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Der Fluch – The Grudge (2004) – Matinee am Sonntag, 16. Juni im Scala

15. Juni 2024

Japanische Horrorfilme üben eine besondere Faszination aus, die aber nicht jeder Zuschauer sofort versteht. Daher habe ich mich für meine Matinee am Sonntag, 16. Juni für eine westliche Version eines japanischen Geisterfilms entschieden und bespreche und zeige „Der Fluch – The Grudge“ von 2004. Karten gibt es hier.

Der Film ist ein amerikanisches Remake des japanischen Horrorfilms „Ju-on: The Grudge“ und wurde von Takashi Shimizu, dem Schöpfer des Originals, inszeniert. Der Film spielt in Tokio und erzählt die Geschichte eines verfluchten Hauses, in dem jeder, der es betritt, von einem tödlichen Fluch verfolgt wird.

Die Faszination von japanischen Horrorfilmen (J-Horror) lässt sich auf mehrere zentrale Elemente zurückführen. Beispiele für bekannte japanische Horrorfilme, die diese Elemente verkörpern, sind „Ringu“ (1998), „Ju-on: The Grudge“ (2002) und „Dark Water“ (2002). Diese Filme haben nicht nur das Genre weltweit beeinflusst, sondern auch zahlreiche Remakes und Adaptionen inspiriert. „Der Fluch – The Grudge“ ist eine Verwestlichung des japanischen Themas, ohne den Film aber kommerziell stark zu verwässern.

Kulturelle Unterschiede und einzigartige Themen
Japanische Horrorfilme greifen oft auf lokale Mythen, Legenden und Geistergeschichten zurück, die dem westlichen Publikum unbekannt sind. Diese kulturellen Unterschiede sorgen für eine frische und unvorhersehbare Atmosphäre.

Psychologischer Horror
J-Horror setzt häufig auf subtile, psychologische Angst anstelle von expliziten Gewalt- oder Blutszenen. Die Filme spielen mit der Angst vor dem Unbekannten und Unsichtbaren, was oft unheimlicher wirkt als offensichtlicher Schrecken.

Visuelle Ästhetik
Japanische Horrorfilme zeichnen sich durch eine besondere visuelle Stilistik aus. Oft sind die Bilder düster und atmosphärisch, mit einem starken Einsatz von Schatten und Licht, was eine unheilvolle Stimmung erzeugt.

Symbolismus und tiefere Bedeutungen
Viele J-Horror-Filme sind reich an Symbolismus und enthalten tiefere, oft philosophische oder gesellschaftliche Bedeutungen. Diese Vielschichtigkeit spricht das Publikum auf verschiedenen Ebenen an und regt zum Nachdenken an.

Langsame, unheilvolle Spannung
Anstatt schnelle Schockmomente zu nutzen, bauen japanische Horrorfilme langsam eine bedrohliche und unheimliche Stimmung auf. Diese Methode erzeugt eine nachhaltige Spannung und hält die Zuschauer in ständiger Erwartung.

Charakteristisches Sounddesign
Der Einsatz von Sound und Musik in J-Horror ist oft minimalistisch, aber effektiv. Unheimliche Geräusche und stille Momente werden gezielt eingesetzt, um die Spannung zu verstärken.

Die Handlung von „Der Fluch – The Grudge“
Die Handlung dreht sich um Karen (die aus Buffy bekannte Vampirjägerin Sarah Michelle Gellar), eine amerikanische Austauschstudentin, die als Pflegekraft in Tokio arbeitet. Sie wird zu einem Haus geschickt, um sich um eine ältere Frau zu kümmern. Bald entdeckt Karen, dass das Haus von geisterhaften Erscheinungen heimgesucht wird und dass jeder, der es betritt, dem gleichen schrecklichen Schicksal entgegengeht. Der Fluch nimmt seinen Ursprung in einem Mord, der in dem Haus stattfand, und die Geister der Opfer verfolgen unermüdlich die Lebenden.

Inszenierung und Atmosphäre
Takashi Shimizu gelingt es, die bedrückende und unheimliche Atmosphäre des Originals beizubehalten. Der Film spielt geschickt mit Licht und Schatten, um eine konstante Spannung aufzubauen. Die Verwendung von alltäglichen Geräuschen, wie dem Knarren von Holzböden und dem Flüstern von Stimmen, trägt zur schaurigen Stimmung bei. Besonders hervorzuheben ist die bedrohliche Präsenz der Geister, insbesondere die ikonische Figur der Kayako, deren markerschütterndes Stöhnen und unheimliche Bewegungen für Gänsehaut sorgen.

Schauspielerische Leistungen
Seriendarstellerin Sarah Michelle Gellar liefert als Hauptdarstellerin eine solide Performance ab, obwohl ihre Rolle oft auf das Reagieren auf schreckliche Ereignisse beschränkt ist. Die Nebenrollen, einschließlich Jason Behr als ihr Freund Doug und Clea DuVall als Jennifer Williams, tragen zur Authentizität und Tiefe der Geschichte bei. Bill Pullman ist ebenfalls erwähnenswert als Peter Kirk, dessen Schicksal mit dem Fluch verknüpft ist. Trotz kleinerer Mängel in der Charakterentwicklung und der Vorhersehbarkeit einiger Schockmomente, bleibt „Der Fluch – The Grudge“ ein fesselnder Horrorfilm, der lange nach dem Abspann nachhallt.

Vergleich zum Original
Im Vergleich zum Original bleibt „Der Fluch – The Grudge“ relativ treu an der Vorlage, sowohl in der Handlung als auch in der Atmosphäre. Einige Szenen wurden nahezu identisch übernommen, was Fans des Originals erfreuen dürfte. Allerdings bringt das Remake durch seine Hollywood-Produktion auch eine gewisse Politur und Zugänglichkeit für ein breiteres Publikum mit sich. Karten für die phantastische Matinee am Sonntag, 16. Juni um 10:45 Uhr gibt es hier.

Das Omen – Rückblick auf meine Matinee

31. Mai 2024

Wenn der Sohn des Teufels auf der Erde wiedergeboten wird, dann ist es schon etwas besonderes. Und das macht für mich den Reiz des Klassikers Das Omen von 1978 aus, den ich unlängst in meiner Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck gezeigt habe. Hier die Aufzeichnung.

Der Film vom Richard Donner, der auf einem Drehbuch von David Seltzer basiert, fesselte die Zuschauer mit einer beunruhigenden Atmosphäre, einem packenden Plot und einer herausragenden Darstellerbesetzung.

Gregory Peck liefert eine starke Performance als besorgter Vater, der nach und nach die schreckliche Wahrheit über seinen Sohn erkennen muss. Seine emotionale Reise von Ungläubigkeit zu Angst und Entschlossenheit ist mitreißend und überzeugend.

Ein zentraler Aspekt, der „Das Omen“ so effektiv macht, ist seine intensive Atmosphäre der Bedrohung und des Unbehagens. Die düstere, bedrohliche Stimmung wird durch geschicktes Set-Design, beeindruckende Kameraarbeit und einen eindringlichen Soundtrack verstärkt. Komponiert von Jerry Goldsmith ist der Soundtrack von „Das Omen“ eine meisterhafte Komposition. Ave Satani bleibt im Gedächtnis.

Die nächste phantastische Matinee widmet sich dem Film Der Fluch – The Grudge (2004). Die Us-Verfilmung des japanischen Original, aber mit japanischen Originalregisseur. Die Matinee ist am Sonntag, 16. Juni um 10:45 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier.

Das Omen (1976) – Matinee am Sonntag, 19. Mai im Scala

18. Mai 2024

Für mich ist Das Omen“ von 1976 ist ein Klassiker des Horrorfilms, der sich fest in der Popkultur verankert hat. Regisseur Richard Donner schuf mit diesem düsteren Werk eine faszinierende Geschichte über das Böse, das in uns allen lauern könnte. Der Film, der auf einem Drehbuch von David Seltzer basiert, fesselt die Zuschauer mit einer beunruhigenden Atmosphäre, einem packenden Plot und einer herausragenden Darstellerbesetzung. Ich bespreche und zeige den Film bei meiner phantastischen Matinee im Scala Fürstenfeldbruck am Pfingstsonntag um 10:45 Uhr. Karten gibt es online.

Der Sohn des Teufels
Die Handlung dreht sich um den jungen Damien Thorn, der auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Junge wirkt, aber in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist. Nachdem der US-Diplomat Robert Thorn und seine Frau Katherine bei der Geburt ihres eigenen Kindes verloren haben, beschließen sie, ein neugeborenes Waisenkind als ihr eigenes anzunehmen, ohne zu wissen, dass es sich um den Antichristen handelt. Als mysteriöse und unheimliche Ereignisse die Familie heimsuchen, beginnt Robert zu erkennen, dass sein Sohn etwas weit Übernatürliches ist und dass dunkle Mächte am Werk sind.

Atmosphäre der Bedrohung
Ein zentraler Aspekt, der „Das Omen“ so effektiv macht, ist seine intensive Atmosphäre der Bedrohung und des Unbehagens. Die düstere, bedrohliche Stimmung wird durch geschicktes Set-Design, beeindruckende Kameraarbeit und einen eindringlichen Soundtrack verstärkt. Komponiert von Jerry Goldsmith, der für seine Arbeit in der Filmbranche bekannt ist, ist der Soundtrack von „Das Omen“ eine meisterhafte Komposition, die den Zuschauer in eine Welt der Dunkelheit und des Bösen entführt.
Eine der markantesten Eigenschaften des Soundtracks ist sein Einsatz von Chorstimmen, insbesondere lateinische Gesänge, die dem Film eine zusätzliche religiöse und mystische Dimension verleihen. Ave Satani bleibt im Gedächtnis.

Diese gespenstischen Choräle, die oft von dröhnenden Orgelklängen begleitet werden, verstärken das Gefühl von Bedrohung und Unheil, das den gesamten Film durchzieht. Sie erzeugen eine unheimliche Atmosphäre, die die Spannung steigert und die Zuschauer in ihren Bann zieht. Natürlich orientiert sich Goldsmith hier an Carl Orffs Carmina Burana O Fortuna.

Ein Merkmal des Soundtracks ist sein Einsatz von ungewöhnlichen Instrumenten und Klängen, die eine unheimliche und verstörende Wirkung haben. Jerry Goldsmith experimentiert mit verschiedenen Klangeffekten, darunter schrille Streicher, tiefes Grollen und unheimliche Percussion, um eine Klanglandschaft zu schaffen, die die düstere Stimmung des Films perfekt einfängt. Diese ungewöhnlichen Klänge tragen dazu bei, eine Atmosphäre der Angst und Beklemmung zu erzeugen und verstärken die Wirkung der visuellen Elemente des Films.

Ein Höhepunkt des Films ist die herausragende Leistung der Darsteller. Gregory Peck liefert eine starke Performance als besorgter Vater, der nach und nach die schreckliche Wahrheit über seinen Sohn erkennen muss. Seine emotionale Reise von Ungläubigkeit zu Angst und Entschlossenheit ist mitreißend und überzeugend. Auch Lee Remick als seine Ehefrau Katherine und Harvey Stephens als der junge Damien tragen maßgeblich zur Intensität des Films bei.

Film über die Macht des Glaubens
Darüber hinaus ist „Das Omen“ auch inhaltlich anspruchsvoll und regt zum Nachdenken über Themen wie das Böse, das Gute und die Macht des Glaubens an. Durch die Verwendung christlicher Symbole und Motive wird eine düstere und beklemmende Atmosphäre geschaffen, die den Zuschauer zum Grübeln über die Natur des Übersinnlichen und der menschlichen Existenz anregt.

animuc 2024 – wieder ein Fest für die Sinne

7. April 2024

Die animuc ist Fürstenfeldbruck ist für unsere Familie ein Pflichttermin. Einmal im Jahr findet die großartige Cosplayer-Veranstaltung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld auf dem Klostergelände statt. Tausende begeisterte Manga-, Anime- und Japan-Fans sind zu diesem dreitätigen Event gepilgert. Wer keine Karten mehr bekommen hat, der ließ sich bei bestem Wetter auf dem Klostergelände nieder, fachsimpelte oder schoss Fotos vor der wunderbaren Kulisse.

Nachdem im vergangenen Jahr der Strom durch einen Schaden an einem Umspannwerk ausfiel, lief dieses Jahr alles glatt. Und auch das Wetter spielte mit. Nur das Handy-Netz war wieder einmal überlastet. Ein Streaming war aufgrund der fehlenden Bandbreite unmöglich, schließlich hatten die zumeist jungen Besucher ihr Smartphone dabei und nutzen es entsprechend.

Neben der Verkaufsausstellung in der Tenne standen bei mir neben der Kontaktpflege vor allem die Vorträge im Mittelpunkt. Zusammen mit meiner Frau bekamen wir einen Platz bei Naraku Brock, die uns über zwei Stunden über japanische Küche informierte. Hat mir persönlich viel gegeben und Naraku Brock, weiß sich in Szene zu setzen und es machte ihr einfach Spaß ihre Show anzuhören. Die Frau versteht ihr Handwerk. In meiner Funktion als Speaker, Referent und Dozent schaute ich mir auch immer ihre Form der Darbietung an und genoss sie.

Seit 2009 findet mit der gewohnten Corona-Unterbrechung einmal jährlich die Convention statt und jedes Jahr werden relevante Programmpunkte vom Verein Animexx e.V. Zusammengestellt. Als ich dem Vortrag von Naraku Brock lauschte, kam mir die Idee für einen eigenen Vortrag. Ich werde die Idee mal bei Animexx einreichen, vielleicht darf ich 2025 als Speaker tätig sein. Über das Thema wird allerdings noch nichts verraten. Lassen wir uns überraschen.

Vielleicht noch ein Wort zu den Besucherinnen und Besuchern in ihren eindrucksvollen Kostümen. Selten haben ich so viele junge Leute mit so guter Laune erlebt. Diese Community ist friedlich und rücksichtsvoll. Und sie ist am Austausch interessiert. Ich führte viele kleine und große Gespräche.

Im Klosterhof standen Imbisswägen oder Foodtrucks, wie es neudeutsch heißt. Ich probierte das erste Mal Tako-yaki und bin sehr angetan von diesem gebratenen Krake, ein kleines warmes Gericht aus Osaka.

Und weil Katzen eine besondere Rolle spielen, hat sich unser Kater Parsifal auch gleich in Szene gesetzt.

Das Miller-Kreuz leuchtet wieder

30. März 2024

Das Miller-Kreuz in Fürstenfeldbruck leuchtet wieder. Der religiöse Oskar von Miller, Ehrenbürger von Fürstenfeldbruck und Gründer des Deutschen Museums, schuf 1893 das Miller-Kreuz.

Ein Nachbau des historischen Oskar-von-Miller-Kreuzes erstrahlt erstmalig wieder 2024 von Gründonnerstag bis Osterdienstag ab Einbruch der Dämmerung am Kirchturm der Leonhardikirche an der Amper. Dann brennen 133 LED-Lampen und lassen das Kreuz im roten Licht schimmern. Das Kreuz hängt an den Kartagen zur Osterzeit an der Kirche.

Wunder der Elektrizität
Am 30. März 1893 am Gründonnerstag erstrahlte es zum ersten Mal an der Leonhardikirche in Fürstenfeldbruck direkt bei der Amperbrücke. Das muss 1893 ein Ereignis gewesen sein, ein Wunder der Elektrizität. Damals hatte das Kreuz 120 elektrische Glühbirnen. Heute steht das Originalkreuz als Dauerleihgabe der Stadtwerke steht es nun im Stadtmuseum. Aufgrund von technischen Mängeln konnte das Originalkreuz nicht mehr an der Kirche gezeigt werden.

Oskar von Miller
Oskar von Miller (1855-1934) zählt zu den prägensten Persönlichkeiten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Dem visionären Ingenieur, begnadeten, Organisator und geschickten Industrie- und Wissenschaftpolitiker verdanken wir die Grundlage unserer modernen Energieversorgung. Das von ihm 1903 gegründete und schnell zur Weltruhm gekommene Deutschen Museum in München machte ihn zu einer der einflussreichsten Personen seiner Zeit. Hier eine ausgezeichnete Biografie über Oskar von Miller.

Filmriss online – März 2023 – Infos und Meinung aus der Welt des Scala-Kinos

13. März 2024

Die März-Folge meines Herzensprojekts Filmriss online. Jeden Monat spreche ich mit meinem Kumpel Markus Schmölz über neue Kinofilme und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Kinos.
Dieses Mal besprechen wir die Oscar-Verleihung und die bayerischen Schulkinowoche im Lärm der Schulkinder. Zudem diskutieren wir über KungFu Panda4, Oh lala, Ghostbusters: Frozen Empire und Chantal im Märchenland.

Erster Automatensupermarkt in Fürstenfeldbruck

8. März 2024

In Fürstenfeldbruck hat das erste Automatengeschäft eröffnet und natürlich musste ich als Technikfan vorbeischauen. Wir haben bei uns im Dorf einige Verkaufsautomaten wie Eier, Nudeln oder Fleisch/Wurst, aber in Fürstenfeldbruck sind verschiedene Automaten unter einem Dach, also ein richtige Geschäft. Mein spontaner erster Eindruck: Im Moment besteht keine akute Gefahr für den angeschlagenen Einzelhandel und es ist deutlich Luft nach oben.

Einstmals war in dem Geschäft ein Fotoentwickler, nun ist der 24 E-Kiosk eingezogen und hat durchgehend geöffnet, wie es am Schaufenster heißt. Beim Eintritt stoße ich auf einen leeren RedBull-Automaten und einen Kaffee-Automaten, der nicht in Betrieb ist. Das werden wohl Anlaufschwierigkeiten sein oder die Dienstleistung war bereits ausverkauft.

Zunächst wird das Handling erklärt. Ich wählte Barcode scannen, Ware auswählen und bezahlen, dann wirft der entsprechende Automat die gewünschte Ware aus. Das habe ich mit einem Spezi ausprobiert und die Summe 2,20 Euro (1,95 Euro und 0,25 Euro Pfand) per Karte bezahlt. Der Auswurf der Flasche am entsprechenden Automaten klappte einwandfrei und es kamen noch gleich 1,75 Euro in Münzen hinterher, warum weiß ich allerdings nicht. Somit hat das Spezi nur 0,20 Euro gekostet – da ist wohl noch der Wurm drin. Ich werd da wieder kaufen. Ggf war es aber das Wechselgeld des Vorgängers.

Das Angebot richtet sich wohl eher an die Nachtschwärmer der Stadt. Es gibt Energiedrinks, Säfte, Rauchutensilien, Bier, Chips, Suppen, Knabberzeugs und eingeschweißte Sandwiches. Das Angebot konkurriert mit dem Sortiment einer durchschnittlichen Tankstelle, die aber oft noch ein breiteres und tieferes Warensortiment anbietet. Eine Einkäuferin bestätigte mir, dass sie in der Nacht entsprechend alkoholisierte Nachteulen angetroffen hat, die vor- und weitergeglüht haben. Die Preise sind niedriger als in den Kneipen der Umgebung. Der gebeutelten Gastronomie wird der Automatenshop wohl weh tun.
Der ganze Laden ist Videoüberwacht, entsprechende Hinweisschilder habe ich aber nicht entdeckt. Ich weiß nicht, wie diese 1a-Lage in der Hauptstraße in Fürstenfeldbruck sich refinanziert, bin aber neugierig über die Entwicklung von Automatengeschäften.

Mir ist im Moment nicht verständlich, wie die rechtliche Situation dieser 24-Stunden-Läden in Bayern ist. Bayern wird möglicherweise erstmals ein eigenes Ladenschlussgesetz bekommen. Arbeitsministerin Scharf sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass sie veraltete Regeln ersetzen möchte. Das Gesetz soll unter anderem weitere lange Einkaufsnächte ermöglichen, die bislang nur einmal im Jahr möglich sind. An den generellen Ladenöffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr an Werktagen und geschlossenen Geschäften an Sonn- und Feiertagen soll sich aber nichts ändern.

Ziel des neuen Gesetzes soll der Ministerin zufolge unter anderem sein, den Betrieb digitaler Kleinstsupermärkte rechtlich klar zu regeln. Das sind Läden mit maximal 100 Quadratmetern, in denen die Kunden ihre Waren selbst scannen. Deswegen können diese Kleinstsupermärkte bereits jetzt von Montag bis Samstag 24 Stunden geöffnet sein – mit Ausnahmegenehmigung sogar sonntags.
Bedeutet dies, dass Automatengeschäfte im Moment an Sonntag geschlossen sind? Mal sehen, was am Sonntag bei uns passiert.

Filmriss online – Februar 2023 – Infos und Meinung aus der Welt des Scala-Kinos

19. Februar 2024

Hier die neueste Folge meines Herzensprojekts Filmriss online. Jeden Monat spreche ich mit meinem Kumpel Markus Schmölz über neue Kinofilme und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Kinos.

Dieses Mal ziehen wir ein Fazit zur 50 Prozent Aktion des Kinos – der Kinoeintritt zum halben Preis. Hat es was gebracht oder war außer Spesen nichts gewesen? Und als wichtigster Film im Februar steht ganz klar Dune 2 in unserem Mittelpunkt. Zudem äußern wir uns zur Berlinale und zur Anhebung des Mindestlohns bei Kinoketten. Und natürlich darf die Ankündigung von Bully Herbig zu das Kanu des Manitu nicht fehlen.

Poltergeist – Matinee am Sonntag, 11. Februar im Scala

10. Februar 2024

In den achtziger Jahren es vergangenen Jahrhunderts wandelte sich der Horrorfilm. Es kamen unterhaltsame Elemente dazu, die phantastischen Filme öffneten sich auch einem breiteren Publikum. Ein wunderbares Beispiel dafür ist der Film Poltergeist von 1982, den ich am Sonntag, 11. Februar in der phantastischen Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck zeige, Vortrag und Film starten um 10:45 Uhr und Karten gibt es hier.

Poltergeist gilt als ein wichtiger Horrorfilm, der geschickt Spannung, Humor und Familiendrama miteinander verbindet. Die Geschichte einer Familie, die von paranormalen Phänomenen in ihrem eigenen Haus heimgesucht wird, fesselt und begeistert Zuschauer seit Jahren, so dass es auch zu Fortsetzungen und zu einer missratenen Neuverfilmung kommen musste.
Regisseur Tobe Hooper, bekannt für seinen provokanten Horrorfilm „The Texas Chain Saw Massacre“, inszeniert die Geschichte mit einem Augenzwinkern und erschafft eine Atmosphäre voller Grusel und gleichzeitig Leichtigkeit.

Interpretationen
Poltergeist kann auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden. Der Film erzählt zum einen eine spannende Geschichte über eine Familie, die gegen eine übernatürliche Bedrohung kämpfen muss. Darüber hinaus kann er aber auch als Metapher für die Ängste und Sorgen der suburbanen Gesellschaft der 1980er Jahre gesehen werden. Die Bedrohung durch die Geisterwelt kann als Symbol für die Verunsicherung durch die zunehmende Technisierung und den Verlust von Traditionen interpretiert werden.

Special Effects
Die Spezialeffekte des Films von ILM, die von Steven Spielberg produziert wurde, waren für damalige Verhältnisse bahnbrechend und sind auch heute noch beeindruckend. Die Filmszene, in der Carol Anne durch den Kleiderschrank in eine andere Dimension gezogen wird, ist ein Klassiker der Filmgeschichte.
Die Spezialeffekte von Poltergeist waren für damalige Verhältnisse bahnbrechend und sind auch heute noch beeindruckend. Die Geistererscheinungen sind kreativ und abwechslungsreich gestaltet, von dem skelettierten Baum im Garten bis hin zum bedrohlichen „Beast“ im Finale. Die visuellen Effekte, wie die Zeitlupenaufnahmen von herumfliegenden Gegenständen oder die verdrehten Gesichter der besessenen Carol Anne, tragen zur Intensität des Films bei.

Schauspielleistung
Die Charaktere in Poltergeist sind glaubwürdig und sympathisch. Die Familie Freeling wirkt wie eine echte Familie, mit all ihren Stärken und Schwächen. Craig T. Nelson und JoBeth Williams spielen die besorgten Eltern mit viel Einfühlungsvermögen. Heather O’Rourke als Carol Anne ist sowohl herzerwärmend als auch unheimlich in ihrer Darstellung des besessenen Kindes. Zelda Rubinstein als Geisterjägerin Tangina Barrons sorgt mit ihrem trockenen Humor für einige Lacher und Beatrice Straight als Wahrsagerin Dr. Lesh verleiht der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit.

Ich freue mich diesen Klassiker im Rahmen unserer phantastischem Matinee auf der großen Kinoleinwand präsentieren zu dürfen und freue mich auf den Besuch. Karten gibt es hier

Trinkspruch in Togo – schönes Storytelling

19. Januar 2024

Heute war ein Tag des Ehrenamtes bei mir. Ich war bei meinen Arbeitskreis Geschichte im Dorf und bei einer Einstandsfeier der Aktion PIT Togohilfe.

Die Togohilfe ist umgezogen innerhalb Fürstenfeldbruck und hat ein neues schönes Quartier im Gewerbegebiet der Großen Kreisstadt bezogen. Und heute galt es sich bei den anderen Mietern der Gewerbeimmobilie mit einem kleinen Vortrag über die Hilfe des Vereins vorzustellen. Im Gebäude sind meist IT-Dienstleister, da ist die Aktion PIT Togohilfe irgendwie ein bunter Vogel. Als wir die so nett zusammen standen und mit einem Glas Sekt anstießen, stellte sich die Frage, wie stößt man eigentlich stilecht in Togo an?

Dazu wusste Margret Kopp, die Vorsitzende der Aktion PIT Togohilfe eine schöne Geschichte zu erzählen. Storytelling pur. Als der inzwischen verstorbene Präsident von Togo General Gnassingbé Eyadéma bei einem Staatsbesuch in China war, stießen die beiden Regierungschef auf ihre Diktaturen an. Der Chinese sagte wohl „Chin Chin“. General Eyadéma wusste nicht so recht, was er antworten sollte und verstand den Trinkspruch wohl falsch und antwortete „Togo Togo“.

Diese Geschichte verbreitete sich in Togo in Windeseile und noch heute erntet man in den afrikanischen Land Gelächter, wenn man die Gläser erhebt und „Togo Togo“ ausruft. Nette Geschichte am Rande. Und übrigens: Chin Chin ist ein frittierter Snack aus Nigeria. In Togo und Benin ist er als atchomon bekannt, in Ghana als achomo und in Kamerun als croquette oder Chin Chin.