Posts Tagged ‘Gastronomie’

Mallorca: Lecker Speisen und Genüsse

1. Juli 2013

Wenn ich auf der spanischen Insel Mallorca bin, interessiere ich mich auch für das Essen. An erster Stelle stehen natürlich die wunderbaren Meeresfrüchte des Landes. Ich kann mich die ganze Woche von Fisch ernähren, aber natürlich gibt es auch andere Spezialitäten. Vorstellen möchte ich heute die Klassiker Sobrassada de Mallorca und das Meersalz Flor de Sal.

Vom schwarzen Schwein kommt die gute Wurst.

Vom schwarzen Schwein kommt die gute Wurst.

Die Küche der balearischen Inseln ist typisch für die mediterrane Gastronomie. Ein umfangreiches Sortiment hochwertiger Produkte wird auf den Balearen erzeugt. Dazu gehört auch Sobrassada de Mallorca. Mit ihrem Geschmack, ihrer Farbe und ihrer Textur ist die Paprikastreichwurst eine echte Gaumenfreude. Ob warm oder kalt, ob als Geschmacksgeber oder als Brotaufstrich – die Sobrassada   lässt sich nach Lust und Laune mit anderen Lebensmitteln kombinieren und eignet sich so perfekt für die Kreation neuer Speisen.

Die Sobrassada de Mallorca wird aus fein durchgedrehtem Schweinefleisch, Salz, einem Hauch Pfeffer und dem typischen Paprika hergestellt, der ihr die Farbe und den besonderen Geschmack verleiht. Jeder Hersteller fügt außerdem seine eigene Gewürzmischung hinzu. Diese Mischung würden eine Hülle gestopft und muss einige Wochen oder Monate trocknen, damit die Masse langsam einen Teil ihres Feuchtigkeitsgehaltes verliert. In dieser Phase wird die Wurst ihren unverwechselbaren typischen Geschmack, ihr Aroma und ihr Aussehen an. Die unterschiedlichen Därme, die bei der Herstellung verwendet werden, machen die Sobrassada zu einem wahren Wunder an Vielfalt. Die Streichwurst wird in vielen verschiedenen Formen und Größen angeboten, für jeden Geschmack und für jede Gelegenheit. Traditionell hat jede Form einen eigenen Namen. Die Wurst stammt von den schwarzen Schweinen der Region.

Salzgewinnung bei Colonia Sant Jordi.

Salzgewinnung bei Colonia Sant Jordi.

Die zweite Spezialität ist das wunderbare Meersalz Flor de Sal. Die Erzeugergemeinschaft LASAL bietet tägliche geführte Touren zu den Salzseen von Colonia Sant Jordi. Mir persönlich schmeckt das pure Meersalz am besten, aber es gibt auch zahlreiche Kombinationen Mit beispielsweise grünen Oliven, mit Pfeffer, mit Kapern oder mit schwarzen Oliven. Die ganze Sache gibt es auch online zu bestellen. Das Salz wird von zahlreichen Restaurants auf der Insel eingesetzt. Wir waren u.a. bei der Casa Manolo in Ses Salines zu Gast. Die fantastischen Speisen werden mit dem Meersalz verfeinert.

Auf jedem Markt wird das Salz angeboten.

Auf jedem Markt wird das Salz angeboten.

 

Die nachfolgende Galerie zeigt eine Auswahl von frischen Wurst, Gemüse, Speisen und Leckereien von Mallorca.

 

Mein Paris: Essen wie Gott in Frankreich

10. November 2010

Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch die Stadt des Essens. Der Satz, Essen wie Gott in Frankreich, kann auf das ganze Land angewendet werden und gilt damit auch für Paris. Aber: Gott muss ein reicher Mann sein, denn Essen in Paris ist teuer. Aber die Qualität ist hervorragend.

Gegessen wird später als bei uns und so hatte ich die Chance einen Tisch zu bekommen. Ich saß schon im Restaurant, dann drängten die Franzosen in die Tempel der Gastronomie. So habe ich im essensverwöhnten Frankreich immer einen Tisch bekommen, allerdings ohne französische Kollegen – die erschienen viel später. Die Bezahlung erfolgt immer Tischweise. Getrennte Rechnungen mögen die französischen Wirte in der Regel nicht. Das Auseinanderrechnen, wer wie viel zahlt, überlassen sie den Gästen.

Fisch garantiert frisch.

Fisch garantiert frisch.

Die französische Küche ist vielseitig. Die grande nation war eine Kolonialmacht und die Vertreter der besetzten Gebiete haben ihr Essen und ihre Kultur nach Frankreich gebracht. Das mag viele Nachteile im heutigen Paris haben, beim Essen hatte es durchaus Vorteile. Gerade Fisch und die nordafrikanische Küche haben es mir im Moment angetan. Couscous mag ich zu Hause weniger, hier aber um so mehr. Zusammen mit der Gigot – der Lammkeule ist das Gericht aus Kichererbsen, Möhren und Zucchini ein Gedicht – je nach Variante gibt es Hühnchen, Lamm oder Rindfleisch dazu. Bon apptit. Dazu kommt die schwarze, scharfe Paste Harissa – je nach Gegend brennt es höllisch gut. Als Beilage den dampfgegarten Gieß. Nun gut, es ist keine Haute Cuisine, aber ich für meinen Geldbeutel durchaus erträglich. Und dazu muss ich nicht extra ins Restaurant gehen. Kleinere frische Mahlzeiten gibt es auf den Markt, beispielsweise vor der Pariser Börse.

Ein Spaziergang über den Markt zeigt die kulinarische Vielfalt dieses Landes. Obst, Gemüse, Käse und viel, viel Fisch. Austern lassen sich gleich am Stand direkt schlürfen zu einem vernünftigen Preis. HIer kann man sich von Stand zu Stand essen. Kleine Portionen hier, kleine Portionen da. Der Standbesitzer lässt mich auch gerne probieren, vor allem wenn ich dann großzügig einkaufe.

Einfach probieren.

Einfach probieren.

Der neue Trend: Kochen

15. Dezember 2008

Kochsendungen sind in. Meinen Kollegen Thomas Gerlach haben sie es angetan. Er ist ein begnadeter Koch, legt sein Geld in Kochbücher an und hat zahlreiche Koch-Podcasts abonniert. Früher waren Kochsendungen in der Glotze öde. Der Biolek war mich mich der erste, der Kochen im Fernsehen interessant gemacht hat. Heute gibt es ja zahlreiche Kochsendungen.

Neulich waren der Kollege Gerlach, meine Frau und ich bei unserem Lieblingsmongolen. Eigentlich ist es der einzige Mongole, den ich kenne, aber dennoch es ist unser Lieblingsmongole. Dort kann man seine Gerichte selbst zusammenstellen. Soße drauf und der Mann mit der Schürze bereitet es zu und bringt es an den Tisch. Super.

Ein paar Tage später waren wir bei einer anderen Event-Gastronomie, wie es in der Branche richtig heißt. Hier gab es noch eine nette Variante. Wenn man das Gewicht der ausgewählten Speisen genau errät, dann ist die noble Speise kostenlos. Natürlich gab ich geraten, aber ich lag mit meiner Fisch-Kombi deutlich daneben. Egal, geschmeckt hat es trotzdem und die Frau hat gezahlt.

Vergangene Woche lud mein Chef ein zur Weihnachtsfeier. Aber es war nicht irgendein Restaurant, sondern eine Kochschule. Das ganze Management musste sich weiße Schürzen umbinden und ab ging es in die Küche zum Zubereiten. Es gab folgende Speiseabfolge: Gebratene Jakobsmuscheln auf Gurkentatar mit Joghurt und Salat, dann Linguine mit Garnelen und Jakobsmuscheln und Zitronen-Kräutersauce, anschließend Perlhuhnbrust mit Dattelfüllung, dazu Selleriepüree und Spinat und zum Schluss pochierte Birnen im Weißwein-Gewürzsud und Schokoladensauce. Dazu Wein und Wasser. Ich war mit einem Chefredakteurskollegen von Detail, der Leiterin der Buchhaltung und meiner Marketingleiterin für den Hauptgang zuständig. Wer das Rezept braucht, bitte eine Mail. Wow und geschmeckt hat es. Im Januar bin ich wieder auf einen Kochevent eingeladen.

Übrigens, nicht das der falsche Verdacht aufkommt. Zu Hause koche ich auch ab und zu. Und ich spüle auch ab – das entspannt.