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Kunst im öffentlichen Raum: Slipstream im Flughafen Heathrow, London

10. Juni 2019
Slipstream In London.

Slipstream In London.

Wer den Londoner Flughafen Heathrow im Terminal 2 besucht, stößt unverzüglich auf das imposante Kunstwerk Slipstream von Robert Wilson. Seitdem der Terminal 2 im April 2014 neu gestaltet wurde, ist dort diese riesige Skulptur zu sehen. Wer ein wenig Zeit mitbringt, sollte sich sich dieses eindrucksvolle Werk zu Gemüte führen. 

Slipstream wurde vom britischen Künstler Richard Wilson geschaffen. Slipstream sieht sich als ambitioniertes Kunstwerk, das von der Welt der Luftfahrt inspiriert ist und Feinmechanik und britisches Spezialhandwerk vereint. Das Ergebnis ist eine fließende, verdrehte Aluminiumform; eine imaginäre Flugbahn eines Zivko Edge 540 Stuntflugzeugs. Slipstream ist eine der längsten permanenten Skulpturen Europas, die über 70 Meter lang und 77 Tonnen schwer ist. Bei meinem jüngsten Besuch in Heathrow waren K2 und ich schwer beeindruckt.

Slipstream zieht sich durch die Länge des überdachten Innenhofes des Terminals 2 und reagiert auf die Architektur des Flughafengebäudes und ist in diese integriert. Die Skulptur ist ein markanter Blickfang für das neue Gebäude des Flughafens sein.

Richard Wilson, einer der führenden britischen Bildhauer, wird für seine künstlerischen Interventionen im architektonischen Raum gefeiert und hat national und international umfassend ausgestellt. Seine bekanntesten Werke sind die Installation „20:50“, ein Meer aus reflektierendem Sumpföl, das fest in der Saatchi-Sammlung installiert ist, und sein Auftragsbeitrag zur Kulturhauptstadt Europas 2008 in Liverpool, „Turning the Place Over“, einem riesigen eiförmigen Abschnitt einer stillgelegten Gebäudefassade, der sich drehte, um das Innere seiner Struktur zu enthüllen. Er hat Großbritannien bei der Sydney, Sao Paulo, Venedig Biennalen und der Yokohama Triennale vertreten und wurde zweimal für den Turner Prize nominiert.

Das Design von Slipstream verwendet modernste Computerprogrammiertechnologie, die normalerweise in der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt wird, um das Volumen der Bewegung eines Flugzeugs durch den Weltraum genau zu übersetzen. Um Slipstream zur Realität werden zu lassen, beauftragte Wilson die Statiker Price & Myers und den auf Rumpfbasis tätigen Verarbeiter Commercial Systems International (CSI). Die Skulptur wurde in 23 Riesenabschnitten in Hull gefertigt und im Juni 2013 Stück für Stück von Hull nach Heathrow transportiert.

Uns hat das Kunstwerk gefallen und wir standen staunend davor.