mich herum hüpften Kinder auf und ab und freuten sich. Ich warf meiner Frau nur einen bösen Blick zu. “Alles easy – von wegen!” K1 hatte die Fahrt erstaunlich gut bewältigt und K2 nimmt alles sowieso locker und will gleich die große Drachenachterbahn fahren.
Wer jetzt meint, man soll sich seinen Ängsten stellen, dem sage ich: So ein Müll. In eine Achterbahn bekommt mich kein Mensch mehr hinein. Von wegen Ängsten stellen, Blödsinn.
Der neue Ring kommt musikalisch hervorragend an, die Neuinszenierung musste dagegen massiv Kritik einstecken. Regisseur Frank Castorf ist gnadenlos ausgebuht und ausgepfiffen worden. Er nahm es locker, forderte sogar die Zuschauer auf lauter zu buhen und zeigte dem Publikum einen Vogel.
Was neben der Musik gut ankam, waren die Bühnenbilder der beiden ersten Ring-Teile. Diese stammten für Wagners Ring aus den Werkstätten von Studio Hamburg Media Consult International (MCI) GmbH. Zum ersten Mal vergaben die Bayreuther Festspiele die Bühnenbilder als komplette Auftragsarbeit. Die MCI baute die beiden Bühnenbilder in den Hamburger Werkstätten. Auf einer Drehscheibe im Durchmesser von 20,5 Metern und mit einer baulichen Gesamthöhe von bis zu 13 Metern ist das Ergebnis nicht nur in seinen Ausmaßen überzeugend: Bis zu 50 Mitarbeiter arbeiteten auf einer Vorbaufläche von 2.500 Quadratmetern auf dem Studio Hamburg-Gelände an der Realisierung. Das Ergebnis wurde schon im Frühjahr zu seinem Bestimmungsort auf den Grünen Hügel in Bayreuth transportiert. Dafür wurden die geteilten Bühnenelemente in den geeigneten Maßen auf 22 Trailer portioniert.
Die Mannschaft der Hamburger Werkstätten fügte dann vor Ort auf der Bühne im Festspielhaus in fünf Wochen das angelieferte Bühnenbild-Puzzle zusammen: Auf die eigens von der Planungsabteilung konzipierten, riesigen Drehscheibensegmente wurde die Bühnendekoration aufgebracht und zum Ganzen verbunden. Da der Festspielalltag einen täglich wechselnden Auf- und Abbau des jeweiligen Bühnenbildes vorsieht, war diese reversible Konstruktion eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung.
Unter der Regie von Frank Castorf und nach dem Bühnenbildentwurf von Aleksandar Denic, wurden im „Siegfried“ vielfältige Motive realisiert, beispielsweise der Berliner Alexanderplatz mit einer funktionsfähigen, maßstabsgetreuen Nachbildung der Weltzeituhr oder die Darstellung eines kinetischen Fernsehturmfußes. Die Rückseite zeigt eine massive Felswand mit einer kommunistischen Karikatur des US-amerikanischen Mount Rushmore. In der „Götterdämmerung“ trifft als Szenerie das originalgetreue Portal der New Yorker Börse im Maßstab 1:3 auf eine Berliner Hinterhofwelt, sowie die 12 Meter hohe Neon-Reklamewand „Plaste und Elaste aus Schkopau“, ein Relikt aus DDR Zeiten.
In einer viermonatigen Konstruktionszeit und der effektiven Bauphase von zehn Wochen pro Bühnenbild ist es gelungen, ein beeindruckendes Resultat für die diesjährige Spielzeit im Wagner-Jubläumsjahr abzuliefern. Beide Produktionen werden in den kommenden vier Spielzeiten der Bayreuther Festspiele aufgeführt. Wer also dieses Mal keine Karten für Bayreuth bekommen hat, kann vielleicht 2014 die Inszenierung ausbuhen.
(c) der Fotos: Pressestelle Bayreuth Festspielhaus
Mein Blogger-Freund Ludger Freese hat mir ein Blockstöckchen zugeworfen und ich hab es gerne angenommen. Er stellte mir ein paar Fragen, die ich hier beantworten. Viel Spaß beim Lesen.
Welcher Blogger-Typ bis du?
Als gelernter Journalist, der früher für Tageszeitungen und Fachzeitschriften tätig war, sind Blogs für mich eine klare Fortführung meiner journalistischen Arbeit. Wie kam es zu meinem Blog redaktion42.com? Ich gebe ja seit mehreren Jahren erfolgreich Seminare, unter anderem auch zum Thema Web 2.0. Dort zeige ich, wie sich die Welt verändert. Mit meinem Freund und Kollegen Thomas Gerlach saß ich vor fünf Jahren zusammen und wir kamen auch auf das Thema Blogosphäre zu sprechen. Uns war klar, dass wir nicht über Blogs referieren können, ohne wirklich dabei zu sein. Es gibt schon genügend Schwätzer, die über Sachen abstrakt philosophieren, ohne es zu praktizieren. Also – gesagt, getan. Wir beide gingen ans Bloggen. Doch was sollte der Inhalt sein? Wir beide verfolgten unterschiedliche Konzepte. Während der Kollege Gerlach zweimal die Woche zu speziellen Themen aus der Medien- und Internetbranche schreibt, versuche ich jeden Tag einen bunten Blogpost zu schreiben. Während seine Zielgruppe spitz und elitär ist, sollte mein Blog breit aufgestellt sein, er sollte vor allem Spaß machen. Daher wählte ich als Untertitel auch: Der Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange. Wie ursprünglich Blog als grass-roots movement schreibe ich eine Art Tagebuch: Ich schreibe über die Dinge, die mich bewegen, die mir auffallen, die ich erfahre. Nach fünf Jahren können wir feststellen: Mein Blog ist der erfolgreichere, hat eine deutlich höhere Reichweite. Es stellt sich heraus, dass sich die User gerne mit den alltäglichen Dingen im Netz beschäftigen, sich überraschen und unterhalten lassen und da sind sie bei mir an der richtigen Adresse.
Gerätschaften digital:
Seit 1984 ist es sind Apple-Geräte. Die aktuellen sind im ganzen Haus verteilt, der Rest im Museum. Momentan sind es MacBook Pro, zwei MacBook Air, Mac Pro, iMac und mehrere Mac minis. Zudem nutze ich iPhone 5 und iPad 4 als mobile Geräte. Als professionelles Fotoequipment nutze ich Nikon D3x und Fuji X100s, im Videobereich die großen Canon- und JVC-HD-Kameras. Ein neues Hobby von mir ist die GoPro Hero3 mit einer wahnsinniger 4k-Auflösung. Und ich habe Akkus wie den tizi Kraftprotz und Ladekabel dabei, weil ohne Strom geht es nicht. Zur Unterhaltung und Entspannung darf der Kindle nicht fehlen.
Gerätschaften analog:
Mein Lieblingsfüller, den ich nur zum Unterschreiben dabei habe. führe ich so dann und wann mit mir. Aber so viele Unterschriften muss ich dann noch nicht leisten. Aber im Ernst: Die Welt ist nicht schwarz oder weiß – nicht anlaog oder digital. Meine Welt ist grau oder im besten Fall bunt.
Arbeitsweise:
Als Tageszeitungsjournalist habe ich gelernt, allzeit bereit zu sein und in jeder Situation schreiben zu können. Aber um genügend Platz für die Familie zu haben, schreibe ich in der Regel für meinen Blog am frühen Morgen oder in der späten Nacht. Ich habe keine Angst vor dem Schreiben. Ich arbeite ich an verschiedenen Blogbeiträgen gleichzeitig. Mein Ziel ist es, jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Viele Beiträge sind geplant und auf den Tag abgestimmt. Natürlich kommen tagesaktuelle Ereignisse hinzu und werfen die ganze Planung über den Haufen. Aber das macht das Ganze wieder spannend.
Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Als Blog-Plattform nutze ich WordPress, unterwegs auf der WordPress App. Texte schreibe ich in Google Drive und mehr und mehr ging ich zum Diktieren über aufgrund einer ausgeheilten Augenkrankheit. Die Textdateien sind für meine Frau freigegeben, die meine erste Kritikerin ist.
Ich nutzte früher auch Posterous als Plattform, aber dieser Dienst wurde ja eingestellt und meine Daten zu WordPress migriert. Ich versuche für meine Blogs in der Regel eigene Fotos oder Videos zu nehmen. Dazu ist für mich YouTube eine hervorragende Plattform. Mein Kanal heißt dort redaktion42. Die Bildbearbeitung erfolgt klassisch über Photoshop am Rechner oder entsprechende Tools am iPad. Die Verbreitung geschiet über Twitter, Facebook, Xing, Linkedin, Pinterest und Google+. Die Twitterfeeds werden mehrmals am Tage in unterschiedlichen Varianten wiederholt. Um Kommunikation zu fördern kommentiere ich bei meinen Freunden und erweitere so meine Reichweite.
Wo sammelst du deine Blogideen?
Meine Unterzeile des Blogs redaktion42.com lautet, das Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange, ich bin ein Reisender. Ich bekomme meine Idee aus dem Web, viel aus den sozialen Netzwerken und dem RL, einige Hinweise kommen über klassische PR-Mitteilungen und vieles kommt aus Gesprächen mit echten Menschen. Wenn ich auf Reisen gehe, vergeht keine Stunde und ich habe neue Themen, aber auch ein kleiner Spaziergang reicht aus. Ich empfehle allen Bloggern die Lektüre von Sigi Sommer.
Was ist dein bester Zeitspar-Trick / Shortcut fürs Bloggen / im Internet?
Augen auf – die Themen liegen auf der Straße. Ich muss sie nur aufnehmen und daher ich muss mich trainieren, die Themen zu erkennen. Und das kenne ich noch aus der Zeit als ich mit der Schreibmaschine gearbeitet habe: Der Artikel ist im Kopf komplett geschrieben, bevor ich den ersten Buchstaben in die Tastatur tippe.
Aber ich musste auch feststellen, das Schreiben für einen Blog etwas anderes ist, als Schreiben für Papier. Ich liebe es früher für meine Leser zu schreiben. Aber: Ich will nicht über SEO-Maßnahmen philosophieren, aber natürlich ist Google heute einer meiner Hauptleser. Kurz und gut: ich musste meine Scheibe ändern und zwar komplett.
Das beginnt ganz einfach mit den Überschriften. Ich beherzige hier einfach mal die Tarzan Regel der Mainpost. Die Regel besagt: wenn der Text über Tarzan geht, muss Tarzan in die Überschrift. Als Printjournalist war ich es gewohnt, blumige Überschriften zu schreiben, die den Leser neugierig machen. Als Onliner, der auch für Google schreibt, muss ich klar schreiben, um was es in dem Post geht. Jeden Tag muss ich also die Gretchenfrage stellen. Schreibe ich schöne Texte für Menschen oder schreibe ich schöne Texte, die von Google gefunden werden? Am Ende ist das Leben wie immer ein Kompromiss.
Dann musste ich lernen, verstärkt auf visuelle Elemente zu setzen: also Bilder und vor allem Videos. Ging früher im Blogpost ohne Bild online, so sollte heute mindestens ein Bild und ab und zu ein Video dabei sein. Visuelle Elemente erhöhen die Aufmerksamkeit beim User und dann wird der Text auch gelesen
Benutzt du eine To-Do-List-App?
Ich habe mich von meiner Zettelwirtschaft verabschiedet. Früher hatte ich mehrere Zettel und Blöcke auf denen ich meine Notizen machte, um nichts zu vergessen. Ich führte lange To do-Listen und kam nicht zurecht. Ich verlor den Überblick.
Seit längerem habe ich damit aufgehört und führe nur noch eine einzige Liste. Damit behalte ich die Übersicht und weise das Chaos in die Schranken. Ich nutze toodledo, gekoppelt mit der Cloud, um auf jeden Endgerät die Daten snychron zu halten. Eines musste ich trotz der Technik lernen: Pack nicht zuviel in deinen Tag. Ich habe oft meine To do-Liste zu voll gepackt, so dass ich abends enttäuscht war, dass ich mein Pensum nicht geschafft habe. Das frustrierte und machte keinen Spaß. Das Übertragen von Aufgaben auf den nächsten Tag sollte nicht unbedingt zur Tagesordnung werden.
Also ganz wichtiger Tipp: Bleiben Sie realistisch. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und daher mute ich mir nicht mehr zuviel zu. Durch diese Listen kenne ich mein Leistungspensum. Das hat mich auch gelehrt, einmal nein zu sagen, wenn von außen mehr und mehr auf mich abgeladen wurde.
Außerdem musste ich meine persönliche Art von Projektmanagement erlernen. Oft standen früher in meiner Agenda ganz große Brocken, deren Bewältigung nicht an einem Tag zu schaffen war. Hier lernte ich ein großes Projekt in viele kleine Projektchen aufzuteilen, um tägliche Erfolgserlebnisse zu haben. Also klarer Tipp: Großer Brocken in kleinere Bröckchen aufteilen und schon läuft es besser.
Ich habe bei Kollegen gefragt, wie sie ihre Listen führen, wenn sie denn überhaupt eine führen: Die Ergebnisse waren unterschiedlich: Einer nimmt ein Schmierblatt, der andere ein Notizbuch, ein anderer seinen alten Palm und ich nehme die Cloud. Egal, was man nimmt, Hauptsache man nimmt es. Schließlich räumt diese Art von Aufgabenagenda wichtigen Speicherplatz im Gehirn frei. So ist es zumindest bei mir. Was ich aufgeschrieben habe, daran muss ich nicht jede Nacht denken. Diese To do-Listen ordnen meine Gedanken und damit kann ich mich besser strukturieren und – ganz entscheidend – besser arbeiten.
Und wissen Sie, was das Schönste ist: Wenn eine Aufgabe erledigt ist, dann streiche ich sie mit Genuss durch. Ich glaube, die Psychologie nennt es Erledigungsfreude. Das gibt Motivation und Kraft für neue Aufgaben. Denn eines ist gewiss: Aufgaben gehen nie aus.
Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Im Grunde ist das iPad und die Cloud immer dabei und im Moment spiele ich viel mit der Fuji X100s herum, so dass sie auch ist. In hab den schicke braune Lederumhängetasche, darin sind die ganzen Geräte und Kabel, Stative untergebracht.
Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Nein, ich bin zwar einmalig, aber ich bin nicht irgendwo besser als andere. Ich kann gut schreiben, aber es gibt bessere Schreiber. Ich kann gut fotografieren, aber es gibt bessere Fotografen. Ich kann gut filmen, aber es gibt bessere Filmer. Aber ich kann katastrophal singen.
Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Wenn ich im Tunnel bin, nehme ich nichts wahr. Daher kann ich grundsätzlich überall arbeiten. Aber Musik ist enorm wichtig in meinem Leben. Ich liebe Bob Dylan, Beatles, Pink Floyd, ELP, Deep Purple und King Crimson. Im Moment höre ich auch wieder sehr viel Kraftwerk und Hank Williams, Johnny Cash und Towns van Zandt. Unterschätzt ist zudem immernoch der großartige Warren Zevon. Im Klassikbereich stehe ich auf Bach, Beethoven und vor allem Richard Wagner, letzteren nur musikalisch – nicht politisch.
Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?
Ich kann zu jeder Tages- und Nachtzeit schlafen. Sag mir, wenn ich schlafen kann und ich schlafe. Aber durch ein geregeltes Familienleben gehe ich in der Regel gegen 0 Uhr ins Bett und stehe um 6 Uhr wieder auf. Als Freiberufler gönne ich mir dann und wann einen Mittagsschlaf und das ist für mich total erholsam. Also weder Eule von Lerche.
Eher introvertiert oder extrovertiert?
Extrovertiert – keine Frage. Liegt vielleicht auch an meinen roten Schuhen. Aber als Journalist habe ich gelernt, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Das ist als Blogger schon schwieriger. Und was ich auch lernen musste, ist die Personalisierung. Waren die Texte zunächst klassisch journalistisch geschrieben, wandelte sich die Sprache im Laufe der Zeit. Während es im klassischen Journalismus eine absolute Trennung der journalistischen Darstellungsformen gibt (zumindest in der Theorie), vermischt sich in meinem Blog die berichtende und kommentierende Form. Viele meiner Artikel enthalten heute eine klare Meinung von mir.
Diese Personalisierung spiegelt sich auch im Layout des Blogs wider. Hatte ich als Hauptbild früher ein nettes Foto von der GC aus Leipzig, wechselte ich es durch einen Porträtbild von mir aus. Und siehe da, die Zugriffszahlen und die Interaktion, sprich die Kommentare, stiegen. Wenn ich heute auf Veranstaltungen gehe, erkennen mich so manche Besucher. Das beste Beispiel war die re:publica dieses Jahr in Berlin. Als Journalist früher konnte ich unerkannt Veranstaltungen besuchen – das ist durch meinen Blog heute vorbei. Damit klar extrovertiert.
Als ich zum ersten Mal Moonlight Shadow hörte, war ich völlig baff, dass es sich um Mike Oldfield handelte. Solche Klänge war ich von ihm bis dato nicht gewohnt. Natürlich hatte er zuvor schon Pop-Songs gemacht, aber ich hatte es als Jugendlicher nicht auf dem Schirm. Mit Oldfield verband ich bis dahin das großartige Tubular Bells und seine Nachfolger. Die Pop-Variante von Oldfield war mir bis 1983 nicht bewusst aufgefallen. Zum 30jährigen Jubiläum des Albums Crises (30th Anniversary) kommt jetzt eine vier CD plus DVD Ende August auf den Markt. Oldfield selbst hat diesen Screenshot von seiner ProTools-Abmischung verbreitet, um ein bisschen Stimmung für Crises zu machen.
Crises in ProTools.
Das Album Crises war eine der ersten Schallplatten, die damals mit dem Fairlight-Synthesizer aufgenommen wurde. Daran hatte ich als Vertreter der Moog-Fraktion ein gehöriges Interesse. Die erste Seite der damaligen Schallplatte war das durchgehendes Instrumentalstück Crises mit ganz wenig Gesang von Mike Oldfield, Auf der Seite zwei waren kommerzielle Pop-Songs. Die Stimme von Maggie Reilly gefiel mir. Und auch als Rogar Chapman Shadows in the Wall trällerte, gefiel es mir auch. Meine Kumpels übersetzen damals den Songtitel Shadows in the Wall mit Schädel an die Wand. Heute ist mein Englisch ein wenig besser geworden und ich bin auf die verschiedenen Versionen der Songs gespannt.
Die 5-Disc-Ausgabe von Crises (30th Anniversary) samt fettem Buch umfasst folgende Songs. Interessant wird die 5.1-Abmischung auf DVD.
Disc: 1
1. Crises
2. Moonlight Shadow
3. In High Places
4. Foreign Affair
5. Taurus 3
6. Shadow On The Wall
7. Moonlight Shadow
8. Shadow On The Wall
9. Mistake
10. Crime Of Passion
11. Jungle Gardenia
12. Moonlight Shadow
13. Shadow On The Wall
Disc: 2
1. Woodhenge/ Incantations Part Three
2. Sheba
3. Ommadawn Part One
4. Mount Teidi
5. Five Miles Out
6. Tubular Bells Part One
Disc: 3
1. Taurus I
2. Taurus II
3. Crises
4. Moonlight Shadow
5. Shadow On The Wall
6. Family Man
Disc: 4
1. Crises
2. Tubular Bells Part One
3. Moonlight Shadow – Mike Oldfield, Maggie Reilly
4. Shadow On The Wall
5. Moonlight Shadow – Mike Oldfield, Maggie Reilly
Als ich noch die Textredaktion der Fotozeitschrift ComputerFoto leitete und Papa wurde, schrieb ich einen Artikel über das richtige Babyfoto. Fotos von Kinder sind ganz schön schwierig, das weiß jeder, der die kleinen Racker einmal vor der Linse hatte. Auf einem meiner Seminare traf ich unlängst einen wahren Profi der Kinderfotografie: Michael Martinetz aus Bad Wörrishofen
Mit seinem Fotostudio Lebensbilder hatte er in den vergangenen Wochen richtig viel zu arbeiten: Martinetz ist Kindergarten- und Schulfotograf. Mit seinem mobilen Studio kommt er in die Schulen und Kindergärten und lichtet die jüngsten ab. In einem Interview unterhielt ich mich mit Michael Martinetz, der von seinen Erfahrungen berichtete und auch ein paar Tricks verriet. Viel Spaß beim Schauen.
Ab und zu kommt es vor, dass ich kabelgebunden ins Internet gehen muss. Die richtige Schnittstelle ist dazu natürlich Ethernet über die RJ-45 Buchse. Allerdings fehlen beim MacBook eher und beim MacBook Pro die entsprechenden Schnittstellen. In der Vergangenheit konnte ich den superschnellen Thunderbold-Adapter von Apple fur 30 Euro nutzen und meine mobilen Macs ins Ethernet-Netzwerk hängen. Aber ältere MaBook Air-Modelle oder die meisten Windows-Maschinen habe kein Thunderbold.
Jetzt stellt Sonnet mit Presto Gigabit USB 3.0 für 30 Euro eine elegante USB 3.0-Lösung vor. Damit können Anwender unkompliziert eine kabelgebundene Gigabit-Ethernet-Netzwerk-Verbindung an ihrem Mac oder Windows-Computer mit USB 3.0-Anschluss hinzufügen und so über die volle Gigabit-Kapazität von 5 Gb/sec ihrer USB 3.0-Schnitstelle verfügen. Wichtig: Der Adapter ist rückwärtskompatibel mit USB 2.0. Bisher am Markt sind Lösungen von Anker, Delock und Assuan.
Der Presto Gigabit USB 3.0-Adapter unterstützt 1000/100/10BaseT Autonegotiation sowie Wechselbetrieb und Gegenbetrieb, da er eine unkomplizierte Verbindung mit den meisten Netzwerken ermöglicht. Er unterstützt auch Transfers von Jumbopaketen (verglichen mit 1.500-Byte Standardpaketen), um eine bessere Leistung zu erreichen und zugleich die Betriebskosten bei der Übertragung großer Datenmengen zu reduzieren.
Presto Gigabit USB 3.0 wird über den Port mit Strom versorgt und ist sparsam während des Betriebs. Wenn keine Daten übertragen werden, wird auch der Energieverbrauch gedrosselt. Mit dem kurzen USB 3.0-Kabel wird der Adapter nah am Computer angeschlossen, sodass der Anwender die LED-Anzeigen jederzeit im Blick hat. Und für ältere Computer ist er ein perfektes Upgrade: An einen 480 MB/sec USB 2.0-Eingang angeschlossen, ist seine Leistung deutlich besser als die eines eingebauten 100 MB/sec Ethernet-Anschlusses.