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Blick hinter die Kulissen des Scala Kinos Fürstenfeldbruck – eine VHS-Führung

8. März 2025

Wie sieht es hinter den Kulissen eines Kinos aus? Eine Antwort auf diese Frage gebe ich zusammen mit Markus Schmölz von Scala Kino-Fürstenfeldbruck am Sonntag, 16. März um 8 Uhr in einer exklusiven Führung der VHS Maisach. Anmeldungen hier.

Über die Geschichte des Films und das Kino im Landkreis Fürstenfeldbruck darf ich einen kleinen Vortrag halten, während der Geschäftsführer des Scalas dann den Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen eines Kinobetriebs ermöglicht.
Hinter den Kulissen eines Kinobetriebs läuft weit mehr ab, als der Besucher beim Betreten des Saals wahrnimmt. Während die Gäste ihre Tickets kaufen und sich mit Popcorn oder Nachos versorgen, sorgt ein eingespieltes Team im Hintergrund dafür, dass der Kinobetrieb reibungslos funktioniert.

Bereits am frühen Morgen beginnen die Vorbereitungen für den Tag. Das Reinigungspersonal sorgt dafür, dass alle Säle, Sitze und Foyers makellos sind, während die Technikteams die Projektoren und Soundsysteme überprüfen. Moderne Kinos setzen fast ausschließlich auf digitale Projektion, doch die Geräte erfordern regelmäßige Wartung, damit Bild- und Tonqualität stets den höchsten Ansprüchen genügen. Auch das Einspielen neuer Filme gehört zur täglichen Routine. Die digitalen Filmdateien werden über spezielle Server heruntergeladen, entschlüsselt und in das Vorführsystem integriert.

Parallel dazu arbeitet das Management an der Programmplanung. Welche Filme laufen wann und in welchem Saal? Wie lassen sich Stoßzeiten effizient organisieren? Diese Entscheidungen müssen oft Wochen im Voraus getroffen werden, basierend auf Besucherzahlen, Filmstarts und Erfahrungswerten aus vergangenen Jahren. Auch die Abstimmung mit Filmverleihern ist entscheidend, denn diese geben nicht nur die Preise für die Lizenzen vor, sondern oft auch Bedingungen, etwa wie lange ein Film exklusiv gezeigt werden muss.

Während der regulären Öffnungszeiten steht das Servicepersonal an der Kasse, hinter der Snack-Theke und in den Sälen bereit. Gerade an Wochenenden oder bei Premieren kann es stressig werden, wenn sich lange Schlangen bilden und in kurzer Zeit hunderte Gäste versorgt werden müssen. Die richtige Mischung aus Freundlichkeit und Effizienz ist gefragt, damit jeder Gast pünktlich seinen Film genießen kann.

Doch nicht nur der laufende Betrieb muss organisiert werden. Marketingaktionen wie Sonderveranstaltungen, Themenabende oder Kooperationen mit lokalen Unternehmen tragen dazu bei, dass das Scala als Erlebnisort zu etablieren. Beispielsweise habe ich eine Matinee-Reihe zum Western- und phantastischen Film.

Dazu kommen logistische Herausforderungen wie die Warenbestellung für den Concession-Bereich – also das Angebot an Snacks und Getränken. Hier wird genau kalkuliert, denn Produkte wie frisches Popcorn oder Softdrinks sind eine der wichtigsten Einnahmequellen eines Kinos.

Nach der letzten Vorstellung endet die Arbeit jedoch nicht. Säle müssen gereinigt, Tagesabrechnungen gemacht und die Technik für den nächsten Tag vorbereitet werden. Erst wenn das letzte Licht im Foyer ausgeht, kehrt für einen Moment Ruhe ein – bevor am nächsten Tag erneut die Magie des Kinos entfacht wird.

Die Führung startet um 8 Uhr ohne den Kinobetrieb zu stören und endet um 10 Uhr. Anmeldungen bei der VHS sind hier möglich.

Wer dann noch Lust hat, kann der Western-Matinee beiwohnen. Sie startet um 10:45 Uhr zum John Ford-Klassiker Der Mann der Liberty Valance erschoss. Karten für die Matinee gibt es hier.

Hobby Aquarium: Erste Erkundigungen Teil 2

29. September 2009

Fisch beim Tierarzt

Bevor wir uns zum Kauf eines Aquariums auf sanften Druck vom Sohn entschlossen haben, galt es erst einmal zu recherchieren. Was braucht man eigentlich? Wie steht es um die Pflege? Welcher Fisch passt zu wem? Ich habe keine Erfahrungen mit Fischen. Ich bin am Land mit Gebirge aufgewachsenen und das Meer ist mir fremd. Meine einzigen Berührungen mit Fischen sind in der Regel Dorade auf dem Grill mit viel Knoblauch und der Besuch des weißen Hais im Kino. Also gingen wir auf entsprechende Seiten im Web und suchten uns die Infos rund um Fischzucht zusammen. Mein erster Eindruck: Au backe, auf was haben wir uns da eingelassen, dieses Hobby braucht Zeit und Geld.

Sinnvoll sind aber auch persönliche Gespräche. Der Patenonkel meines Sohns hat im Büro ein Aquarium. Zufällig trafen wir uns und kamen ins Gespräch über sein Hobby. Sein Aquarium steht im Büro und als Jurist hat er wohl notwendige Ruhe zum Fischebeobachten, wenn er seine Schriftsätze diktiert.

Seine Erfahrungen waren zunächst beunruhigend. Der erste Besatz seiner Fisch-WG schwamm mit dem Bauch nach oben. Einfach verreckt. Ein Virus killte seine schwimmenden Gesellen. Nach kompletter Reinigung bekam der zweite Besatz eine Chance. Hier lief es besser. Nach einiger Zeit machte ein Fisch aber Mucken und schickte sich an zu verenden. Panik kam auf. Der Fisch wurde herausgefischt (tolles Wortspiel) und in eine Plastiktüte gepackt. In der Aktentasche ging es ab zum Tierarzt, der allerdings nichts machen konnte. Der Patenonkel vom Sohn kam sich ein wenig blöd vor, im Wartezimmer mit Hund, Katze, Maus mit seinem Wasserbeutel samt Fisch zu warten. Vor allem die mit wartenden Katzen zeigten reges Interesse. Doch der Tierarzt konnte dem Fisch (Neonfisch zum Preis von 1,98 Euro) nicht helfen, kassierte aber 35 Euro Beratungsgebühr. Fazit aus dem Gespräch: Wenn du einen Koi für mehrere Hundert oder Tausend Euro hast, dann geht zum Arzt. Bei einem Neonfisch lohnt sich der Aufwand nicht – gut, das ist eine rein betriebswirtschaftliche Sichtweise.

Selbstreinigung durch Wegwerfen

30. Dezember 2008

papiermuell

Die Urlaubszeit nutze ich auch um mich selbst zu reinigen. Nein, nein, ich meine damit nicht, dass ich mich mal wasche. Zum einen gehe ich verstärkt in die Sauna, um ein wenig innere Ausgeglichenheit zu erhalten. In der Sauna bei uns im Dach kann ich prima nachdenken. Es kommt ein bisschen Musik von außen herein und das war es auch schon. Zu Weihnachten habe ich von meiner Frau eine wunderbare Saunaausrüstung bekommen. Flauschige Handtücher, Riechzeugs, Salz, Bürsten – alles was der Saunagänger so braucht.

Zum andere reinige ich mich, in dem ich viel Zeug einfach wegschmeiße. Ein Kollege bei mir im Büro hat es vorgemacht und schmeißt alles weg, was er nicht sofort braucht. Das kann ich als Jäger und Sammler nicht, aber zumindest lernen kann ich etwas. Mein Kollege Thomas Gerlach steht auf Werner Tiki Küstenmacher. Er hat den Besteller „Simplify your life“ geschrieben. Als ich Textchef der PC Professionell war, durfte ich Tiki betreuen. Er hatte damals eine Kolumne für die letzte Seite für uns gemacht. Sehr witzig und sehr deftig – die Zusammenarbeit mit dem Herrn Pfarrer war sehr professionell.

Ich habe meine Papierstapel entsorgt. Sie kennen das: Da gibt es Artikel, die müssen sie unbedingt mal lesen. Oder sie wollen mal eine Story daraus machen, die Infos in einem Seminar verwenden oder einfach nur aufheben. Und was machen Sie? Der Artikel wird herausgerissen und auf einen großen Stapel gelegt. Papier ist geduldig und das Haus bietet viel Platz dafür.

Na gut, ich gestehe. Ganz so einfach konnte ich mich von den Papierstapeln dann doch nicht trennen. Die für mich wichtigen Unterlagen scannte ich mir mit einem Dokumentenscanner ein. So hab ich wenigstens ein hochauflösendes PDF von den wichtigsten Artikeln. Aber es tut gut, die ganzen Stapel ins Auto zu packen und zum Wertstoffhof ins Altpapier zu bringen.

Im Keller ging es weiter: Wir haben Hunderte von Kistchen und Kästchen und Kartons. Alles raus. Ich habe noch ein paar Verpackungen für unsere eBay-Aktivitäten aufgehoben, sonst ist alles raus geflogen. Meine Frau hat sich sogar von ihrem Studentengeschirr getrennt, dass jetzt 100 Jahre in einer Plastikkiste stand und eingestaubt ist.

Ich muss sagen, so ein Großputz reinigt innerlich gewaltig und ich mach weiter. Ein paar Tage Urlaub habe ich noch und wegzuwerfen gibt es noch viel. Vielleicht ist heute ein Stapel mit alten Handwerksbüchern dran, oder mehrere Jahresarchive der Page und MACup? Ich habe beide auf PDF und was soll ich dann mit dem Papier?

Also, alles muss raus.