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May the 4th: Meine beiden liebsten Star Wars Spiele

4. Mai 2021

Zum heutigen Feiertag may the 4th präsentiere ich meine beiden liebsten Star Wars-Spiele. Sind es die besten? Nein, sicherlich nicht, aber es sind die Spiele, die mich am meisten aus der Reihe geprägt haben. Es handelt sich um Rebel Assault von 1993 und The Empire Strikes Back von 1982.

Rebel Assault von 1993
Star Wars war der Grund, warum ich mir 1993 ein CD-Rom-Laufwerk für meinen Mac kaufen musste. Ja, kaufen musste, denn Lucas Arts brachte das Spiel Rebel Assault für Mac/Windows auf den Markt und für mich als Star Wars-Fan war das Spiel ein absolutes Muss.
Ich wusste nicht, dass LucasArts damals kurz vor der Pleite stand, aber Rebel Assault brachte wohl die Wende. Das Spiel sorgte für den rasenden Abverkauf von CD-Rom-Laufwerken und brachte eine ganze Industrie ins Rollen.

Die Grafik von Rebel Assault war überwältigend und ich hatte damals einen leistungsschwachen LC II und einen Performa. Also investierte ich nicht nur in ein CD-Laufwerk.

Das Spiel gab es nur auf CD und so musste ich eine finanzstarke Investition eines CD-Rom-Laufwerk mit SCSI-Schnittstelle tätigen. Das Spiel war der Hammer, zumindest damals. Es gab Filmszenen meiner Helden. Ich war ein junger Rebellenpilot und musste die Einsätze meistern, die an Teil 4 von Star Wars angelegt waren. Damals gab es keine Open World Maps und so war Rebel Assault ein klassischer Rail Shooter. Die Bewegungsfreiheit meines Piloten waren eingeschränkt und ich musste den berechneten Sequenzen folgen. Die hatten es aber in sich, zumindest für die damalige Zeit. Obwohl im Grunde das Spiel nach einer Stunde durchgespielt war, hat es mich geprägt. So mussten Spiele sein. Irgendwann bekam ich eine Kopie von Cheat-Codes und die ganze Sache ging lockerer ohne den Spielspaß zu verlieren. Leider habe ich keinen alten Mac mehr im Einsatz. Sie stehen in meinem persönlichen Museum und so kann ich Rebel Assault heute nicht mehr spielen.

The Empire Strikes Back von 1982
Ich habe meine Eltern genervt: ich wollte das Spiel für meinen Atari 2600 haben, unbedingt. Als jugendlicher Rotzlöffel half ich im Haushalt mit, brachte den Müll raus, wusch mit meinen Papa sein Auto und machte trotz Pubertät auf guten Sohn. Und so erhielt ich die silberne Packung von Parker eines Tages in den Händen und verschwand für Tage in mein Kinderzimmer. Ich war Luke und trat gegen die ATAT an, Stunde um Stunde. Die 8-Bit-Grafik von Hoth war gewaltig. Mein Snowspeeder ballerte auf die Karawane von ATAT, die sich natürlich wehrten. Die Taktik war, den vordersten ATAT soweit zu schrottreif zu schießen, dass er langsamer wird und ich die anderen Läufer aufs Korn neben konnte. Wichtig war, dass man den Kopf des Kampfläufers ins Visier nahm und los ballerte. Die Schüsse auf die Beine waren wirkungslos. Und den doofen Smart Bombs musste ausgewichen werden, was gar nicht so leicht war. Guter Plan, der nicht immer gelang und mich Stunde um Stunde, Tage um Tage fesselte. Noch heute spiele ich The Empire Strikes Back auf meinen Atari 2600.

Canon: Elektronikschrott ab Werk

29. Januar 2009

ixus

Am Wochenende kam bei uns eine Ixus Kamera von Canon an, die wir bei Amazon bestellt haben. Es ist eine klassische Consumer-Kamera für unterwegs. Die Ansprüche sind nicht so hoch und dafür ist das Teil ganz gut geeignet. Ich bin also zufrieden. Bis auf eine Kleinigkeit: Dem ganzen Paket lag eine 32 MByte SD-Speicherkarte bei, die ich gleich in den Müll schmeiße. Das ist Elektronikschrott ab Werk.

Was will man mit einer 32 MByte-Karte? Auf dieses Ding passen eine handvoll Fotos und das wars auch dann schon. Mir ist klar, dass Kamerahersteller genauso wie Computerhersteller die minimale Ausstattung ihren Geräten beilegen, damit der geschätzte Kunde wenigstens ein wenig arbeiten kann. Aber 32 MByte? Die 4 GByte Karte kostet 4,99 Euro beim Discounter und Cancon wird sicherlich noch bessere Preise bekommen als der Saturn, Media Markt oder sonst ein Händler. Ich bin gerne bereit bei meiner Kamera einen Euro mehr zu bezahlen und dafür einen Speicher zu erhalten, der seinen Namen verdient. 32 MByte, ich bekomm nen Vogel.

Canon, das ist Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung und muss doch nicht sein. Ich erinnere mich an alte Zeiten, als ich noch einen LC II von Apple hatte. Der war mit 4 MByte Arbeitsspeicher ausgestattet. Ein weiterer 4 MByte-Riegel kostete 700 Mark. Diesen Riegel konnte ich bis heute nicht wegwerfen, denn ich hatte ja diesen riesigen Betrag zu meinem Händler getragen. Diese 4 MByte liegen in meiner Schreibtischschublade und alle paar Wochen nehme ich den Speicher in die Hand und denke an die Wahnsinnsumme, die das Ding gekostet hat.

Die externe 1GByte-Platte, die ich damals aus einer Konkursmasse eines Verlages bekommen hatte, kostete ein Vermögen und damals dachte ich: Ich muss in meinem Leben nie wieder Speicher kaufen. Denkste. Speicher kann man nie genug haben. Nun sind zu Hause etwa 10 TByte verbaut, doch Videos, Musik und Fotos brauchen ihren Platz. Und da kommt Canon mit 32 MByte daher, nett oder? 

Goodbye CompuServe

2. August 2008

Seit 1. August hab ich keine Alternative mehr, um ins Internet zu gehen. Mein Provider der ersten Stunde hat sich von mir getrennt. CompuServe, wichtig war das große S im Namen, ist seit 1. August nicht mehr für deutsche Kunden erreichbar. Der Dienst endete für mich zum 31. Juli. Damit ist CompuServe IT-Geschichte. Zurück bleibt nur die Erinnerung an ein Tool der ersten Stunde meiner Webtage. Damals gingen mein Kumpel Franz Neumeier, heute Chefredakteur des Internet Magazin (ehemals Internet Professionell), und ich die ersten Schritte. Franz betrieb eine Mailbox. Ich war mit einem Akustikkoppler unterwegs. Beide erkannten wir, was sich für eine Revolution durch das aufkommende Internet anbahnte. Irgendwann entschied ich mich dann für CompuServe als meinen Provider. Ich habe sogar noch einen Brief vom 14. Feb. 1997 gefunden, in dem mir ein neues Passwort mitgeteilt wurde, nachdem ich mein altes verworfen hatte und in den Business Account wechselte. Zum Gang ins Web musste ich den CIM aufrufen. Ich hatte freilich einen Mac. Ich glaube es war ein LC II oder Performa. An den Quadra wollte ich nicht ran für solche Sachen, der war rein dem DTP vorbehalten. Ich musste von Diskette den CompuServe Information Manager, kurz CIM, installieren. Für die jüngeren: Disketten waren Datenträger aus der frühen Silikon Zeit mit maximal 1,4 MByte Speicher. Zum Vergleich: ich habe mir gestern bei Amazon einen 8 GByte Speicherstick für 16 Euro bestellt. Dann musste bei MacCIM das Passwort eingegeben werden und man suchte sich eine Nummer zum Einwahlknoten. Das 5.600-Modem knatterte und pfiff und laut Becker war ich drin. Das ist jetzt vorbei. CompuServe wurde von AOL geschluckt und AOL ist bei vielen heute nur noch durch das Stadium bekannt. Danke CompuServe für deine Dienste.

Schreiben von CompuServe vom Feb. 1997

Schreiben von CompuServe vom Feb. 1997