Posts Tagged ‘Statistisches Bundesamt’

Deutsche lesen immer weniger

13. Dezember 2018
Lesen gefährdet die Dummheit.

Lesen gefährdet die Dummheit.

Das Volk der Dichter und Denker wird dümmer. Der Verkauf von Büchern geht drastisch zurück, so das Statistische Bundesamt. Dabei ist nicht gemeint, dass der Verkauf von gedruckten Büchern im Vergleich zu eBooks zurückgeht. Nein! Es gehr der komplette Verkauf von Büchern zurück.
Aktuelle Meldung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden besagt: Nur noch gut die Hälfte aller Haushalte in Deutschland kauft überhaupt Bücher. Als alte Leseratte erschreckt mich diese Meldung. Stattdessen steigt die Nutzung von Smartphone und Apps sowie Streamingdienste.
Konkret: In Deutschland kauften im vergangenen Jahr 2018 20,2 Millionen Haushalte Bücher und E-Books; das waren 54 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Anteil demnach noch bei 65 Prozent. Zudem wird insgesamt auch weniger Geld für Bücher und E-Books ausgegeben. 2017 waren es 17 Euro im Monat und 2007 noch 19 Euro.
Das macht mich nervös, denn ich liebe Bücher. Leider habe ich zu viele Bücher und fange an, das gedruckte Papier auszusondern. Etwas wird verkauft, etwas wird in einen öffentlichen Bücherschrank bei uns im Dorf gestellt, einige wenige sind ins Altpapier gewandert. Wenn ich ehrlich bin, habe ich zuviel Bücher. Mit meiner Frau habe ich folgenden Deal getroffen, dass ich Romane und Fachbücher in der Regel nur noch digital kaufe. Auf dem Kindle nehmen sie keinen Platz weg. Ich habe mir gerade den neuen wasserdichten Kindle Paperwhite gekauft. Der schwimmt spogar in Milch.

Nur noch hochwertige Bild-, Foto- und Kunstbände werden in Papier angeschafft. Von ein paar Autoren habe ich beide Versionen in verschiedenen Ausgaben und Übersetzungen, also gedruckt und digital, wie J.R.R. Tolkien oder Edgar Allan Poe.

Die Gebrüder Grimm - hier als gedrucktes Buch.

Die Gebrüder Grimm – hier als gedrucktes Buch.

Geschäfte wandern ins Netz

4. November 2010

Immer wieder führe ich Diskussionen, ob es sinnvoll ist, einen Online-Shop an die Website zu koppeln oder nicht. Die Antwort ist natürlich: Es kommt darauf an, welches Geschäft ich betreibe. Aber Online-Shops als Vertriebskanal zu nutzen ist sicherlich kein Geheimnis und wird seit Jahren praktiziert. Nun kommt der Nachweis des Statistischen Bundesamtes für alle Zauderer: Die Unternehmen in Deutschland machten 2009 immer mehr Geschäfte über das Internet. Und es geht weiter bergauf. Fast jedes vierte Unternehmen (23%) nutzte zu Vertriebszwecken die Potentiale des Internets. Der Anteil hat sich damit binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt (2008: 11%).

Die deutliche Zunahme bei den Online-Verkäufen ist auf die kleinen Unternehmen mit unter zehn Beschäftigten zurückzuführen, die sich in den vergangenen Jahren beim Online-Handel noch zurückgehalten hatten – so die Statistiker. Auch hier stieg der Anteil der Unternehmen mit Verkäufen über das Internet von 11% im Jahr 2008 auf nunmehr 23% an. Interessant: Die Zunahme betrifft nahezu alle untersuchten Wirtschaftszweige.

Die wachsende Bedeutung des Online-Handels spiegelt sich auch bei den Umsatzzahlen wider. Festhalten: 33 Prozent des Gesamtumsatzes kommen mittlerweile online bei den Unternehmen, die auf Online-Shops setzen. Gemessen am Gesamtumsatz aller Unternehmen in Deutschland betrug der Anteil der über E-Commerce erzielten Umsätze im Jahr 2009 rund 16% und stieg damit gegenüber dem Jahr 2008 (11%) ebenfalls deutlich an.

Der Anteil der Unternehmen mit Online-Einkäufen ist von 42% im Jahr 2008 auf 44% im Jahr 2009 gestiegen, dazu gehör auch ich. Allerdings: Ich kaufe auch gerne im RL ein, wenn die Beratung und Atmosphäre stimmt. Ich hasse Verkäufer, die ihren Beschäftigung als Job und nicht als Beruf sehen. Beruf kommt von Berufung. Qualifiziertes Personal ist wunderbar und ein Gewinn. Wer nur auf Jobber setzt, bei dem kaufe ich in der Regel nicht ein.

 

Verdienste: Friseure holen stark auf

2. Februar 2010
Friseure gehören traditionell nicht gerade zu den Spitzenverdienern. Dennoch: Wer in seinem Job gut ist, seinen Meister macht und sogar einen eigenen Salon gründet, hat gute Chancen, ein sehr gutes Einkommen zu erwirtschaften.
Und auch die Gesellen im Friseurhandwerk stehen gar nicht so schlecht da, wenn man genau hinschaut. Um 23 Prozent sind die Bruttoverdienste im Friseurhandwerk, bereinigt um die jährliche Preissteigerungsrate, von 1990 bis 2008 gestiegen. Dies ergab eine Untersuchung des Hamburger Institutes Statista, der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Statistischen Bundesamtes, die der Stern in Auftrag gegeben hat. Friseure überflügeln damit vergleichbare Berufe, die zum Teil mit erheblichen Minuszahlen aufwarten. 2008 lagen die Verdienste der Friseurinnen und Friseure im Durchschnitt bei 2.510 Euro. Vielleicht sollte man öfters mal genau nachlesen, bevor man immer wieder diese Berufsgruppe wegen ihres Gehalt belächelt.