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Restaurant mit Bestellung am iPad – Meine Reiseimpressionen Teil 15

24. Januar 2017
Jeder Tisch in den Restaurants war mit einem iPad ausgestattet und dort ließ sich wunderbar Essen bestellen.

Jeder Tisch in den Restaurants war mit einem iPad ausgestattet und dort ließ sich wunderbar Essen bestellen.

Eine Zukunft des Restaurants habe ich am Flughafen Newark Liberty International Airport angetroffen. Wir waren auf Rückflug von New York und hatten noch etwas Zeit am Flughafen, weil Homeland Security schnell und zügig arbeitete und keine Zicken machte. K1/2 hatten Hunger und so beschlossen wir, unsere letzte Nahrung in den USA aufzunehmen. Der Newark Liberty International Airport ist ein großer Flughafen und wir wurden via Air Train zum Terminal C gebracht und suchten uns ein Restaurant.

Die Masse der Restaurants im Terminal C funktionieren anders als die Restaurants, die ich gewohnt war. Jeder Tisch verfügt über ein iPad. Hier kann der Kunde seine Bestellungen aufgeben. Das musste unsere technikverrückte Familie gleich ausprobieren. Wir entschieden uns für ein italienisches Restaurant und jeder griff zum ihm vorliegende iPad. Das Display listet die Speisekarte, Facebook, Twitter, Nachrichten und auch Spiele-Apps auf.

Das Display zeigt die Karte und andere Apps.

Das Display zeigt die Karte und andere Apps.

Jedes iPad ist fest mit dem Tisch verdrahtet, so dass es keine Füße bekommt und gestohlen werden kann. Am Tisch waren gleichzeitig Ladestationen mit US-Steckern und USB-Ports zum Laden der Smartphone angebracht. Diesen kostenlosen Service nutzen wir gleich aus.

Steckdosen an jedem Platz.

Steckdosen an jedem Platz.

Wir wählten die umfangreiche Speisekarte, stellten die Beschreibungen auf Deutsch um und suchten aus. Die Vielfalt war sehr groß. Die Speisen waren ausgezeichnet fotografiert und zudem erläutert. Die Übersetzungen waren im großen und ganzen gelungen. Nun, dass es eine digitale Speisekarte am iPad gibt, ist nicht die Revolution. Das habe ich in Deutschland auch schon öfters erlebt. Interessant fand ich, dass der komplette Bestellvorgang via Apple Device abläuft.

Ist die Zukunft schon Gegenwart?

Ist die Zukunft schon Gegenwart?

Meine Kinder wählten Pizza, meine Frau gebackene Calamari und ich Austern, weil ich dieses Mal nicht in der legendären Austern Bar in der Grand Central Station war. Da wir vier Personen waren und alles auf eine (meine) Kreditkarte buchen wollten, bestellten wir an einem iPad, um den Buchungsaufwand zu minimieren.

Bezahlt wird via Plastikgeld.

Bezahlt wird via Plastikgeld.

Getränke kamen hinzu und das Trinkgeld auch. Warum Trinkgeld? Nun, die iPad-Bestellung wurde uns von einem freundlichen Ober erklärt, der auch das Essen brachte. Trinkgeld gehört im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einfach dazu. Ich zog die Kreditkarte durch und die Rechnung kam per eMail in mein Postfach.

Der Lieferstatus wird angezeigt.

Der Lieferstatus wird angezeigt.

Das iPad zeigte uns auch, wie weit der Lieferstatus unseres Essens war. Essen wird zubereitet und dann Essen wird geliefert. Schön war, dass die Speisen gleichzeitig kamen, trotz unterschiedlicher Zubereitungszeit. So konnte die Familie gemeinsam essen. Und ich muss zugeben: Das Essen hat sehr gut geschmeckt. Die Familie war sehr zufrieden.

 

 


Wir verglichen die Speisen mit den Bildern auf der Karte und waren sehr angetan, dass digitales Foto und echtes Essen sehr ähnlich aussahen. Anders wie in Burgerketten oder Fast-Food-Lokalitäten, in denen ein himmelweiter Unterschied zwischen fiktionaler und realer Welt festzustellen ist.

Fazit der Familie: Eine tolle Sache.

Fazit der Familie: Eine tolle Sache.

Fazit der Familie: Es funktioniert, geht schnell und hat auch einen Charme. Natürlich will ich nicht so eine Bestellung via iPad in jedem Restaurant, aber die Idee dahinter finde ich sehr faszinierend. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Am Newark Liberty International Airport haben die Gastronomen diese Zukunft bereits beschritten und auch das ist interessant.

Hier das Fazit von meiner Frau und mir als Video:

Probiert: die Sylter Royal Austern

22. Juli 2016

Ab und zu gönne ich mir den Luxus und esse Austern. Für mich sind Austern eine Spezialität, die ich gerne mit etwas Zitrone oder Tabascosauce genieße. Ob sie eine aphrodisische Wirkung haben, weiß ich nicht – mir schmecken sie einfach. Und ich mag auch nicht die Diskussion führen, ob Austern eine Marotte der Reichen und Schönen sind – ich bin weder das eine, noch das andere. Ich mag einfach die Auster als Delikatesse.

Ich habe dieses Mal die Sylter Royal Austern probiert.

Ich habe dieses Mal die Sylter Royal Austern probiert.

Ab und zu leiste ich mir Austern. Austern sind für mich kein Essen für Zwischendurch. Ich belohne mich, ich feiere etwas. Aber es kann auch schon mal vorkommen, dass ich mit einem Freund an einer Austern-Bar stehe und spontan die Delikatesse und das Leben genieße.
Vor kurzem beim Metro-EInkauf für eine Veranstaltung entdeckte ich die Sylter Royal Austern. Schön verpackt waren die Meeresfrüchte in einer Holzkiste. Ich probierte diese Sylter Royal und bin sehr angetan von der Qualität. Sie stammen aus dem deutschen Wattenmeer vor Sylt. Es ist die einzige deutsche Austernzucht und so war ich neugierig.
Als ich das Foto von den Sylter Royal Austern in Instagram postete, bekam ich Feedback. Neben den klassische Herzchen kamen zwei Fragen im Chat. Die erste: Wie öffnet man eigentlich eine Auster? Dies habe ich in Form eines Videos beantwortet.

Ich verwende zum Öffnen der Austern preiswerte Handschuhe. Ich entschied mich für ein Paar Nylon-Stahl-Handschuhe mit Schnittschutz. Diese Dinger sind nicht teuer – ich muss ja nicht jeden Tag Austern öffnen, aber sie schützen meine Hände. Es sind robuste Schutz-Handschuhe aus schnittfestem Nylon mit eingearbeiteten, rostfreien Edelstahl-Fäden und entsprechen der Schutzklasse 5 nach Norm EN388 (was immer auch das bedeutet, klingt aber gut). Stichfest sind die Handschuhe nicht, aber für den kleinen Hausgebracht kann ich gut damit leben. Die Austern liegen gut in der Hand und ich kann auch gut mit dem Austernmesser arbeiten. Ich habe mich für ein preiswertes Austernmesser von Westmark entschieden. Es liegt gut mit seiner geschmiedete und geschliffene Klinge in der Hand und für meine Bedürfnisse reicht es. Ich esse nicht jeden Tag Austern, aber für ein-, zweimal im Monat ist es okay.
Die zweite Frage im Chat richtete sich nach Sylter Royal Austern. Es ist eine Marke von Dittmeyer’s Austern-Compagnie mit Sitz in List auf Sylt und wenn ich auf der wunderbaren Insel bin, will ich unbedingt dort vorbeischauen. Die Website des Unternehmens gibt umfangreich Aufschluss über die Aufzucht der Austern im Wattenmeer. Dort arbeitet das Unternehmen mit Tischkulturen. „Hierbei werden die Tiere in wasser-, licht und nährstoffdurchlässige Netzsäcke – den Poches – gefüllt und dann auf Eisengestelle gelegt, welche dann bei Flut vom nährstoffreichen Wasser der Nordsee durchspült werden“, heißt es auf der Website. Klingt für mich super interessant. Das ganze System ist extrem arbeitsintensiv und geschieht in Handarbeit. Daher kommt auch der Preis der Austern. Die 15 Kilogramm schweren Netzsäcke werden regelmäßig von Seetang und Algenbewuchs befreit. Zudem müssen die Züchter aufpassen, dass die Austern nicht miteinander verwachsen. Im Wattenmeer ist es nur möglich, etwa vier Stunden am Tag zu arbeiten. Bis die Auster zum Verarbeiten reif ist, dauert es zwei Jahre.
Die Dittmeyer’s Austern-Compagnie hat einen Bestand von bis zu 3 Millionen Austern und über Winter von November bis März kommen die Austern in die Austernbänke bei List auf Sylt. Dort werden sie von einer Seewasserleitung mit frischem Meerwasser versorgt.