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Bis zur Apple Keynote blättere ich durch 20 Jahre Apple Geschichte

12. September 2017

Langsam beginnt bei mir wieder der Apple Hype. Als langjähriger Apple- und später Mac-User freue ich mich auf die heutige Keynote zum neuen iPhone. Es ist schon genug spekuliert worden, welche Features die neuen Apple Devices haben werden. Abwarten und Tee trinken – bald wissen wir mehr.
Für mich bedeutet eine anstehende Keynote auch immer in die Vergangenheit zu schauen. Apple hat mit seinen Produkten mein Leben bereichert. Ich hatte das Buch Designed by Apple in California am Erscheinscheinungstag 15. November 2016 gekauft. Heute begebe ich mich wieder auf einen Streifzug durch die jüngere Apple Geschichte. Im Vorfeld der heutigen Keynote holte ich das Buch hervor und schwelgte in der jüngeren Vergangenheit. Das Buch gibt keinen Überblick über die gesamte Geschichte von Apple Produkten. Es sind die Jahre ab der Einführung des iMacs. Ich selbst bin schon länger, viel länger dem Unternehmen aus Cupertino verbunden. Während ich diese Zeilen am iPad Pro tippe schaue ich auf eine Lisa, einer der ersten Flops des Unternehmens.


Steve Jobs kam zu Apple zurück und führte den Computerhersteller zu neuen Größen. Heute ist Apple das reichste Unternehmen auf diesem Planeten und hat sich von einer Computerbude zu einem Medienunternehmen gemausert. Diesen Weg zeigt auch das wunderbare Buch Designed by Apple in California. Ich habe mir die Luxusvariante des Buches in der Größe 330 x 413 mm gekauft und blättere gerne die 300 Seiten mit den 450 Fotografien durch. Es sind intensive Bilder, die Apple uns dort bietet. Viele Aufnahmen kennen wir aus PR- und Marketingkampagnen, doch es sind auch Produktionsskizzen und Produktionsbilder darunter. Alles exzellent fotografiert und auf hochwertigen Papier gedruckt. Schon alleine das Auspacken des Buches ist ein haptisches Erlebnis, wie das Auspacken eines Apple-Produktes.

Beim ersten Durchblättern empfinde ich eine Kühle bei den Produktfotos. Sir Jony schreibt auch in seinem Vorwort von einer detaillierten Sachlichkeit der Bilder. Aber diese Kühle verfliegt beim zweiten und dritten Durchsehen, denn der Apple Fan erkennt seine Produkte, mit denen er gearbeitet hat – zu denen er eine Beziehung aufgebaut hat: Macs, iPods, iPads, iPhones. Gedanken schwirren mir durch den Kopf: Was war eigentlich mein Lieblingsmac? Nun, auf jeden Fall die Miss Marple-Handtasche, der Lampen-iMac, das Wallstreet-PowerBook und ja auf jeden Fall der Cube. Weniger Emotionen hatte ich bei den G4 oder die G5-Käsereibe. Richtig das Herz ging mir auf bei den iPods und den iPhones. Dies waren Devices, die ich immer, ja wirklich immer dabei hatte. Sie waren und sind meine ständigen Begleiter.


Und es kommen mir Erinnerungen an einen Apple-Kalender, den wir damals bei der MACup herausgegeben haben. 12 Kalenderbilder wunderschön fotografiert, es macht mich noch heute stolz, dass wir damals das Projekt durchgezogen haben. Später durfte ich sogar noch einen Kalender mit Retro-Computern produzieren.
Zurück zu Designed by Apple in California: Mir ist aufgefallen, dass ich das Buch sehr sorgsam behandle. Gedruckt wurde es auf speziell gewalztem Papier aus Deutschland mit vergoldetem mattierten Silberrand, mit acht Farbtrennungen und Tinten mit geringem Geistereffekt. Es hat über acht Jahre gedauert, dieses Hardcover Buch fertigzustellen, behauptet zumindest Apple. Warum es so lange gedauert hat, weiß ich nicht. Wahrscheinlich lag es an den Rechten, aber das ist nur eine gemeine Vermutung.
Also, ich blättere das Buch nochmal in Ruhe durch und schaue mir nachträglich die Keynote im Stream an. Tim ist mir wichtig, aber in München habe ich ein Rendezvous mit Mick, Keith und den anderen rollenden Steinen. Viel Spaß bei der Keynote.

 

Der erste europäische 3D-Werbespot

25. Februar 2010

Stereo 3D entwickelt sich im Kino zum Renner. Nachdem die großen US-Studios das Thema 3D vom Hype zum Trend erklärt haben, wird der Filmmarkt mit stereoskopischen Filmen versorgt. In Deutschland rüsten dafür mehr und mehr Kinos auf die neue Projektion um.

Bei meinen Gesprächen auf der Siggraph, IBC und NAB ist klar: Alle Hard- und Software-Hersteller haben Stereo-Pipelines im Einsatz. Ein schönes Beispiel kommt aus dem fernen Portugal. In dem Land befindet sich nicht gerade der Nabel der Filmindustrie, dennoch produziert das größte Studio Pix Mix Studios mit Quantel-Equipment den ersten europäischen 3D-Werbespot.

In dem Lissabonner Produktions- und Postproduktionsstudio Pix Mix ist am Pablo mithilfe von Quantels Stereo 3D-Tools jetzt der erste europäische 3D Live-Action-Werbespot entstanden. Dieser Werbespot ist derzeit in den portugiesischen Kinos im Vorprogramm zu James Camerons 3D-Abenteuerfilm „Avatar“ zu sehen. Produziert worden ist der 3D-Werbefilm im Auftrag von Lactogal, die damit die Mimosa Milchprodukte bewirbt.

Der erste 3D-Stereo Werbespot aus Europa wirbt für ein Milchprodukt.

Bei den Dreharbeiten zu diesem Spot, die Anfang Dezember in den Nova Imaginem Studios in Lissabon erfolgten, standen den beiden Regisseuren José Manuel Abrantes und Nuno Maltez sowie dem Kameramann Rui Poças die erfahrenen britischen Stereo 3D-Experten Phil Streather und Ralston Humble als Berater zur Seite. Die komplette Nachbearbeitung der Stereo 3D-Aufnahmen fand bei Pix Mix statt. Dort nahm der Cutter Jonathan Karlsson am Pablo das Finishing vor. Darüber hinaus überwachte er  das Compositing der in 3D generierten stereoskopischen Elemente sowie die Animationen, für welche Tiago Castro verantwortlich zeichnet. Der Pablo wurde der Produktion von dem lokalen Quantel-Repräsentanten Ibertelco zur Verfügung gestellt.

„Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir vor allem die globale Entwicklung von Stereo 3D in den Bereichen Kinofilmproduktion,  Fernsehausstrahlung bis zu populären 3D-Events wie Sport- und Konzertübertragungen genau verfolgt“, erklärt Isabel Santos, Geschäftsführerin von Pix Mix. „Alle diese Entwicklungen weisen in dieselbe Richtung: Mit Stereo 3D wird jetzt ein Traum plötzlich wahr. Diesen rasanten Trend darf die Werbebranche auf keinen Fall verpassen.“

„Portugal ist vielen nur als kleines Land bekannt, doch unsere Experten und unser Pioniergeist haben schon weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt“, versichert Santos, die das 3D-Projekt als die bisher größte Herausforderung für das Pix Mix Studios betrachtet. „Mit der Postproduktion von Stereo 3D-Bildern haben wir uns auf Neuland vorgewagt. Durch die Unterstützung von erfahrenen Experten und der führenden Technologie, wie sie Quantel mit dem Pablo und den Stereo-Tools bietet, sind wir dieser Aufgabe sehr schnell gewachsen.“

Ich bin gespannt, wann ich mehr Meldungen aus deutschen Landen bekomme, die sich um Stereo 3D drehen. Oder verschlafen wir wieder einen Trend?