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Steve Jobs – der 5. Todestag „Oh wow. Oh wow. Oh wow.“

5. Oktober 2016
Steve Jobs ist seit 5 Jahren tot.

Steve Jobs ist seit 5 Jahren tot.

Heute vor fünf Jahren erhielt ich in den frühen Morgenstunden die Nachricht, die mich sofort wach werden ließ: Steve Jobs ist tot. Der Gründer von Apple erlag seinem Krebsleiden. Mein Herz war voller Trauer und jedes Jahr gedenke ich dem IT-Guru in meinem Blog und in meinen Gedanken. Steve, du fehlst.

So viel Humor hätte ich Tim Cook gar nicht zugetraut.

So viel Humor hätte ich Tim Cook gar nicht zugetraut.

Inzwischen hat Tim Cook seinen Weg als Nachfolger gemacht. Und Cook macht es anders als die One-Man-Show Jobs. Cook scheint ein Teamplayer zu sein, der seine Mannschaft hart in die Pflicht nimmt.
Waren die Keynote von Jobs noch eine Überraschung mit One more Thing, so haben die Keynotes von Cook nur bedingt Überraschungen. Die geheimen Infos werden im Vorfeld von asiatischen Zuliefern verraten, öffentliche Beta-Programme bei den Betriebssystemen für MacOS und iOS lassen keine Überraschungen mehr zu. Und dennoch: Ich glaube daran, dass Cook Visionen hat. Für mich ist der wichtigste Kauf von Apple die Übernahme von metall aus München. Der Augmented Reality-Hersteller war einer der Big Player am Markt. Der Standort wurde von München in die USA verlegt, ein Teil der Belegschaft entlassen und bisher hat man nichts mehr gehört von AR im Mac Universum. Gestern deutete Tim Cook eine Entwicklung an: „AR is going to take a while, because there are some really hard technology challenges there“. Und Cook meint sicherlich mehr als Pokemon Go auf dem iPhone und später auf der AppleWatch.

Ich spiele gerade ein wenig mit VR herum.

Ich spiele gerade ein wenig mit VR herum.

Im Moment bin ich auf dem VR-Trip. Schon unter Steve Jobs habe ich damit gespielt. Die Technik hießt QuickTime VR. Die Technik erlaubt die interaktive Navigation um die senkrechte und die waagrechte Achse, sowie die Kontrolle der Zoomstufe. Gerade bei Fotopanoramen war dies eine starke Technologie in der Vergangenheit. Aber Apple spielt im Moment im VR-Bereich keine Rolle. Die Oculus Rift geht im Moment nicht mit dem Mac. Ich warte derweil auf meine Sony VR-Brille für die Playstation4, ich spiele mit 360 Grad-Videos in meinem YouTube-Kanal und sehe als Storyteller ein großes Potential in VR. Daran glaubt Cook wohl nicht. AR statt VR scheint seine Devise. „Es ist wahrscheinlich, dass zuerst AR im Massenmarkt erfolgreich sein wird. Eine große Zahl von Menschen wird AR-Erfahrungen im Alltag machen. Es wird wie drei Mal am Tag Essen sein. AR wird diese Bedeutung haben.“ Große Worte. Mir war die Produktion von AR bisher zu kompliziert. Da wäre es fein, wenn Apple eine leicht zu bedienende Software auf dem Markt bringen würde.
Nachdem in den sozialen Netzwerken ein pseudo Herzschmerz-Gesülze über die letzten Worte von Steve Jobs auftauchte, sollte seine Schwester Mona Simpson zu Wort kommen, die dabei war, als ihr Bruder verstarb. „Sein Atem wurde schwer, bewusst, bedeutsam. Ich spürte, dass er seine Schritte zählte und weiter ging als zuvor. Ich verstand: Er arbeitete auch an dieser Sache. Der Tod ereilte Steve nicht, Steve hat ihn erlangt“, schrieb sie. Steve Jobs letzten Worte waren „Oh wow. Oh wow. Oh wow.“

360 Grad Fotos mit der Panono-Kamera auf der re:publica

13. Mai 2014

Ein interessanter Vortrag auf der re:publica 2014 drehte sich um Bildmedien der Zukunft und wie sie unser Bild der Welt verändern. Gehalten wurde er von Kunst­historiker und Bild­wissen­schaftler Dr. Harald Klinke. Von ihm stammt die Aussage: “Der Rahmen begrenzt das Bild – warum eigentlich?”  Verdammt, der Kerl hat recht, er hat so recht.

Ich komme von der klassischen Fotografie, bin aber auf der Suche nach mehr. Als Bildjournalist kann ich heute aus dem begrenzten Rahmen derklassischen Fotografie ausbrechen und muss meine Bilder nicht mehr in aufgezwungene Rahmen pressen. Seien es Zeitungsrahmen oder Bilderrahmen – das Netz bietet uns ungeahnte Möglichkeiten.

Ich experimentiere seit einiger Zeit schon mit QuickTime VR herum und mache auch Fotos mit der Bubbli-Software am iPhone. Es entstehen wunderbare Panorama-Bilder im Raum, eine andere Art Bild. Allerdings sind die Bubbli-Bilder immer ein wenig aufwendig und ich bin nicht zufrieden, denn Bewegung lässt sich damit nicht im Bild festhalten.

Also müssen neue Kamerasysteme her, die ein Bild im Raum aufnehmen. Über die 360fly habe ich bereits geschrieben und auf der #rp14 entdeckte ich die Panono-Kamera. Sie war schon rein optisch sehr auffällig. Zwei jungen Damen zogen durch die Konferenz mit ihrem giftgrünen Kamera-Ball. In diesem Ball sind 36 Kameras integriert. Wird der Kamera-Ball in die Höhe geworfen, wird an der höchsten Stelle ein 360 Grad Panorama-Bild geschossen. Alle Kameras lösen gleichzeitig aus.

Foto 1

Die Panono-Kamera hat mich gleich fasziniert und ich sehe einige professionelle Einsatzmöglichkeiten, obwohl das Teil für rund 550 Euro eher als Spaßkamera konzipiert ist. Dennoch werde ich mir wohl ein Exemplar für den Profi-Einsatz bestellen.

panonosystem

In dem Ball stecken 36 Kameras mit einer Gesamtauflösung von 108 Megapixel. Das klingt gewaltig, ist aber dann doch nur 3 Megapixel pro Kamera. Fürs Web reicht es erst einmal aus. Die Panorama-Bilder können über eine App für iOS oder Android angesehen und über die üblichen Netzwerke geshared werden. Es heißt, dass sie auch auf eigene Websites eingebunden werden können.

Foto 2

Die Herstellerfirma hat ihren Sitz in Berlin und ich freue mich, wenn ich mal ein deutsches Unternehmen unterstützen kann. 360 Grad Kameras gibt es viele am Markt, doch ich habe mich erst einmal für die Panono-Kamera entschieden. Ich werde mir aber eher die graue Variante als den giftgrünen Ball bestellen. Auf der #rp14 hatten die Damen einen Prototyp dabei. Das finale Produkt soll im Sommer 2014 auf dem Markt kommen.