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Corona-Virus: Tag 5 der Ausgangsbeschränkung – Feuerwehr Maisach voll einsatzbereit

26. März 2020

Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben in Maisach so gut wie lahmgelegt. Wie reagieren die Einsatz- und Rettungsorganisationen in meiner Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck am fünften Tag der Ausgangsbeschränkung auf das Virus? Ich wollte vom Maisacher Feuerwehrkommandant Andreas Müller wissen: Ist die notwendige Einsatzstärke sichergestellt? Und wie schützen sich Feuerwehrleute vor einer Ansteckung?
„Wir haben in unserer Truppe keine Verdachtsfälle und sind daher mit 49 aktiven Feuerwehrkameraden voll einsatzbereit“, beruhigte Müller. Das Wichtigste sei in so einer Krisensituation die Kommunikation untereinander. Der Digitalfunk der Feuerwehr funktioniert zwischen Fahrzeugen und Feuerwehrhaus. Untereinander kommuniziere man mit E-Mai, Messenger und es wird verstärkt telefoniert. „Ich habe einen gewaltigen Respekt vor meiner Mannschaft. Ich bin seit 26 Jahren bei der Feuerwehr dabei, aber so eine Krise habe ich noch nie erlebt. Der Zusammenhalt ist hervorragend,“ so der 41jährige Müller. Er ist seit März 2019 erster Kommandant der Maisacher Wehr und war seit 2013 Stellvertreter.


Aber in Zeiten von Corona gibt es besondere Vorkehrungen. Die Feuerwehr Maisach habe alle Treffen oder den gemeinsamen Sport abgesagt. Nur noch am Samstag findet von 10 bis 10.30 Uhr die Bewegungsfahrten in kleiner Besetzung statt, damit im Notfall die Fahrzeuge der Maisacher Wehr einsatzbereit sind.
Das Feuerwehrhaus ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Während früher Eltern mal mit ihren Kindern vorbeischauen und die Fahrzeuge bestaunen konnten, so bleibt die Öffentlichkeit jetzt komplett außen vor. Mögliche Paketlieferungen an die Feuerwehr kommen über die Gemeinde oder werden privat organisiert.
Zu Zeiten von Corona habe es bisher nur einen Einsatz gegeben und das war ein Ölschaden. Sollte es aber brennen und die Feuerwehr sei personell richtig gefordert, dann gilt auch hier: Abstand halten. Es gibt klare Bestimmungen des Gesundheitsamtes, die Müller seinen Leuten vermittelt und eingeübt hat.
Bei der Feuerwehr Maisach sind Atemschutzmasken FFP2 vorhanden. Nachschub sei unterwegs.
Atemschutzmasken schützen vor lungengängigem Staub, Rauch und Flüssigkeitsnebel (Aerosol), nicht aber vor Dampf und Gas. Das Klassifizierungssystem unterteilt sich in drei FFP Klassen, das Kürzel FFP steht dabei für „filtering face piece“. Eine Atemschutzmaske bedeckt Nase und Mund und setzt sich zusammen aus verschiedenen Filtermaterialien und der Maske selbst. Vorgeschrieben sind sie an Arbeitsplätzen, an denen der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) überschritten wird. Dies ist die maximal zulässige Konzentration von Stäuben, Rauch und Aerosolen in der Atemluft, die nicht zu gesundheitlichen Schäden führt. Wird sie überschritten, sind Atemschutzmasken verpflichtend. Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 eignen sich für Arbeitsumgebungen, in denen sich gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe in der Atemluft befinden. Sie müssen mindestens 94% der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm auffangen und dürfen eingesetzt werden, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert höchstens die 10-fache Konzentration erreicht.
Die Feuerwehr hat aber natürlich die Masken, welche für den Pressluftatmer benötigt werden, heißen Atemschutzmaske. Diese gibt es als Voll- oder Halbmaske.

Andreas Müller reinigt mit Flächendesinfektionsmittel regelmäßig Lenkräder, Schaltknüppel undWerkzeuge der Feuerwehr, um ein Ansteckungsrisiko zu minimieren.
Gleichzeitig steht er im Kontakt mit den anderen freiwilligen Feuerwehren im Gemeindegebiet und im Landkreis. „Wir sind einsatzbereit und stehen zur Verfügung, wenn man uns braucht“, so Feuerwehrkomandant Andreas Müller.