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Wildes Plakatieren in Berlin

13. Oktober 2017
Straßenbild am Berliner Ostbahnhof.

Straßenbild am Berliner Ostbahnhof.

Werbung muss sein, das dachte ich mir bei einem Kurztrip nach Berlin. Und in der Hauptstadt fand ich die traditionelle Außenwerbung an Plakatwände oder Litfaßsäulen. Sie warben für Konzerte, Ausstellungen, Events – also wie überall in Deutschland auch. Als ich an Straßenlaternen kam, sah ich, wie sehr die Straßenlaternen von Werbung vereinnahmt wurden. Ein ähnliches Schicksal traf ich bei Ampel, Bushalteschilder und Mülleimerständer an. Überall Plakate, Flyer, Aufkleber – und das in mehreren Schichten. Jeder klebte irgendwas darüber.

Wildes Plakatieren in Berlin.

Wildes Plakatieren in Berlin.

Und wenn die Witterung auf diese Plakate einwirkt, dann löst sich der ganze Papierwust langsam in mehreren Schichten ab. Irgendwie entsteht urbane Kunst aus Werbung. Leute, die an der Ampel stehen, zupfen und ziehen an den Plakaten und so sieht es zerfleddert aus.
Gefällt mir es? Ja und nein – der Informationsgehalt und auch die Werbewirkung gehen flöten und es entsteht eine eigenartige Art von Kunst. Ich habe so etwas in München nicht gesehen, in Berlin an allen Ecken. Parties, Konzerte, Bücher, Theater, Ausstellungen, Musicals, Comedy, Filme, Tanz und Sport – alles im Grunde eine Wildplakatierung, aber scheinbar interessiert es in Berlin niemanden. Es ist der Kampf um die besten Plätze und ich bin mir nicht sicher, ob überhaupt eine Werbewirkung erzielt wird. Agenturen werben direkt mit der illegalen Plakatierung, scheinbar ohne negative Konsequenzen: „Im Gegenteil zur klassischen Außenwerbung (Bahnhöfe, Liftfass, Busse, … ) sind wir durch Wildplakatierung nicht an die Grenzen der regulären Werbeflächen gebunden. Wir bringen Ihre Plakate in beliebiger Stückzahl direkt in ganze Stadteile, Szenekieze oder bestimme Straßen – und das zu einem Bruchteil der Kosten.“

Was denkt ihr? Tragen diese wilden Plakate zur Verbesserung des Berliner Stadtbildes bei? Stört es dich als Spießer? Oder darf Kunst alles?

Pflichttermin für Ballett-Freunde

9. April 2012

An Ballett muss ich mich langsam herantasten. Aber ich finde es großartig, welche künstlerische und sportliche Leistung Ballett-Tänzer jeden Alters darbringen. In der großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck findet wieder ein interessantes Ballett-Event statt, den ich nicht verpassen will. Am Sonntag, 6. Mai lädt die Ballett-Schule Sinzinger zu einer Art Leistungsschau des Balletts ins Veranstaltungsforum Fürstenfeld ein. Alle zwei Jahre zeigen die kleinen und großen Ballett-Tänzer der Schulen in Fürstenfeldbruck und Gauting, was sie gelernt haben. Die ganzen Osterferien durch wurde nochmals geübt. Jetzt gilt es noch, das Veranstaltungsforum voll zu bekommen. Hier helfe ich gerne mit, schließlich kosten die Karten nur 10 Euro (ermäßigt 6 Euro) und was geboten wird, ist große Klasse. Ich habe mit Ludwig Sinzinger ein kleines Videointerview gemacht und freu mich auf das Ballett-Schaufenster.

Unter Leitung von Ludwig Maria Sinzinger präsentieren Schüler der Ballettschule Sinzinger für Künstlerischen Tanz aus Fürstenfeldbruck an diesem Ballettabend ihr vielfältiges Können. Die auch in Gauting ansässige Schule bietet professionellen Bühnentanzunterricht in klassischem Ballett, modernen Tanztechniken und tänzerischer Früherziehung für Kinder ab 4 Jahren. Bühnenauftritte sind dabei ein wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses, angefangen bei den Kleinsten bis hin zu erwachsenen Ballettschülern. Wer Freund des Ballett-Studios bei Facebook werden will, kann es auch.

Das Ehepaar Nathalie und Ludwig Maria Sinzinger beherrschen ihr Fach. Ludwig Sinzinger ist ebenso wie seine Frau Dipl. Bühnentänzer. Ludwig ist 1985 in München geboren, begann seine Ballettausbildung 1999 mit einem Stipendium der Heinz-Bosl-Stiftung an der Ballettakademie der Hochschule für Musik und Theater München. 2004 setzte er sein Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Mit dem Hochschulabschluss zum Diplom Bühnentänzer beendete er 2007 sein Studium. Im gleichen Jahr debütierte er als Eleve des Dresdner Semperoper Balletts in Stücken wie „Sommernachtstraum (John Neumayer)“, „Feuervogel“ und „Petruszka“. In der Spielzeit 2007/08 erfolgte ein Engagement als Solotänzer am Stadttheater Magdeburg.
2009 übernahm er die Koordination der Abendveranstaltungen und Leitung des Theaterbetriebes  namhafter Clubhotels. Als Mitglied beim Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit bei der von Prof. Martin Puttke entwickelten Danamos-Methode. Seit Oktober 2010 Übernahme der Leitung Ballettstudios Bruck und Gauting.

Seine Frau arbeitet in den Ballettstudios mit, ist aber derzeit in Elternzeit. Nathalie Sinzinger ist 1986 in Düsseldorf geboren, absolvierte ihre tänzerische Ausbildung von 1997-2004 in den Fächern klassisches Ballett, Modern, Jazz, Improvisationstechniken und Charaktertanz an der Rheinischen Musikhochschule Köln. Ihr Studium zur Diplom Bühnentänzerin setzte sie 2004 an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort, welches sie 2008 erfolgreich mit dem Diplom abschloss. Erste Bühnenerfahrung sammelte sie am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt. Weitere Zusammenarbeiten mit Choreografen wie Silvana Schröder, Henriette Horn und Birgit Schertzer.
Während des Studiums Weiterbildung in Kindertanz, tänzerische Früherziehung und Pädagogik. Weitere Tätigkeiten als freischaffender Tänzerin, Choreografin und Regieassistentin. Seit Schuljahr 2010/11 Lehrtätigkeit an den Ballettstudios Bruck und Gauting.