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Der neue Spielzeugroboter Pleo rb ist billiger und lernt besser

26. Juni 2012

Der neue Pleo rb ist einfach besser und er ist günstiger. Wie es ja bekannt ist, bin ich Roboterfan und hab natürlich einen Pleo. Es ist ein Robo-Saurier, der zur Familie gehören sollte und lernen sollte. Leider handelt es sich bei meinen Modell um ein sehr frühes Exemplar der Pleo-Reihe und die Batterie-Laufzeit ist deutlich begrenzt. Mit Lernen ist da nicht viel und ich bin enttäuscht von meinem Mitbewohner.

Die neue Generation von Pleos, der Pleo rb scheint diese Kinderkrankheiten überwunden zu haben. Und, der deutsche Distributor Klein Robotics hat den Preis um rund 150 Euro auf 299 Euro gesenkt. Also eigentlich ein Grund, dem neuen Pleo eine Chance zu geben.

Der neue PLEO rb ist dank hochkomplexer Softwarearchitektur und faszinierender Robotik mehr als nur ein Spielzeug: die Fähigkeit zu Lernen, auf Sprachbefehle und Berührungen mit Bewegungen und Geräuschen zu reagieren, machen den Dinosaurier-Roboter zu einem tierischen Mitbewohner und Familienmitglied. Bei einer Pressekonferenz in München von Klein Robotics habe ich es ausprobiert – der Pleo lebt wirklich. Natürlich konnte ich in der Kürze der Zeit keinen Pleo auf mich trainieren, aber die ausgestellte Plep-Herde kommunizierte mit den Mitarbeitern von Klein Robotics, ihren Pflegern sozusagen.

Eine Vielzahl von Sensoren ermöglicht es ihm, Geräusche und Berührungen wahrzunehmen und darauf zu reagieren. So baut er nach und nach eine Beziehung zu den Menschen auf, die ihn aufziehen und entwickelt seine Persönlichkeit, seinen Gesundheits- und Körperzustand immer weiter. Außerdem verfügt PLEO rb über einen Orientierungs- und Bewegungssinn, durch den der Dinosaurier sich frei im Raum bewegen kann. Er simuliert das Fressen von Futter, verfolgt Bewegungen, reagiert auf Geräusche und interagiert mit seiner Umwelt. Wie ein echtes Tier kann PLEO rb glücklich, aktiv und energiegeladen sein, wenn er regelmäßig gefüttert wird und seine Besitzer sich mit ihm beschäftigen. Wenn PLEO rb jedoch vernachlässigt wird, kann er auch wie ein echtes Haustier krank werden, erschöpft oder ängstlich sein. Mit guter Pflege, gesunder Nahrung und Medizin kann PLEO rb in solchen Fällen schnell wieder gesund werden.

Aber es gibt weiterhin Nachteile, auch bei der neuen Pleo-Generation. Die Haut ist nach wie vor empfindlich. An sensiblen Gelenken wie beim Schwanz oder den Knien kann die Gummi-Haut reißen. Dann schimmern die Robo-Lenke durch. Der Pleo sieht dann ein wenig wie der angeschossene Terminator aus – weit weg vom Schmuse-Dino.

Und für mich der größte Nachteil: Es ist derzeit nach Aussage von Klein Robotics nicht möglich, das Gehirn zu verpflanzen. Ich würde gerne das Hirn, bzw die Daten meines alten Robis in das Hirn des neuen Robis verpflanzen – also ganz simpel die Daten per Kabel überspielen. Aber diese Art von Gehirnchirurgie sei derzeit nicht vorgesehen. Also ich kann nicht Dr. Frankenstein spielen. Ich muss also den neuen Pleo wieder von ganz von vorne erziehen und dazu habe eigentlich keine Lust, wieder einen zickigen Teenager-Dino zu hause zu haben.

Mobiler Wischmop: Nasswischroboter Scooba 230

27. Mai 2012

Der neue Wischroboter Scooba hat mich als Roboterfan überzeugt. Klar, es gibt noch Ideen, aber wir sind mit dem Haushaltsroboter auf den richtigen Weg. Im heimischen Arbeitszimmer tut ein Roomba iRobot seit Jahren seinen Dienst. Jetzt kommen die mechanischen Haushaltshilfen für das Badezimmer. Zur Auswahl steht das große Modell Scooba 390 und das kleine Modell 230. Auf einer Vorführung der Hamburger Firma Klein Robotics konnte ich mir die Modelle näher ansehen und ich habe mich in den Scooba 230 verliebt.

Im Grunde ist der kleine Kerl ein mobiler Wischmop und kann vieles, was ein echter Wischmop auch kann mit dem Vorteil, ich muss es nicht machen. Der kleine Bruder des Scooba 390 reinigt eine Fläche von 14 Quadratmetern und damit ideal für mein kleines Badezimmer im Büro. Aber natürlich kann ich nicht erwarten, dass er das Badezimmer vom Schlamm meiner verdreckten Gummistiefel reinigt. Wie beim Mop muss vorher das Bad gefegt werden. Dann kommt der kleine Wischfreund zum Einsatz. Dank eines Drei- Stufen-Reinigungssystems entfernt der Scooba 230 Schmutz und Bakterien gründlich rein. Zuerst sprüht Scooba sauberes Wasser und ggf. Reinigungsmittel auf den Boden. Im zweiten Schritt wird der Boden mit Bürsten geschrubbt. So wird der Schmutz entfernt. Abschließend wird das Schmutzwasser von einem Vakuumsauger aufgenommen.

Die Idee ist gut und platzsparend: Dank des patentierten Tanksystems werden sauberes und schmutziges Wasser getrennt voneinander aufbewahrt. Nur so ist die Reinigungsleistung zu garantieren. Der Tank besitzt ein Zwei-Membranen-System, bei dem sich die Membranen zusammenziehen beziehungsweise ausweiten. Der Tank zieht sich während des Reinigungsvorgangs zusammen, wenn das frische Wasser abgegeben wird. So wird Platz geschaffen, um später das verschmutze Wischwasser aufzunehmen. Einfüllen und Auskippen muss ich aber von alleine. Für 14 Quadratmeter braucht der Robi seine 45 Minuten, aber dann blitzt die Hütte. Allerdings dürfen die Fugen im Bad nicht zu tief sein. Glatte Flächen reinigt er aber anstandslos. Und anders als seine Staubsaugerbrüder hat er keine eigene Ladestation zu der selbstständig fährt, sondern muss vom Menschen ans Netz gehängt werden.

Wunderbar ist aber die Orientierung des Roboters. Anders als frühere Modelle kann der Scooba nicht abstürzen. Durch eine Vielzahl von Sensoren an der Unterseite kann sich der Haushaltsroboter im Raum orientieren und erkennt Treppenstufen und andere Absturzgefahren. Das funktioniert hervorragend. Der Techniker von Klein Robotics erklärte genau das Wisch- und Orientierungssystem. Hier zahlt sich das Wissen des Fachhandels aus.

Kommen wir zu den Nachteilen: Für mich der wesentliche Nachteil: Ich kann den Scooba 230 nicht programmieren. Das bedeutet, ich kann nicht auf Reisen gehen und der kleine Kerl macht das Bad sauber. Der Roboter muss händisch in Betrieb genommen werden. Wasser rein, anschalten, Wasser raus. Ich hätte es mir vorgestellt, dass ich zunächst meinen programmierten Roomba iRobot durchs Bad saugen lasse und nach einem zeitlichen Abstand kommt der Wischroboter Scooba 230 hinterher. Fehlanzeige.

Zweiter Kritikpunkt: Der Robi gewinnt bei seiner Arbeit schnell an Tempo und stößt so an Schränke und vor allem Vasen. Hier hat das Teil einfach zu viel Schwung und es kann sein, dass kleine Kratzer an den Möbeln zurückbleiben. Das macht im Grunde nichts, denn es sind Gebrauchsgüter und mit dem Wischmob gehe ich auch nicht so sorgsam im Bad um. Dennoch hätte ich mir einen besseren Abstandshalter gewünscht. Vasen oder teure Gegenstände schütze ich mit speziellen Virtual Walls, die aber natürlich nicht mit den Virtal Walls meines iRobots kompatibel sind. Warum denn nun das? Eine Firma, aber unterschiedliche Systeme. Die Virtual Walls laufen nach Aussage der PR-Agentur mit Akku-Batterie über mehrere Monate ohne Aufzuladen.

Die Klein Robotics GmbH besitzt die exklusiven Import- und Vertriebsrechte für die Haushalts- Roboter der iRobot Inc., Bedford, USA. Den Vertrieb für die Haushalts-Roboter sowie für den Spielzeug-Roboter Pleo rb übernimmt Klein Robotics in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen, mit Sitz in Hamburg, bietet einen umfassenden Service rund um die Haushalts-Roboter von iRobot. Dieser reicht von der ausführlichen Kundenberatung, über die schnelle Lieferung, bis hin zur Ersatzteilversorgung und Wartung der Geräte. Ich hoffe, dass Unternehmen erweitert seine Dienstleistungen bzw stellt ihren Service anderen Händlern zur Verfügung. Ich denke hier an das Netz von Landmaschinenmechanikern. Diese verkaufen im großen Maßstab Mähroboter. Und wer einen Mähroboter kauf, der kauft auch mal schnell einen Haushaltsroboter – ich kann da aus persönlicher Erfahrung sprechen.

Und was mich persönlich ein wenig stört am Scooba 230 ist seine Farbe. Ich hätte gerne den Scooba im klassischen Weiß. Im Moment gibt es die Geräte von iRobot nur in einem dunklen Ton. Davon geht die Welt nicht unter, aber es würde einfach besser in mein Badezimmer passen.