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Kekse nerven – wie gehen Sie mit Cookies um?

18. Januar 2023

Ich mag keine Kekse, sie nerven mich kolossal. Ich meine natürlich die Cookie-Banners. Bei einer neuen Studie der London School of Economics (LSE) in Zusammenarbeit mit Freshworks stellte sich jetzt heraus: In Deutschland werden Cookies häufiger zugestimmt als in zum Beispiel in skandinavischen Ländern wie Schweden oder Norwegen.

Cookie-Banner, das für mich das lästige Übel bei jedem Besuch einer neuen Website. Grundsätzlich eine gute Idee der Cookie-Hinweise für Verbraucher, doch wie sieht denn die Realität aus? User bekommen die Wahl, ob sie diese akzeptieren wollen oder eben nicht. Wenn User den Cookie-Bedingungen zustimmen, wird das Surf-Verhalten der UserInnen getrackt, um die so gewonnenen Daten auszuwerten und für Marketingzwecke zu verwenden.
In meinen Seminaren stelle ich auch fest: Cookies sind vielen Datenschützer ein Dorn im Auge. Häufig ist die Verwendung der Daten sehr intransparent. Den Website-Besucher ist also oftmals nicht klar, was mit ihren Daten passiert. Viele akzeptieren die Cookies also, ohne zu wissen welche Daten erhoben werden. Was nutzt denn da der Hinweis, der nicht gelesen wird und einfach nur nervt.

Die Studie untersuchte das Verhalten der Gen Z im Vergleich zu der Gen Y. Rund ein Viertel der Gen Z (26%) verbieten Websites die Nutzung von Cookies. Im Vergleich dazu verbieten nur 16% der Gen Y den Websites ihr Verhalten zu tracken. In Deutschland werden Cookies besonders häufig akzeptiert. 55% der Deutschen akzeptieren, der LSE-Studie zu Folge, Websites Cookies. In Schweden und Norwegen werden Cookies doppelt so häufig abgelehnt, wie in anderen Ländern.

Die, basierend auf den Cookies erstellte Online-Werbung, zeigt besonders bei Angehörigen der Gen Y Wirkung. Die Gen Y lässt sich 5x so häufig von Onlinewerbung beeinflussen, wie die Gen Z. Bei der Gen Z waren hingegen besonders Influencer und Kunden-Rezensionen wertvolle Kanäle, um Leads in Kunden zu verwandeln.

Warum es diese Unterschiede im Nutzungsverhalten gibt, ging aus der Studie nicht hervor. Es zeigt aber, dass das Thema Datenschutz in Deutschland noch lange nicht in allen Köpfen so präsent ist wie zum Beispiel in Skandinavien.