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Helmut Newton‘s Sumo von Taschen

15. September 2020
Am 31. Oktober kommt Helmut Newton‘s Sumo von Taschen.

Am 31. Oktober kommt Helmut Newton‘s Sumo von Taschen.

Mein Lieblingsbuchverlag feiert dieses Jahr seinen 40. Geburtstag. Ich meine den Taschen Verlag aus Köln. Anlässlich dieses Festjahres gibt den Klassiker Helmut Newton in einer Neuauflage in XXXL-Größe, Sumo genannt. Ich war bei der Vorabpräsentation in München exklusiv dabei.
Offiziell wird das wunderschöne Fotobuch bei einem Event am 31. Oktober in Berlin vorgestellt. An diesem Tag jährt sich der 100. Geburtstag des in Berlin geborenen Fotografen. Wie und wo der Event stattfinden wird, steht aufgrund Corona noch nicht fest. Daher bin ich dankbar, dass ich mich beim Münchner Vorabevent zu einem kleinen Kreis ausgewählter Gäste zählen konnte – vielen Dank an Taschen dafür.

Über Helmut Newton zu sprechen, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Der Meisterfotograf ist Provokateur, Humorist, Dokumenteur, Voyeurist und ein Meister der Inszenierung. Kaum ein Fotoseminar in dem nicht über Newton und sein Werk gesprochen wird – oftmals kontrovers. Die Foto- und Kunstszene erinnert sich noch an die Emma-Debatte 1993 als Alice Schwarzer dem Fotografen vorwarf, seine Bilder seien sexistisch, rassistisch und faschistisch.

Der Taschen Verlag hat das Newton-Buch schon lange im Programm, aber nicht in der XXXL-Größe. Helmut Newton war 1999 das erste große Buch des Verlages. Gerade Schwarzweißbilder seien in diesem Format eine besondere Herausforderung beim Druck, bestätigte Herstellungsleiter Frank Goerhardt, der das Entstehen des Buches exakt überwachte. Der Druck ist phänomenal geworden, davon konnte ich mich in München überzeugen. Die Auflage beträgt 10000 Exemplare und Taschen verkauft jedes der begehrten Bücher für 1000 Euro. Es gibt noch eine Extra-Auflage mit einem Philippe-Starck-Buchständer. Der Preis steht noch nicht fest, weil Designer Starck mit seiner Arbeit noch nicht fertig ist.

Die Idee für das Buch hatte Verlagsgründer Benedict Taschen. Er stand mit einem Riesen Dummy vor Helmut Newton und überzeugte ihn und Gattin June von dem Projekt. June machte übrigens das Layout des Buches. Fotografenkollege David Baily kommentierte das Projekt: „Das ist ein Riesenbuch, dafür braucht man auch ein Riesenego.“
Der damalige Sumo mit 10.000 Auflage mit über 400 Bildern kostete provokante 3000 Mark. Das Buch ist inzwischen ausverkauft und daher war es an der Zeit zu einer Neuauflage. Die Version mit Buchständer kostete 17.500 Euro.

Das Buch ist ein Kunstwerk. Es ist kein klassisches Buch und auch kein Kunstwerk für die Wand. Nein, Taschen hat Objektkunst geschaffen in dem man blättert und sich Tag für Tag an den verschiedenen Seiten erfreut. Damals sagte Verleger Benedict Taschen sinngemäß: Wir sind der Verlag für die billigsten Kunstbücher und nun sind wir der Verlag für das teuerste Kunstbuch – ab jetzt kann man dazwischen alles machen. Wie recht der Verleger hatte. Ich selbst habe viele, sehr viele Taschen-Bücher (Achtung Wortwitz). Meine persönlich wertvollsten sind die Sammlerausgaben von 2001: Odyssee im Weltraum sowie Napoleon, die beide das Filmgenie Stanley Kubrick zum Inhalt haben.

Coole Location zur Präsentation.

Coole Location zur Präsentation.

 

Sumo-Buch zu den Rolling Stones samt Autogramm

14. November 2014

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Kann man eigentlich Beatles- und Stones-Fan zur gleichen Zeit sein? Ja, man kann – das sehe ich an meiner Person. Wahrscheinlich war diese Streitfrage richtg heftig, als beide Bands auf ihrem Höhepunkt in den sechziger Jahren waren und sich um Hitparadenplätze stritten.
Heute sind die überlebenden Fans versöhnlicher und so kann ich als Beatles-Fan gerne auch die neueste Veröffentlichung über die Stones genießen. Und einer solchen Megaveröffentlichung bin ich gerade begegnet.
Der renommierte Taschen-Verlag hat für Fans und Sammler ein spezielles Buch über die rollenden Steine veröffentlicht. Ein fetter Bildband über die Geschichte der Stones in einer Auflage von 1600 Exemplaren – dazu wurden die Bücher signiert von Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood. Jetzt lassen sich die Bücher ordner und im Dezember werden sie rechtzeitig zum Fest geliefert. Bildgewalig, gut recherchiert und lektoriert sowie großartig produziert sind die Bücher auf jeden Fall. Nur einen (finanziellen) Pferdefuß haben sie: Der Grundpreis liegt bei 4000 Euro. Es gibt aber Editionen mit wunderbaren Fine Art-Abzügen wie von dem einmaligen David Bailey, da kostet das Werk schon 15000 Euro. Diese Ausgabe ist übrigens schon ausverkauft, hier haben Sammler investiert, die wissen was Buch und Foto wert sind. Ingesamt gibt es sechs Art Editions, auf jeweils 75 Exemplare limitiert, mit je einem Fine Art Print.

Das Vorwort von Clinton.

Das Vorwort von Clinton.

Das Vorwort zu dem Buch hat der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und ich wäre schon neugierig, was Bill (I never had sex with this women) Clinton über die Rolling Stones sagt. Aber noch wichtiger sind die über 500 Seiten mit Fotos von David Bailey, Cecil Beaton, Anton Corbijn, Annie Leibovitz, Helmut Newton, Norman Parkinson, Albert Watson und weiteren 60 Fotografen. Bildbände über die Stones gibt es viele, aber in dieser Form dürfte die Buchveröffentlichung einmalig sein. Zum ersten Mal konnte auch auf die privaten Archive der Rolling Stones in New York und London zugegriffen werden, die manche Überraschung zu bieten haben.

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Gewaltig ist aber nicht nur der Inhalt, sondern auch das Erscheinungsbild. Das Buch wird bei Taschen als Sumo-Buch geführt und das ist es auch: Im Format 50 auf 50 Zentimeter wird das 518seitige Buch erscheinen. Es wird geliefert in einer Schlagkassette sowie Ausklappern und Siebdruck-Kapitelopenern.

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Naja und wer jetzt Blut geleckt hat, der kann sich auch die Volksausgabe des Buches für rund 100 Euro kaufen. Da gibt es das Buch als Hardcover im Format 33 x 33 cm mit 522 Seiten, natürlich ohne Autogramme und Art Prints, aber zumindest die Bilder sind im Buch Rolling Stones die gleichen.

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