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Corona-Virus: Tag 28 der Ausgangsbeschränkung – Kunst im Stadl 2020 abgesagt – Zukunft ungewiss

18. April 2020

„Die Entscheidung, keine Großveranstaltungen bis Ende August mehr durchzuführen, hat mich umgehauen“, so Helga Backus. „Damit wurde mir klar: Meine Veranstaltung Kunst im Stadl wird dieses Jahr ausfallen müssen.“
Dieses Jahr wird die Künstlerveranstaltung „Kunst im Stadl“ in Anzhofen 25 Jahre alt und für dieses Jubiläum hat sich Helga Backus etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Obstgärten sollten mit zwei Bühnen ausgestattet werden. Musiker waren schon gebucht. 120 Künstlerinnen und Künstler hatten bereits zugesagt auf dem umfangreichen Gelände auszustellen. Diese Pläne kann sie erst einmal begraben, denn Ministerpräsident Söder hat die Pläne der Künstlerin durchkreuzt. „Ich hatte gehofft, dass hier etwas differenzierter vorgegangen wird, aber die Entscheidung ist eindeutig und wir werden uns natürlich danach richten, so leid es mir tut.“ Sie hatte schon ein Konzept in der Tasche, den Zugang zur beliebten Veranstaltungen in den Stadln von Anzhofen zu regulieren und auch Masken zu verteilen. „Das ist jetzt vorbei. Wir werden uns beugen“, so Helga Backus, die viel Energie in dieses Ereignis gesteckt hat. „Natürlich tut es mir um meine Veranstaltung leid, aber auch um viele meiner Künstlerkollegen, die jetzt vor dem Nichts stehen.“ Die Künstlermärkte werden auf absehbare Zeit in Bayern nicht stattfinden und das kann den finanziellen Ruin der Künstler bedeuten.

„Ich hoffe, dass ich viele meiner Künstlerkollegen bei Kunst im Stadl 2021 noch wieder treffe“, so Helga Backus weiter. Und die hofft erst einmal, dass sie den Weihnachtszauber 2020 auf dem Maisacher Volksfestplatz durchführen kann. „Platzt der auch, dann wird es wirklich eng auch für mich als Veranstalter“, so die engagierte Künstlerin und Organisatorin.


Im Moment überlegt sie eine Art Kunst im Stadl in virtueller Form. Aber das sei nicht das gleiche wie ein Künstlermarkt, der vom Leben und Austausch zwischen Künstler und Besucher lebt. Den richtigen Schritt der Digitalisierung sei sie wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen nie gegangen. „Manche meiner Freunde stehen jetzt wegen Corona vor dem Nichts“, sagt sie traurig.
Eine Verschiebung von Kunst im Stadl in den September 2020 sieht sie nicht. „Wenn das Okay von der Staatsregierung kommt, dann sind meine Künstler auf anderen Märkten gebucht. Zudem werden die Stadl in Anzhofen für die Landwirtschaft gebraucht.“
Sie plant die Jubiläumsveranstaltung dann nächstes Jahr durchzuführen. „Im Moment befinde ich mich noch in einem Zustand der Schockstarre, aber es wird weitergehen, in welcher Form auch immer“, so die Optimistin Helga Backus, die sich jetzt erst einmal auf ihre eigene Kunst konzentrieren wird. Sie arbeitet als Objektkünstlerin mit Metall und Draht, mit Silberarbeiten und Halbedelsteinen. „Als erstes muss ich wohl meine Website auf Vordermann bringen“, so ihre aktuellen Pläne.

 

Weihnachtszauber Maisach – ein bisschen Tollwood auf dem Dorf

23. Dezember 2018

Meine kleine Wohnortgemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck ist um eine Attraktion reicher. Auf dem Festplatz, auf dem sonst das letzte Volksfest im Landkreis stattfindet, wagte Helga Backus das erste Mal den Weihnachtszauber Maisach. 

Ich habe die Eisprinzession gesehen. Ich habe die Eisprinzession gesehen.

Helga Backus ist in unserer Gegend keine Unbekannte. Seit Jahren führt sie extrem erfolgreich in Anzhofen die Veranstaltung Kunst im Stadl durch. Mehrmals war ich dort, mehrmals habe ich von dort gebloggt. Kunst im Stadl ist im Sommer genial – und warum nicht auch ein ähnliches Publikum im Winter ansprechen? Das waren wohl die Hintergedanken für den Weihnachtszauber Maisach. Obwohl das Wetter kein Freund der Veranstaltung zu sein scheint, kamen die Besucher scharenweise, so dass es von 19. bis 22. Dezember 2019 den nächsten Weihnachtszauber geben wird. Dieses Jahr konnte an einem Tag wegen Sturm aus Sicherheitsgründen die Veranstaltung mit dem großen Zirkuszelt nicht stattfinden. Und dann war noch der ekelhafte Regen.

Aber den Naturgewalten zum Trotz: Der Weihnachtszauber fand sein Publikum. Auch meine Familie war dabei. Während die Gattin Mandeln und Maroni zu sich nahm, kaufte ich den hervorragenden Kaffee aus Togo bei Koppwork und einen handgedrechselten Holzfüller bei Alois Steidele.

Kaffee aus Togo bei Koppwork. Kaffee aus Togo bei Koppwork.

Das Kamelreiten habe ich aufgrund des Andrangs ausfallen lassen, wäre aber sicher eine riesige Gaudi geworden. Bei Schnee ist Weihnachtszauber sicherlich eine geniale Veranstaltung, ein bisschen Tollwood auf dem Dorf. Bei Regen hilft nur Glühwein und Tee, der an den verschiedenen Ständen ausgeschenkt wurde. Ich begegnete einer Eisprinzessin mit Regenschirm und schaute einem Künstler bei der Arbeit zu, als er aus Eisblöcken Figuren schnitt. Der Aufenthalt im großen Zirkuszelt versprach Trockenheit und Kunsthandwerk, wie ich es vom Kunst im Stadl kenne. 

Ich freue mich, dass die Facebook-Fotogruppe im Landkreis am Samstag den Weihnachtszauber ablichtete. Da waren sehr schöne Bilder dabei. Eigentlich wollte ich dabei sein, aber aufgrund des Wintersturms wurde der Event verschoben. 

Und als es dunkel wurde, der Regen ein wenig nachließ, kam auch eine weihnachtliche Stimmung auf. Danke für den Weihnachtszauber 2018. Ich komme 2019 gerne wieder und hätte auch schon ein paar Ideen für Helga Backus