Posts Tagged ‘Franz Neumeier’

Buchtipp: der cruisetricks.de Kreuzfahrer Ratgeber von Franz Neumeier

18. November 2015

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Gleich vorweg, ich bin mit dem Autoren Franz Neumeier gut befreundet. Wir haben jahrelang zusammengearbeitet und ich kann voller Überzeugung sagen: Franz ist ein journalistischer Vollprofi. Nach jahrelanger (zum Teil gemeinsamer) Zeitschriftenerfahrung hat Franz Neumeier sein Hobby zum Beruf gemacht. Er betreibt den Blog cruisetricks.de und gilt als einer der deutschsprachigen Experten, wenn es um das Thema Kreuzfahrten geht. Ein Ergebnis seines Blogs ist als Line Extension das vorliegende Buch Der cruisetricks.de Kreuzfahrt-Ratgeber.
Das Ratgeberbuch lässt keine Fragen offen, wenn der Reisende eine Kreuzfahrt bucht. Wer jetzt denkt, Kreuzfahrten seien nur etwas für alte Omas oder steinreiche Gesellen, der irrt komplett. Kreuzfahrten gibt es für jedes Alter und jeden Geldbeutel. Kreuzfahrten liegen im Trend und daher nimmt Franz Neumeier diesen Trend auf und versorgt Interessierte mit entsprechender Literatur. Wer also für nächstes Jahr eine Kreuzfahrt gebucht hat, tut gut daran, sich das Buch vom Kollegen Franz Neumeier zu besorgen.

http://youtu.be/8qmP6Mo0ONs
Für mich werden in diesem Buch alle relevanten Fragen beantwortet, die ein Neuling in Sachen Kreuzfahrt so hat: Trinkgeld, Klamotte, Ausflüge, Captain’s Dinner, Anfahrt und Seekrankheit sowie Freizeit usw. Natürlich werden auch die Sicherheitshinweise nicht ausgespart, schließlich ist das Unglück der Costa Concordia noch in Erinnerung. Als Nichtraucher hat Franz sogar das Thema Rauchen auf dem Schiff thematisiert.
Ich habe das Buch in einem Rutsch an einem Nachmittag gelesen und ich muss zugeben, es hat Lust gemacht auf Kreuzfahrt. Am meisten reizt mich nicht das Schippern in der Südsee, mich reizt eine Kreuzfahrt ins ewige Eis. Ich werde die Sache mal mit meiner Frau besprechen und beim Autoren Franz Neumeier den Rat einholen.
Kritik habe ich allerdings auch und die will ich nicht unter den Tisch fallen lassen. Ich weiß, dass Franz ein sehr guter Reisefotograf ist und gerne hätte ich Reiseaufnahmen seiner Kreuzfahrten in dem Buch gesehen. Darauf mussten wir allerdings verzichten und stattdessen einen Blick in den Blog cruisetricks.de werfen. Bei einer Neuauflage des inhaltlich ausgezeichneten BuchesDer cruisetricks.de Kreuzfahrt-Ratgeber würde ich mehr visuelle Information wünschen. Inhaltlich habe ich nichts an dem Buch zu meckern und daher eine klare Kaufempfehlung.

Autor Franz Neumeier (re) und ich.

Autor Franz Neumeier (re) und ich.

5 Jahre iPod classic ohne Änderung

5. September 2014

Vor fünf Jahren der iPod Classic kam auf den Markt kam und der Dinosaurier hat sich bis heute nicht geändert. Es ist noch das einzige Apple-Gerät mit dem 30-poligen Adapter. Immernoch ist der iPod classic das Flaggschiff meiner iPod-Sammlung, die mit dem FireWire-iPod damals begonnen hatte. Ich liebe meinen iPod Classic, habe ihn noch immer im Einsatz und erinnere mich gerne, wie es mit den iPods begonnen hat. Im Grunde habe ich die meisten Modelle, nur den U2-iPod habe nicht. Ich mag das Gutmenschen-Gehabe von Bono einfach nicht.

Hier ein Ausschnitt meiner iPod-Sammlung

Hier ein Ausschnitt meiner iPod-Sammlung

Bei der Präsentation des ersten iPods musste ich einen massiven Kampf austragen. Ich hab damals den Kampf verloren, aber am Ende doch gesiegt. Ich war zur Geburtsstunde des iPods damals Textchef der PC Professionell, einem sehr erfolgreichen Windows-Testmagazin. Als Mac-User musste ich Texte in Form bringen. Ich wurde von meinen beiden Chefredakteuren Franz Neumeier und Christoph „Lemmy“ Scholze eingestellt wegen meines technischen und journalistischen Verständnisses. Es war eine gute Zeit damals, bis zum 11. September.

Rechts, der aktuelle iPod classic.

Rechts, der aktuelle iPod classic.

Von der Ankündigung des iPods war ich damals fasziniert. mp3-Player gab es viele – ich hatte beispielsweise einen Rio im Einsatz, doch was uns Steve Jobs da präsentierte, war mehr als ein Musikplayer. Es war ein ganzes Eco-System, dass die Musikwelt auf den Kopf stellte. 1000 Songs in deiner Hosentasche. Ich hatte so ein Gerät eigentlich von Sony erwartet, denn nach Walkman und Discman müsste eigentlich ein mp3-Man folgen. Aber Sony verschlief den Markt und Apple rollte die Industrie auf. Die Revolution begann und als Journalist wollte ich dabei sein. Ich wollte diese Revolution begleiten, aufklären, erläutern, analysieren. Aber ich scheiterte banal an der Redaktionskonferenz.
Jeden Tag gab es zu um 10 Uhr im großen Konfi, wie der Konferenzsaal genannt wurde, unserer Meeting. Ressortleiter und Redakteure stellten Themen, Geschichten und Trends vor. Das letzte Wort hatten die beiden Chefredakteure und kurz vor ihnen war ich als Textchef an der Reihe. Ich wies auf die kommende Bedeutung des iPods hin und wollte eine längere Geschichte in unserer PC Professionell machen. Doch ich bekam die rote Karte gezeigt. „Kein 100 Prozent Thema“, war die Antwort. Naja, ich kämpfte und bekam wenigstens im Newsteil ein paar Zeilen mit Bild.

Mein erster Artikel über den iPod - leider nur im Newsteil.

Mein erster Artikel über den iPod – leider nur im Newsteil.

In meiner späteren Karriere wechselte ich zur MACup, damals das älteste Apple Macintosh-Magazins Europas. Hier konnte ich iPod und Co dann stärker einbringen. Zunächst mit Berichten, dann mit einem Heft im Heft und schließlich mit eigenen Heften (aber da war ich schon lange weitergezogen).
Mal sehen, ob Apple den iPod classic weiter im Programm belassen wird. Vielleicht kommt endlich ein iPod classic mit Lightning-Anschluss. Vielleicht, vielleicht, vielleicht …

Bergung der Costa Concordia am iPad

17. September 2013

Faszinierend und angewidert zugleich saß ich gestern den ganzen Tag vor dem Rechner und habe mir die Bergung des verunglückten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia angesehen. Die Tagesschau hat einen unkommentierten Livestream ins Netz gestellt, davon habe ich diese Screenshots als Gebührenzahler gemacht.

Ein alter Freund und Bekannter von mir, Franz Neumeier, Betreiber des wichtigsten deutschen Kreuzfahrtblogs Cruisetricks, hat mich am Morgen auf die Bergung in seinem Twitterkanal aufmerksam gemacht. Bei den Bildern denke ich mir immer wieder: Welche Angst mussten die Passagiere erleiden, als das Schiff kenterte. Die Costa Concordia war im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio gekentert. 32 Menschen kamen ums Leben; zwei Leichen sind bis heute nicht geborgen worden. Vielleicht finden die Verantwortlichen bald die sterblichen Überreste.

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Am iPad verfolgte ich den ganzen Tag über den Stream. Dabei muss ich zugeben, dass ich dankbar war, nicht durch das Gequatsche irgendwelcher Reporter oder so genannter Experten gestört zu werden. Der unkommentierte Livestream zeigte Bilder, die Arbeitsatmosphäre und brachte die Live-Geräusche. Ich konnte beobachten, wie sich das verrostete Wrackteil zu heben begann. Es lag über 20 Monate im Salzwasser und sah entsprechend aus.

Mir schaudert bei dem Gedanken, dass noch zwei Tote an Bord dieses riesigen Stahlkolosses es zu finden sind. Wie müssen sich bei der Bergung die Angehörigen fühlen?  Und wie muss ich wohl der Kapitän fühlen, der scheinbar das Unglück zu verantworten hat?

Den ganzen Nachmittag über machte ich einige Screenshots. Der Stream lief auf meinem iPad und so konnte ich dank Web ganz nah bei der Bergung dabei sein. Auch eine neue Erfahrung für mich als Reporter. Die Livebilder waren gestochen scharf und interessant, obwohl so eine Schiffsbergung natürlich recht langsam vor sich geht. Stück für Stück, Zentimeter um Zentimeter hob sich das einst stolze Schiff aus dem Wasser. Für mich als Laien ist so eine Bergung , eine große technische Meisterleistung. Es war trotz schnellem Internet eine Art Entschleunigung.

Ich habe immer noch die Katastrophenfilme der siebziger Jahre vor Augen. Es begann mit dem Film flammendes Inferno, dann kann Erdbeben, und dann kam eine Reihe von Schiffs- und Flugzeugkatastrophenfilmen. Gerade die Flugzeuge und die Schiffe wurden am Ende immer spektakulär gehoben. Doch die Bergung der Costa Concordia stellt Hollywood in den Schatten. Das ist Realität, nicht Fiktion, die sich vor meinen Augen abspielte.  Und so eine Realität dauert halt auch seine Zeit.

Wir haben in der Familie diskutiert, welche Auswirkungen das Unglück auf das Reiseverhalten von uns hat. Während mein Vater Abstand vor einer Kreuzfahrt genommen  hat, ist meine Mutter immer noch ein riesiger Fan. Ich selbst würde gerne einmal die Hurtingroute bereisen. Genauso wenig wie mich Unfälle auf der Straße vom Autofahren abhalten oder Flugzeugabstürze vom Fliegen, so werde ich irgendwann meine Kreuzfahrt machen.

Goodbye CompuServe

2. August 2008

Seit 1. August hab ich keine Alternative mehr, um ins Internet zu gehen. Mein Provider der ersten Stunde hat sich von mir getrennt. CompuServe, wichtig war das große S im Namen, ist seit 1. August nicht mehr für deutsche Kunden erreichbar. Der Dienst endete für mich zum 31. Juli. Damit ist CompuServe IT-Geschichte. Zurück bleibt nur die Erinnerung an ein Tool der ersten Stunde meiner Webtage. Damals gingen mein Kumpel Franz Neumeier, heute Chefredakteur des Internet Magazin (ehemals Internet Professionell), und ich die ersten Schritte. Franz betrieb eine Mailbox. Ich war mit einem Akustikkoppler unterwegs. Beide erkannten wir, was sich für eine Revolution durch das aufkommende Internet anbahnte. Irgendwann entschied ich mich dann für CompuServe als meinen Provider. Ich habe sogar noch einen Brief vom 14. Feb. 1997 gefunden, in dem mir ein neues Passwort mitgeteilt wurde, nachdem ich mein altes verworfen hatte und in den Business Account wechselte. Zum Gang ins Web musste ich den CIM aufrufen. Ich hatte freilich einen Mac. Ich glaube es war ein LC II oder Performa. An den Quadra wollte ich nicht ran für solche Sachen, der war rein dem DTP vorbehalten. Ich musste von Diskette den CompuServe Information Manager, kurz CIM, installieren. Für die jüngeren: Disketten waren Datenträger aus der frühen Silikon Zeit mit maximal 1,4 MByte Speicher. Zum Vergleich: ich habe mir gestern bei Amazon einen 8 GByte Speicherstick für 16 Euro bestellt. Dann musste bei MacCIM das Passwort eingegeben werden und man suchte sich eine Nummer zum Einwahlknoten. Das 5.600-Modem knatterte und pfiff und laut Becker war ich drin. Das ist jetzt vorbei. CompuServe wurde von AOL geschluckt und AOL ist bei vielen heute nur noch durch das Stadium bekannt. Danke CompuServe für deine Dienste.

Schreiben von CompuServe vom Feb. 1997

Schreiben von CompuServe vom Feb. 1997