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Marketing: Friseur im Fußballfieber

14. Juni 2012
Friseurmeisterin Sonja Fischer, einem eingefleischten Deutschland-Fan in klassischem SCHWARZ-ROT-GOLD. Fotograf: Maurice

Friseurmeisterin Sonja Fischer, einem eingefleischten Deutschland-Fan in klassischem SCHWARZ-ROT-GOLD.
Fotograf: Maurice

Friseure schaffen es immer wieder Emotionen aufzugreifen. Hier stieß ich auf eine hervorragende Aktion der Friseurmeisterin Sonja Fischer aus dem fränkischen Diepersdorf. Sie verbindet Frisur und Fußball und schafft wunderbare Emotionen.

Die Fan-Fahnen und Außenspiegelflaggen an den Autos sind schon länger wieder zu sehen – und pünktlich zu Beginn der Europameisterschaft lassen sich auch einige Fußball-Fans wieder ihre Haare in den Farben ihrer Nationalität colorieren oder Hairtattoos einarbeiten. Jetzt müssen nur noch die deutschen Spieler entsprechende Ergebnisse auf dem Fußballfeld bei der EM abliefern.

Die Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer aus Diepersdorf hat sich in den vergangenen Jahren in puncto Fußball-EM- und WM-Frisuren einen Namen gemacht, als sie 2006 die Idee ihres Kunden Stefan Weniger ausführte. Sie zauberte den Original-WM-Fußball Teamgeist auf Wenigers Kopf. Beim Public Viewing kam dieser Look sehr gut an und war in den Medien damals ebenfalls vertreten. 2008 folgte die Fußball-Kopfkreation Europass und 2010 rief das Fernsehen bei der Friseur-Weltmeisterin an, ob sie wieder den aktuellen Fußballkopf an Weniger kreiere. Als Sonja Fischer bejahte, wurde im Diepersdorfer Friseursalon vom BR gefilmt. In der Abendschau zauberte Fischer live an einem zweiten Kopf den damaligen Jobulani, welcher sogar vor und zwischen den WM-Spielen als Kurzfilm von der ARD gezeigt wurde. Sämtliche Radiosender berichteten und die Künstlerin und ihr Erfinder wollten es als krönenden Abschluss sehen.

Nachdem nun jedoch so viele Fußballbegeisterte wieder bei den beiden nachfragen, wollen es sich Fischer und Weniger noch überlegen, ob sie es – ein letztes Mal und diesmal wirklich nur der Gaudi halber – machen wollen. Sonja Fischer: „Schau ma mal, wie Deutschland so spielt. Wenn sie weit kommen, fangen wir ja doch wieder zu Schneiden und Blondieren an“, so die Diepersdorferin.

Auf jeden Fall ein wunderbares Beispiel für Marketing im Friseurhandwerk.