Posts Tagged ‘Deutschlandfahne’

Deutschlandfahne an Bord von Apollo 17

3. Oktober 2022

Zum Tag der Deutschen Einheit 2022 habe ich eine besondere Geschichte ausgegraben. Apollo 17 war der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und der bisher letzte bemannte Flug zum Mond. Die Mission startete am 7. Dezember 1972 um 0:33 Uhr Eastern Standard Time vom Kennedy Space Center in Florida. An Bord waren der Kommandant Eugene Cernan, der Pilot des Apollo-Raumschiffs Ron Evans und der Pilot der Mondlandefähre Harrison „Jack“ Schmitt.

Was viele nicht wissen: An Bord von Apollo 17 war auch eine Deutschlandfahne. Das Original ist heute Ausstellungsstück im Deutschen Museum München. Die Mini-Ausgabe der Deutschlandfahne ist dort mit einer Widmung von US-Präsident Richard Nixon ausgestellt.

Außerdem ist ein Original-Mondgestein aus dem Taurus-Littrow-Tal ausgestellt. Taurus-Littrow ist ein Tal auf der erdzugewandten Seite des Mondes bei den Koordinaten 20° 0′ N, 31° 0′ O. Es befindet sich im südöstlichen Teil des Mare Serenitatis. Das Mare selbst entstand vor 3,8 bis 3,9 Milliarden Jahren nach dem Einschlag eines großen Objektes.


Mit dabei war auch ein Fahrzeug. Das bewährte Lunar Roving Vehicle – Mondauto 34 Kilometer zurück. Ingesamt sammelten die Astronauten 110,4 kg Mondgestein. Das Ausstellungsstück im Deutschen Museum ist allerdings von Apollo 15.

Am 14. Dezember 1972 um 05:40 UTC verließ Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche, die bis heute nicht wieder von Menschen betreten wurde. Er nahm Abschied mit den Worten:

„Ich bin auf der Oberfläche; und wenn ich nun für einige Zeit den letzten Schritt eines Menschen vom Mond Richtung Heimat machen werde, dann möchte ich sagen, was die Geschichte meiner Meinung nach festhalten wird: Amerikas Herausforderung von heute hat das Schicksal des Menschen von morgen geschmiedet. Wir verlassen jetzt Taurus-Littrow, wie wir einst gekommen sind und, wenn Gott es will, werden wir zurückkehren in Frieden und Hoffnung für die gesamte Menschheit. Gute Reise der Besatzung von Apollo 17.“

Nachdem wir bald wieder Richtung Mond unterwegs sind, finde ich das auch eine tolle Inspiration zum Tag der Deutschen Einheit 2022.

Marketing: Friseur im Fußballfieber

14. Juni 2012

Friseurmeisterin Sonja Fischer, einem eingefleischten Deutschland-Fan in klassischem SCHWARZ-ROT-GOLD. Fotograf: Maurice

Friseurmeisterin Sonja Fischer, einem eingefleischten Deutschland-Fan in klassischem SCHWARZ-ROT-GOLD.
Fotograf: Maurice

Friseure schaffen es immer wieder Emotionen aufzugreifen. Hier stieß ich auf eine hervorragende Aktion der Friseurmeisterin Sonja Fischer aus dem fränkischen Diepersdorf. Sie verbindet Frisur und Fußball und schafft wunderbare Emotionen.

Die Fan-Fahnen und Außenspiegelflaggen an den Autos sind schon länger wieder zu sehen – und pünktlich zu Beginn der Europameisterschaft lassen sich auch einige Fußball-Fans wieder ihre Haare in den Farben ihrer Nationalität colorieren oder Hairtattoos einarbeiten. Jetzt müssen nur noch die deutschen Spieler entsprechende Ergebnisse auf dem Fußballfeld bei der EM abliefern.

Die Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer aus Diepersdorf hat sich in den vergangenen Jahren in puncto Fußball-EM- und WM-Frisuren einen Namen gemacht, als sie 2006 die Idee ihres Kunden Stefan Weniger ausführte. Sie zauberte den Original-WM-Fußball Teamgeist auf Wenigers Kopf. Beim Public Viewing kam dieser Look sehr gut an und war in den Medien damals ebenfalls vertreten. 2008 folgte die Fußball-Kopfkreation Europass und 2010 rief das Fernsehen bei der Friseur-Weltmeisterin an, ob sie wieder den aktuellen Fußballkopf an Weniger kreiere. Als Sonja Fischer bejahte, wurde im Diepersdorfer Friseursalon vom BR gefilmt. In der Abendschau zauberte Fischer live an einem zweiten Kopf den damaligen Jobulani, welcher sogar vor und zwischen den WM-Spielen als Kurzfilm von der ARD gezeigt wurde. Sämtliche Radiosender berichteten und die Künstlerin und ihr Erfinder wollten es als krönenden Abschluss sehen.

Nachdem nun jedoch so viele Fußballbegeisterte wieder bei den beiden nachfragen, wollen es sich Fischer und Weniger noch überlegen, ob sie es – ein letztes Mal und diesmal wirklich nur der Gaudi halber – machen wollen. Sonja Fischer: „Schau ma mal, wie Deutschland so spielt. Wenn sie weit kommen, fangen wir ja doch wieder zu Schneiden und Blondieren an“, so die Diepersdorferin.

Auf jeden Fall ein wunderbares Beispiel für Marketing im Friseurhandwerk.