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Restauranttipp: Kimi Korea & Grill Leipzig

15. September 2022

Wer in Leipzig preiswert, schnell, aber gut koreanisch essen will, dem kann ich das kleine Restaurant Kimi Korea&Grill empfehlen. Es liegt gleich hinter der Universität mitten in der Stadt in der Unversitätsstraße 16 beim Städtischen Kaufhaus.

Es ist sicherlich kein Nobellokal und sehr funktional eingerichtet, aber ich empfinde es als authentisch. Die Mittagskarte ist übersichtlich und es gibt im Grunde für preiswerte 9 Euro drei verschiedene würzige Essen samt Getränk. Die Speisen werden frisch zubereitet.

Der koreanische Service passt, die Qualität der Speisen ist prima – was will man mehr bei einem kleinen Mittagsimbiss? Für mich war ausschlaggebend, dass viele Koreaner dort gegessen haben und dies ist immer ein gutes Kennzeichen für die authentische Küche des Landes.

Meine erste Zubereitung von Kimchi

28. November 2018

Nachdem K2 auf dem Korea-Tripp ist, muss Kimchi auf den Tisch. Kimchi nennt man in der koreanischen Küche die Zubereitung von Gemüse durch Milchsäuregärung. Kimchi wird traditionell als Vitamin-C-Speicher für den Winter eingemacht und nachdem es bei uns schneit, kommt jetzt auch das passende Essen auf den Tisch.
Anleitungen und Ideen für das koranische Nationalgericht habe ich mir von dem Buch Kimchi – Die Seele der koreanischen Küche geholt. Es sind vier koreanische Frauen, die dieses schöne Büchlein geschrieben haben. Von mir ein klarer Lesetipp für Kochbuchfreunde. Und die zweite Inspiration waren meine Gespräche mit dem Kochblogger Thomas Gerlach.
Ich habe mich bisher für drei unterschiedliche Kimchi-Varianten entschieden: Karotten, Kohl und Brokkoli. Über das Ergebnis zu Brokkoli kann ich noch nichts sagen, der muss noch ein wenig im Kühlschrank vor sich hinziehen. Die anderen beiden, also Karottenkimichi und Kohlkimchi, sind für mein erstes Mal super geworden, allerdings wollte K2 das Gemüse dann doch nicht essen. Die Milchsäuregärung hat dazu seinen Teil getan. Mir persönlich schmeckt es sehr gut und ich werde weiter experimentieren und verfeinern.

Zubereitung des Karottenkimchis
Natürlich müssen zunächst die Karotten geraspelt werden. Dazu setzte ich die Küchenmaschine ein. Dann kommen die Raspel in eine Salzlake und da bleiben sie erst mal für zehn Stunden bei Zimmertemperatur.
Derweil mache ich die Kimchi-Paste an. Das koranische Chilipulver haben wir in großen Mengen aus dem Internet bestellt. Amazon ist dein Freund. Dazu kommt Lauch, Fischsauce, frisch gepresster Knoblauch geriebener Ingwer, geraspelter Rettich, Zucker und Salz. Alles schön durchmischen und ich kann nur empfehlen, dafür Einweghandschuhe zu verwenden. Das Chillipulver reizt und wehe es kommt was in die Augen oder Nase, dann ist es mit dem Kochabenteuer erst mal vorbei.
Das Salzwasser bei den Karotten wird abgegossen. Paste und Karotten werden schön verrührt und in ein Glas geschichtet. Ich habe dazu bei Ikea wunderbare Gläser mit luftdichten Deckel gefunden. Vielleicht ist das nicht stilecht, aber es ist praktisch. Dann kommt das durchmischte Kimchi für 14 Tage oder etwas länger in den Kühlschrank. Die Milchsäure-Bakterien erledigen die Arbeit.

Bei dem Kohl und dem Brokkoli bin ich genauso vorgegangen, obwohl ich beim Kohl zu wenig Kimchi-Paste gemacht habe. Die Kollegen aus Facebook haben gleich gemeckert: „Mehr rotes Zeug!“ Geschmeckt hat es trotzdem.