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Besser als Sandsäcke gegen Hochwasser: Floodsax

2. Juni 2013

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Das Hochwasser trifft Bayern mit voller Wucht. Bisher habe ich mich mit Sandsäcken gegen die Fluten geschützt. Mein Keller ist hochwassergefährdet. Auf einem Seminar entdeckte ich eine eine bessere Lösung gegen das Nass, das sowohl für private Haushalte als auch für Feuerwehren, Katastrophenschutz und andere Helfer geeignet ist: Floodsax.

Alexandra Wehner und Birgit Gehr von bluESProtec GmbH aus München waren bei mir Seminarteilnehmerin und vertreiben mit ihrer Firma die Säcke. Bei dem System handelt sich um einen Hochwasserschutz mit einfacher Handhabung, geringsten Eigengewicht und Platzbedarf. Im Grunde sehen die weißen Kissen unscheinbar aus. Sie saugen sich voll Wasser und wachsen dann zur vollen Größe an. „Ein hydrophiles Polymer zusammen mit einem organischen Additiv sorgen für ein mehr als hundertfaches Wasseraufnahmevermögen des FloodSax“ erklärt Alexandra Wehner. Die Füllung von 210 Gramm kann bis zu 25 Liter Wasser aufnehmen. Das hat mich vollkommen überzeugt und ich brauche keine Sandsäcke mehr, um meinen Keller zu schützen.

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Die Teile sind mindestens 5 Jahre lagerfähig, da sie in Lagen zu jeweils 5 Stück vakuumverpackt geliefert werden. So brauchen sie nur sehr wenig Platz bei mir im Keller. Im Moment greifen Feuerwehren und anderen Helfern auf die Lösung zurück. Die Lager von bluESProtec GmbH sind bei dem Hochwasser gut gefüllt und noch gibt es Nachschub.  Ein Karton mit 20 FloodSax-Kissen kann ohne Probleme von mir getragen und vor Ort gebracht werden; selbst eine Palette mit 400 FloodSax passt in einen Kleintransporter und ersetzt 1000 Sandsäcke, also ideal für Feuerwehren oder andere Hefter.

Ein FloodSax enthält wasserabsorbierende Innenpads. Diese bestehen aus einer Mischung von geflocktem Zellstoff und einem selbstaktivierenden Polymer, dem sogenannten Superabsorber. Das Polymer in den Pads hält das Wasser über Wasserstoffbrückenbindungen dauerhaft, bis zu 3 Monaten, im Inneren der FloodSax gespeichert. Jedes dieser absorbierenden Innenpads hat, aus Vlies bestehende Außenhaut, mit der es vernäht ist. Zusammen in drei Reihen, nebeneinander, sowie übereinander ergeben sie die typische Form der FloodSax.

Bei mir zu Hause funktioniert das System ideal: Das FloodSax Home Pack wurde extra für den aktiven Außenschutz von Gebäude vor Hochwasser, Sturmfluten oder Wassereinbrüchen bei Starkregen konzipiert. Es besteht aus einem FloodSax-Türschlauch (90 cm x 19 cm) und 4 FloodSax (45 cm x 35 cm). Ich kann als Hausherr mit dem Home Pack selbständig und schnell meine Türen, Tore, Fensterschächte, Rückschlagklappen und Kellerinstallationen sicher vor Hochwasser schützen. FloodSax bieten auch innerhalb des Gebäudes Schutz. Größere Wasserschäden durch gebrochene oder geplatzte Leitungen, gerissene Zu- und Ablaufschläuche, bei Installation und bei Reparaturen können vermieden oder schnell eingedämmt werden. Das System gibt es hier zu kaufen.

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Wenn das Hochwasser vorbei ist, kann das System unbedenklich über den Hausmüll entsorgt werden, Wenn keine Kontaminationen zu befürchten sind, wie bei einem einfachen Wasserrohrbruch, können die Säcke auch in einer Anlage für Bioabfälle verwertet werden, da alle Bestandteile der FloodSax biologisch abbaubar sind. Der „Carbon-Footprint“ – die CO2-Bilanz ist auch aus diesem Grund wesentlich geringer als jener von herkömmlichen Sandsäcken.

Im Moment sehe ich drei Einsatzmöglichkeiten bei mir zu Hause:

  • Wasseraufnahme: Die Kissen nehmen in Sekundenschnelle Wasser auf, damit Wasserschäden verhindert werden. Ich kann innerhalb innerhalb von 3 Minuten 25L Wasser aufsaugen, ein einzelner FloodSax ersetzt 5 Sandsäcke.
  • Wasserbarriere: Die Säckearbeiten wie eine Art Mauer oder Verschluss und machen das Durchdringen für Wasser unmöglich. Somit bleiben wichtige Geräte oder ganze Räume vor Wasser geschützt!
  • Wasserumleitung: Mit FloodSax können Wasserströme umgeleitet werden (z.B. in die Kanalisation). Somit sind plötzliche Sturzfluten kein Problem mehr.

Update: Das System im Video: