Die neuen iPhones sind knapp, aber man bekommt sie durchaus. In Deutschland haben die Telekomiker noch Geräte auf Lager und die Bestellungen werden Zug um Zug abgebaut. Das Vorgängermodell ließ sich prima günstig in den USA kaufen und mit entsprechenden Internet-Hacks mit anderen Karten bei uns betreiben. Der starke Euro macht das Einkaufen zum Fest. Mit dem neuen iPhone hat Apple diesem Weg grundsätzlich einen Riegel vorgeschoben. Wenn man in den USA ein iPhone kaufen möchte, muss gleich der entsprechende Vertrag bei AT&T abgeschlossen. Vorbei die schöne Hackerzeit. Aber Shoppen bei Apple macht noch immer Spaß. Ich habe mich soeben davon wieder überzeugt. In LA besuchte ich in zwei Apple Retail Stores und beide waren wieder ein top Einkaufserlebnis. Vorbei an der Schlange von neuen iPhone-Kunden betritt man das Geschäft. Ist der Laden zweistöckig, fällt einem gleich die gläserne Treppe ins Auge, welche einen in den ersten Stock führt. Am Eingang stehen Mitarbeiter in blauen T-Shirts, die einen freundlich begrüßen (und darauf achten, dass alle bezahlen). Im Laden sind Kundenberater in Orange gekleidet unterwegs. Die laufen herum und sprechen Kunden an. Sie stehen für Fragen zur Verfügung und beschaffen die Ware, falls diese nicht im Regal steht. Um das Schlangestehen an der Kasse zu vermeiden, haben die Orangengekleideten Mitarbeiter mobile Kassen um den Hals. Freilich geht da nur Kreditkartenzahlung, aber Plastikgeld ist ohnehin in den USA Standard. Dann gibt es in den hellen Räumen alle Geräte zum Ausprobieren. Wer sich intensiver beschäftigen will, geht in die Bereiche „the studio“ und „genius bar“. Im Studio kann Software probiert werden und die geschulten Mitarbeiter der „genius bar“ beantworten Fragen oder reparieren defekte Geräte. Ich hatte Fragen zu Shake, zog eine Nummer und es kam sogar bei diesem Thema ein kompetenter Gesprächspartner. In den größeren Stores gibt es zusätzlich noch einen Schulungsbereich. Hier wird neue Software oder Tipps & Tricks nach einem festen Programm vorgestellt. Wen das noch nicht überzeugt hat, den kann vielleicht ein kostenloses WLAN überzeugen, das im Store den Kunden zur Verfügung steht. Also schnell mit dem iPhone Mails von zu Hause gelesen. So macht einkaufen Spaß und ich freu mich schon auf den ersten Retail Store in Deutschland. Wahrscheinlich wird er am Marienplatz in München entstehen. Ich bin dabei.
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Neues Einkaufsverhalten durchs iPhone
14. August 2008Meistens am Samstag geht meine Familie mit mir einem Ritual nach, das Tausende andere Familie auch machen: Wir brechen auf zum Familieneinkauf. Während wir früher immer irgendwelche Einkaufslisten dabei hatten, sind jetzt natürlich die iPhones unsere Begleiter. Im AppStore haben wir die Software Shopping-List für 0,79 Euro gekauft. Prima und wirklich eine Empfehlung. Aber dies ist nicht die einzige Veränderung in unserem Einkaufsverhalten. Wenn wir Lebensmittel, Windeln und ähnliches im Wagen haben, schaue ich immer noch nach DVDs, Spiele, Blu-rays oder Musik-CDs. Habe ich ein interessantes Objekt meiner Begierde gefunden, dann kommt das iPhone zum Zuge. Ich vergleiche den Preis online mit Online-Bestellhäusern. In den meisten Fällen gewinnen die Online-Händler gegenüber dem klassischen Einzelhandel. Sie sind billiger. Die Gründe liegen auf der Hand: Keine Regalfläche, keine teuren Mieten, kein Personal. So muss ich mich entscheiden, ob ich ein weiterer Nagel im Sarg des Einzelhandels bin und „Geiz ist geil“ regiert. Oder ich bin mir meiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, die Ausbildungs- und Beschäftigungsleistung der Einzelhändler honoriere und im Laden kaufe. Ich gestehe: Bei größeren Anschaffungen kaufe ich dann online und das iPhone von Apple war sicher Katalysator. Ich habe das Internet immer dabei. Hier vollzieht sich ein gesellschaftlicher Wandel, dem wir uns alle bewusst sein müssen.
Wer fordert mich mit iPhoneSaber?
12. August 2008Apple-Chef Steve Jobs bestätigte gegenüber dem WallStreet-Journal, dass zum einen der AppStore für das iPhone genial angenommen wurde, zum anderen, dass Apple eine Blacklist für den Store führte. So nahm Apple folgende iPhone-Applikationen aus dem Programm „I´m rich“ (700 US-Dollar für einen roten Punkt), „Slasher“ (das Display zeigte ein Mördermesser) und vor kurzem auch iPhoneSaber. Dies simulierte ein Laserschwert aus Star Wars. Kollegen und meine Frau hatten uns bereits große Laserschwert-Schlachten geliefert. So ist es köstlich, das Gesicht überraschter Kollegen zu sehen, wenn man mit gezücktem Laserschwert in die Redaktionsräume stürmt und Kollegen zum Duell auffordert. Grund für den Hinauswurf aus dem Store ist wohl ein Brief von THQ Wireless, die die Audio-Rechte an dem Laserschwert von George Lucas haben. Das Schwert klang verdammt überzeugend nach Star Wars und das darf natürlich nicht sein. Ich hab auf jeden Fall noch mein iPhoneSaber und find es stark. Neulich hatten meine Frau und ich beim Essen im China Restaurant unsere Schwerter gezogen. Cool, die blöden Gesichter der Leute. Cool auch die Reaktion am Nebentisch. Ein paar Jugendliche hatten auch ihr iPhone dabei und machten mit.
iPhone bekämpft Aufschneider und Angeber
4. August 2008Aufschneider und Angeber haben es zu Zeiten des iPhones schwer. Da sitze ich doch im Warteraum des Flughafens Hannover herum und warte auf meinen LH-Flieger. Kommt er, kommt er nicht? Streik ja oder nein? Auf jeden Fall kommt eine Gruppe auf mich zu, Typ Manager – ein Mann und zwei Frauen. Alle Mitte/Ende dreißig, im edlen Zwirn gekleidet und Laptoptasche am Mann bzw. Frau. Der Mann ist der große Hecht und Wortführer. Und, Sie erraten es bereits, er nervt kolossal mit seinem Gequatsche. Er erzählte über dies und jedes und kam auch zu den Themen Geige und Konzerte. Ich hab zwar keine Ahnung über Geigen, außer dass meine Frau eine solche hat und mal im letzten Jahrtausend spielte. Unser Schwätzer erzählte, ein Künstler habe in seinem Konzert eine Original-Stradivari von 1592 gespielt. Dass müsse man sich mal vorstellen. Ich hielt es nicht mehr aus und witterte meine Chance. Ich nahm das Apple iPhone, wählte unter Wikipedia „ Stradivari“ und belehrte dann oberlehrerhaft die Gruppe: „Antonio Giacomo Stradivari (auch latinisiert Antonius Stradivarius, * um 1644 oder, laut neuerer Forschungen, 1648), der Geburtsort ist unbekannt; † 18. Dezember 1737 in Cremona) war ein italienischer Geigenbaumeister.“ Ha, das hatte gesessen. Vor seiner Geburt hatte Stradivari also seine berühmten Geigen gebaut. Die Damen erkannten sofort ihren Gesprächspartner als Schwätzer und vor Scharm wandte sich der Jung-Manager ab. Ich hatte meine Ruhe. Also Aufschneider und Angeber aufgepasst, das iPhone überführt als Schwätzer.
Total digital – danke Nikolas
30. Juli 2008Kennen Sie Nikolas Negroponte? Das ist kein neuer Grieche aus der Innenstadt, sondern der ehemalige Leiter des MIT. Heute ist er vor allem bekannt, weil er den 100 Dollar Computer auf den Markt gebracht hat, um die Dritte Welt IT-mäßig an die erste Welt heranzuholen. Eben dieser NN hat vor über zehn Jahren ein Buch mit dem Titel „Total digital“ geschrieben. Und es hat die digitale Welt verändert. Die Kernaussage: „Don´t move atoms, move bytes!“ Auf gut Deutsch übersetzt: „Alles was du digital vertreiben kannst, wird künftig digital vertrieben.“ Was haben wir damals gelacht und den Kopf geschüttelt: Fotos, Filme, Musik durchs Netz senden und das mit der Geschwindigkeit meines 28.800-Modems. Gerade hatte ich den Akustikkoppler ausgemustert. WOW, Nikolas hatte Recht. Der Computer wurde zum digitalen Hub, wie Steve Jobs von Apple ihn bezeichnet. Rechner stehen heute überall im Hause, der Server kommt in den Keller. Das WLAN reicht in den Garten, um den Kindern im Sandkasten zuzuschauen. Heute kaufe ich meine Musik über Amazon oder gleich über iTunes, in iStockvideo verkaufe ich meine Videos und vertreibe über Fotolia und iStockphoto meine Fotos. Flickr und andere Web 2.0-Plattformen haben mein digitales Leben revolutioniert. Danke Nikolas für deine Idee und deine Inspiration. Du hast mich aus meinem Trott gerissen und wach gerüttelt.
Bekenntnis: Apfel oder Fisch?
29. Juli 2008Wir fahren einen ziemlich alten Audi A4. Er hat noch zwei Jahre TÜV bekommen und so muss uns das Fahrzeug weiterhin sicher von A nach B bringen. Am Heck des Autos klebt ein weißer Apple-Aufkleber. Früher war dort ein Apple-Logo in Regenbogenfarben zu sehen, aber das war noch zu Mac OS 7.1 Zeiten – lang, lang ist es her. Aber seit dem OS X auf dem Markt ist, wurden die Farben des Regenbogens durch Weiß ersetzt. Leider blättert dieser Aufkleber auch schon etwas. Wenn das Auto mal wieder gewaschen wird, werde ich den abgeblätterten Apfel durch einen neuen ersetzen, schließlich liegen jedem Mac diese Aufkleber bei. Wann es soweit ist, weiß ich allerdings nicht. Autowaschen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Das überlasse ich gerne mal der Ehefrau, die zwar auch nicht begeistert ist, aber vielleicht einen kürzeren Geduldsfaden hat. Auf jeden Fall haben unsere Kinder die Diskussion um den Apfel auf der Familienkutsche mitbekommen. Einwand der Tochter an mich: „Sammelt der Nachbar Fische so wie du Äpfel-Computer sammelst?“ Fische? Siehe da. Auf einem Autoheck in der Nachbarschaft wurde ein Fisch geklebt. Tochter verwechselte das Zeichen Petri allerdings mit dem Bekenntnis des Vaters zu Apple. Na ja auch wenn viele meinen, Steve Jobs lade im Januar zur Macworld Expo Keynote zu einer Art Gottesdienst, will ich doch nicht soweit gehen. Aber es ist schon seltsam, was sich der Nachwuchs um Aufkleber kümmert.
Meine iPhone Software
22. Juli 2008Ich bin ein sog. Early Adopter von Apple. Wikipedia sagt dazu: Der Begriff Early Adopter (englisch für: frühzeitiger Anwender) bezeichnet einen Menschen, der die neuesten technischen Errungenschaften oder die neuesten Varianten von Produkten erwirbt. So auch mit dem iPhone von Apple. Kaum wurde es im vergangenen Jahr offiziell in Deutschland angeboten, musste ich zum T-Punkt nach Karlsruhe pilgern und so ein Device haben. Am 11. Juli diesen Jahres kam die neue Software 2.0. Und ich bin begeistert. Als dem Apple Store kann man nun Software kaufen bzw. kostenlos laden. Ich mir gleich folgende Programme gezogen: PhoneSaber (Laserschwert-Simulation), AIM (AOL Instand Messanger), FiatLux (Taschenlampe), Shazam (Musik taggen), NetNewsWire (RSS-Reader), Remote (für iTunes), iPint (Bier), Fahrplan (Auskunft) und Einkaufsliste für 0,79 Euro. Ich bin eben ein Apple Fan und steh dazu.

