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Beschwerde bei Twitter über meinen Post

21. Februar 2022

Vieles kann ich nicht verstehen, was in Menschen abgeht und vieles ist mir im Grunde auch egal. Aber in diesem Fall schüttel ich doch den Kopf.

Also folgende Geschichte: Vielleicht haben Sie meinen jüngsten Post über die Tierfreunde Fürstenfeldbruck gelesen. Die Mitarbeiter des Schnelltestzentrums aus der Marthabräu Festhalle in Fürstenfeldbruck haben beschlossen, dass das Trinkgeld zu den Tierfreunden nach Maisach soll. Hier ist der Post verlinkt. Dazu gab es ein Bild von Kaninchen Karl-Heinz, der im neuen Kaninchen-Außengehege eine Unterkunft bekommen soll. Ich habe die Meldung in verschiedenen soziale Netzwerken wie Facebook und Twitter gepostet und ein paar Likes bekommen.

Kaninchen Karl-Heinz. Foto Tierfreunde

Tags darauf trudelte eine Meldung von Twitter bei mir ein, dass sich ein User über diesen Artikel geärgert hat und ihn bei Twitter als Verstoß gegen das NetzDG angezeigt. Twitter hat den Post geprüft und festgestellt, dass er nicht gegen deutsche Gesetze verstößt. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) ist ein Gesetz, das bußgeldbewehrte Compliance-Regeln für Anbieter sozialer Netzwerke betreffend den Umgang mit Nutzer-Beschwerden über Hasskriminalität und andere strafbare Inhalte im Netz sowie eine vierteljährliche Berichtspflicht der Anbieter einführt, außerdem Opfern von Persönlichkeitsverletzungen im Internet einen Anspruch auf Auskunft über Bestandsdaten des Verletzers aufgrund gerichtlicher Anordnung eröffnet.

Natürlich verrät Twitter nicht, wer meinen Post gemeldet hat. Wenn es jemand war, der etwas gegen Tiere oder die Arbeit von Tierfreunden hat, dann ist das seltsam. Wenn es ein Impfgegner ist, dann sage ich: Lass dich impfen. Wenn es jemand ist, der ein Problem mit mir hat, muss ich damit leben nach der alten Strauß Devise: „Everybody’s darling is everybody’s Depp.“ Aber mir unverständlich bei einem Post über eine Spende an ein Tierheim. Und wenn es jemand ist, der Karl-Heinz heißt und es nicht haben kann, dass das Kaninchen auch Karl-Heinz heißt, dem kann man sowieso nicht helfen.

Ich habe den Kopf geschüttelt und werde weiter meinen Weg gehen und denke an einen sehr guten Spruch, den mir ein Seminarteilnehmer einst gesagt hat: „Ich bestimme, wer mich ärgert.“

Kaninchen Karl-Heinz und Freunde erhalten Spende

19. Februar 2022

Seitdem Sinatra, einer meiner Wellensittiche verstorben ist und sein Partner Dr. Watson zu meiner Mutter gezogen ist, haben wir seit Oktober 2020 zwei Kater aus der Tierauffangsstation/Tierfreunde Maisach Überacker zu uns genommen. Die Herren heißen Parsifal (nach Richard Wagner) und Atari (nach meiner Lieblingskonsole) – und die beiden Fellnasen gehören zur Familie.

Die Tierfreunde versorgen uns nicht nur mit den Vierbeiner, sondern über soziale Netzwerke mit allerlei witzigen und traurigen Geschichten aus der Tierwelt. Neben Leid gibt es aber auch schöne Nachrichten. Und ich habe mich wirklich über eine Spendenmeldung gefreut, weil ich weiß, was in dieser Tierauffangstation geleistet wird: Die Mitarbeiter des Schnelltestzentrums aus der Marthabräu Festhalle in Fürstenfeldbruck haben beschlossen: Trinkgeld soll zu den Tierfreunden nach Überacker.

Analena Haider mit Kaninchen Karl-Heinz

Es war eine große Überraschung von einem renommierten Unternehmen wie der MAHAVI Group angeschrieben zu werden. Im neu eröffneten Schnelltestzentrum in der Marthabräu Festhalle, haben die Mitarbeiter im vergangenen Dezember fleißig Trinkgeld bekommen. Anstatt das Trinkgeld gerecht auf alle Mitarbeiter aufzuteilen, hat sich das Team des Schnelltestzentrums dazu entschieden, das gesammelte Geld zu spenden. Ich finde, das ist eine tolle Geste.

Der Einsatz der Tierfreunde Brucker Land macht sie bekannt und dank reger Öffentlichkeitsarbeit, steigt der Zuspruch. Doch dass sich mittlerweile auch Unternehmen melden, freut die Tierschützer besonders. Die Station, welche bereits seit 2006 provisorisch im Wasserwerk der Gemeinde Maisach untergebracht ist, ist in die Jahre gekommen. Zu wenig Platz für die vielen Sachspenden und erst recht für die vielen Tiere. Durchgehend ausgelastet und am Limit, sagen die Tierfreunde. Solange kein ordentliches Kreistierheim in Aussicht ist, müsste das Beste daraus gemacht werden. Aktuell ist ein Kaninchen-Außengehege in Planung. Mit dem Trinkgeld, welches von Mitarbeitern des Schnelltestzentrums der MAHAVI Group persönlich übergeben wurde, ist das neue Kaninchengehege nun vollständig finanziert.
„Damit gehen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung!“, so Andrea Mittermeir, Vorsitzende und Tierheimleitung. „Von renommierten Unternehmen gesehen zu werden, mit unseren kleinen und großen Sorgen zeigt, dass sich jede Mühe lohnt“. Das nächste Projekt ist bereits in Planung: Ein Katzenwald soll entstehen für die Dauergäste und schwer vermittelbaren Katzen.