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Zwischen Weltstars und Festgeldkonto: Wie Jan-Christian Dreesen den FC Bayern in die Zukunft führen will

28. Juli 2026

Der FC Bayern soll sportlich nach den größten Titeln greifen, wirtschaftlich unabhängig bleiben und zugleich wieder stärker auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs setzen. Beim PresseClub München erklärte Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen, wie der Rekordmeister diese Ziele miteinander verbinden will – und warum Berechenbarkeit für ihn zu den wichtigsten Eigenschaften guter Führung gehört.

Beim PresseClub München war Jan-Christian Dreesen am 28. Juli 2026 erstmals zu Gast. Der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG sprach mit den Moderatoren Manfred Otzelberger und David Brill über internationale Transfers, Spielergehälter, Nachwuchsförderung, wirtschaftliche Solidität und das Verhältnis des Vereins zu Fans, Medien und Politik. Auch seine persönliche Geschichte spielte eine Rolle: Dreesen stammt aus Aurich in Ostfriesland, wurde aber bereits als Schüler Anhänger des FC Bayern. Seit Mai 2023 führt er die Aktiengesellschaft des deutschen Rekordmeisters. Hier die Aufzeichnung des Gesprächs:

Dass ausgerechnet ein Ostfriese einmal an der Spitze des FC Bayern stehen würde, war in Dreesens Jugend kaum absehbar. Zum Münchner Klub fand er nach eigener Darstellung durch einen Schulfreund. Während sein Vater dem Hamburger SV verbunden gewesen sei, begeisterte sich Dreesen für Bayern-Spieler wie Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Selbst spielte er lange Fußball, allerdings nach eigener Einschätzung mit großer Leidenschaft und nur durchschnittlichem Talent. Und hier als VR 360 Video

Sein Weg in den Profifußball führte deshalb nicht über den Rasen, sondern über Banken und Finanzen. Beim FC Bayern galt Dreesen zunächst vor allem als „Mann der Zahlen“. Heute verkörpert er einen Führungsstil, der stärker auf Dialog, Verlässlichkeit und persönliche Nähe setzt. Sein Grundsatz sei einfach: Er sage, was er meine, tue, was er ankündige, und verspreche nichts, was er nicht halten könne. Gerade im Verhältnis zu Fans und Beschäftigten sei Berechenbarkeit ein entscheidendes Gut.

Der Kane-Transfer als Gemeinschaftsleistung
Ausführlich schilderte Dreesen die Verpflichtung von Harry Kane im Sommer 2023. Den Transfer wollte er ausdrücklich nicht als persönliches Meisterstück verstanden wissen. An den Verhandlungen seien zahlreiche Verantwortliche beteiligt gewesen, darunter der damalige Technische Direktor Marco Neppe sowie Vertreter der Vereinsführung und der damalige Trainer Thomas Tuchel.

Bei einem Spieler dieser Größenordnung müsse der Trainer in die Entscheidung einbezogen sein, betonte Dreesen. Ein teurer Spitzentransfer gegen den Willen des Coaches könne kaum funktionieren. Die Gespräche mit Tottenham und dessen Chairman Daniel Levy hätten sich lange hingezogen. Zusätzliche Schwierigkeiten seien durch Zeitverschiebungen entstanden, als Levy sich in den USA aufhielt.

Dreesen beschrieb auch den öffentlichen Druck, der mit einem solchen Geschäft verbunden ist: Kommt der Transfer zustande, gilt der Spieler schnell als zu teuer. Scheitert er, werden die Verhandlungsführer verantwortlich gemacht. Entscheidend sei deshalb gewesen, intern Gelassenheit auszustrahlen und den Verhandlungen ausreichend Zeit zu geben. Tottenham hätten nach Dreesens Angaben auch finanziell attraktivere Angebote vorgelegen. Kane habe sich jedoch bewusst für München entschieden.

Hohe Gehälter ja – aber nicht für den gesamten Kader
Grundsätzlich hält Dreesen hohe Bezüge für echte Spitzenspieler für gerechtfertigt. Stars sorgten für attraktiven Fußball, volle Stadien und internationale Aufmerksamkeit. Problematisch werde es jedoch, wenn sich zu viele Spieler selbst als Topverdiener verstünden oder der finanzielle Mittelbau eines Kaders zu breit werde.

Ein Verein könne sich einige herausragend bezahlte Akteure leisten, brauche daneben aber ein ausgewogenes Gehaltsgefüge. Nach Dreesens Einschätzung differenzieren englische Klubs stärker zwischen absoluten Stars und Ergänzungsspielern. Zwar sorgten dort hohe Transfersummen regelmäßig für Schlagzeilen, doch diese Gelder blieben zumindest im Wirtschaftskreislauf der Vereine. Gehälter und Beraterprovisionen flössen dagegen dauerhaft aus dem Fußball ab.

Dreesen sprach sich deshalb für wirksame Begrenzungen bei Beraterhonoraren und Kaderkosten aus. Pauschal kritisierte er Spielerberater allerdings nicht. Es gebe viele seriöse Vertreter, die ihre Leistung realistisch bewerteten. Problematisch seien überhöhte Provisionen, durch die erhebliche Summen aus dem Sport herausgezogen würden.

Als wirksame Sanktionen gegen finanzielle Regelverstöße nannte Dreesen nicht nur Geldstrafen. Diese könnten bei Klubs, deren Defizite regelmäßig von Eigentümern ausgeglichen werden, ihre abschreckende Wirkung verlieren. Punktabzüge oder der Ausschluss aus Wettbewerben seien möglicherweise effektivere Instrumente.

Unabhängigkeit als wirtschaftliches Leitmotiv
Das berühmte „Festgeldkonto“ des FC Bayern versteht Dreesen weniger als konkretes Bankkonto denn als Metapher für Unabhängigkeit. Der Klub wolle weder von einem einzelnen Eigentümer noch vollständig von kurzfristigen sportlichen Erfolgen abhängig sein. Deshalb gelte weiterhin der Grundsatz, auf Dauer nicht mehr auszugeben, als eingenommen werde.

Das klinge einfach, sei im Profifußball jedoch schwer umzusetzen. Langfristige Spielerverträge, Verletzungen und notwendige Ersatzverpflichtungen könnten Planungen erheblich verändern. Zudem sei das Umfeld investitionsfreudiger geworden. Gleichzeitig müsse Bayern jedes Jahr eine Mannschaft finanzieren, die um die Champions League mitspielen könne.

Maximaler Gewinn sei dennoch nicht das vorrangige Ziel. Der FC Bayern wolle vor allem maximalen sportlichen Erfolg, ohne dafür seine Selbstbestimmung aufzugeben. Genau darin liege das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Disziplin, sportlichem Anspruch und der Verpflichtung gegenüber Mitgliedern, Fans und Vereinstradition.

Als positives Beispiel nannte Dreesen Paris Saint-Germain. Der französische Klub habe sich von einer bloßen Ansammlung hoch bezahlter Einzelstars zu einer besser funktionierenden Mannschaft entwickelt. Geld allein garantiere keinen Erfolg. Entscheidend seien eine klare sportliche Idee, ein passender Trainer und die Bereitschaft, auch schwierige Entwicklungsphasen auszuhalten.

Weltklassespieler und Talente aus dem Campus
Für die kommenden Jahre setzt der FC Bayern nach Dreesens Darstellung auf eine Mischung aus internationalen Spitzenspielern und Nachwuchskräften. Der Klub werde auch künftig herausragende Spieler verpflichten müssen, wolle aber gleichzeitig mehr Talente aus dem eigenen Campus in die Profimannschaft führen.

Dreesen verwies auf die hohe Zahl an Nachwuchsspielern, die aus der Münchner Ausbildung den Sprung in den Profifußball geschafft hätten – wenn auch nicht immer beim FC Bayern selbst. Spieler wie Aleksandar Pavlović oder Lennart Karl zeigten, welchen Weg Talente nehmen könnten. Ziel sei es, dass Eigengewächse nicht nur kurze Einsätze erhielten, sondern zu Stamm- und im besten Fall zu Weltklassespielern heranwüchsen.

Eine entscheidende Rolle schreibt Dreesen Trainer Vincent Kompany zu. Er lobte dessen offensiven Fußball, Disziplin und persönliche Zurückhaltung. Kompany habe als Spieler auf höchstem Niveau bewiesen, dass er Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Führungsstärke besitze. Gleichzeitig stelle er nicht sich selbst, sondern die Mannschaft in den Mittelpunkt. Gerade diese Kombination komme bei Spielern und Anhängern gut an.

Der FC Bayern wolle einen Fußball zeigen, der Menschen begeistert. Die Mannschaft solle auch bei einer deutlichen Führung weiter angreifen und zusätzliche Tore erzielen. Dieser offensive Anspruch sei ein wesentlicher Grund dafür, dass der Verein derzeit auch außerhalb der eigenen Anhängerschaft mehr Anerkennung erfahre.

Eine Nachfrage, die alle Dimensionen sprengt
Wie groß der Enthusiasmus rund um den Klub ist, verdeutlichte Dreesen anhand der Ticketnachfrage. Für besonders attraktive Heimspiele gingen nach seinen Angaben mehrere Hunderttausend Anfragen ein. Selbst weniger stark nachgefragte Begegnungen könnten die Kapazität der Allianz Arena deutlich übersteigen.

Diese Popularität sei einerseits ein Privileg, andererseits eine Belastung. Der Verein könne längst nicht allen Interessierten Karten anbieten. Beschwerden ließen sich deshalb kaum vermeiden. Dennoch sei eine übergroße Nachfrage ein Problem, das Dreesen lieber habe als leere Plätze.

Die gewachsene internationale Anhängerschaft ist zugleich Teil der wirtschaftlichen Strategie. Der FC Bayern versteht sich als tief in München und Bayern verwurzelter Verein, möchte aber auf den internationalen Märkten weiter wachsen. Auslandsreisen nach Asien oder in andere Regionen sollen die Bindung zu Fans, Partnern und Sponsoren stärken.

Dabei warnte Dreesen vor kurzfristigen Erwartungen. In einem neuen Markt Fuß zu fassen, lokale Partnerschaften aufzubauen und wirtschaftliche Erträge zu erzielen, sei kein Sprint, sondern ein langer Prozess. Spieler allein nach ihrer Herkunft zu verpflichten, um einen bestimmten Markt zu erschließen, lehnt er ab. Entscheidend müssten sportliche Qualität und die Eignung für die Mannschaft bleiben.

Keine Schadenfreude gegenüber 1860 München
Auch das Verhältnis zum Stadtrivalen TSV 1860 München wurde thematisiert. Dreesen wies Schadenfreude über sportliche oder finanzielle Probleme der Löwen zurück. Wenn ein traditionsreicher Fußballverein in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerate, sei das weder für den Sport noch für den Standort München gut.

Er wünsche den Löwen eine nachhaltige Erholung und verwies auf die außergewöhnliche Treue ihrer Anhänger. Eine direkte finanzielle Unterstützung aus den Kassen des FC Bayern betrachtete er allerdings skeptisch. Der Vorstand sei zunächst den eigenen Mitgliedern und dem eigenen Verein verpflichtet. Zudem bestünden zwischen Teilen beider Fanlager weiterhin erhebliche Antipathien.

Tradition, Politik und gesellschaftliche Verantwortung
Der FC Bayern sei kein parteipolitischer Verein, erklärte Dreesen. In seinen Gremien arbeiteten Persönlichkeiten unterschiedlicher politischer und wirtschaftlicher Herkunft mit. Entscheidend seien fachliche Kompetenz, die Verbundenheit mit dem Klub und die Fähigkeit, konstruktiv zur Entwicklung des Vereins beizutragen.

Gleichzeitig könne sich der Fußball nicht vollständig aus gesellschaftlichen und politischen Fragen heraushalten. Als weltweit bedeutendste Sportart vermittle er Werte, bringe Menschen zusammen und könne kulturelle Grenzen überwinden. Er dürfe jedoch nicht mit der Erwartung überladen werden, jedes politische oder gesellschaftliche Problem lösen zu müssen.

Dreesen unterstützte zudem die Idee einer deutschen Bewerbung um Olympische Spiele und eine künftige Fußball-Weltmeisterschaft. Sportgroßveranstaltungen könnten weit über den eigentlichen Wettbewerb hinauswirken und Investitionen in Infrastruktur sowie Stadtentwicklung anstoßen. Sollte München bei einer nationalen Olympia-Auswahl nicht den Zuschlag erhalten, werde der FC Bayern nach seiner Aussage auch einen anderen deutschen Bewerber unterstützen.

Kritische Medien als Teil des Geschäfts
Zum Abschluss würdigte Dreesen die Rolle des Journalismus. Medien sorgten dafür, dass der Fußball und der FC Bayern weit über das Stadion hinaus wahrgenommen würden. Berichterstattung könne Verantwortliche ärgern, doch ohne Journalisten wäre die Reichweite des Vereins erheblich geringer.

Das Verhältnis zwischen Spitzenfußball und Medien beschrieb Dreesen als wechselseitige Abhängigkeit. Der Verein produziere ständig neue Geschichten, die Medien griffen sie auf und trügen sie in die Öffentlichkeit. Aus Sicht der Bayern-Führung sei es zwar angenehm, möglichst wenige negative Schlagzeilen zu erzeugen. Vollständig kontrollieren lasse sich die öffentliche Debatte jedoch nicht.

Dreesens Auftritt im PresseClub zeigte damit vor allem, wie er den FC Bayern führen möchte: ambitioniert, aber nicht vermessen; wirtschaftlich diszipliniert, aber nicht ausschließlich gewinnorientiert; international ausgerichtet, aber fest in München verwurzelt. Sein Ziel ist ein Verein, der Weltstars verpflichtet und Eigengewächse entwickelt, der jeden Titel gewinnen will und dennoch nicht seine Unabhängigkeit aufs Spiel setzt.

Kommentar: Fußballvereine sollten für Polizeieinsätze mitzahlen

25. Februar 2018

Polizei musste im Münchner Hauptbahnhof einziehen, um unter Fußballfans keine Eskalation zuzulassen.

Polizei musste im Münchner Hauptbahnhof einziehen, um unter Fußballfans keine Eskalation zuzulassen.

Zugegeben: Ich interessiere mich nicht besonders für Fußball. Es ist schön, wenn sich andere an diesem Sport erfreuen können. Es ist nicht schön, wenn ich dafür als Steuerzahler zahlen darf. Ich bin dafür, dass die Polizei eine Sicherungsaufgabe bei Fußballspielen hat. Das Gewaltmonopol liegt eindeutig beim Staat.
Aber ich habe ein Problem damit, wenn so genannte Fans sich betrinken, grölend durch die Straßen marschieren und von Polizisten begleitet werden müssen. Und noch mehr Probleme habe ich damit, wenn die Polizei aufeinandertreffende Fußballexperten aufwändig trennen muss und ich mir den schauderhaften Fangesang mit allerhand Beleidigungen anhören darf. Fußball ist ein fettes Geschäft und die Clubs und Vereine sollten für den Aufwand durch Polizei und Ordnungshüter zur Kasse gebeten werden. Ich habe kein Problem, wenn der Staat die Kosten für Polizeieinsätze auf diese Geschäftsunternehmen Fußballverein umlegt bzw daran beteiligt. Jetzt kommt mir nicht mit dem Argument, dass dann auch jeder Weihnachts- oder Christkindlmarkt an die Kosten für die Sicherheit beteiligen muss. Das ist kein Argument. Der klassische Besucher eines Weihnachtsmarktes prollt in der Regel nicht aggressiv durch die Innenstadt.

Fanbeobachtungen
Als ich gestern beruflich von München nach Regensburg musste, war der RegionalExpress voll mit Fans des TSV 1860 München. Die Löwen haben kistenweise Alkohol in den Zug geschleppt und konsumiert. Gegenüber saß mir ein junger Mann, der sich lautstark über das Fußballgeschehen unterhalten musste und dabei eine Flasche Wodka köpfte. An Arbeiten war bei diesem Frohsinn im Zug meinerseits nicht zu denken. Also Kopfhörer auf und abgeschaltet. Als ich in Regensburg aus dem Zug ausstieg, traf ich auf eine Touristengruppe, die sichtlich erschüttert und verunsichert war über das lautstarke und alkoholisierte Fantreiben. Meinen Respekt an die Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die sich durch den Zug kämpfen und sie dumme Sprüche anhören mussten.

Fangesänge mit Polizei
Als ich abends nach einer erfolgreichen Veranstaltung von Regensburg nach München zurückfuhr, traf ich auf einen alkoholisierten Fanpulk im Münchner Hauptbahnhof. Wieder waren es Löwen-Fans, die die Fans des FC Bayern verhöhnten. Bayern hatte gegen Herta Hertha Unentschieden gespielt und der Siegeszug des FC Bayern war gebrochen. Das erfreute die nicht gerade erfolgsverwöhnten Fans des TSV 1860 und man überzog die Bayernfans mit Beschimpfungen und Gesängen.

Die Fangesänge waren beleidigend. Wer bezahlt eigentlich den Polizeieinsatz?

Die Fangesänge waren beleidigend. Wer bezahlt eigentlich den Polizeieinsatz?

Nochmal: Ich finde es okay, wenn man sich für Fußball begeistern kann. Ich bin früher mit meinem Vater auch ins Stadion gegangen, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es da grundsätzlich zivilisierter abging.
Nicht okay finde ich den lautstarken Affenzirkus, der von den so genannten Fans aufgeführt wurde. Fußballfans hatten mir erklärt, dies sei ja gar nichts. Und ich hatte mich kurz mit einem Beamten unterhalten, der meinte, dass es hier vergleichsweise noch gesittet zuging. Mir hat es gereicht. Die Polizei traf ein und auch der Sicherheitstrupp der Deutschen Bahn war da, um mögliche Ausschreitungen einzudämmen. Ich habe keine solche Ausschreitungen gesehen, es blieb beim verbalen Geschrei. Das Aufgebot an Polizei fand ich enorm und ich danke den Verantwortlichen für diese Polizeipräsenz. Gleichzeitig weiß ich aber, dass gerade die Polizei enorme Überstunden anhäuft und dass die Beamten zu wenig sind und eigentlich wichtigere Aufgaben zu erledigen haben. Und ich weiß, dass das ich als Steuerzahler für diese so genannten Fans zur Kasse gebeten werde. Das gefällt mir absolut nicht. Zudem kann ich nicht über die Verrohung der Sprache aufreden und auf der anderen Seite höre ich beleidigende Fangesänge, aber das ist eine andere Geschichte aus dem Land der Dichter und Denker.

Fußball ist ein Geschäft
Fußball ist heute ein Millionengeschäft geworden – und ich bezahle Fußball durch meine Rundfunkgebühren und durch meine Steuern aufgrund solcher Polizeieinsätze. Warum zahlen eigentliche die Clubs und Vereine nicht für die Einsätze?
Geht die Politik das Problem an? Nun, wer gegen Fußball ist, der verliert in Deutschland Wahlen. Gerade lese ich, dass in Bremen künftig die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Kosten der Polizeieinsätze bei Werder-Partien mittragen soll. Damit kann ich durchaus leben und ich begrüße diesen Schritt. Die Bremer Landesregierung will die DFL noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen des SV Werder im Weserstadion beteiligen.
Dagegen wird argumentiert, dass Fußballvereine und -verbände keinesfalls Verursacher oder Veranlasser von Gewalt sind. Nun, aber sie verdienen prächtig an dem Geschäft Fußball. Ich selbst habe keine salomonische Lösung, ich merke nur, dass mich der Zustand ärgert.
Ach ja: Ich habe am Hauptbahnhof München eine andere Touristengruppe getroffen, wie auch stark irritiert war, was da abging. Freunde des Fußballs, es ist ein tolles Bild, was unser Land da abgibt (Ironie aus).

Update: Gerade lese ich auf einer Fan-Seite des TSV 1860 München, dass der Regionalzug von Nürnberg nach München beschädigt wurde. Ich kann nur den Kopf schütteln und danken, dass ich nicht in dem Zug gefahren bin. Hier der Link.