Posts Tagged ‘Schillerstraße’

Vor 30 Jahren begann das Internet

12. März 2019

Heute wird das Internet 30 Jahre alt. Das Netz hat meine Welt verändert, radikal, alles auf den Kopf gestellt. Am 12. März 1989 schlug Tim Berners-Lee seinem Arbeitgeber CERN ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Das Internet war geboren und der Rest ist Geschichte. 

Der erste Webserver lief auf einem Next Cube, ein Rechner von Steve Jobs, der für mich unbezahlbar war. Bei Wikipedia ist das Bild zu sehen, dass den Rechner zeigt. Nett ist der Aufkleber: „This Maschine is a Server.“ 

Der Startschuss - Foto:: Wikipeadia

Der Startschuss – Foto:: Wikipeadia

Das Internet ist eine Revolution, aber trotz des 30. Geburtstag ist es für einige noch Neuland. In meinem Seminaren vergleiche ich die Revolution des Internets mit der Revolution der Druckerpresse. Johannes Gutenberg schuf mit den beweglichen Lettern der Druckerpresse das modernste Massenmedium seiner Zeit. In seinem Leben druckte er 180 Bibeln, die zuvor mühsam in Klöstern von Mönchen in Handarbeit kopiert wurde. Martin Luther ließ seine Pamphlete auf der Druckerpresse drucken und verbreitete seine Thesen, weil er das modernste Massenmedium seiner Zeit wählte. Die Folge war die Reformation, die Kirchenspaltung und später die Aufklärung. Die Druckerpresse veränderte die Welt. Das Internet heute ist eine ebenso große und weitreichende Revolution wie die Druckerpresse. Tim Berners-Lee, heute Sir Tim Berners-Lee, ist für mich daher ein echter Held.  

Im Anfang stand das Wort ....

Im Anfang stand das Wort ….

Mein persönlicher Weg ins Netz

Wie begann das Internet bei mir? Ich hatte einen Akustikkoppler. Ich schob den Telefonhörer des Telefons meiner Eltern in den Akustikkoppler und der Provider meines Vertrauens brachte mich ins Netz. 9600 war meine erste Internet-Geschwindigkeit. Damals war ich Mitarbeiter des Münchner Merkurs in Fürstenfeldbruck und machte Screenshots von Vereinen, die bereits eine eigene Website im Internet hatten. Ich war der einzige in der Redaktion, der über diese technische Fähigkeit verfügte. In der Schillerstraße in München kaufte ich mir dann mein erstes richtiges Modem 28.800. Es hatte keine Zulassung der Deutschen Bundespost, die damals noch über die Netze wachte. Dann kam ein Modem mit 36.600 und ich war schon vorne mit dabei. Als ich später einen roten iMac DV mein Eigentum nannte, startete ich Highspeed mit dem integrierten 56 K-Modem durch. 

Blick ins Software-Archiv zu Zeiten des Browserkrieges.

Blick ins Software-Archiv zu Zeiten des Browserkrieges.

Die Provider meiner Jugend hießen Compuserve und als ich das erste Mal in den USA war, wählte ich mich bei AOL ein. Die erste Software kam noch auf Diskette, später klebten auf den Computerheften die CDs der Provider. Eine ganze Nation brach ins Netz auf. Boris Becker war in der AOL-Werbung schon drin. „Bin ich schon drin? Ich bin schon drin!“ Meine Zugangsdaten aus dieser Zeit habe ich noch immer. Mein Browser war Netscape und dann begann der große Browserkrieg, den der IE gewann. Aus Netscape wurde Firefox und heute surfe ich meist auf Safari. 

Mit meinem Kollegen Franz NeumeierFranz Neumeier mit dem ich heute noch beim BloggerclubBloggerclub zusammenarbeite, veranstalteten wir die ersten Internet-Seminare. Wir schulten junge Journalisten auf dem Weg ins Netz. Zudem betrieben wir eine Mailbox, die via Terminalprogramm zu bedienen war. Der zuständige Mailbox-Rechner stand bei Franz im Schlafzimmer und saugte Strom. Herrliche Zeiten waren das.

Dann kamen ISDN und DSL als Geschwindigkeiten. Erste zaghafte Anfänge dieses Zauberwortes Multimedia kamen uns in den Sinn. Texte, Fotos, Audio, Videos im Netz – was für ein genialer Gedanke. Es war eine Goldgräberstimmung. Ich versuchte mich an meinen ersten HMTL-Websites und meine Bibel war Stefan Münz SelftHTML. 

Noch als Zeitungsjournalist erkannte ich die Macht des Internets. Ich erahnte die Veränderungen, die dieses Internet mit sich bringen würde und stellte meine privaten und beruflichen Weichen. Das Netz wurde privat und beruflich für mich immer wichtiger. Aus Web 1.0 wurde das Web 2.0 und es verändert sich weiter.

Heute als Selbstständiger bei redaktion42 lebe ich vom Internet, ich halte Vorträge über das Internet, ich berate zum Thema Internet, schreibe Bücher zum Internet und arbeite unterwegs. Mobiles Internet hat mein Leben revolutioniert. Danke an Tim Berners-Lee für das Internet. Und wie verlief bei euch die Reise ins Web? 

Mein Treffen mit Dirk Bach

4. Oktober 2012

Ich war nie ein Fan von Dirk Bach. Er störte mich nicht, aber ich kann auch nicht behaupten, dass ich begeistert war, wenn er seine Späße trieb. Ich glaube gern, dass er ein Arbeitstier war, ein Getriebener, der hart an seinem Erfolg arbeitete. Es war wohl nicht die gleiche Art von Humor, die uns verband, und dennoch ist es schade.

Er setzte sich für viele Dinge ein, wie zum Beispiel für den Tierschutz, für Schwule und Lesben, spielte wohl ergriffen Theater und war bei seinen Kollegen beliebt. Mir bleiben die TV-Sendungen von Dirk Bach in Erinnerung: Dschungelcamp, die Dirk Bach Show, Schillerstraße und auch Sesamstraße – für mich keine großen Beiträge zur Kulturwelt. Mir haben die Sachen nicht gefallen, aber ich muss zugestehen, Dirk Bach war ein wahrer Profi.

New York

New York

Ich habe ihn einmal persönlich getroffen. Es war vor Jahren in New York an der 5th Avenue. Wir warteten als Fußgänger an einer Ampel auf gegenüberliegenden Seiten. Bach fühlte sich komplett unerkannt. Wer außer einen deutschen Touristen kennt schon einen dicken kleinen lustigen Kerl, der ein Eis leckte und wartete, dass es grün wurde. In der Mitte der 5th Avenue begegneten wir uns, gingen aneinander vorbei und ich sagte zu ihm: „Willkommen in New York Herr Bach“. Das hatte gesessen. Dirk Bach erschrak, zuckte, blickte mich völlig verstört an. Ich hatte ihn wirklich komplett überrascht erwischt. In New York fühlte er sich unerkannt und musste keine Show abziehen. Und dann wird er inmitten von hektischen New Yorkern von einem Deutschen von der Seite angesprochen. Er fing sich als Profi aber sofort, lachte, sagte so etwas wie „jetzt haste mich kalt erwischt“ und zückte eine Autogrammkarte. Ich meinte nur „Nein danke Herr Bach, die brauch ich nicht, die Erinnerung an Ihr verblüfftes Gesicht reicht mir vollkommen. Viel Spaß noch.“

Vielleicht hätte ich mich länger unterhalten sollen, vielleicht ein Erinnerungsfoto schießen sollen, vielleicht hätte ich das Autogramm nehmen sollen. Egal, Dirk Bach ist mit 51 Jahren zu früh verstorben und das ist schade, denn er hat vielen Menschen viel bedeutet.

Meine Reise ins Legoland Günzburg: Star Wars Mosaik Teil 12

26. August 2011

Die ganze Familie liebt Star Wars und damit auch Lego Star Wars. Da traf es sich gut, dass wir bei einem Besuch des Legolands Günzburg gleich an dem Bau eines Star Wars-Mosaiks teilnehmen konnten. Das passte auch gut, denn die Familie fiebert auf das Erscheinen der Blu ray Box von Star Warsschon gewaltig hin.

An diesem Mosaik gemeinsam zu bauen, war eine tolle Gesamtleistung der Besucher. Die Kinder bauten gemeinsam die Szenerie aus der Schneewüste Hooth und hatten einen gewaltigen Spaß daran. Gemeinsam an einem Werk arbeiten, dies tat allen gut und auch die großen Lego-Fans waren mit dabei.

Dieses Gemeinschaftsgefühl wird wiederholt und zwar schon diesen Montag, 29. August. Dann wird im Legoland, das weltgrößte Lego-Mosaik zum 60. Geburtstag der „Micky Maus“ gebaut. Der letzte Stein wird von Ralf Schmitz („Schillerstraße“, „Genial daneben“ oder „7 Zwerge“) gesetzt. Das vom Egmont Ehapa Verlag im September 1951 als „Micky Maus – Das bunte Monatsheft“ gestartete Magazin ist eine Erfolgsgeschichte in der deutschen Comic-Szene.

Es hält bereits Rekorde in vielen Bereichen. So ist es nicht nur das älteste, durchgehend erscheinende Comicheft in Deutschland, sondern auch das mit den meisten Ausgaben und das mit der höchsten Auflage in der Welt! Mehr als 1,2 Milliarden Exemplare wurden seit dem 29. August 1951 verkauft. Würde man alle Hefte aneinander legen, könnte man damit mehr als 7 Mal den Äquator umrunden. Das entspricht immerhin fast der Entfernung zum Mond. Jetzt kommt ein weiterer Rekord hinzu: Das größte Lego-Mosaik der Welt im Micky Maus-Magazin-Look.