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Meine Liebings-Verfilmungen von Stephen King

15. Mai 2010
Große Wegwerfen ist gerade im Keller angesagt. Es fielen Hunderte von VHS-Videotapes auf den Müll. So entdecke ich beim Ausmisten ein paar Schätze, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und ich habe mir auch die Frage gestellt: Was ist eigentlich die beste Stephen King Verfilmung? Einstmals war ich ein großer King-Romane-Fan. Aber bei den Verfilmungen herrschte meist große Enttäuschung. Die Filme waren meist durchschnitt und brauchten nicht den Horror der Bücher in meinen Kopf. Wenn ich ehrlich bin, gab es für mich persönlich nur drei gute King-Verfilmungen. Und diese sind:
Shining (1980)
Dead Zone (1983)
Carrie (1976)

Shining ist meine Lieblings-King-Verfilmung.

Natürlich ist Shining von Meister Kubrick mein Liebings-King. Hier stimmt einfach alles, wenngleich in der Europa-Fassung eine halbe Stunde fehlt. Beim nächsten USA-Besuch werde ich mir die Komplettfassung auf Blu ray kaufen. Die Regiearbeit von Kubrick ist der Hammer: Schauspieler, Musik, Kamera, Licht, Set, Drehbuch – alles passt zusammen und dieser Film erzeugte bei mir wirklich Angst, auch wenn Autor Stephen King mit dieser Verfilmung nicht einverstanden war. Ich bin es. Shelley Duvall wurde von Kubrick in den Wahnsinn getrieben und dieser Film zeigt diese Pein schlechthin. Ab und zu ertappe ich mich dabei, dass ich auch „Here’s Johnny“ rufe.

Dead Zone ist Cronenbergs Beitrag in Sachen King-Verfilmungen.

Das Plakat von „Dead Zone“ hing bei mir als Jugendlicher eine Zeitlang im Zimmer. Es zeigte Christopher Walken mit dem Gewehr. Buch und Film langen nahe beieinander und die Regie von Terrorpapst David Cronenberg ist im Stil seiner kalten kanadischen Filme: Reduziert, kalt, ruhig und voller Emotionen. Eine Gabe ist ein Flucht – das kam in dieser unaufgeregten Verfilmung genial herüber. Leider habe ich bis heute nur drittklassige Veröffentlichungen auf DVD und werde daher meine Original-VHS-Cassette nicht wegwerfen. Christopher Walken spielt sich mit diesem Film in die Liga meiner Lieblingsschauspieler.

Ekel und Mitleid herrschen in Carrie vor.

Carrie von Brian de Palma war ein tolles Beispiel der siebziger Jahre. De Palma, der eigentlich ein Hitchcock für Arme war, zitierte immer wieder sein Idol. Anspielungen auf die „Bates High School“, die am Ende in Trümmer aufgeht, sind absichtlich. Schauspieler wie John Travolta und Sissy Spacek spielten in diesem ersten King-Roman aus dem Jahr 1974. Es gab schöne Filmeffekte wie die geteilte Leinwand und eine bezaubernde Piper Laurie spielte alle an die Wand. Schaurig schön war auch der Schockeffekt am Ende des Films, der später wieder bei American Werwolf aufgenommen wurde.
Ich bin mal gespannt, ob es andere King Fans mit anderer Meinung gibt.

„Die Gier ist etwas Gutes“

12. Dezember 2008

Ein Film, der in unsere Zeit passt, ist mit Sicherheit Wall Street von Oliver Stone. Er inszeniere 1987 diesen Film. In Wall Street geht es um die illegalen Geschäften des Millionärs Gordon Gekko, gespielt von Michael Douglas. Am Schluss siegt das Gute und der böse Gekko „Die Gier ist etwas Gutes“ kommt vor Gericht. Der Film gilt als radikale Kritik am Kapitalismus, so zumindest die Chicago Sun. Der Film ist aktueller denn je, wenn man sich die Verluste der bayerischen Landesbank ansieht. Zehn Milliarden Euro fehlen in der Kasse – welche Summe.

Jetzt habe ich gelesen, dass Wall Street im Film fortgesetzt werden soll. Der Titel lautet Money Never Sleeps. Allerdings ist der Film noch in der Vorproduktion, aber Michael Douglas soll wieder an Bord sein. Oliver Stone hat abgelehnt.

Ein Buch, das mir dazu einfällt, ist mein Lieblingsbuch der 80er Jahre: „Fegefeuer der Eitelkeiten.“ Stark, wie die „Meister des Universums“ über das Börsenparkett agieren und ihre Geschäfte machen. Tom Wolfe hat das Werk geschrieben und für mich sind Stimmungen, Charaktere und Lebensgefühl hervorragend eingefangen. Die Verfilmung von Brian de Palma war nicht so der große Wurf (bis auf eine geniale Hitchcock-like Kamerafahrt am Anfang), das Buch ist es allemal.