Posts Tagged ‘James Bond’
11. August 2009

Die Städte der USA sind mit Musik verbunden. Bei uns zulande fällt mir bei München nur der Disco-Sound der 80er und Berlin mit seiner Elektronikszene ein. Wer kennt nicht Nashville mit seinem Country-Sound, Chicago mit seinem typischen Blues oder natürlich New Orleans. Der populärste Musikant der Stadt ist für mich der Namensgeber des örtlichen Flughafens: Louis Armstrong. Satchmo ist in seiner Geburtstadt omipräsent. Aus den Kneipen sind noch immer „We have all the Time in the World““ (aus dem Bond-Film) oder „West End Blues“, „Potato Head Blues“, „Wild Man Blues“, „Fireworks“ und „Heebie Jeebies“ zu hören.
Bei uns bekannt ist New Orleans sicherlich durch den Arlo Guthrie Song „City Of New Orleans“. Es war der einzige Hit des Musikers 1972 zu seinem Film „Arlos Restaurant“. Der Song wurde 1970 von Steve Goodman aufgenommen, ist aber bei mir nicht weiter bekannt. Ich kenn die Guthrie-Interpretation seit Jahren aus dem Radio, besitze eine Single und sing immer wieder gerne mit.
Für mich der lebendigste Vertreter der Musikszene aus New Orleans ist Dr. John. Mit bürgerlichen Namen heißt er Malcolm (Mac) John Rebennack Jr. Ich habe mir in New Orleans einige seiner CDs gekauft und seinen New Orleans-Sound stehts im Ohr. Das erste Mal begegnete ich musikalisch Dr. John auf dem Abschiedskonzert von The Band „The Last Walz“. Seine Stimme war fantastisch. Im Laufe der Zeit kaufte ich mehr und mehr Aufnahme. Seine Songs sind damals und heute eine faszinierende Mischung aus Voodoo-Sprüchen, Rhythm and Blues und kreolischer Soul-Musik. Wer mal reinhören will, sollte sich bei Amazon oder iTunes die Alben „Gris Gris“ (1968), abgedreht „N’Awlinz Dis Dat Or D’Udda“ (2004) und „City That Care Forgot“ (2008) mit bitterer Kritik an den Hurrikan-Folgen.
Manchmal ist aber auch zuviel Musik in der Stadt. Wenn gegen 23 Uhr eine Band neben dem Hotel anfängt zu jammen, dann ist es gewöhnungsbedürftig. Und sie hatten nicht Blockflöten und Triangel dabei, sondern Pauke und Tuba. Und auch in New Orleans gilt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Dies muss auch die Straßenmusikantin denken, die mit ihrem schauerhaften Gesang im French Quarter vor sich hin trällert. Schnell weg oder Kopfhörer auf.
Schlagwörter:Amazon, Arlo Guthrie, Blockflöte, Dr. John, French Quarter, Gris Gris, Hurrikan, iTunes, James Bond, Louis Armstrong, Malcolm John Rebennack Jr., New Orleans, Potato Head Blues, Satchmo, Steve Goodman, Straßenmusiker, The Band, the last walz, Triangel, Voodoo, Woody Guthrie
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2. August 2009
Mein letzter Blogeintrag liegt schon etwas länger zurück und ich möchte die Tradition des Bloggens aber nicht sterben lassen. Der letzte Eintrag handelte von Las Vegas. Heute bin ich in New Orleans auf der Siggraph. Es ist die wichtigste Messe für 3D-Animation und CGI. Ich bin zum ersten Mal in der Stadt und am Flughafen begegnete ich gleich einer Serie von Filmplakaten. Diese inspirierten mich zu diesem Blogeintrag. Folgende Filme wurden in New Orleans gedreht, sicher habt ihr Ergänzungen.
Als erstes dachte ich an Easy Rider, als die bekifften Biker Peter Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson über den Mardi Grass wankten und sich Joints auf einem Friedhof reinzogen. Als nächstes fällt mir Alan Parkers Angel Heart ein, mit einem fertigen Mickey Rourke und einem teuflischen Robert de Niro als Cyphre/Luzifer – genial. Als wir am Flughafen warteten fiel mir natürlich Catch Me If You Can von Steven Spielberg ein. Es war kein großer Spielberg, aber nette Unterhaltung. Als Bond-Fan der frühen Stunde denke ich gerne an Leben und sterben lassen mit Roger Moore zurück. Es war der erste Bond mit Moore und brachte einen anderen Schwung in die Serie. New Orleans schuf eine geheimnisvolle, magische Atmosphäre. Eine tolle Atmosphäre hatte auch JFK, der zeitweise in der Stadt spielte. Nach diesem Film kauft ich mir eine Ray Ban als Brille. Es gibt noch weitere Filme wie die John Grisham Verfilmungen die Akte (grausam) und das Urteil. Deutlich besser war Schwarzer Engel (Originaltitel: Obsession) von Brian de Palma, als er noch gut war. Wieder mal kopierte er Hitchcock – dieses Mal war es Vertigo. Den spannenden Film sah ich mit meiner Frau im Münchner Filmmuseum.
Also es muss nicht immer New York sein, es gibt auch andere Städte mit netten Locations.
Schlagwörter:Alan Parker, Angel Heart, Dennis Hopper, Easy Rider, Filmmuseum, Jack Nicholson, James Bond, JFK, John Grisham, New Orleans, New York, Peter Fonda, Ray Ban, Robert de Niro, Schwarzer Engel, Siggrap, Steven Spielberg
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9. September 2008
Schlagartig wurde es mir vor kurzem bei meinem Besuch des Batmans bewusst: Es gibt keinen Vorspann mehr bei aktuellen Kinofilmen. Sie wissen schon: Das Teil vor dem Film in dem Titel, Schauspieler, Kamera usw aufgeführt sind. Es fehlte einfach. Und es dämmere mir: Nicht nur bei Batman fehlte diese Art von Hinführung, sondern bei ziemlich vielen Filmen, die ich derzeit im Kino sehe. Der Zuschauer soll sofort unterhalten werden. Nach der Eiswerbung gehen die Lichter aus und sofort ist der Zuschauer Teil des Films. Die meisten Blockbuster beginnen heute mit einem Action-Effekt zu Beginn und dann wird das Tempo gehalten bzw. gesteigert. Die Charakterisierung der Personen erfolgt dann irgendwann, aber in der Regel nehmen die Personen nur Rollenklischees an. Der eigentliche Vorspann eines Kinofilms kommt dann in seinem Abspann, verkehrte Welt. Das ist der Teil, den die Masse von Zuschauern gar nicht sieht, weil man zum Ausgang drängt und vielleicht noch überlegt, ob man seine Pop Corn-Tüte am Platz liegen lässt oder in den Mülleimer wirft. Als Cineast bleibe ich gerne mit zum Schluss, wenn die Credits abgelaufen sind. Bei James Bond ist das immer wichtig, denn da steht immer, wie der nächste Bond heißt. „This ist the end of XXX. But James Bond will be back in YYYY!“ Auch bei den Pixar-Filmen lohnt es sich, kommt doch noch eine nette Animation zum Schluss. Aber zurück zum Anfang: Die schönsten Vorspänne, an die ich mich erinnere, sind die James Bond Titel. Nackte Frauen räkeln sich an Pistolenläufen in psychedelischen Farben. So wird man auf einem Macho-Film eingestimmt. Stark beeindruckt hat mich auch der Vorspann zum Film „Sieben“. David Finsher hat hier dem Genre neuem Glanz gegeben. Also unbedingt den Vorspann ansehen, den Film natürlich auch. Starker Tobak von der ersten Minute an.
Schlagwörter:Abspann, Batman, Blockbuster, Credits, James Bond, Pixar, Pop Corn, Vorspann
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26. August 2008
Gestern Nacht habe ich mit ein paar Freunden den neuen Batman, den schwarzen Ritter („The Dark Knight“) angeschaut. Am Ende gab es in Münchner Mathäser Kino Schlussapplaus vom Publikum. Das habe ich lange nicht mehr erlebt. Ich bin etwas unschlüssig, wie mir der Film gefallen hat. Es war auf jeden Fall modernes amerikanisches Action-Kino. Tags zuvor hatte ich mir zur Einstimmung „Batman Begins“ auf DVD reingezogen. Im direkten Vergleich ist der Vorgänger düsterer. Vor allem Gotham City ist dreckiger, hatte mehr CGI-Effekte. Gezeigt wurde eine verfallene moderne Stadt im Untergang. Im Nachfolgefilm rückt Gotham deutlich ab vom SF-Image und näher hin zur amerikanischen Realität. Das hat mir nicht gefallen. Es war eine x-beliebige US-Stadt und nicht mehr mein Gotham-City, die ich mochte. Sehr schön ist dagegen die Charakterisierung der Figuren. Batman ist der gebrochene Held, der mit sich selbst im Zweifel ist. Hier ist die Figur deutlich besser gelungen als vergleichsweise in Spiderman 3. Hier nervte der Held Parker mit seinem Gejammere. Batman ist eben der coolere Hund. Er war eigentlich einer meiner Helden meiner Jugend. Superman war immer zu clean. Spiderman war schon ok, aber richtig am besten fand ich die Grüne Leuchte und eben Batman. Vielleicht hat Batman einfach bessere Chancen, da man unter seiner Maske wenigstens einen Teil seines Gesichts sieht. Bei Spiderman überdeckt die Maske das gesamte Gesicht und so bleibt die Schauspielkunst verborgen. Ach ja Schauspielkunst: Da wäre vor allem Joker zu nennen. Es macht sehr viel Spaß Heath Ledger bei seinem teuflischen Spiel zuzusehen. Es heißt, dass er der verstorbene Star Anwärter auf einen Oscar ist. Es wäre schon sehr amerikanisch, wenn man diesem Helden den Oscar posthum verleihen würde. Heath Ledger hatte es schwer, musste er doch gegen den Mimen Jack Nicholson antreten, der den Joker im düsteren Batman von Tim Burton von 1989 verkörperte. Nicholson spielte seinen Joker als einen übersteigerten McMurphy oder Jack Torrance. Ledger ist ausgezeichnet, doch Nicholson ist noch eine Klasse besser. Daneben gegangen ist allerdings die Vision Batman als moderner James Bond. Nachdem der Original-Bond zu seinen harten Wurzeln zurückkehrt und den Spielzeugwaffen eines Roger Moore abschwört, hat der moderne Batman moderne Waffensysteme, Fluggeräte, Autos und Motorräder. Mir persönlich zuviel Schnickschnack. Irgendwie erinnert mich die Botschaft des neuen Batmans allerdings an einen Film von John Ford von 1962: „Der Mann, der Liberty Valance erschoß“. Das Motto: „If the legend becomes fact, print the legend.“ Gibt dem Volk einen Helden und setzte nicht immer auf die Wahrheit. So verfährt auch Batman, wenn der gute Rechtanwalt Harvey Dent sich zum weißen Ritter mausert. Seine Mutation zum bösen Two-Face bleibt der Öffentlichkeit verborgen. The Show must go on. Wenn die Öffentlichkeit einen Held braucht, dann gebt ihr einen und zerstört nicht die Illusion. Also ist Batman ein moderner Western. Das Duell ist eben nur bombastischer.
Schlagwörter:Batman, Dark Knight, Gotham, Harvey Dent, Heath Ledger, Jack Nicholson, Jack Torrance, James Bond, John Ford, Liberty Valance, Mathäser, McMurphy, Oscar, Spiderman, Tim Burton, Two-Face
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