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Beatles Rock Band legt nach

17. November 2009

Beatles bei EMI in Köln

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Musikindustrie mit dem Weg ins digitale Zeitalter mehr als schwer tut. Es hat lange gedauert, bis sich die Konzerne an iTunes und Amazon gewohnt haben, die Konzerne hätten gerne eigene Vertriebsstrukturen. Aber: Der Vertrieb von CDs bringt die goldene Zeiten der Schallplattenindustrie mit ihren Superhits nicht mehr zurück.

Die Gaming-Industrie liegt dagegen mehr im Trend. Es werden in den USA mehr Spiele verkauft als Kinokarten. So ist es nur sinnvoll, Musik und Games miteinander zu verbinden. Die Guitar-Hero-, Sing-Star- und Rock-Band-Serien machen es vor, wie es geht, um digitale Dollars zu verdienen. Queen, Abba, Metallica – alles gute Produkte, die Spaß machen. Jüngstes Beispiel für mich persönlich seit September: Beatles Rock Band.

Die Pilzköpfe gehören zu den Kulturgütern der Popmusik und ich habe mich sehr gefreut, als Rock Band Beatles für die PS3 erschienen ist. Gleich gekauft und abends jammt die ganze Familie „Lucy in the sky with diamonds“. Das bringt Stimmung, das macht Spaß und die Musikindustrie darf vorerst weiterleben.

Heute gibt es was Neues für John, Paul, George und Ringo: „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ erscheint als zweites Trackpack für The Beatles Rock Band.

„Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ ist nach „Abbey Road“ das zweite für The Beatles Rock Band erhältliche Komplettalbum seit der Veröffentlichung des Spiels am 9. September 2009. Darüber hinaus ist „All You Need Is Love“ ebenfalls im The Beatle: Rock Band Music Store erhältlich und mit bisher mehr als 100.000 Downloads überaus erfolgreich.  Mit den Erlösen aus der Rock Band-Franchise setzen Apple, MTV Games und Harmonix ihre Unterstützung der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ auch in Zukunft fort.

Die komplette Trackliste des Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Trackpacks sieht wie folgt aus:

Fixing A Hole

She’s Leaving Home

Being For The Benefit of Mr. Kite!

Within You Without You

When I’m Sixty-Four

Lovely Rita

Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise)

A Day In The Life

Games Convention: Die Zeiten sind im Wandel

22. August 2008

Als absoluter Fan von Bob Dylan freute es mich, dass Sony seine Pressekonferenz auf der Games Convention in Leipzig mit Zeilen des Meisters eröffnete. „The Times They Are A-Changin“ wurde über den Beamer an die Großbildleinwand gestrahlt. Hunderte von Kollegen lauschten den Ausführungen von Sony und nahmen die Ankündigungen entgegen: Neue PSP 3000 mit Mikro und besserem Display, eine 160 GByte große Playstation 3, ein WirelessKeypad, die Sing Star DVDs der PS2 laufen künftig auf der PS3 und es gibt eine Sing Star-Edition auf Türkisch für den deutschen Markt. Aber zurück zu Dylan: Come On Wirters And Critiks, Who Prophezise With Your Pen, And Keep Your Eyes Wide … Und ich habe dann gemerkt, dass es auf mich bezogen ist. Es geht eine Veränderung in der Presselandschaft vor, die mir gar nicht gefällt. Bei der Games Convention waren Unmengen von Journalisten akkreditiert. Doch was waren dies für Kollegen? Diese so genannten Journalisten waren von Community-Sides, Blogs, Spiele-Fanzines usw. Der klassische Journalist von Presse, Funk und Fernsehen war in Leipzig in der Minderzahl. Und das merkte er an den Ständen auch. Es gab am Mittwoch einen Fachbesucher und Pressetag. Auch der war überlaufen, so dass eine wirkliche Aufbereitung von Informationen für den Leser kaum möglich war. Die Firmenmitarbeiter konnten nur noch auf Masse gehen und verteilten Schlüsselbänder an die Meute. Dabei ging der Consumertag mit den Jägern, Sammlern und Beutelratten erst am Donnerstag los. Wem ist mit einer solchen lockeren Akkreditierung gedient? Klar, die Messe kann verweisen, in Leipzig waren X-Tausend Journalisten vor Ort, Das soll Köln im nächsten Jahr erst mal nachmachen. Wir wissen aber auch: Die nackte Zahl sagt über die Qualität nichts aus. Doch ist es den Ausstellern gedient? Reicht es auf Commuity-Sides präsent zu sein, weil die klassische Fachpresse überrollt wurde? Doch anders herum gefragt: Ist die klassische Fachpresse noch zeitgemäß? Reicht es nicht nur zu schreiben, das Spiel XY sei cool oder eben nicht cool und die Sache mit User Generated Content anzufüllen? Halten wir es mit Dylan: Die Zeiten sind im Umbruch.