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Buchtipp für Dylan-Fans: Als sich die Zeiten zu ändern begannen von Suze Rotolo

22. August 2013

cover

In zwei Tagen habe ich die Autobiografie der ehemaligen Freundin von Bob Dylan Suze Rotolo gelesen. Das Buch erschien bereits im Jahre 2008, aber ich durch einen Zufall bekam ich es jetzt erst in die Finger. Als sich die Zeiten zu ändern begannen lautet die Erinnerungen an Greenwich Village in den Sechzigern. Rotolo ist bereits 2011 verstorben. Das Buch ist sicherlich nur etwas für Dylan-Fans, die etwas vom Meister erfahren wollten. Kaum ein Buch wurde von den Fans so erwartet wie dieses. Ich bin zwiegespalten nach Ende der Lektüre. Ja, zum einen habe ich wirklich etwas Neues erfahren: So wusste ich nicht, dass die Autorin von Dylan geschwängert wurde und abgetrieben hatte. Diese Information war mir neu. Aber zum anderen: was geht es mich an?

Es gab interessante Anekdoten aus der früheren Zeit das Künstlerviertel, über den Umgang der Folkies miteinander und den musikalischen Aufbruch an dessen Spitze dass sich Dylan gestellt hat. Am meisten haben mich die Episoden über das Leben im Greenwich Village beeindruckt. Wer heute das ehemalige Künstlerviertel besucht, der findet Kommerz oder Leute, die immer noch am Sixtys Tropf hängen. Dies hielt mich freilich nicht davon ab, durch die Straßen das berühmten Viertels zu ziehen. Schade, dass ich das Buch von Suze Rotolo nicht dabei hatte. Es wäre ein schöner Reiseführer in längst vergangene Zeiten gewesen. Bei deinem nächsten USA-Besuch nehme ich es mit und suche die Orte aus der Dylans Vergangenheit.

Einen Besuch im Gaslight durfte ich mir nicht entgehen lassen.

Einen Besuch im Gaslight durfte ich mir nicht entgehen lassen.

Und ich muss auch zugeben, dass mich die Biografie von Suze Rotolo nicht interessiert hätte, wenn sie nicht zufällig auf dem Cover vom The Freewheelin‘ abgebildet und Robert Zimmermans erste offizielle Freunde als Bob Dylan gewesen wäre. So jedoch, habe ich das Buch an zwei Tagen gelesen und weiß wieder ein paar Details über das Leben von Bob Dylan mehr. Interessant fand ich vor allem die Ausführungen über Dylans Manager Albert Grossmann, der von vielen als Tyrann bezeichnet wurde. Frau Rotolo beschreibt ihn eher mitfühlend. Mir wurde bestätigt, welches musikalische Genie er ist, aber wie schwierig auch einen Zusammenleben mit diesem Herrn wohl auch ist. Also Dylan-Freunden sei dieses Buch durchaus ans Herz gelegt, der Rest wird es sowieso im Regal liegen lassen.