Posts Tagged ‘Peter Pan’

Buchtipp: Yellow Submarine von Bill Morrison

23. November 2018
YES - die Beatles in Buchform - hier mit Yellow Submarine.

YES – die Beatles in Buchform – hier mit Yellow Submarine.

Für mich sind die Beatles die beste Band der Welt und so achte ich darauf, was es neues an Veröffentlichungen der Fab Four gibt. Musikalisch kam ja eine interessante Version des weißen Albums auf den Markt und sehr zu meiner Freude kam von Panini die Graphic Novel The Beatles : Yellow Submarine zu uns Fans.
Um mich richtig auf das Buch vorzubereiten, habe ich mir die Musik zu Yellow Submarine der Beatles in den CD-Player gelegt, mich aufs Sofa gelegt und in dem Buch gelesen, das mir Panini dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. Schlagartig wurde mir bewusst: Der Film ist jetzt 50 Jahre alt. Ich habe ihn zum ersten Mal im österreichischen Fernsehen gesehen und war von der Machart begeistert. Die Animationen von Heinz Edelmann waren so was von visionär, so was von kreativ und so was von genial, so dass mir der Film sofort gefallen hat.
Und nun die Graphic Novel: Der Künstler heißt nicht mehr Heinz Edelmann. An seine Stelle ist Bill Morrison getreten. Er ist Chefredakteur des US-Magazins MAD, kennt sich also mit Zeichnungen aus. Zudem ist Bill Morrison der Mitbegründer von Bongo Comics, war Illustrator bei Disney, wo er Werbematerial für verschiedene Filme anfertigte, darunter für Bambi, Peter Pan und Arielle, die Meerjungfrau. Außerdem schrieb und zeichnete er seine eigene Comic-Serie Roswell – Ein Grünling auf Erden, die bei Bongo Comics erschien.
Nun Morrison ist nicht Edelmann. Er kann es mit der kreativen Kraft des im Juli 2009 verstorbenen Edelmanns nicht aufnehmen. Ich hatte als Kind immer Schiss vor einem Werk von Edelmann: Der Vorspann zur damaligen ZDF-Reihe Der phantastische Film war von ihm und ich habe darüber gebloggt.
Zurück zu Yellow Submarine. Es ist die bekannte Geschichte der Beatles im Pepperland und dessen Befreiung von den Blaumiesen. Die Zeichnungen laden zur einer Zeitreise ein, sie machen Lust auf die Musik der Beatles und den Film. Und das ist das Wichtigste. Beim Blättern verspüre ich den Drang zur guten Laune. Die Musik, der Film und das Buch versprühen positive Energie und sorgen für gute Laune. Wir wissen ja: All you Need is Love – und dafür ist das Buch immer hervorragend.

Filmkritik Solo: A Star Wars Storyu

26. Mai 2018
Solo ist nicht schlecht, aber ein zweites Mal im Kino muss ich ihn nicht sehen. Solo ist nicht schlecht, aber ein zweites Mal im Kino muss ich ihn nicht sehen.

Nein, Solo ist nicht schlecht. Er bietet nette Unterhaltung und ich bin ein wenig versöhnt nach dem Schrott von Star Wars The Last Jedi. Solo ist der zweite Spin off aus der Star Wars-Reihe. Nach einem hervorragenden Rogue One bietet der Film ein wenig Star Wars-Atmosphäre. Der nächste Film soll übrigens die Geschichte von Boba Fett werden.
Der Film zeigt die Geschichte unseres Helden Han Solo. Und leider geht der Film auf Nummer sicher und bleibt in den vorgegeben Rahmen und wagt keine Experimente. Es ist ein solider Science Fiction-Film mit soliden Special Effects, soliden Schauspielern, solider Regie (nach ewigem Auswechseln des Regisseurs) und solider Story, aber eben nicht mehr. Nachdem nach einer halben Stunden zum ersten Mal der Rasende Falke auftaucht, kam bei mir etwas wie ein Star Wars-Feeling auf. Bis dahin war es ein Action-Film für junge Leute. Und mein Problem ist: Harrison Ford ist mein Han Solo, da kann sich Alden Ehrenreich noch so bemühen. Er ist nicht Han Solo, auch wenn er den Namen trägt und ein schönes Schauspiel abgibt. Meine Kinder haben weniger das Problem, aber sie haben die klassische Trilogie nicht im Kino gesehen. Ich denke mir immer, was macht denn der junge Mann da.
Da wir gerade bei den Schauspielern sind: Für mich die besten Schauspieler sind Donald Glover als Lando Calrissian und Phoebe Waller-Bridge als Emanzen-Roboter L3-37. Doch absolut überragend ist Joonas Suotamo als Chewbacca. Der Wookie ist für mich die beste Darstellung im Film und hier der klare beste Charakter.
Die Drehbuchautoren Lawrence Kasdan und sein Sohn Jonathan Kasdan müssten eigentlich den Star Wars-Zauber können, arbeiteten Lawrence Kasdan doch an Rückkehr der Jedi und Rogue One mit. Zudem kennt Lawrence Kasdan die Materie gut als Drehbuchautor von Star Wars: Das Erwachen der Macht. Warum denn so zaghaft bei Solo? Natürlich haben wir ein verdammt schlechtes Gefühl und wir haben das Mentor-Schüler-Verhältnis, aber wir haben keine Jedi und keine Macht. Hallo, das ist Star Wars und nich Mad Max oder ein anderen düsterer SF-Film. Trotz Han, Lando und Chewbacca ist die beste Anknüpfung zur Star Wars-Serie die Kontaktaufnahme zu Darth Maul. Maul ist, wie wir Fans wissen, ein Sith und der Schüler von Darth Sidious.

Der Affe spielt besser. Der Affe spielt besser.

Für den Fan ist nett zu sehen, das ein imperialer Offizier Han seinen Nachnamen gibt, wie der Kesselflug ist 12 Parsecs zurückgelegt wird oder Lando den Falken verlor. Und ja: Han schoss zuerst. Mal sehen, wie lange Disney den Mord von Han an Tobias Beckett im Film lässt. Wir Fans wissen: Han hat auch in Star Wars IV zuerst geschossen. Gerne hätte ich Jabba the Hutt gesehen, zu dem sich Solo am Ende mit seinem Kumpel Chewbacca aufmacht.
Öde fand ich das Geheimnis von Enfys Nest. Klingeln wenig nach Peter Pan oder die Kinder im Mad Max III.
Mit John Powell arbeitet nach Michael Giacchino der zweite Komponist nach dem legendären John Williams an der einer Star Wars-Filmmusik. Kevin Kiner Musik für Star Wars: The Clone Wars zähle ich nicht dazu, weil es kein Realfilm ist. Die Musik zu SOLO: A Star Wars Story von John Powell finde ich sehr gut und mag vor allem sein How to Train Your Dragon. Ich werde den Score zu Solo: A Star Wars Story in einem separaten Blogpost besprechen.


Als ich aus dem Kino nach dem Film Solo: A Star Wars Story herausging, schluckte ich, denn mir wurde bewusst. Ich muss den Film nicht ein zweites Mal im Kino ansehen. Ich werde mir den Film irgendwann auf Blu Ray kaufen, aber ein zweites Mal im Kino lohnt sich nicht. Und das ist eigentlich das schlimmste Urteil über einen Star Wars-Film. Was meint ihr?