Posts Tagged ‘Unearthed’

Persönlicher Nachruf auf Tom Petty

3. Oktober 2017
Meine einzige Picture Disc von Tom Petty.

Meine einzige Picture Disc von Tom Petty.

Das erste Mal, dass ich auf Tom Petty stieß war genau am 30. September 1987. Ich besuchte ein Bob Dylan Konzert im Rahmen seiner Temples in Flame-Tour in München und seine Begleitband war ein gewisser Tom Petty and the Heartbreakers. Trotz meiner Begeisterung für Dylan empfand ich diesen Typen mit seinem breiten Südstaatenaktzent für den besseren Stimmungsmacher. Dylan und Petty spielten abwechselnd und zusammen. Ich wurde zum Fan von Tom Petty und meine erste Schallplatte von ihm war Let Me Up (I’ve Had Enough).
Ich mochte seine Alben, besonders die frühen Alben wie
Southern Accents, Long After Dark, Pack Up The Plantation und vor allem Damn the Torpedos. Sein American Girl summte ich bei meinem ersten USA-Besuch. Tom Petty war für mich der geborene Rock‘n Roller in der Tradition der sechziger Jahre Bands. Und jetzt hörte ich, dass Charlie T. Jnr. und der spätere Muddy Wilbury verstarb. Beide Namen waren sein Pseudonym in den legendären Traveling Wilburys. Die Supergroup bestand aus George Harrison, Jeff Lynne, Roy Orbison, Tom Petty und Bob Dylan. Heute leben nur noch Lynne und Dylan von dieser Band. Die beiden Alben der imaginären Wilbury-Brüder sind absolute Klassiker und laufen bei mir immer wieder.
Die späteren Alben von Tom Petty waren finanziell erfolgreicher, aber mir persönlich von Jeff Lynne überproduziert: Full Moon Fever und Into the Great Wide Open. Ich kaufte noch ein paar Solo-Alben von Tom Petty, aber langsam verlor sich mein Interesse an dem Musiker. Mein musikalischer Geschmack hatte sich verändert, aber die alten Scheiben legte ich dann und wann noch auf.
Dann horchte ich wieder auf. Tom Petty kam schlagartig in mein musikalisches Bewusstsein zurück als er zusammen mit Teilen der Heartbreakers Aufnahmen mit Johnny Cash machten. Cash hat für mich einen ähnlichen Stellenwert wie Bob Dylan und die American Recordings-Aufnahmen gehören für mich zum musikalischen Erbe von America. Nach dem Tod von Cash wurde die fantastische Sammlung Unearthed auf den Markt gebracht, bei den Tom Petty und seine Kumpels mitgemischt haben. Cash singt sogar einige der Petty Songs.
Und was bleibt nach dem Tod von Tom Petty? Zum einen die Erkenntnis, dass 66 Jahre kein Alter ist, zum anderen, dass die Welt um einen grandiosen Musiker ärmer geworden ist.

Hier eine Auswahl meiner Tom Petty-Singles:

Filmtipp: The Conjuring

16. Dezember 2014

Als Fan des fantastischen Films mag ich vor allem Spuk- und Geisterfilme. Alle paar Jahre kommt ein guter Streifen auf den Markt. Als einen der guten Filme empfand ich The Conjuring, den ich mir jetzt erst auf Blu ray angeschaut habe. Im Kino hatte ich ihn leider verpasst.

Für mich eine schöne Überraschung: The Conjuring

Für mich eine schöne Überraschung: The Conjuring

Obwohl natürlich alles schon mal gesehen, hat mir The Conjuring Spaß gemacht und ich hab mich gegruselt. Neues gab es nicht, aber das gezeigte ist bewährte Kost. Gerade Freunde des guten alten Exorzisten kommen auf ihre Kosten. Der Film ist gewürzt mit Blair Witch und eine Prise bis das Blut gefriert und heraus kam ein erfrischender Horrorfilm. Dabei hatte ich zunächst meine Befürchtungen, denn hinter The Conjuring stehen die Macher von Saw. Und Saw steht nicht gerade für eine gepflegte Art von Gruselunterhaltung, sondern für harten Terrorfilm. Saw 1 fand ich dennoch hervorragend, will aber so harte Gewalt bei einem Spukfilm nicht sehen.

Ein Film, den keiner braucht und trotzdem Kasse machte: Annabelle

Ein Film, den keiner braucht und trotzdem Kasse machte: Annabelle

Was mir auch nicht gefällt, ist die Idee, The Conjuring als Franchise auszubauen. Es soll Spin offs und Fortsetzungen geben. Hollywood kopiert sich einmal wieder selbst und da ist kein Platz für neue Ideen. Den Start machte Annabelle, die unheimliche Puppe zu Beginn von The Conjuring. Ich sag es mal so: Ich brauch diese Art von Filmvermarktung überhaupt nicht.

Geht so, aber nicht der Hammer - der Score zum Film.

Geht so, aber nicht der Hammer – der Score zum Film.

Eine Anmerkung zum Score. Der Score von Conjuring sorgt für die richtige Atmosphäre in dem Film. Und wie eine Heimsuchung klingt der Soundtrack von Joseph Bishara auch. Ich muss zugeben, dass ich von Joseph Bishara noch nie etwas gehört habe. Er komponierte zahlreiche Soundtracks zu Horrorfilmen, die ich aber allesamt nicht gesehen habe: Joseph’s Gift (1998), The Convent (2000), Unearthed (2006), The Gravedancers (2006), Autopsy (2008), Night of the Demons (2009), Insidious (2011), 11-11-11 (2012) oder Dark Skies (2013). Auch zu Annabell hat Joseph Bishara die Musik geschrieben und ich werde mir die Sache mal anhören.
Ein großes Meisterwerk habe ich mir beim Soundtrack von The Conjuring nicht erwartetet und ich wurde auch nicht enttäuscht. Der Score ist zwar atmosphärisch dicht, aber nicht ein besonders großer Wurf.