Bei meinem BistroTalk am Mittwoch, 7. Januar im Bistro SixtyFour in Maisach darf ich um 18 Uhr einen besonderen Gast begrüßen: Denis Michael Kleinknecht vom Rottbacher Gasthof Heinzinger. Ganz nach dem Motto Live. Lokal. Echt. Findet die Veranstaltung unter Publikumsbeteiligung in der Bar in der Zentrumspassage vor Publikum statt. Zudem gibt es einen moderierten Live-Stream in YouTube.
Gastronom Denis Kleinknecht ist einer von denen, die nicht laut auftreten müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Im Gasthof Heinzinger lebt seine Handschrift in jedem Detail: ehrlich, bodenständig, herzlich. Denis hört zu, packt an, bleibt ruhig – auch wenn es stressig wird. Er steht für eine Art von Gastfreundschaft, die man nicht lernen kann, sondern lebt. Wer bei ihm einkehrt, merkt schnell: Hier geht es nicht nur ums Essen, sondern um Menschen, um Vertrauen, um ein gutes Gefühl, das bleibt, wenn man längst wieder draußen ist.
Ich kenne Denis Kleinknecht seit Jahren als engagierten Gastgeber mit seinem vorzüglichen regionalen Speisen und ich weiß auch, dass Denis Kleinknecht ein Freund des deutlichen Wortes ist. Somit ist ein interessantes Gespräch vorprogrammiert. Mal sehen, ob ich ihm das eine oder andere Geheimnis entlocken kann. Also einschalten.
Nochmal an dieser Stelle vielen Dank an Uwe Flügel vom SixtyFour, der mir eine Stunde seine Theke als Streaming-Studio zur Verfügung stellt und dem BistroTalk seit über einem Jahr eine Heimat gegeben hat. Ich verstehe den BistroTalk als Beitrag zur Kommunikation in der Gemeinde Maisach und lade in regelmäßigen Abständen Gesprächspartner aus der Gemeinde ein.
Bei meinem BistroTalk am Mittwoch, 7. Januar im Bistro SixtyFour in Maisach darf ich um 18 Uhr einen besonderen Gast begrüßen: Denis Michael Kleinknecht vom Rottbacher Gasthof Heinzinger. Ganz nach dem Motto Live. Lokal. Echt. Findet die Veranstaltung unter Publikumsbeteiligung in der Bar in der Zentrumspassage vor Publikum statt. Zudem gibt es einen moderierten Live-Stream in YouTube.
Im Bistro SixtyFour in Maisach ging im vergangenen Jahr eine neue Ausgabe des BistroTalks live auf Sendung – lokal, echt und mit Publikum vor Ort sowie Zuschauerinnen und Zuschauern bei YouTube. Bevor das Gespräch begann, stand wie immer der Dank an die Gastgeber: Uwe und Ruby Flügel stellten die Bar erneut als Studio zur Verfügung und machten damit möglich, dass dieses Format mitten im Ort stattfinden kann – nahbar, ohne Bühne, ohne Distanz.
Zu Gast war Stefan Pfannes, Kulturreferent der Gemeinde Maisach, den ich im Talk interviewte. Weil wir uns seit Jahren kennen, war sofort klar: Wir duzen uns. Und obwohl die Gemeinde mitten im Kommunalwahlkampf steckt, war die Vereinbarung eindeutig: Parteipolitik bleibt draußen – an diesem Abend ging es ausschließlich um Kultur. Pfannes beschrieb die Kultur in Maisach als „gut existent“, aber nur noch in geringem Maße von der Gemeinde selbst getragen. Vieles funktioniere erstaunlich stabil, weil Vereine, Initiativen, Kirchen und engagierte Einzelpersonen das kulturelle Leben am Laufen halten. Die Gemeinde selbst habe im eigenen Kulturprogramm inzwischen nur noch wenige große Fixpunkte – vor allem den Maisacher Advent und das Meisaha-Heft. Hier die Aufzeichnung:
Im Gespräch wurde schnell deutlich, wie vielgestaltig Kultur in einer Großgemeinde wie Maisach ist, die aus vielen Ortsteilen und gewachsenen Altgemeinden besteht. Pfannes zeichnete ein lebendiges Bild dieser kulturellen Vielfalt: Musik und Gesang in Maisach, Theatertradition in Überacker, starke Gruppen in Gerlinden, Blaskapellen in Rottbach, Kirchenchöre, Schulkooperationen – ein Mosaik aus lokalen Spezialitäten, das die Gemeinde prägt. Kultur sei dabei weniger „Hochkultur“ im klassischen Sinn, sondern ein breites, bürgernahes Angebot, das zur Größe der Gemeinde passe. Wer sich dafür interessiere, überschreite längst die Grenzen zwischen den Ortsteilen – Fanclubs, Neugier und ein gewisser sportlicher Vergleichsgeist („Benchmarken“) sorgten dafür, dass man auch zu Veranstaltungen „der anderen“ fährt.
Ein wichtiger Punkt des Talks waren die Herausforderungen: weniger das Geld als vielmehr der Nachwuchs. Pfannes sprach offen darüber, wie sehr Vereine mit dem Generationenwechsel kämpfen – besonders dann, wenn nach Schulzeit und Ausbildung der Weg zum Studium oder Beruf aus dem Ort herausführt. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: Nach Corona habe sich das Kulturleben spürbar erholt, Theatergruppen und musikalische Formate seien wieder da, Neues sei entstanden. Auch die Frage nach der Koordination wurde gestreift: Vieles regeln die Vereine selbst über Vereinskartelle, feste Termine und Abstimmung – ohne dass das Kulturreferat die Rolle eines „Kultur-Dirigenten“ übernehmen müsse.
Breiten Raum nahm der Maisacher Advent ein: seit über 40 Jahren ein kultureller Ankerpunkt mit Budendorf, Innenbereich für soziale und karitative Gruppen, Café, Handwerk und einer Krippe, die heute durch feste Figuren ergänzt wird – lebendig bleibt sie durch Schafe und neue Elemente wie Spinnerinnen und Weberinnen. Pfannes erzählte auch von Licht und Schatten solcher Veranstaltungen: von schönen Erfolgen wie der ausverkauften Luise-Kinzeher-Veranstaltung im Bürgerzentrum – und von einer bitteren Panne mit Udo Wachtveitel, bei der fehlende Bühne und Stühle sowie organisatorische Versäumnisse die Lesung zum Desaster machten. Solche Episoden führten direkt zur Kernfrage: Maisach fehlt es nach wie vor an geeigneten Veranstaltungsräumen – ein Problem, das nicht nur Kultur verhindert, sondern auch Mut und Planung ausbremst.
Ein zweites Herzstück des Abends war das Meisaha-Heft, das der Arbeitskreis Geschichte seit 2008 jährlich herausgibt. Pfannes erklärte den historischen Ursprung des Namens „Meisaha“ und betonte den offenen Charakter des Arbeitskreises: wer Interesse an Geschichte hat, kann mitmachen – idealerweise mit Freude an Archivarbeit, am Lesen alter Schriften und am Erzählen. Hier die Facebook-Seite. Die Themen reichen von Archäologie und Ortsgeschichte bis zur jüngeren Vergangenheit; das Heft soll zugleich populär lesbar und quellenkritisch belastbar sein. Besonders spannend war der Blick in die Zukunft: Das Heft öffnet sich zunehmend auch dem Bewegtbild – etwa durch digitalisierte Super-8-Filme, die über QR-Codes abrufbar werden. Und immer wieder klang Pfannes’ Bitte durch, historische Fotos, Postkarten, Dias oder Dokumente nicht wegzuwerfen, sondern dem Gemeindearchiv anzubieten – weil darin oft ungeahnte Schätze stecken, die sonst verschwinden würden.
So wurde der BistroTalk mit Stefan Pfannes zu einem Abend, der zeigt, was Kultur im Kleinen leisten kann: Sie stiftet Identität, verbindet Ortsteile, schafft Begegnung – und lebt in Maisach vor allem durch Menschen, die sich kümmern. Am Ende blieb ein Gefühl, das gut zum Format passt: keine Show, kein Hochglanz, sondern ein echtes Gespräch über das, was eine Gemeinde zusammenhält – und was es braucht, damit Kultur nicht nur „existiert“, sondern wachsen kann. Der nächste BistroTalk ist am Mittwoch, 7. Januar von 18-19 Uhr im Bistro SixtyFour und live in YouTube. Zu Gast ist dieses Mal Denis Michael Kleinknecht, Gastronom vom Gasthof Heinzinger in Rottbach.
Nach einer erfolgreichen Premiere ging mein BistroTalk im Bistro SixtyFour in Maisach in die zweite Runde. Dieses Mal hatte ich den Vorsitzenden der Bürgerenergie Maisacher Land Thomas Köck. In meinem Format BistroTalk lade ich in regelmäßigen Abständen interessante Persönlichkeiten aus der Gemeinde ein und talke mit ihnen eine Stunde lang. Die Themen waren heiß: Energiewende und lokale Windkrafträder.
Mal zu mal lerne ich mehr. Dieses Mal hatte ich drei Kameras über ein ATEM mini als Mischer im Einsatz und wie das erste Mal wurde die Veranstaltung live über YouTube gestreamt nach dem Motto: Live. Lokal. Echt. Die ganze Aktion ist ein Familienprojekt. Die Technik steuerte die Gattin, der Sohn wird gerade geschult. Hier die Aufzeichnung:
Die Ergebnisse des BistroTalks können sich sehen lassen: Die Bürgerenergie Maisacher Land eG geht mit einem zentralen Projekt in die nächste Phase der lokalen Energiewende: dem geplanten Windpark Rottbach. Zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 11 Megawatt sollen künftig rund 2.500 Haushalte mit sauberem Strom versorgen – direkt aus der Region, für die Region.
Nach Abschluss des immissionsrechtlichen Genehmigungsverfahrens und vorbehaltlich etwaiger Einwände läuft derzeit die Vorbereitung auf die Teilnahme an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Der Bau der Anlagen ist für das kommende Jahr vorgesehen. Getragen wird das Projekt von einer gemeinsamen Gesellschaft der Bürgerenergie Maisacher Land, den Stadtwerken Fürstenfeldbruck und der Gemeinde Maisach. „Der Windpark Rottbach ist für uns ein Meilenstein“, so Thomas Köck. „Er steht für regionale Wertschöpfung, Energieunabhängigkeit und ein starkes bürgerschaftliches Engagement in Zeiten globaler Umbrüche”, so Köck.
Beteiligung durch Nachrangdarlehen – Energiewende in Bürgerhand Um die Finanzierung des Windparks auf eine breite, bürgernahe Basis zu stellen, ruft die Bürgerenergie Maisacher Land zur Beteiligung über Nachrangdarlehen auf. Diese Form der Finanzierung erlaubt es Mitgliedern der Genossenschaft, sich mit Beträgen ab 2.000 Euro zu engagieren. Zur Auswahl stehen zwei Modelle: 10 Jahre Laufzeit mit einer garantierten jährlichen Verzinsung von 4,25 %, 20 Jahre Laufzeit mit einer Verzinsung von 5,25 % jährlich.
Die Tilgung erfolgt je nach Modell gestaffelt über die Laufzeit, sodass eine stabile, planbare Rückzahlung gegeben ist. Die Nachrangdarlehen dienen als Eigenkapitalersatz und sind damit ein wesentlicher Baustein für die Realisierung des Windparks. Die erste Beteiligungsrunde unter Genossenschaftsmitgliedern war bereits ein Erfolg – nun wird der Kreis weiter geöffnet.
„Wer sich beteiligen möchte, hilft nicht nur dem Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern erhält auch eine attraktive, nachhaltige Geldanlage mit klarem regionalem Bezug“, betont Thomas Köck, Vorsitzender der Bürgerenergie Maisacher Land. „Das Modell verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Nutzen – und es stärkt die Gemeinschaft.“
Mitgliedschaft als Voraussetzung Voraussetzung für die Vergabe eines Nachrangdarlehens ist die Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft. Bereits mit einem Anteil von 200 Euro ist eine Beteiligung möglich. Neben dem finanziellen Engagement erhalten Mitglieder Stimmrecht in der Generalversammlung und gestalten so aktiv die Energiezukunft der Gemeinde mit. Wer sich beteiligen möchte, kann sein Interesse auf der Website der Bürgerenergie bekunden.
Der nächste Bistrotalk findet am Mittwoch, 10. September um 18 Uhr statt und wird auch wieder gestreamt. Zu Gast habe ich den Maisacher Feuerwehrkommandanten Andreas Müller.
Und hier noch die Aufzeichnung des ersten BistroTalks mit Bürgermeister Hans Seidl.